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3. Softwaretest: Skripterstellungs-Tool 'Skriptmanager' (von Uwe Pannecke)

»Alles Skripte - oder was?

1. Um was geht es

An meiner in die schier unerschöpfliche Amiga-Software-Quelle AMINET getauchten Angel hängt seit dem letzten Fischzug ein besonderer Fang, dessen Schöpfer allen AmigaGuide-Schreiberlingen, ARexx-Programmierern und Skript-Erstellern Unterstützung bei ihrer Arbeit verspricht.

Dieses "Skriptmanager" genannte Programm wurde in der Version 1.5 [1] einem ausführlichen Test unterzogen.


Heiko Strohmeier [2] preist die Features seines Skriptmanagers im ReadMe- 
Text zum Lha-Paket: 
- Mailen, Schreiben oder Editieren, Ausführen, Überprüfen von Skripten 
 (ARexx/DOS) 
integriertes ARexx-Wörterbuch in Form einer interaktiv nutzbaren 
 Datenbank 
ein ARexxport sorgt auf Wunsch für Verbindung zum persölichen Lieblings- 
 Editor 
Skriptmanager-gestützte Generierung eines AmigaGuides über ein 
 benutzerfreundliches GUI ohne Verrenkungen im AmigaGuide-Steuercode 
Guide2HTML-Konvertierungsfunktion 
Ob der Skriptmanager den selbstgestellten Ansprüchen gerecht wird, mußte er 
auf einem A3000 mit 36 MB RAM und einem 040/40 Prozessor unter AmigaOS 3.1 
und CyberGFX 3.x zeigen. 
 

2. Systemvoraussetzungen

Hier gibt sich der Skriptmanager außerordentlich bescheiden. Er setzt lediglich einen Amiga mit OS 2.x und 1 MB Fast-RAM voraus.

3. Installation

Habt Ihr Euch das LHa-Paket besorgt und selbiges entpackt, stellt die eigentliche Installtion kein großes Problem dar. Die Skriptmanager- Schublade wird einfach auf die gewünschte Festplattenpartition kopiert und das in der geöffneten Schublade sichtbare Install-libs680xx-Icon doppelt angeklickt. Das zugehörige Install-Skript befördert je nach vorhandener CPU die passende CanDo- und PowerPacker-Library nach Libs:.

Dabei wird jedoch nicht getestet, ob eventuell bereits eine (neuere) Library vorhanden ist und selbige grundsätzlich überschrieben.

4. Konfiguration

Hat der SkriptManager seinen Platz auf Eurer Festplatte gefunden, muß er vor dem ersten Einsatz konfiguriert werden. Der Programmautor liefert für diesen Zweck ein eigenständiges Programm, EditPrefs genannt, mit. Nach einem Doppelklick können nun alle für den SkriptManager wichtigen Daten und Pfade eingestellt werden.

Screenshot

Mit dem geöffneten EditPrefs-Fenster zeigt sich dann auch die Herkunft des Programmes.

Es wurde unter CanDo programmiert, einem Basic-Dialekt, der sich bei der Gestaltung der Programmoberfläche hin und wieder recht eigenwillig zeigt. Um nun die Einstellungen zu ändern, klickt Ihr einfach in die einzelnen Felder, um einen Requester präsentiert zu bekommen, der eine passende Auswahl der gewünschten Parameter ermöglicht.

Bei der Wahl des Zeichensatzes solltet Ihr auf den Einsatz von Proportionalschriften verzichten, um die Programmoberfläche nicht zu "verwirren". Der ausgewählte Font wird in allen Programm-Fenstern, auch in EditPrefs, verwendet.

Nach der Konfiguration will EditPrefs noch wissen, ob die Einstellungen dauerhaft gespeichert oder nur temporär genutzt werden sollen und startet dann den SkriptManager, oder besser dessen Power-Edit betitelten Editor.

5. Programmnutzung

Dieser Editor stellt praktisch die Schaltzentrale für alle weiteren Aktionen dar.

Im einfachsten Fall könnt Ihr ihn nun als einfachen Text-Editor verwenden.

Screenshot

Dann müßt Ihr Euch jedoch an eine etwas eigenwillige Bedienung gewöhnen. Und es gibt wesentlich leistungsfähigere Freeware-Editoren. Aber dafür bietet der Skriptmanager einige interessante Dinge, die bei anderen Editoren von Haus aus so nicht zu finden sind:

5.1 Guide-Erstellung

Bevor Ihr nun fleißig an die Erstellung eines Guides geht, solltet Ihr unbedingt VORHER intensiv die mitgelieferte Anleitung studieren. Die Versuch-Irrtum-Methode wird bei diesem Programm lediglich zu Frustration führen. Löblicherweise bietet der Skriptmanager eine Online-Hilfe- ein Druck auf die HELP-Taste genügt, die mitgelieferte AmigaGuide-Anleitung auf den Bildschirm zu zaubern. Bedauerlicherweise wird die Online-Hilfe nicht asynchron gestartet und solange das Hilfe-Guide angezeigt wird, ist der Skriptmanager blockiert. Eine parallele Benutzung von Hilfe und Programm ist auf diese Weise leider nicht möglich.

Da die Programmanleitung in einigen Teilen recht knapp die notwendigen Schritte beschreibt, soll an dieser Stelle kurz auf die prinzipielle Erstellung eines Guides eingegangen werden.


Stellt Euch vor, Ihr wollt ein Guide schreiben, auf dessen erster Seite 
neben einigen grundsätzlichen Bemerkungen Links zu - einem Vorwort, 
- dem eigentlichen Hauptteil, in dem die Funktionen des von Euch 
 entwickelten 
 fiktiven Programms beschrieben werden, 
einem Shareware-Hinweis, 
dem Programmautor mit Bankverbindung etc und 
einer Entwicklungsgeschichte des fiktiven Programms zu finden sein soll. 
  

Im Vorfeld können die entsprechenden Texte der miteinander zu verbindenden Guide-Abschnitte als eigenständige Text-Dateien geschrieben und unter einem aussagekräftigen Namen abgespeichert werden.

Nun ist es an der Zeit, den Skriptmanager einzusetzen.

Mußtet Ihr bisher bei der Erstellung eines Guides recht mühsam alle Steuercodes von Hand eingeben, übernimmt in diesem Falle der Guidebuilder im Skriptmanager diese Aufgabe.

Nach einem Doppelklick auf den Editor kann im geöffneten Fenster das Gadget "GB" oder der Menüpunkt "MakeGuide/Guidekonzept/Neues Projekt" gewählt werden. Nach der Wahl eines geeigneten Namens für das zu erstellende Guide öffnet sich der GuideManager.

Dort sind nun unter "Bezeichnung" der Name des gewünschten Links, unter "Linkkommentar" ein neben dem Link erscheinender Hilfstext und unter "Einzubindender Text" über Klick auf das Gadget "Datei" der zuvor erstellte und dem Link entsprechende Textteil geladen.

Um die passende Linkkroute kümmert sich der GuideBuilder selbst.

Darüberhinaus kann hier eine Mainseite festgelegt oder die Einzelseite für eine Manipulation in den Editor geladen werde.

Screenshot

Mit Hilfe des Gadgets "Einfügen" können nun für alle weiteren gewünschten Links die notwendigen Angaben getätigt werden.

Ist dies erfolgt, sorgt ein Klick auf das Gadget "LinkMan." für den Aufruf des LinkManagers.

Hier wird endgültig festgelegt, auf welchen Seiten des Guides welche Links erscheinen sollen.

Wir gehen in unserem Beispiel davon aus, daß alle fünf Links auf der Hauptseite, die mit dem Öffnen des Guides als erstes angezeigt wird, präsentiert werden sollen. Hierzu ist im Feld rechts neben "Main" eine 5 einzutragen. Dies teilt dem LinkManager mit, daß fünf Links auf der Hauptseite abgebildet werden. Sind mehr als fünf Links vorhanden, schnappt sich der LinkManager die ersten Fünf aus der Linkliste.

Innerhalb der Linkliste kann bei Bedarf ein Link beliebig mit "L UP" und "L Down" verschoben werden.

Screenshot

Ein Klick auf das "Erzeuge"-Gagdet veranlaßt nun die Erstellung des Guides. Gleichzeitig wird das erstellte Guide in den Skriptmanager geladen und steht dort für Veränderungen bereit.

Natürlich wäre es schön, einen ersten optischen Eindruck von unserem Guide zu bekommen.

Ein Klick auf "Test"- und schon prangt das Guide auf dem Bildschirm, vom Guidebuilder auf der Eingangsseite zusätzlich mit Eurem Namen samt Anschrift geschmückt.

Um zusätzliche Querverweise in den Guide-Text einzubauen, erlaubt der Linkmanager die Auswahl sogenannter UnterNodes, gekennzeichnet in der Linkliste durch "UN:". Ein Klick auf einen Link gibt einen kurzen Hilfstext aus und ermöglicht in den beiden Eingabefeldern oberhalb von "Main:" die Festlegung der UnterNodes.

Um beispielsweise auf der Vorwortseite Links zu allen weiteren Guide-Teilen zu plazieren, gebt Ihr im ersten Feld eine 2 ein und im zweiten Feld eine 5. Dies bedeutet, daß auf der angewählten Linkseite (in diesem Fall Vorwort) die Links 2-5 erscheinen.

Link 1 (also der Link zum Vorwort selbst) soll hier natürlich nicht abgebildet werden, deshalb die Einträge 2 und 5.

Soll auf der Sharewareseite ein Verweis zum Programmautor erfolgen, so wählt man den passenden Link (hier Shareware) mit einem Klick an und gibt in die beiden Felder oberhalb von "Main:" jeweils eine 4 ein. So wird festgelegt, daß auf der Sharewareseite nur der Link Nummer 4 (also der Link zum Autor) erscheint.

Screenshot

Nach der entsprechenden Wahl der Linkverknüpfungen braucht nur noch "Erzeuge" gewählt werden, und schon ist das modifizierte Guide fertig. "Test" sorgt auch hier wieder für ein Preview.

Soll der Schriftstil von Normal auf Fett, Kursiv oder Unterstrichen geändert werden, oder möchtet Ihr die Schrift bzw. den Schrifthintergrund farblich ändern, stehen auch dafür Menü-Punkte zur Auswahl.

Darüberhinaus können bereits fertige Guides eingelesen und mit anderen Guides verknüpt oder eigenen Vorstellungen angepaßt werden.

Interessant ist die AppWindow-Funktion im GuideBuilder. Für jede Datei, Schublade, jedes Festplattenverzeichnis oder gar komplette CD, die in das GuideBuilder-Fenster gezogen wurde, wird mit dieser Funktion ein Amigaguide-File erstellt oder auf Wusch an ein bestehendes Guide angehängt. Vor der Erstellung ist lediglich auszuwählen, ob Textdateien, Verzeichnisse oder Binärdaten in einem Guide erfasst werden sollen. Bei Texten wird der Pfad zur Text-Datei erfaßt und die Anzeige des Textes im Guide ermöglicht, bei Verzeichnissen und Binär-Daten werden nur die Pfade zu den Daten im Guide aufgeführt. Das I-Tüpfelchen wäre hier eine intelligente Erkennung durch den GuideBuilder, welcher Art die zu erfassenden Daten sind und eine entspechende Reaktion bei der Guide-Erstellung. So wären dann nicht nur die Pfadangaben zu Binärdaten, sondern auch eine direkte Einbindung/Anzeige von z.B. Bildern denkbar, wie sie bei Texten schon in der vorliegenden Version funktioniert.

Aber auch so kann die AppWindow-Funktion auf elegante Art und Weise für die Erfassung von (Pfad-) Katalogen kompletter Verzeichnisse oder deren Inhalt u.ä. genutzt werden.

Ein konkretes Beispiel: Wer alle bisher veröffentlichten AmigaAktuell- Ausgaben in einem Festplattenverzeichnis gesammelt hat und diese in einem einzigen Guide vereint haben möchte, braucht lediglich den Ordner mit den AmigaAktuell-Guides in den GuideBuilder zu ziehen und das Gadget "Erzeuge" anzuklicken.

Hier zeigt sich dann leider ein Schwachpunkt des Skriptmanagers. Zwar erstellt der Guidebuilder auch sehr große Guides und lädt diese in den Editor, ab ca. 1,6 MB Guide-Größe ist es jedoch nicht mehr möglich, innerhalb des Editors in diesem Guide zu scrollen oder den Text vor verändern. Auch eine Vergrößerung der Stack-Vorgabe im Programmicon kann dem nicht abhelfen. Ob ein Programmierfehler oder die verwendete Programmiersprache CanDo die Ursache ist, muß offen bleiben. Wahrscheinlich ist wohl das inzwischen angegraute CanDo der Übeltäter. Soll ein solch umfangreiches Guide-File dennoch bearbeitet werden, müßt Ihr zwangsläufig zu einem externen Editor greifen.

Übrigens brauchte der Guidebuilder für das Verknüpfen des schließlich ca. 5,7 MB großen AmigaAktuell-Superguide 7 Minuten und 15 Sekunden.

Neben der Guide-Erstellung aus Text(en) ist oft auch die Integration von Bildern über entsprechende Links im Dokument erwünscht. Für den Skriptmanager ist dies kein Problem.

Nachdem ein Guide erzeugt wurde und damit gleichzeitig in den Editor geladen ist, braucht Ihr nur den Cursor auf die gewünschte Position im Guide plazieren und anschließend über das Menü den Punkt "MakeGuide/Einbinden/Image Extern" oder Tastenkürzel "rechte_Amiga #" betätigen. Nachdem im sich öffnenden Requester die gewünschte Bilddatei gewählt wurde, bringt ein Klick auf "Test" im Guidebuilder das Ergebnis zur prompten Anzeige.

Genauso spielend leicht lassen sich Links setzen, die ausführbare Programme starten: Einfach auf der gewünschten Cursorposition den Menüpunkt "MakeGuide/Einbinden/Prog.Run" anwählen, das zu startende Programm im Requester markieren, fertig. Oder Ihr setzt mit wenigen Mausklicks Links auf externe Guide- bzw. Text-Dateien.

Damit noch nicht genug, als Draufgabe können über das Guide auf gleiche Art und Weise lha- und lzx-Files eingebunden und nach Anwahl der zugehörigen Links in die Ram-Disk entpackt werden.

Sowohl für die Bilder, die zu startenden Programme, lha- und lzx-Files als auch externen Guide/Texte kann der komplette Pfad über die Option "Einbinden/Lokal" berücksichtigt werden. Aber dann wird das Guide oft auf Grund der individuellen Festplatten-Organisation nur auf der eigenen Rechnerkonfiguration die entsprechenden Bilder/Programme finden. Ist "Einbinden/Lokal" abgewählt, wird nur im Guide-Verzeichnis nach den Dateien gesucht.

5.2 ARexx-Unterstützung

Neben der eigentlichen Guide-Komposition bietet der Skriptmanager allen ARexx-Programmierern Hilfe und Unterstützung an. So können direkt aus dem Skriptmanager heraus ARexx-Skripte gestartet werden. Wahleise kann dabei auch die Ablaufverfolgungsfunktion (TRACE) an und abgeschaltet und zusätzlich jeder einzelnen Programmschritt entweder in einem CLI-Fenster oder in einem eigenen TRACE-Fenster in der interaktiven Programmverfolgung ausgeben werden.

Zusätzlich lassen sich bei Bedarf alle gegenwärtig geöffneten ARexx-Ports anzeigen.

Damit aber noch nicht genug, als Sahnehäubchen ist ein "ARexx Spell" genannte Datenbank zur ARexx-Syntax eingebaut. Befindet sich der Cursor innnerhalb eines in den Skriptmanager geladenen ARexx-Programmes auf einem ARexx-Schlüsselwort, so wird bei Anwahl des Menüpunktes "Skripte/ARexx Skript/ARexx Spell" oder über das Tastaturkürzel "rechte_Amiga r" in einem Fenster die Syntax nebst Kurzbeschreibung angezeigt.

In der Amigaguide-Anleitung verspricht der Programmautor für zukünftige Versionen einen weiteren Ausbau dieser ARexx-Datenbank.

Da Heiko Strohmeier zu Recht davon ausgeht, daß nur wenige Amiga-User dieser Funktion wegen ihren gewohnten Editor verlassen werden, hat er vorgesorgt und zwei ARexx-Skript für die Anbindung des ARexx-Spellers an externe Editoren beigelegt. So ist es ein Leichtes, über den gewohnten Editor die Annehmlichkeiten des ARexx-Datenbank zu nutzen.

Für GoldED [3] sind die ARexx-Skripte ohne größere Änderung nutzbar und werden lediglich sinnvollerweise in das GoldED-ARexx-Verzeichnis kopiert, die Endung .rexx nach .ged geändert und können nun von GoldED aus direkt über "Makros/Makro starten... genutzt werden.

Screenshot

Gleichzeitig kann über ein zweites beiliegendes ARexx-Skript ein gerade im externen Editor bearbeitetes ARexx- oder Guide-File an den Skriptmanager übergeben werden.

Diese Flexibilität erhöht merklich den Programmkomfort und die Akzeptanz, neben dem gewohnten Editor zusätzlich den Skriptmanager einzusetzen.

5.3 DOS-Skripte

Wurden im Skriptmanager DOS-Skripte erstellt oder geladen, so könne diese direkt aus dem Programm zu Testzwecken gestartet werden. Laut Anleitung sollen Änderungen am Skript automatisch bei einem erneuten Start berücksichtigt werden. Dies klappte bei meinen Tests nicht, es mußte immer erst das geänderte Skript gespeichert werden, bevor die Änderungen vom Programm bemerkt wurden.

5.4 Guide2HTML

Wer seine Guides ins plattformübergreifende HTML-Format konvertieren möchte, kann auch dies mit dem SkriptManager auf sehr einfache und bequeme Weise bewerkstelligen.

Dabei hat der Anwender die Möglichkeit, entweder alle Seiten eines Guides als Einzeldateien oder das Guide als ein einziges HTML-File abzuspeichern. Dabei kann auf das Textlayout in Grenzen Einfluß genommen werden. Um ein Guide nach HTML zu konvertieren, wird selbiges in den Skriptmanager geladen, über den Menü-Punkt "MakeGuide/Guide Auslesen" dem Skriptmanager vollständig bekannt gemacht und im sich selbstständig öffnenden GuideBuilder über den Menü-Eintrag "HTML/Guide2HTML/In einzelne Dateien" bzw "/In eine Datei" konvertiert. Auch eingebundene Bilder sowie Querverweise zu weiteren Guides werden berücksichtigt. In der Dokumentation des Skriptmanagers wird auf einige Punkte hingewiesen, die für eine erfolgreiche Guide-Wandlung nach HTML zu beachten sind.

Die Konvertierungsergebnisse sind durchaus ansehnlich, wenn auch je nach Guide-Vorlage und Anspruch an das Seiten-Design u.U. noch nachträglicher Feinschliff notwendig wird.

6. Shareware

Skriptmanager ist Shareware, die Registriergebühr beträgt 20,- DM. In der nicht registrierten Version sind einige Programmfunktionen eingeschränkt. So beendet sich der Skriptmanager nach einer Stunde Laufzeit, der ARexx- Speller akzeptiert pro Sitzung nur drei Anfragen und schließt sein Fenster nach 3 Minuten. Außerdem ist im GuideBuilder die Speicherfunktion gesperrt und die AppWindow-Funktion erlaubt nur einmaliges Drag&Drop.

Zusätzlich erinnert alle fünf Minuten ein Nervrequester an die Zahlung der Shareware-Gebühr.

7. Fazit

Hinter dem Skriptmanager verbirgt sich eine auf den ersten Blick kaum erkennbare Funktionsvielfalt. Das Programm leistet sich nur wenige Schwachpunkte. So z.B., daß DOS-Skript-Änderungen erst nach dem Speichern vom Programm bemerkt werden und Scrollen und Edieren sehr umfangreicher Texte/Guide im Editor nicht möglich ist.

Ebenso fehlt eine optische Rückmeldung im Skriptmanager über markierte Buchstaben, Wörter oder Blöcke.

Diese kleinen Fehler schränken den Gebrauchswert je nach Zielstellung meist nicht wesentlich ein.

Schwerer wiegt da schon die zum Teil zu spartanische oder an anderen Stellen wieder unnötig verkomplizierte Programm-Dokumentation. Sie erschwert unnötig den Einstieg in die Funktionsweise des Skriptmanagers und sollte unbedingt überarbeitet werden.

Sehr hilfreich wäre dabei ein vollständiges Tutorial, daß die Erstellung eines Guides, auch mit Querverweisen, von Anfang bis Ende in nachvollziehbaren Schritten darstellt.

Für alle Amigianer, die viele Skripte jonglieren, kann der Skriptmanager eine echte Arbeitserleichterung sein.

Die Shareware-Gebühr erscheint mir für den gelegentlichen Nutzer relativ hoch. Bei intensivem Gebrauch und damit auch Nutzen sind die 20,- DM jedoch angemessen.

Ich kann jedem Skript-Freund einen Test des Skriptmanagers empfehlen.

[1] im Aminet unter text/edit/Skriptmanagr15.lha
[2] HStrohmeier@t-online.de
[3] http://members.tripod.com/golded/golded.htm

Uwe Pannecke <Uwe.Pannecke@t-online.de

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