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»Zum Vorwort:
Nachdem ich glücklicherweise ein paar Amiga-Netzwerkkarten ergattert hatte, stand ich vor dem Problem meinen A4000 und A2000 irgendwie zu verbinden. Eine Linux Rechner sollte da auch noch mit rein.
Der Linux Rechner sollte Newsserver/Proxy und gleichzeitig File und Printserver spielen. Auf das Thema Newsserver/Proxy gehe ich hier nicht ein, da helfen die Linux HOWTOs zu einem schnellem Erfolgserlebnis :-) Wenn da Handlungsbedarf besteht, kann man ja mal drüber reden.
Anfänglich expirimentierte ich mit NFS, verwarf es aber wieder, da es sehr viel Ärger macht, der nicht oder nur sehr Zeitaufwendig nachzuvollziehen ist.
Das Hauptproblem waren sporadische "Bitkipper" in Files, die mich zum fast zum Wahnsinn brachten.
Aus den Amiga-Newsgroups erfuhr ich, das ich damit nicht alleine war. Eine Lösung war nicht in Sicht, also schwenkte ich um auf Samba.
Da es bei Samba keine leichtverständliche Doku zum amigaspezifischen Teil gibt, hatte ich es mir stichpunkartig mitnotiert. Da mehreren Leute die gleichen Startschwierigkeiten hatten, entschloss ich mich diese Notizen in einem Text zu verfassen und zu veröffentlichen.
Den ersten Teil (die reine Installation von Samba) ist fertig, der zweite Teil wird a.s.a.p. nachgereicht.
Dort wird dann der SMB-Handler und das Drucken unter Samba behandelt.
Wer Verbesserungen oder Wünsche hat, immer her damit. Meine E-Mail ist "wb@pag.mayn.de". Flames bitte nach /dev/null :-)
Mein eigentlicher Job ist in der Entwicklung von Hardware, den Amiga betreibe ich als Hobby. Sozusagen als Entspannung zu Win9x und WinNT tagsüber. :-) Dashalb kann ich mich nicht als Sambaprofi bezeichnen und bitte deshalb mir eventuelle Fehler zu mailen.
Wer Tippfehler findet, kann sie behalten ;-)
1.Was ist Samba??
Samba ist eine Sammlung von Programmen, um Freigaben von Laufwerken und Druckern in einem Netzwerk mittels dem SMB Protokoll nutzen zu können. Die Möglichkeit besteht, selbst Laufwerke und Drucker freizugeben. Ursprünglich kommt es aus der Unix Welt um Windows-Resourcen mit nutzen zu können und umgekeht eigene Resouren freizugeben. Für die verschiedensten Betriebssysteme ist SAMBA schon portiert worden -> Amiga, Netware, OS/2 u.s.w.
Benötigt wird Samba, ixemul und später sambahandler
Um Samba nutzten zu können muss ein laufender TCP/IP Stack installiert sein. Wenn also ein Ping versagt, ist man mit Samba zu früh dran :-)
Aus dem Aminet, unter comm/net/samba*****.lha)
Ich kann hier nur zur Installation unter AmiTCP schreiben, da ich mit Miami keine grossen Erfahrungen habe. Sollte aber auch nicht viel anders sein.
Wer da ein paar Tips geben kann, nur her damit. Ich lasse es gerne in den Text mit einfließen.
Als erstes Samba in das Verzeichniss AmiTCP:samba auspacken.
Die Verzeichnisse AMiTCP:samba/var AMiTCP:samba/var/locks müssen von Hand angelegt werden, da sie beim Auspacken nicht erstellt werden.
Folgende Zeile muss in AmiTCP:db/inetd.conf mit eingetragen werden:
netbios-ssn stream tcp nowait root AmiTCP:samba/bin/smbd smbd
Sie kann direkt aus AmiTCP:samba/inetd.conf.addon kopiert werden.
Diese Zeilen bitte in AmiTCP:db/services eintragen:
netbios-ssn 139/tcp netbios-ns 137/udp
Sie können direkt aus AmiTCP:samba/services.addon kopiert werden.
Um den Samba-Server zu starten, muss folgende Zeile in AmiTCP:bin/startnet eingetragen werden:
| Run <>NIL: AmiTCP:samba/bin/nmbd <>NIL: nmbd -D -n Rechnername |
Achtung, hinter dem Parameter "-n" wird der Rechnername eingetragen, dieser wird dann später in Verbindung mit den Freigaben benutzt. Dieser Name erscheint dann in den Browserlisten.
Es muss ein Gastuser mit passender Gruppe vorhanden sein oder erstellt werden. Am einfachsten ist es die ADDON Files hinzuzufügen. "passwd.addon" zu "AmiTCP:db/passwd" "group.addon" zu "AmiTCP:db/group"
ETC muss nun zu Amitcp:db assigned werden. Einfach ein "Assign ETC: AmiTCP:db" in der User-Startup hinzufügen
Ixemul.library in der Mindestversion 45.0 installieren. Hier muss ich auf die begleitende Installationsanweisung verweisen. :-)
Die env variable TMPDIR muss gesetzt sein damit nmbd funktioniert, Vorgabe ist T:
Nur der abschliessende Teil :-) Die Konfiguration erfolgt in AmiTCP:samba/lib/smb.conf.
Diese Datei ist in mehreren Sektionen unterteilt, diese Sektionen werden mit der Zeichen [] eingeleitet. [global] steht für allgemein gültige Parameter. Was hier eingetragen wird, gilt für alle Abschnitte. Zum Glück ist hier sehr viel vordefiniert (mit Kommentartext). Wichtig ist, das man seine Arbeitsgruppe in der Zeile "workgroup=" einträgt. Nur Rechner der gleichen Arbeitsgruppe können Freigaben gegenseiting nutzen.
Nun erfolgen die eigentlichen Freigaben. Jede Freigabe wird mit [Freigabenamen] definiert.
Danach erfolgen die Parameter, die fast selbsterklärend sind.
Hier ein Beispiel aus meiner smb.conf:
[Daten] comment = Platte DH2 path = /DH2/ read only = no public = yes browsable = yes
Freigabenamen ist "Daten".
| "comment" | ist der Text, der im Browser als Begleittext erscheint |
| "path" | zeigt auf die eigentliche Freigabe. Hier ist mein |
| Laufwerk DH2 freigegeben. | |
| "read only" | ist selbsterklärend, "read only = no" bedeutet das |
| auch geschrieben werden kann. | |
| "public" | bedeutet, ob ein Benutzer/passwort abgefragt werden soll. |
| Bei "public=yes" kann jeder Rechner in der Arbeitsgruppe | |
| hierauf zugreifen. | |
| "browsable" | meint, ob die Freigabe im Browser mitgeführt wird. |
| Wenn "browsable" auf "no" steht, muss man die Freigabe | |
| zum Verbinden kennen! | |
Wenn nun alle definiert sind, AmiTCP starten mit Startnet.
Mit dem smbclient in AmiTCP:samba/bin kann ich nun auf Freigaben anderer Rechner zugreifen. Zum ersten Testen lassen wir uns unsere eigenen auflisten mit:
AmiTCP:samba/bin/smbclient -L Rechername
Rechnername steht für den Namen, der in Startnet eingetragen ist. Bei mir A4000.
Jetzt sollte so was in der Art erscheinen:
Added interface ip=192.168.174.4 bcast=192.168.174.7 nmask=255.255.255.248
Server time is Sat Oct 30 19:45:55 1999
Timezone is UTC+0.0
Domain=[MEINE] OS=[Unix] Server=[Samba 1.9.16p9]
Server=[a4000] User=[wb] Workgroup=[MEINE] Domain=[MEINE]
Sharename Type Comment
--------- ---- -------
Daten Disk Platte DH2
homes Disk Home directories
IPC$ IPC IPC Service (My Amiga)
wb Disk Home directories
This machine has a browse list:
Server Comment
--------- -------
A4000 My Amiga
This machine has a workgroup list:
Workgroup Master
--------- -------
MEINE A4000
Glückwunsch :-) Samba läuft schon mal. Wenn nicht, noch mal alles Schritt für Schritt durchgehen.
Alles weitere im zweiten Teil.
to by continued......
Werner Brennecke <wb@pag.mayn.de>«