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| Hallo zur Oktober Ausgabe der Technik und Netz News: | Internet & Co |
| 1.) | Erste IPv6-Adressen in Deutschland vergeben |
Neues Internet-Adresssystem / In 10 Jahren flächendeckend verbreitet Als erster deutscher Internet-Anbieter arbeitet die SpaceNet GmbH in München mit IP-Adressen aus dem neuen IPv6-System. Die zentrale europäische Behörde RIPE teilte dem Unternehmen jetzt ein erstes Kontingent zu. IPv6 löst als Nachfolger des Bestehenden Internet Protocol Version 4 (IPv4) das Problem mit der zunehmenden Verknappung von Adressbereichen im Netz, das sich durch die große Zahl neuer Anbieter in den letzten Jahren zunehmend verschärft hat.
IPv6 bietet neben erhöhter Sicherheit Trilliarden möglicher IP-Adressen, so dass es theoretisch möglich sei, jedem Stern im Universum eine individuelle Zahlenkombination zuzuordnen. Eine andere Studie will errechnet haben, dass jeder Quadratmeter der Erde theoretisch mit 1.500 eigenen IP Adressen versorgt werden könne. Genug Expansionsraum also für ein System, das nach Einschätzung von Experten innerhalb der nächsten zehn Jahre flächendeckend Verbreitung finden wird.
Quelle: http://www.Stern.de/ Edupage NL
Naja, wenn man bedenkt, dass allein im Zuge der IFA 99 in Berlin einige neue Planungsstudien veröffentlicht wurden, nach denen wir in den nächsten Jahren mit einer Ausbreitung des Internets in der Öffentlichkeit zu rechnen habe, ist das auch bitter nötig. Jedes Auto, jede Zapfsäule, jeder Telefonzelle, jeder größere Aufzug ans Internet mit eigener IP. Jeder Mensch mit implantierten Mini-Webserver eine eigene IP!!
| 2.) | Der kleinste Web-Server der Welt |
Web- Anschluss im Stecknadel-Format / Weltrekorde auf minimalem Raum
Das Internet dringt langsam aber stetig in alle Lebensbereiche vor, auch die dazu nötige Hardware wird immer kleiner. Der von einem Informatik -Studenten an der Universität von Massachusetts entwickelte Web-Server unterbietet alles, was auf diesem Gebiet bisher bekannt war. Der 31-jährige H. Shrikumar hat einen Web-Server auf einem Microchip untergebracht, der einen läppischen US-Dollar wert ist und kaum größer als ein Stecknadelkopf ist.
IPic, der auf einem 1024 Byte fassenden EEPROM Platz hat, ist nicht nur von den äußeren Abmessungen her winzig. Absolut minimalistisch ist auch die Software, die wohl einige Weltrekorde für sich beanspruchen kann. So umfasst der TCP/IP-Stack lediglich 256 Byte (!), wenige zusätzliche Bytes werden vom HTTP-(Web)-Server, einem Telnet-Daemon, einem SLIP Verbindungsprotokoll und einem Mini-Dateisystem belegt. Damit ist sogar noch Platz für 32 Dateien verschiedenen Typs, von HTML bis zum Java-Applet.
Der Chip ist direkt an einen Router angeschlossen und kann so über das Internet erreicht werden. Neben den geringen Kosten könnte vor allem die Einfachheit dieser Entwicklung eine große Zukunft bescheren. Während andere Hersteller komplexe Hardware und Protokolle für vernetzte Kleingeräte entwickeln, baut diese Lösung auf etablierte Standards auf - vielleicht ist bald schon jede Glühbirne über HTTP erreichbar...
Quelle www.interworld.de
Was heißt hier Glühbirne. Sobald das unbedeutende Problem der drahtlosen Übertagung kostengünstig gelöst ist,.... jeder Herzschrittmacher. Oder besser, mit ein wenig mehr Elektronik, das ganze in der Nähe des Ohres eingepflanzt und nach außen geführt, haben wir dann im Prinzip das, wie in den diversen StarTrek NG Serien, die Sache mit dem Universal Übersetzer gelöst ist. Wer sich noch dran erinnern kann, demnächst in einer Deep Space 9 Wiederholung, wenn Quark mit seinem Bruder per Shuttle Unfall auf die Erde des Jahres 1946 kommt. Nach Rosswell !
| 3.) | Dell plant PC-Winzling fürs Internet |
Meiner Meinung nach, hatten sich Amiga Anhänger in der Entwicklung der letzten Wochen zu sehr auf die Gerüchte oder Pläne von Microsoft versteift, eine Spielkonsole rauszubringen. Stein des Anstoßes war wohl die Bemerkung mit der Zusammenarbeit mit Dell oder GTW. Das könnte die Hardwareseite sein. Schön, aber beide lassen, selbst wenn es Firmen sind, die Dell oder GTW gehören, nur zusammenpfuschen. Die Entwicklungen kommen von anderen. Die Softwareseite, die ist fest belegt mit Windows CE. Natürlich nicht ausgeschlossen, dass MS ein paar zusätzliche kleine Tools braucht. Aber anzunehmen, MS könnte GTW wegen den Amiga/Linux Pläne erpressen oder MCC OS Teile verlangen, halte ich gelinde gesagt für aberwitzig größenwahnsinnigen Schwachsinn. Das auch, wenn nicht im Moment im Rahmen des Kartellprozesses in den USA, Microsoft gerade froh wäre, wenn kurzfristig ein paar "Konkurrenten" auftauchen würden. Dell, die gerade Compaq bei den Verkaufszahlen bei Consumer PCs als Nummero Uno abgelöst haben, hat auch weiter Intentet Pläne.
PC-Hersteller Dell will ab Herbst einen abgestrippten Klein-PC vermarkten, der vor allem dem einfachen Internet-Zugang dienen soll. Firmenchef Michael Dell habe den Winzling mit dem Codenamen "Webster" auf einer Firmenkonferenz in Austin gezeigt, meldet der US-Onlinedienst News.com. Dem Bericht zufolge wird der Webster weder Floppy- noch CD-ROM-Laufwerk aufweisen, der einzige Kontakt zur Außenwelt soll in USB-Ports bestehen. ISA-Slots werde es ebenfalls nicht geben. Das rundliche Gehäuse ähnele dem einer Kaffeemaschine, wird ein Konferenzteilnehmer zitiert. Damit trage Dell dem aktuellen Design-Trend Rechnung, der sich in der Nachfrage nach Apples populären iMac zeige. Bunt ist es freilich nicht -- zumindest der gezeigte Prototyp trug schlichtes Schwarz
Ein weiterer Beweis wie armselig lächerlich und engstirnig gewisse Äußerungen diverser Amiga Koryphäen sind.
4.) Wie groß war nach dem Somm Urteil das Geschrei - "Ein weiterer Sagnagel für den Standort Deutschland im Internet Bereich," und was weiß ich noch alles. Im Vergleich dazu sind die Tendenzen aus den USA, die ich letzten Monat schon angerissen habe, nur ein harmloses Sandkastenspiel. Ein weiterer Sargnagel, diesmal aus England. Das Internet wird mal wieder als Verursacher aller Taschentuchflecken, vergewaltigter Kinder und Ursache aller Verklemmten-Probleme hingestellt. Oder der Irrsinn gewisser Begründungen: Da wird der oben genannte Schaden des Standorts Deutschland nach dem Somm Urteil damit begründet, dass alle Server und damit qualifizierte Arbeitsplätze in die USA auswandern und bei folgendem Urteil wird einer verknackt, obwohl die Server in den USA stehen.
Verurteilt für "grenzenloses" Porno-Angebot
In einem Strafprozess wegen illegaler Verbreitung von Pornographie in Großbritannien ist der 28-jährige Geschäftsmann Graham Waddon aus Sutton zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten verurteilt worden. Die Strafe wurde gestern auf zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt.
Der Strafaussetzung war bereits im Juli ein wegweisendes Grundsatzurteil des britischen Richters Christopher Hardy zu illegalen Internet-Aktivitäten vorausgegangen, das nach Auffassung von Beobachtern international Einfluss auf die künftige Rechtsprechung haben könnte. Sutton betrieb mehrere Pornographie-Websites auf einem Server in den USA. Dort gelten harte Porno-Angebote an Erwachsene nicht als illegal, sofern eine oberflächliche Altersprüfung stattfindet. Richter Hardy sah jedoch den Tatbestand der Veröffentlichung in Großbritannien, wo härtere Gesetze gelten, als erwiesen an, weil die Inhalte auch dort über das Internet abzurufen waren.
Quelle http://www.heise.de
Ohne weiteren Kommentar: Ich hab doch noch Hoffnung was den gesunden Menschenverstand bei Juristen angeht!
5.) Musikindustrie scheitert mit Urheberrechts-Klage
17jähriger Schwede freigesprochen / Link allein nicht strafbar Die europäische Musikindustrie ist mit ihrem ersten Versuch gescheitert, vor Gericht ein Exempel gegen die illegale Verbreitung von Musik im Internet zu statuieren . Wie "Svenska Dagbladet" heute meldete, sprach das Amtsgericht in Skövde den 17-jährigen Angeklagten vom Vorwurf frei, auf seiner Homepage durch Auslegung von illegalen Kopien im MP3- Format das Urheberrecht der Musiker und ihrer Plattengesellschaften verletzt zu haben. Das Gericht begründete den Freispruch damit, dass der 17-jährige niemals selbst Musik ins Netz gestellt, sondern nur Verbindungen zu anderen Links mit Musik angegeben habe.
Die europäische Branchenorganisation IFPI der Musikindustrie hatte mit dem Prozess in Schweden erstmals einen Anlauf genommen, per Anzeige und danach geplanten Schadensersatzforderungen die galoppierend um sich greifende Verbreitung von Musik-Piraterie im Internet zu stoppen. Juristische Experten in Schweden hatten eine Verurteilung von Johan wegen Verletzung des Urheberrechts mit einem verhältnismäßig niedrigen Bußgeld erwartet, weil der Angeklagte noch zur Schule geht und kein Einkommen hat. Anschließend wäre aber ein zivilrechtliches Verfahren mit Schadensersatzforderungen in Millionenhöhe auf ihn zugekommen.
Der 17-jährige hatte selbst berichtet, dass er die Links zu MP3-Dateien nur auf seine Homepage gesetzt habe, weil sie damit sehr hohe Besucherzahlen erreichte. "Ich dachte, damit würde meine Popularität steigen", meinte Johan. Er hatte keinerlei kommerziellen Interessen und betrachtete das Laden von Musik in MP3-Dateien als "völlig normal, weil ja alle es tun".
Sein Vater, auf dessen PC der Jugendliche seine Homepage anlegte, erklärte, für ihn seien die Aktivitäten des Sohnes dasselbe wie früher das Kopieren von Musik auf Tonband. Die schwedische Abteilung von IFPI begründete ihre Klage damit, dass Johan mehrere Mahnungen zum Stopp mit den MP3- Links unbeachtet gelassen habe. "Wir wollten zeigen, dass es uns ernst ist mit dem Kampf gegen die Piraten", meinte IFPI-Jurist Magnus Martensson.
6.) 30. Geburtstag des Internet erst im Oktober
Neue Recherchen belegen die tatsächlichen Ereignisse In unzähligen Artikeln und News Meldungen wurde kürzlich der 30. Geburtstag des Internet abgefeiert. Einen Beleg für das bisher angenommene Datum der ersten geglückten Internet-Verbindung am 8.9.1969 hat es bisher allerdings nicht gegeben. Jetzt liegen Beweise für das tatsächliche Datum vor.
Charley Kline, ehemals Student an der University of California L.A. (UCLA) und nun Senior Technologist bei Cisco, hat bei neuen Recherchen in einem alten Logbuch das definitive Datum herausgefunden. Es war der 29. Oktober 1969, an dem ihm die erste Datenübertragung zwischen UCLA und dem Labor von Douglas Engelbart am Stanford Research Institute (SRI) in Menlo Park geglückt ist. Das bisher angegebene Datum beruht auf einer Meldung von der UCLA, der zufolge am Institut von Professor Leonard Kleinrock intern eine erstmalige Verbindung zwischen zwei Rechnern zustande kam.
Bei der Versuchsanordnung handelte es sich um einen "Interface Message Processor" (IMP) Honeywell 516 Minicomputer (in der Größe einer Gefriertruhe) und dem Mainframe des Labors, eines Scientific Data Systems Sigma-7. Am 2. September gelang es erstmals, Daten zwischen Sigma-7 und dem IMP auszutauschen, die etwa 5 Meter auseinander standen. Die erste echte Internetverbindung zwischen UCLA und SRI wurde über eine 50-KBit/s-Telefonleitung realisiert.
Weshalb das Datum in Vergessenheit geraten war, lag daran, dass man die historische Bedeutung des Vorgangs nicht erkannte, erinnert sich Douglas Englebart: "Es war für uns so etwas wie 'Prima, den Motor haben sie jetzt eingebaut, also können wir das Auto allmählich zum Laufen bringen'".
Ins Rollen kamen die neuesten Recherchen im Rahmen einiger Gedenkveranstaltungen, die nach dem Tod des Internet- und Domain-Name-Pioniers Jon Postel im letzten Jahr abgehalten wurden. Nachdem Kleinrock seine Lobrede zusammen mit einigen Bildern per eMail an die Beteiligten verschickte, erkannte Kline auf einem Bild eine Logbuchseite des IMP. Handschriftlich hatte er damals eingetragen "29OCT69" und die kurze Bemerkung: "10:30 p.m. ... talked to SRI host to host".
7.) Mal abgesehen davon, dass Stefan Raab bessere Quoten hat wie Harald Schmidt..... .
Nach der aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens Media Metrix (MMXT) für den Monat August 1999, konnten die Internet-Seiten der führenden Suchmaschine Yahoo.com das lange Zeit führende Internet-Portal AOL.com von der Spitzenposition verdrängen. Yahoo.com verzeichnete danach 33,4 Millionen Visitors, während AOL.com 29,3 Millionen Seitenbesucher verzeichnen konnte. Auf den weiteren Plätzen folgen MSN.com mit 28,1 Millionen Besucher, sowie Geocities.com mit 21,4 Millionen Visitors und Netscape.com mit 19,8 Millionen Seitenbesucher.
CBS Marketwatch.com
8.) Jedem sein eigenes Spam-Register
Die EU-Kommission hat dem EU-Ministerrat einen Entwurf zur Abstimmung vorgelegt, dem zufolge jeder der 15 Mitgliedsstaaten eine eigenes Register für Internet-Nutzer einrichten soll, die keine unerwünschten Werbe-E-Mails ("Spam") erhalten wollen. Bis man sich aber wirklich in eine solche "digitale" Robinson-Liste" eintragen kann, wird wohl noch einige Zeit ins Land gehen: Eine erste Entscheidung des Ministerrats ist nicht vor Dezember zu erwarten. Diese hätte eine formelle Anerkennung der Richtlinie Mitte 2000 zur Folge, die eigentliche Umsetzung des Beschlusses würde weitere 18 Monate dauern. Und basieren soll das ganze dann auf einer freiwilligen nicht durch noch weiter Gesetze, geregelte Ansichtserklärung der Industrie.
Aber wie die Erfahrungen mit "Freiwilligkeit" und "Industrie" aus den USA zeigt, solch ein Gesetz ist ein weiteres Argument gegen das vereinte Europa und mit Steuergelder bezahlten Beamten.
Da hilft nur das konsequente einhalten einer "Free - eMail -Adressen- Strategie". Es muss nicht jeder so wie ich aktuell alleine 4 dieser Adressen haben, eine reicht dann, die man bei allem was nicht privat, dienstlich oder geschäftlich ist, angibt. Wobei man da auch nicht immer sicher sein kann. Sonst die Free-Mail Adresse angeben. Sollten die Werbemails überhand nehmen. Die Free-Mail entsorgen und sich eine neue besorgen. Eine Sache von max. 20 Minuten, wenn überhaupt.
9.) Bald eine Million deutsche Domain-Namen
Die Zahl der auf ".de" registrierten Internet-Adressen nähert sich rasant der Eine-Million-Marke. Bereits jetzt sind 915 000 deutsche Domains bei der Zentralstelle Denic in Frankfurt gelistet, Anfang des Jahres waren es lediglich 325 000. Der Grund für den rapiden Anstieg der Anmeldungen liegt nach Ansicht der Denic in den gesunkenen Gebühren für die Domain-Vergabe. Bei der Verwaltungs- und Betriebsgesellschaft Denic müssen für die direkte Anmeldung im ersten Jahr 232 Mark berappt werden. Internet-Service -Provider bieten den gleichen Dienst noch günstiger an - teilweise für lediglich 50 Mark. Durch die niedrigeren Preise drängen sich neben den Unternehmen zunehmend Privatleute um die begehrte "Top Level Domain" (TLD). Denic-Vorstand Michael Merz hofft, dass bis zum Jahreswechsel weitere Endungen zur Verfügung stehen werden. Denkbar wären beispielsweise die Endung ".shop" für Online-Shopping, ".firm" für Unternehmen und ".priv" für den privaten Anwender.
10.) Bundesverfassungsgericht ist online
Prof. Dr. Jutta Limbach (SPD) Initiatorin des Internetauftritts
Das Bundesverfassungsgericht aus Karlsruhe ist seit Montag, 20 September online. Neben den Informationen zu den einzelnen Richtern gibt es sämtliche Verfassungsgerichtsurteile ab dem 1. Januar diesen Jahres an online, als Volltext nachzulesen.
Neben den allgemeinen Informationen und den Kurzbiografien der einzelnen Richter gibt es ab sofort auch sämtliche Entscheidungen, die das Gericht ab in den Jahren 1998 und 1999 getroffen hat, im Internet als .pdf File. Neue Urteile will die Justizbehörde innerhalb von ein bis zwei Tagen auf dem Server zur Verfügung stellen.
Die Präsentation ist in Zusammenarbeit mit dem Institut für Rechtsinformatik der Universität des Saarlandes erstellt worden. Mit der Präsenz im Internet will das Bundesverfassungsgericht einen weiteren Schritt in Richtung Bürgerservice machen. Grund war auch, die Behörde zu entlasten, da je nach Entscheidungen in einer Woche schon mal bis zu 2000 spezifische Anfragen an die Mitarbeiter gestellt wurden.
Eine der Initiatorinnen war Bundesverfassungsgerichtspräsidentin Prof. Dr. Jutta Limbach (SPD), die gerade im Ausland, immer wieder auf eine Internetpräsenz angesprochen worden. Vor allem in den osteuropäischen Staaten sollen angeblich deutschsprachige Juristen gerne auf die Urteile des Gerichts zurückgreifen.
11.) Der Themenabend: Internet Auktionen eBay (NASDAQ: EBAY)
Bei börsennotierten Firmen wie eBay, die eine derart exorbitante Bewertung aufweisen, achtet man ganz besonders auf Nachrichten, die Einfluss auf die Einnahmen mache. Ebay kam daher auch erst mal nur in Schlagzeilen, als vor Wochen technische Problem mit den Servern auftraten und dadurch auch keine Auktionen und daher auch keine Umsätze generiert werden konnten. Mittlerweile hat sich daran einiges geändert. Die Nachrichten gehen nun mehr ans eingemachte.
Eine kleine Zusammenfassung: 1995: eBay wird von Pierre Omidyar gegründet Das Unternehmen hat heute über 6 Millionen registrierte Mitglieder, die an mehr als 2,5 Millionen Auktionen in weit über 1.600 Kategorien teilnehmen.
Ende 1998: eBay untersagt das Handeln mit lebenden Tiere und jugendgefährdende Schriften sowie die Darstellung von Bildern, die gegen die guten Sittenverstoßen.
Anfang 1999: Ebay untersagt die Versteigerung von Feuerwaffen
Mai 1999: eBay übernimmt das erst Anfang 99 gegründete deutsche Onlineauktionshaus alando.de AG, woraus eBay Deutschland entsteht.
03.09.99 Ebay Deutschland startet B-2-B-Auktionen Ebay Deutschland hat als erster europäische Anbieter mit Business-to-business-Auktionen begonnen. In einem eigens eingerichteten Auktionskanal "Handel, Industrie und Handwerk" können sich Unternehmen gegenseitig ihre Produkte anbieten. Zum Start sind bereits über 500 gewerbliche Waren von Baumaschinen über Gastronomieeinrichtungen bis hin zu Textilien im Angebot. Nach Ansicht von Ebay eignen sich vor allem Restposten und Überschussware (ein Markt von 30 Milliarden Mark jährlich allein in Deutschland) besonders gut für den Verkauf über den virtuellen Auktionsraum.
05.09.99 5,7 Millionen Dollar für menschliche Niere Das amerikanische Internet-Auktionshaus musste harsche Kritik einstecken, als bekannt wurde, dass auf eBay für eine menschliche Niere Gebote angenommen wurden. Insgesamt boten die Besucher mehr als 5,7 Millionen Dollar für die Niere. Bei bekannt werden wurde die Auktion von eBay sofort abgebrochen. Das Angebot dieser laut Werbetext "voll funktionierende Niere" stand bereits eine Woche im Netz und hatte ein Startgebot von 25.000 Dollar.
06.09.1999 Raubkopien überschwemmen Online-Auktionen; Erhebung in den USA: 60 Prozent der Software illegal Software-Piraten nutzen verstärkt Internet-Auktionen zum Verkauf ihrer "Produkte". Das ist das Ergebnis einer Untersuchung in den USA. Annähernd 60 Prozent der Software, die auf den Seiten der drei großen US-Online-Auktionshäuser Ebay, ZDNet Auction und Excite Auction unter den Hammer kommt, besteht aus Raubkopien. Diese Schlussfolgerung trifft die Software and Information Industry Assiociation (SIIA), nachdem sie eine Woche lang konzentriert das Angebot im Netz unter die Lupe genommen hatte. Von 181 Auktions-Offerten stellten sich 109 als Raubkopien heraus.
14.9.1999 Auktionshaus eBay stellt Versteigerungen von Alkohol, Tabakwaren und Tabak-Accessoires ein.
Das Internet-Auktionshaus eBay kündigte an, ab dem 13. Oktober, auf seiner amerikanischen Web-Site keine Versteigerungen von Alkohol und Tabakwaren mehr auszurichten. Grund hierfür seien die von Staat zu Staat unterschiedlichen Gesetzesrichtlinien, wobei vor allem die zahlreichen Sonderregelungen für den Handel zwischen einzelnen Staaten die Angelegenheit derart komplizierten, daß eBay nicht keine legale Abwicklung der Verkäufe garantieren kann. Da die Rechtslage in Deutschland eindeutig ist, trifft diese Einschränkung auf die deutschen Seiten nicht zu.
16.09.99 eBay versteigert Rembrandt ab 29 Millionen DM Mit der Versteigerung eines echten Rembrandt-Gemäldes will eBay das Geschäft der Traditionsauktionshäuser wie Christies und Sothebys angreifen, so das Unternehmen in einer Pressemittelung. Den Anfang macht die eBay Deutschland alando.de AG in Berlin, die für ein Mindestgebot von 29 Millionen DM erstmals in Deutschland einen Rembrandt online unter den Hammer bringen wird.
| Das Ölgemälde mit dem Titel "Die Beschneidung Christi" | stammte aus dem |
| Besitz des Prinzen Friedrich Heinrich von Oranien. | |
20.09.99 Führende Technologie-Unternehmen wollen der Nummer eins im Online-Auktionsgeschäft E-Bay mit einem gemeinsamen Auktionsnetzwerk Konkurrenz machen. Zu den Firmen zählen Microsoft, Dell, Lycos sowie Excite At Home. Die Kooperation sieht vor, dass alle Artikel, die auf einer Homepage der Mitglieder zur Versteigerung angeboten werden, automatisch auch auf den Sites der anderen erscheint. Der genaue Aktionsplan soll noch veröffentlicht werden.
21.09.99 Fast wäre es drei Männern gelungen, 500 Pfund Marihuana über den Internet-Auktionsdienst Ebay zu versteigern. Nachdem das Trio um kurz vor neun Uhr morgens sein Gebot platziert hatte, vergingen fast 21 Stunden, ehe Ebay Wind von der illegalen Auktion bekam und diese vom Netz nahm. Zu diesem Zeitpunkt lagen bereits sieben Gebote für die Drogen vor, das höchste lag bei zehn Millionen Dollar.
22.09.99 Weiterhin menschliche Nieren im Angebot // Weiterhin deutlich sichtbare Probleme durch unterschiedliche Rechtslage Schon seit einiger Zeit verbietet eBay den Handel mit menschlichen Organen. Dennoch fungiert es immer noch als Kontaktplattform für Organhändler. Anbieter der dubiosen Ware nutzen den Umstand aus, dass Verbotenes im Auktionsangebot aufgelistet bleibt, und veröffentlichen auf diesem Weg ihre E-Mail-Adressen.So kann der Handel unschwer an der Auktion vorbei abgewickelt werden.
Waffen- und Organhandel ist in den USA nicht prinzipiell verboten, und was legal gehandelt wird, darf nicht einfach aus dem Auktionsangebot gelöscht werden. Hintergrund ist eine US- Gerichtsentscheidung aufgrund einer Klage von zwei Auktionsteilnehmern, die Waffen versteigern wollten. Danach habe eBay zwar die Waffenversteigerung sperren, nicht aber das Angebot löschen dürfen.
In Deutschland gelten andere Regeln und da können die Angebote gelöscht werden.
25.09.99 Manipulation bei Internet-Auktionen Die Preise bei Internet-Auktionen werden nach Angaben des ZDF und der Zeitschrift Computerbild oft künstlich in die Höhe getrieben. Vor allem kleinere Computerhändler bieten bei den Versteigerungen heimlich mit, um so die Preise zu manipulieren, heißt es in einem Bericht des ZDF-Magazins WISO.
Das Magazin beruft sich auf den ehemaligen Mitarbeiter eines Händlers, der die Praktiken bestätigt habe. Die Betrügereien blieben deshalb unentdeckt, weil die Auktionshäuser auf eine gründliche Kontrolle der Identität verzichteten. Mit anonymen E-Mail-Adressen kostenloser Anbieter und falschen, aber existenten Postadressen könne jeder für eigene Produkte mitbieten. Die Preistreiber verfügten teilweise über 50 verschiedene Nutzernamen.
Computerbild hat eine Woche lang 400 Versteigerungen von Neuwaren bei den Auktionshäusern Ricardo, eBay, Hardware.de und IEZ-Auktionen beobachtet. Dabei hätte man mehr als ein Drittel der versteigerten Produkte zu einem vergleichbaren Preis auch im Handel erwerben können, heißt es in der Mitteilung. Zehn Prozent der Produkte seien teurer als im Kaufhaus gewesen.
Viel Spaß beim mitsteigern.
Thomas Hasemann <1145-87@onlinehome.de>