Tatsächlich hatte sich nun also vor kurzem herausgestellt, daß das BlueByte-Spiel `Siedler 2` nicht auf den Amiga umgesetzt werden wird. Zahllose Gerüchte und widersprüchliche Meldungen zu diesem Thema waren aufgetaucht und haben unnötigerweise Aufregung verursacht.
Die Firma Titan Computer hatte sich um die Rechte zur Umsetzung auf den Amiga bemüht. So löblich diese Bemühungen waren, so hat Titan aber selbst zu den Konfusionen beigetragen, die dem Amiga-Markt Schaden zufügen.
Titan Computer hatte zwischenzeitlich gemeldet, daß sie die Rechte nun hätten und mit der Umsetzung sofort beginnen würden. Später verlautete zusätzlich, daß der Support von BlueByte schleppend verlaufe, da man dem Amiga nicht gerade hohe Priorität einräume.
Das ist ja allseits bekannt und hat auch nicht zu Letzt dazu geführt, daß es keine Konvertierung geben wird. Warum kann man aber mit Erfolgsmeldungen nicht etwas vorsichtiger sein, gerade einer im geschäftlichen Umfeld tätigen Firma sollte doch bekannt sein, daß mündliche Zusagen zwar theoretisch verbindlich, aber praktisch in den meisten Fällen wenig wert sind? Ein schriftlicher Vertrag, unterschrieben von den verantwortlichen Personen, ist das, was zählt.
So gab es wieder viel Lärm um Nichts, der im Endeffekt nur Erwartungen geweckt und dann wieder einmal enttäuscht hat. Wenn das symptomatisch für den Amiga-Markt wird (falls es das nicht schon ist), könnte es zu einem beschleunigten Exodus führen, da die User durch solche Meldungen nicht `bei der Stange gehalten` werden, sondern sich einfach nur verschaukelt vorkommen, da ihre genährten Hoffnungen nach und nach wie Seifenblasen platzen.
Zahlreiche neue Ankündigungen für anspruchsvolle Umsetzungen lassen in dieser Hinsicht Besorgnis aufkommen, auch, wenn sie sich z.B. schließlich als technisch nicht realisierbar herausstellen sollten.
Selbst mit Ankündigungen sollte also verantwortungsvoller umgegangen werden.
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