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10. Mac-Ecke Review: Civilization II

Das Spielprinzip von Civilization dürfte wohl den meisten geläufig sein, zumal der erste Teil auch für den Amiga erhältlich ist und wohl ein Referenzprodukt in der Klasse der Strategiespiele darstellt. Der zweite Teil ist eine konsequente Weiterentwicklung des Klassikers - alte Fehler wurden beseitigt, einige Dinge hinzugefügt, andere verbessert.

Ziel des rundenbasierenden Strategiespiels ist es, auf einer unerforschten Welt eine Zivilisation zu errichten und diese auf der Zivilisationsleiter stetig höher steigen zu lassen. Dabei stehen zu Anfang nur ein oder zwei Siedler zur Verfügung, mit denen man seine ersten Städte bauen kann. Diese wiederum können Einheiten produzieren und Stadterweiterungen oder Weltwunder bauen. Außerdem erwirtschaften sie, je nach Größe, mehr oder weniger Steuergelder, Wissen und Luxusgüter. Im Laufe der Zeit wächst die eigene Zivilisation, und mit ihr der technologische Fortschritt; immer neue Errungenschaften, wie beispielsweise das Alphabet zu Anfang bis hin zu Raumfahrt und Gentechnik gegen Ende des Spieles, warten darauf, von euren Wissenschaftlern entdeckt zu werden. Am interessantesten ist allerdings die Interaktion mit bis zu sechs anderen, vom Computer gesteuerten, Zivilisationen, die ihrerseits versuchen, ihre Macht zu erweitern. Dabei kann man sowohl eine friedliche Koexistenz anstreben und feste Bündnisse knüpfen, oder man entscheidet sich für einen Konfliktkurs, der von einer Art "kaltem Krieg" bis hin zur totalen Vernichtung einer Seite führen kann.

Im Gegensatz zu CivilizationAGA, das auf meinem Rechner peinlich langsam ist, merkt man Civilization II eigentlich gar nicht an, dass es auf einer Emulation läuft. Es ist angenehm schnell, selbst die sehr schön gemachten Zwischenanimationen, wenn Weltwunder gebaut werden, gehen zwar etwas ruckelig aber anstandslos über den Bildschirm. Ich vermute sogar, dass das Spiel schon auf einem nackten 030/xxx flüssig zu spielen ist. Wenn ihr Civilization II auf so einer Konfiguration laufen habt, mailt mir.

Fazit: Wer einen Mac-Emulator bei sich laufen hat und Civilization mochte, wird den Nachfolger lieben. Alles, was am ersten Teil irgendwie auszusetzen war, wurde verbessert, das Ganze spielt sich angenehm flüssig und fesselt für Tage und Wochen an den Bildschirm.

Und wer keinen Mac-Emulator hat: Holt euch einen! Es lohnt sich auf jeden Fall!

Weitere Kommentare oder Testergebnisse auf anderen Systemen sind gerne wilkommen!

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