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56k-Markenmodems, die zu Preisen ab etwa 100 Mark erhältlich sind, warten in der Regel mit einer soliden Leistung auf. Doch wie sieht es im LowCost-Bereich aus? Ich möchte Ihnen im folgenden den Preisbrecher der Computerhandelskette Vobis, das Interspeed 56k, vorstellen - ein externes Modem für sage und schreibe 69 Mark.
Technisches
Das Interspeed 56k ist nicht nur mit dem offiziellen 56k-Standard V.90 ausgestattet, sondern beherrscht darüber hinaus auch das Vorgängerprotokoll K56flex. Es ist in der Lage, automatisch zwischen beiden Modi umzuschalten, je nachdem welches Protokoll von der Gegenstelle unterstützt wird. Selbstverständlich verarbeitet das Interspeed 56k auch die (vor allem früher) gebräuchlichen langsamereren Modulationen bis V.34, ebenso die Faxprotokolle Class 1 und 2. Auch wartet das Gerät mit einer Anrufbeantworterfunktion (Voice) auf, die jedoch eine geeignete Software und einen permanent eingeschalteten Rechner voraussetzt, sowie für die Aufnahme ein Mikrofon beziehungsweise Headset.
Drumherum
Ausgeliefert wird das Produkt mit dem üblichen Zubehör (Netzteil, TAE- Kabel für die Nebenstellengerätebuchse der Telefondose, serielles Kabel sowie Softwarepaket auf CD-ROM - natürlich nur für Windows) und einem kompakten Benutzerhandbuch, das zwar recht ausführlich ist, aber vor allem mit technischen Details, insbesondere die Konfiguration des Modems betreffend, aufwartet. Diese sollte jedoch bei Benutzung eines aktuellen Amiga-TCP/IP-Stacks keine Probleme bereiten - während des Tests klappte die Inbetriebnahme ohne jegliche Schwierigkeiten.
Leistung
In der Praxis hat das Vobis-Modem eine beachtliche Geschwindigkeit an den Tag gelegt: Während meiner Tests mit verschiedenen Internet- Providern kamen ausnahmslos Verbindungen mit 46.000 bis 49.333 bps (Bit pro Sekunde) zustande. Diese Werte stellen zwar lediglich Leitungsgeschwindigkeiten dar, die vor allem aus der Entfernung des Telefonanschlusses zur digitalen Vermittlungsstelle resultieren, dennoch werden Raten dieser Höhe nicht von jedem 56k-Modem erreicht. Auffällig war, daß V.90-Verbindungen immer geringfügig schneller waren als bei Verwendung des K56flex-Protokolls.
Entscheidend sind jedoch die erzielbaren Datenübertragungsraten. Und auch hier gab es keinen Grund zur Klage. Beim Download gepackter Dateien wurden in der Regel Werte von mehr als 5000 cps (Zeichen pro Sekunde) erzielt, bei ungepackten Files, zum Beispiel HTML-Seiten, lag dieser Wert dank automatisch aktivierter Kompression nicht selten doppelt so hoch.
Uploads sind übrigens nur mit einer Geschwindigkeit von bis zu 33600 bps möglich. Dies ist jedoch prinzipbedingt - die 56k-Protokolle lassen nicht mehr zu.
Der Fax-Betrieb funktionierte mit der bekannten Amiga-Software STFax einwandfrei.
Fazit: Das Interspeed 56k ist ein externes Modem mit guten Leistungswerten und passabler Ausstattung. Sein sensationell günstiger Preis macht es zu einem echten Kauf- und Geschenktip.