In Ausgabe 7 des AmZeigers testete ich das Strategie-Spiel Foundation und wies auf den umfangreichen Support hin. Dank diesem ist es nun an der Zeit, einen Update-Bericht zur nunmehr aktuellen Verion 1.24 zu schreiben.
Neben vielen kleineren Änderungen, die den Spielablauf betreffen, sind vor allem die Überarbeitung der Grafikroutinen, sowie die Optimierung des gesamten Programmcodes als wichtigste Neuerungen zu nennen.
Während letzteres vor allem dafür sorgt, daß das Spiel nun etwas flüssiger läuft, verdankt man ersterem, daß es nicht nur viel besser aussieht, sondern auch noch mal ein wenig kompatibler wurde.
Grafikkarten-Besitzer werden sich freuen, daß sie Foundation nun auch im Fenster auf der Workbench laufen lassen können. Besitzer von AGA-Amigas kommen nun ebenfalls in den Genuß derselben Chunky-Grafik-Routinen, wie Grafikkarten-Besitzer, die Konvertierung erfolgt mittels einer schnellen Chunky-to-Planar-Routine, allerdings wird hier natürlich weiterhin ein separater Screen geöffnet. Durch diese Änderung wird nun nur noch ein Hauptprogramm benötigt, die spezielle AGA-Version entfällt.
Des weiteren macht die Grafik aber auch wesentlich mehr her, denn statt der alten gekästelten Bodenstrukturen sieht man nun weiche Übergänge in den Landschaften, der Rand des Strandes geht in einer geschwungenen Linie in Wiese über, statt in rechten Winkeln davon abgetrennt zu sein.
Darüber hinaus fällt nun ein leichtes Sonnenlicht auf die südlichen Hänge, Häuser, Menschen, Bäume und Fähnchen werfen Schatten und durch das Wasser sieht man den abfallenden Meeresboden schimmern. Jetzt fehlen eigentlich nur noch ein paar Tiere und man würde sich am liebsten zu den kleinen Männlein und Jungfräulein in Foundation gesellen (z.B. in einem Bauernhaus ;-) ...ähemm).
Bei soviel Neuerungen neigt man ja schnell dazu, zu glauben, das ganze müßte jetzt beim Scrollen ganz fürchterlich ruckeln und man könne die Inselvölker nun mit Schneckenscharen verwechseln. Aber nein, alles läuft stattdessen sogar noch subjektiv schneller und weicher.
Auch das Intro läuft auf AGA-Rechnern nun schneller. Das Rewrite der Grafikroutinen hat sich also wirklich gelohnt.
Probleme machten auf meinem A1200 allerdings immer noch höhere Auflösungen, wie beispielsweise `DBLPal:HiRes flimmerfrei`, also 640x512 Bildpunkte, das Einstellen dieses Modus führte bei Programmstart zum Absturz.
Ebenfalls komplett überarbeitet wurde der Voreinsteller samt Installations- Routinen. Es lassen sich nun nochmal ein Schwung mehr Einstellungen vornehmen, vor allem um den neuen grafischen Möglichkeiten gerecht zu werden. Die Installation wurde etwas umstrukturiert und so werden nun mindestens 32 MB Festplattenplatz benötigt, maximal 68 MB. Außerdem läßt sich nun einstellen, daß ASL-Filerequester benutzt werden sollen, so daß diverse Patches (REQTools, MUI-ASL) nun auch greifen können.
Die letzte größere Neuerung besteht in der Möglichkeit, eigene Samples einzubinden. Ein entprechendes Beispiel-Paket liegt auf der Supportpage zum Download bereit.
Alle weiteren Änderungen betreffen vor allem den Spielablauf und sind eher kleineren Ausmaßes. So erhält man nun einen Anteil der zum Aufbau benötigten Materialien zurück, wenn man ein Gebäude abreißt und bei guter Moral haben die Fischer auch mal zwei statt nur eines Fisches an der Angel. Außerdem wurden einige Bedienungstafeln überarbeitet. Das Panel zum Bauen eines neuen Hauses hält beispielsweise nun auch Informationen über die später von diesem Haus benötigten Rohstoffe und seine Produkte bereit.
Mittels der Tasten `L` und `S` hat man nun einen schnellen Zugang zu den Lade-und Speicher-Funktionen und mit der `*`-Taste des Ziffern-Blocks lassen sich Gouraud-Shading und Blending ab- bzw. zuschalten.
Eine weitere kommerzielle Version des Spiels wird es laut Paul Burkey nicht geben, aber er will in seiner Freizeit an weiteren freien Updates arbeiten. Offen steht ja noch der Zwei-Spieler-Modus via Modem.
[Die Wertung ändert sich nicht gegenüber der Version 1.2b, die im AmZeiger #7 getestet wurde, d. Chefred.]
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