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Am letzten Gewinnspiel haben sich 53 Leser beteiligt, dies ist eine etwas geringere Zahl als einen Monat zuvor.
Bitte denkt auch diesmal wieder an die Teilnahme!
Jetzt aber zur Auflösung:
| Standard-Frage: | Im September wurde die Einstellung einer bekannten |
| deutschen Amiga-Zeitschrift bekannt gegeben. Wie lautet(e) | |
| ihr Name? | |
Antwort: In Frage kam natürlich nur die Amiga Special.
Master-Frage: Was ist MP3?
| Antwort: | Es handelt sich um ein datenreduzierendes Audio- |
| Kompressionsformat, das insbesondere im Internet Verwendung | |
| findet. | |
Meinungsfrage: Wie beurteilst du die Zukunft des Amiga?
Die Auswertung:
| Antwort | Anzahl der Nennungen |
| 1 (Sehr positiv) | 0 |
| 2 (Eher positiv) | 6 |
| 3 (Eher negativ) | 30 |
| 4 (Sehr negativ) | 15 |
Zwei Leser konnten sich nicht zwischen den Antworten 2 und 3 entscheiden.
Einige Einsender haben zu ihrer Beantwortung der Meinungsfrage Stellung genommen:
Andreas Volkmann ist skeptisch: »Bedingt dadurch, dass von Seiten AI nun bekannt gegeben wurde, dass definitiv keine Hardware mehr entwickelt wird, wird es wahrscheinlich - wenn nicht innerhalb kürzester Zeit von jemandem bekannt gegeben wird, dass ein neuer Rechner per Lizenz gebaut oder als kompatibler zum Verkauf kommt - so aussehen, dass sich sämtliche Firmen aus dem Soft- und Hardwarebereich zurückziehen.
Die Hardware auf dem Markt wird auch immer geringer (Ausfälle durch Defekte), auch wenn die letzten verbliebenen User sich noch gut um ihre Rechner kümmern.«
Michael Schulz schreibt: »Es wird keinen neuen Amiga geben. Und wie lange halten die alten Rechner auch mit G4 und Co. (bei uns im Club häufen sich Kontaktprobleme und Altersschwächen)?«
Wolf Zimmer begründet seine Antwort 'sehr negativ' wie folgt: »Finde ich schade, ist aber leider realistisch.«
Hans-Peter Dusel hat durchaus Hoffnung: »Ich sehe die Zukunft des Amiga, trotz der vergangenen Kapriolen von Gateway eher positiv, denn nun liegen die Karten (endlich) auf dem Tisch. Das ist IMHO auch ein deutlicher Indikator für Firmen, die sich lange zurückgehalten haben, um abwartend auf den vermeindlichen MCC-Amiga zu warten. Nun, da die Sache klar ist, wird es sicher die einen geben, die resignieren und sich endgültig zurückziehen. Auf der anderen Seite bilden sich nun meines Gefühls nach Allianzen, um die Technologie des Amiga weiterzuentwickeln. Ich nenne nur das Vorhaben "Amirage", dessen Spezifikationen sich doch sehr interessant anhören.«
Axel Teichmann formuliert seine Meinung in einem Satz: »Schlimmer kann es nicht mehr kommen.«
Thomas Windecker nannte Antwort 3 (eher negativ), fügte jedoch einen interessanten Aspekt hinzu: »Allerdings denke ich, niemand hat solange mit den Hoffnungen gelebt und durchgehalten, um jetzt noch zum PC oder MAC abzuspringen. Die Leute, die unser System im Stich lassen würden, sind schon (fast) alle zu anderen Systemen übergelaufen. Die Anzahl der User wird gleich bleiben - leider. Denn der momentane Amiga Markt ist relativ winzig.
Es wird wohl so bleiben, dass wir in unregelmäßigen Abständen mit neuen Erweiterungskarten "versorgt" werden und der Amiga so wenigstens ein wenig aktualisiert wird. Ich für meinen Teil werde nach dieser Enttäuschung seitens der Firma AMIGA auf jeden Fall einen neuen Amiga kaufen. Ein MCC wird's dann eben nicht, aber besonders die Exorzist-Lösung ist für alle 68k-Anwender Anreiz genug umzusteigen. Wenn sich nicht bald ein Hersteller für einen MCC findet, wandert das Geld in einen nicht so hochentwichkelten PPC-Amiga mit GraKa - auch wenn's teuer wird. Amiga - jetzt erst recht!«
Oliver Tacke meint, noch einen kleinen Hoffnungsschimmer zu sehen: »Ich war bis jetzt ja immer optimistisch und habe immer an eine Zukunft geglaubt, aber seit Tom Schmidts letztem Executive Update fürchte ich tatsächlich das endgültige Ende. Das einzige, was mir noch ein bißchen Hoffnung läßt, sind zum einen die Phoenix-Pläne, die Gerüchte, daß Gateway Amiga verkaufen will und vor allem Petro Tyschtschenko, der wohl nie aufgeben wird.«
Martin A. Endrikat resigniert: »Ende der Fahnenstange, war 'ne schöne Zeit, und tschüß...«
Felix Müller meint: »Tom Schmidt zielt mit seinen Plänen auf den breiten Markt der Spielekonsolen und der EDV-Unkundigen, die das Internet anwenden wollen, ohne einen universell nutzbaren Rechner bedienen zu müssen. Mit der Amiga Community hat das nichts mehr zu tun. Jim Collas hat sie ernst genommen, die neue Spitze tut es nicht. Deshalb ist er bei Amiga wohl auch rausgeflogen.
Wir werden bei den klassischen Amiga-Modellen bleiben und können nur mit Hilfe von Erweiterungskarten (Phase5 o.ä.) erreichen, daß wir hardwaremäßig nicht den Anschluß verpassen.«
Stefan Pils hofft auf das AmigaOS 3.5: »Auch wenn ich gerne 2. (eher positiv) genommen hätte, muss man aufgrund der Ereignisse der letzten Zeit realistischerweise zu 3 greifen. Es bleibt abzuwarten, ob p5, H&P, etc. den Ruck schaffen, die am Amiga Verbliebenen noch durch Software und Hardware zu überzeugen. Hauptpunkt hierfür wird wohl OS 3.5 sein, und wie gut die PPC-Karten unterstützt bzw. eingebunden werden.«
Die Ereignisse der letzten Monate haben sich erwartungsgemäß negativ auf die Stimmung der Amiga-Anwender ausgewirkt. Immerhin einige Teilnehmer können der Lage noch etwas Positives abgewinnen.
Nun aber zu den Preisträgern des letzten Gewinnspiels:
| 1 x Schnittstellenkarte "Hypercom 1": Wolfgang Schrader |
| 1 x Vollversion von "CDCat": Oliver Hummel |
| 1 x Vollversion von "ManiacBall": Marco Schmidt |
| 1 x Vollversion von "Envoy": Axel Teichmann |
| 1 x Aminet-CD 19 mit zwei Vollversionen: Michael Seibt |
Herzlichen Glückwunsch!