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Abschließend

Nach dem Verkauf von AMIGA: Neue Hoffnung für die User

Wer es immer noch nicht fassen kann und es lediglich für einen Traum hält, dem sei nochmals versichert: Es ist wahr. Gateway hat AMIGA an Amino Development verkauft - und damit an das Unternehmen, das von Bill McEwen und Fleecy Moss gegründet worden ist.

Nach einem Vierteljahr der Frustration gibt es pünktlich zum Jahreswechsel wieder neue Hoffnung. Mehr noch: Erstmals seit über 15 Jahren ist AMIGA keine Tochtergesellschaft eines größeren Unternehmens, sondern eigenständig, und wird zudem von Personen geführt, die sich eher als Amiga- Fans als als Unternehmer betrachten dürften.

Trotz alldem ist jedoch keine Euphorie angesagt: Bis zur Ankündigung eines Amiga-Nachfolgers dürfte zwar nur noch wenig Zeit vergehen, damit ist dieser allerdings noch längst nicht auf dem Markt. Zuviel ist in den letzten Jahren schief gegangen, und es gibt keine Garantie dafür, dass wir in Zukunft von Rückschlägen verschont werden.

Wenn ich mir um etwas Sorgen mache, dann ist es die finanzielle Situation. Zweifellos hat Amino/AMIGA mindestens einen Geldgeber, sonst hätten die fünf Millionen US-Dollar nicht aufgebracht werden können. Diese wollen jedoch möglichst rasch Erfolge sehen - wenn sie ausbleiben, werden auch Bill McEwen und Fleecy Moss zwangsläufig scheitern.

Bislang war AMIGA mit Gateway als Mutterkonzern finanziell auf der sicheren Seite, jedoch steuerte das Unternehmen seit der Strategieänderung nach dem Rücktritt von Jim Collas in eine Richtung, die von den Amiga-Anwendern nicht mitgetragen wurde.

Nun sind wir mit der umgekehrten Situation konfrontiert: Dem Amino- (in Kürze AMIGA-) Präsidenten und -CEO Bill McEwen und seinem Gefolgsmann Fleecy Moss fehlen es ganz sicher nicht am Willen, ein neues Computersystem in der Tradition des Amigas zu erschaffen - das Gelingen dieses Vorhaben hängt jedoch ganz entscheidend von dem/den Kapitalgeber(n) ab. Auf jeden Fall aber ist nun erst einmal wieder Zuversicht angesagt. Die knapp dreijährige Gateway-Episode, die zwischenzeitlich so vielversprechend verlief, die Amiga-Anwender am Ende aber bitterst enttäuschte, ist Geschichte. Bleibt zu hoffen, dass die dritte AMIGA-Übernahme nach dem Konkurs von Commodore endlich zu einem positiven Ergebnis führt. Verdient haben wir uns dies schon längst, und ihr wisst ja: Aller guten Dinge sind drei.

Und was haltet ihr von der AMIGA-Übernahme? Wir veröffentlichen eure Meinungen gern in der nächsten Ausgabe! Schreibt an: aakt@gmx.de

Bis nächsten Monat,

euer

Carsten Schröder

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