Kostenintensiv oder innovativ?

von
Thomas Heinrich

Haage & Partner soll also das nächste (und vielleicht auch übernächste) AmigaOS programmieren. Einerseits kann man sich darüber freuen, daß endlich etwas Bewegung in den Markt kommt, anderseits ist es bedenklich, wenn Amiga einfach so den Quellcode an eine Softwarefirma verschachert. Daß dabei so etwas herauskommt, wie ein Microsoft-Monopol, ist meine geringste Sorge. Viel schwerer liegt mir die Erkenntnis im Magen, daß die neuen Amigas wohl gar nichts mit den alten zu tun haben werden.

Denn da kommen ungeheuerliche Kosten auf mich (und alle anderen Umstiegswilligen) zu. Ein neuer Rechner, neue Dritt-Software wie Office- und Grafikanwendungen, womöglich eine ganz neue Art zu programmieren, mit zugehörigem, teuren Compiler. Ist alte Hardware weiterverwendbar? Wohl eher nicht. Also muß ein zusätzlicher Rechner her, der ganz bestimmt wieder Apothekenpreise erreichen wird. Denn große Absatzzahlen sind nicht zu erwarten.


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