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In dieser Rubrik sind die - bei den meisten anderen Magazinen getrennt geführten - Rubriken "Leserbriefe", "Kleinanzeigen", und "Problemecke" zusammengefasst.
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| Carsten Schröder |
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»Inetservice
oder
Provider, die man sich besser nicht antun sollte!
Also, ich habe ja schon manche Provider kennengelernt, aber solch einen chaotischen Verein hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorzustellen vermagt.
Alles fing im Februar 1999 an. Ich las die Werbung von Inetservice:
"Nur 5.-- DM Grundgebühr" "Ab 3 Pfennig pro Minute" "5 E-Mail Adressen " "reichlich Newsgroups " "... "
Hörte sich ja alles ganz vielversprechend an. Ich rief daher bei der angegebenen Hotline an, wo ich nach Stunden auch mal jemanden erreichte. Ich bat um ein Anmeldeformular, welches man mir umgehend zuschicken wollte. Anfang April wartete ich immer noch auf das Formular, so daß ich mich zu einem weiteren Anruf entschloß. Nach einem "ups, das haben wir wohl vergessen" bekam ich prompt ein Formular per Fax geschickt, welches ich dann umgehend ausgefüllt zurückschickte.
Nun rückte der 14.04.1999 (der Tag, an dem Inetservice ans Netz gehen sollte) langsam näher und ich hatte noch immer keine Zugangsdaten bekommen. Am 13.04.1999 rief ich also wieder einmal diese Hotline an, und man erzählte mir etwas von Problemen im Postversand. Zumindest bekam ich nun mündlich die nötigen Angaben. (Das Schriftliche kam auch ein paar Tage später).
Tags darauf wollte ich mich nun fröhlich einloggen und ... nichts passierte. Diese technischen Probleme waren glücklicherweise ein paar Tage später behoben worden und der Weg in das WWW war frei.
Aber was war mit den versprochenen Newsgroups? Nichts! Ein Anruf bei der Hotline brachte zumindest etwas Hoffnung. Wieder sprach man von technischen Problemen, die aber in 2 - 3 Wochen behoben sein. Naja, diese Frist wurde dann regelmäßig wieder verschoben; mal waren es Softwareprobleme, mal welche mit der Hardware und bis heute (Mitte Oktober) gibt es noch immer keinen Zugriff auf irgendwelche Newsgroups. Irgendein Entgegenkommen für diese fehlende versprochene Leistung wurde aber kategorisch ausgeschlossen. Thema Rechnung: Eine monatliche Rechnung wurde mir versprochen. Es verging der April, der Mai zog ins Land und auch der Juni ging vorrüber, aber keine Rechnung kam. Ein Anruf bei der Hotline bestätigte meine Befürchtung: technische Probleme, die aber in Kürze behoben sein sollten. Diese Kürze zog sich dann bis Mitte September hin, als auf einmal die Rechnungen für April bis Juni in der Briefpost waren. Zu ersehen war die Gesamtsumme mit einem Hinweis, daß die Einzelverbindungsübersicht (EVÜ) im Internet einsehbar sei. Alle weiteren Rechnungen würden per E-Mail erfolgen. Ich verglich die Rechnungssumme mit dem Betrag, den meine Software mir ausrechnete und mußte feststellen, daß sich eine Differenz von annähernd 50% ergab, zu meine Lasten. Ich machte mir also die Mühe, die EVÜs von der Providerhomapage herunterzuladen und alles nachzurechnen. Die Summe, die sich aus den EVÜs ergab bestätigte das Ergebnis, welches mir mein Computer berechnet hatte. Ich rief also mal wieder die Hotline (24Pf/Min.) an und reklamierte die Rechnung. Man sagte mir auch prompt, das man das technische Problem bei der Rechnungserstellung schon bemerkt habe und die Rechnungen korrigieren würde. Ebenfalls wurde mir zugesichert, den falschen Betrag nicht von meinem Konto abzubuchen.
Tags darauf sah ich meine Kontoauszüge und stellte fest, daß falsche Betrag doch abgebucht worden war. Der obligatorische Anruf bei der Hotline folgte. Man entschuldigte sich und versprach, mir den zuviel abgebuchten Betrag umgehend zurückzuüberweisen. Naja, trotz mehrmaligem Nachfragen meinerseits habe ich das Geld bis heute nicht zurückbekommen. Immerhin bekam ich Anfang Oktober eine Mail, daß ich mir (auf meine Kosten) die Rechnung für Juli (!) auf der Providerhomepage anschauen könne. Das nennt sich dann also "Rechnung per E-Mail". Thema Performance: Von einer guten Permormance läßt sich leider nicht immer sprechen. Es kann schon mal 1 - 2 Minuten dauern bis der Server von Inetservice alle 5 Email-Adressen auf neue Post überprüft hat. Thema E-Mail-Adressen: Dieses Thema hat bei mir nun das Faß zum Überlaufen gebracht. Mitte April konnte sich der Kunde von Inetservice auf der Providerhompage in Eigenregie bis zu 5 Adressen einstellen. Gesagt, getan. Ich richtete mir meine 5 Adressen und alles verlief wunderbar, zumindest bis Anfang September. Auf einmal kam für eine Adresse (es war die meiner Frau) keine Post mehr an. Bis dahin kamen täglich Briefe und Newsletter aber auf einmal war tote Hose. Ich rief also abermals die Hotline an und schilderte mein Problem. Man wollte das überprüfen. Naja, nichts geschah und auch weitere Anrufe bei der Hotline ergaben keinen Erfolg. Man teilte mir immer nur mit, das alles o.k. sei. Es würden wohl keine Mails mehr an diese Adresse geschickt werden. Gestern machte sich dann endlich mal jemand die Mühe, gründlicher nachzuschauen. Während ich mit ihm telefonierte (über 20 Minuten) stellte sich auf einmal heraus, daß meine Adresse zwischenzeitlich an jemand anderen vergeben worden war, und dieser Jemand seit Wochen die private Post meiner Frau bekäme. Er wüsse aber nicht wie es passiert sei, aber er würde sich darum kümmern. Nach 3 Anrufen heute bekam ich dann ganz lapidar als Antwort, daß ich angeblich im April einen Fehler bei der Konfiguration gemacht habe und sie keine Schuld träfe. Ich müsse mich halt mit der Situation abfinden.
Also ich weiß ja nicht, aber ich denke mal die Bezeichnung "chaotischer Sauhaufen" würde bei der Beschreibung dieses "Providers" noch untertreiben. Ich für meinen Teil würde niemanden empfehlen, dorthin zu wechseln und bereue es heute auf`s Äußerste es selber getan zu haben!
Michael Schaub <Guardian@inetmail.De>