@database "CLFido.guide"
@author "Jörg Deckert"
@remark "$VER: CLFido Guide 5.1ß1 (05. März 1999)"
@remark "Created with GoldED 4.7.0 (13.5.97)"
@index INDEX                                              

@node MAIN "Inhalt"

                              @{b}@{u}CLFido@{uu}@{ub}

                  Connectline Fido Mailer/Tosser

            © 1986-96 by Oliver Wagner und Mathias Mischler
            © 1998-99 by Jörg Deckert

--------------------------------------------------------------------------

          @{"Einführung     " link EINFUEHRUNG} - Erste Worte zu CLFido
          @{"Rechtliches    " link RECHTLICHES} - Auch das unbedingt lesen!
          @{"Features       " link FEATURES} - Was kann CLFido?
          @{"Einschränkungen" link EINSCHRAENKUNGEN} - Was geht noch nicht?

          @{"Installation   " link INSTALLATION} - Was gehört dazu?
          @{"Konfiguration  " link KONFIGURATION} - Was kann man alles einstellen?
          @{"Benutzung      " link BENUTZUNG} - Wie funktioniert das?

          @{"ToDo           " link TODO} - Was gibt es noch zu tun?
          @{"History        " link HISTORY} - Was wurde bereits getan?
          @{"Author         " link AUTHOR} - Von wem stammt das alles?

@endnode
@node RECHTLICHES "Rechtliches"

@{b}@{u}Rechtliches@{uu}@{ub}

CLFido ist Teil des Connectline-Paketes und darf nur mit Connectline zusam-
men zu den in der Connectline-Dokumentation angegebenen Bedingungen einge-
setzt werden. Für Connectline-Benutzer im dortigen Sinne ist das vorliegende
CLFido also ohne zusätzliche Kosten einsetzbar.

Im übrigen wird von mir keinerlei Garantie weder für die ordnungsgemäße
Funktion des Programmes noch für sonst irgendetwas übernommen.

@endnode
@node FEATURES "Features"

@{b}@{u}Features@{uu}@{ub}

Mit CLFido ist Connectline nun als vollwertiges Fido-System einsetzbar, wo-
bei es sogar als Hub verwendbar ist (jedenfalls läuft es bei mir als sol-
cher). CLFido verarbeitet die üblichen Packet-Formate und beherrscht
Connects zu den meisten anderen eingesetzten Fido-Mailern.

Weiterhin gatet CLFido nun gatebau-konform nach ZConnect. Allerdings werden
nicht alle Header beibehalten, sondern nur die zur Funktion wichtigen umge-
setzt. Deswegen und da das ganze noch völlig ungetestet ist, warne ich
davor, Connectline als öffentliches Gateway einzusetzen. Als Gateway für
direkt angeschlossene Systeme, bei denen gewährleistet ist, daß nicht über
andere Gateways wieder zurückgegatet wird, sollte Connectline aber keine
Probleme bereiten.

@endnode
@node EINSCHRAENKUNGEN "Einschränkungen"

@{b}@{u}Einschränkungen@{uu}@{ub}

- Das Hydra-Protokoll arbeitet noch nicht korrekt
  Sollten manche Systeme beim Pollen per Hydra Probleme haben, sollten
  diese Hydra disablen. Sobald ich Zeit dazu habe, überarbeite ich das
  Hydra-Protokoll.

- Der Mailer beherrscht @{u}nur@{uu} das EMSI-Handshake. Fido-Nodes müssen zwar auch
  FTS-1 beherrschen, in meiner langen Zeit als Fido-Node hat allerdings
  noch nie jemand mit FTS-1 Handshake gepollt. Ich denke also nicht, daß
  irgendwelche Beschwerden deswegen kommen.

- Zwischen den verschiedenen Flowfile-Typen (Hold, Normal, Crash...) wird
  nicht unterschieden, bei jedem Poll wird alles verschickt.

@endnode
@node KONFIGURATION "Konfiguration"

@{b}@{u}Konfiguration@{uu}@{ub}

          @{"Sortin     " link SORTIN} - Wichtige Änderung!
          @{"Fido       " link FIDOKONFIG} - Fido-Netzkonfiguration
          @{"Systeme    " link SYSTEME} - Hinterlegen der Fido-Systeme
          @{"Routing    " link ROUTING} - Wo gehen die Mails hin?
          @{"Areafix    " link AFIXCONFIG} - Auto-Forward u.a.


@endnode
@node SORTIN "Sortin-Konfiguration"

@{b}@{u}Sortin-Konfiguration@{uu}@{ub}

In den Sortin-Prefs muß auf der letzten Seite (Sonstiges) das Erzeugen der
Gateway-Zeile unbedingt ausgeschaltet werden, da diese fehlerhaft ist.

Grund ist, daß in den aktuellen Sortin-Prefs (Version 1.12 vom 13.1.98)
nach den Änderungen von Ralf Ramge Müll in das Feld der nun eigentlich
nicht mehr vorhandenen GateID geschrieben wird. Dieses Feld wird vom Sortin
(besser: von den cl_mail_xxx-libraries) aber beim Erzeugen der Gateway-
Zeile immer noch gelesen, wenn der Meta-Header "__SOURCEFMT:" genutzt wird.
Die UUCP-Teile erzeugen diesen nun auch nicht mehr, ich halte ihn aber zur
korrekten Funktion für erforderlich. Das erfordert Änderungen in mehreren
CL-Programmteilen.

Nachtrag: Obwohl ich nun alle Sourcen habe, sind die erforderlichen
          Änderungen noch nicht durchgeführt. Das passiert erst in der
          nächsten Version.

@endnode
@node FIDOKONFIG "Fido-Netzkonfiguration"

@{b}@{u}Fido-Netzkonfiguration@{uu}@{ub}

Am Fido-Konfigurationsprogramm (FidoPrefs) wurden keine Änderungen vor-
genommen. Teilweise haben die einzelnen Punkte aber eine neue Bedeutung.
Es gibt die folgenden 3 Seiten:

          @{"Pfade      " link PFADE} - Pfade für ein- und ausgehende Daten
          @{"Nodenummern" link NODENUMMERN} - die eigenen Adressen in verschiedenen Netzen
          @{"Filerequest" link FILEREQUEST} - Konfiguration der Magics
          @{"Sonstiges  " link SONSTIGES} - Standard-Origin

@endnode
@node PFADE "Fido-Konfiguration: Pfade"

@{b}@{u}Pfade@{uu}@{ub}

Pfad für ausgehende Daten: Hier legt der Tosser Packets, Bundles und Flow-
                           Files zur Abholung durch die angeschlossenen
                           Fido-Systeme bereit.

                           Beispiel: Connectline:Data/Fido/Outbound

Pfad für eingehende Daten: Der Mailer speichert eingehende Fido-Mails und
                           -Files hier ab. Diese werden dann von CLToss
                           weiterbearbeitet.

                           Beispiel: Connectline:Data/Fido/Inbound

@endnode
@node NODENUMMERN "Fido-Konfiguration: Nodenummern"

@{b}@{u}Nodenummern@{uu}@{ub}

Hier wird die Zugehörigkeit des eigenen Systems zu den verschiedenen Fido-
kompatiblen Netzen definiert.

Durch Klicken auf das Gadget "Neu" wird ein neuer Eintrag hinzugefügt. Die
einzelnen Stringgadgets haben folgende Bedeutung:

NetzID:     Dient zur einfachen Unterscheidung der verschiedenen Netze.
            Hier ist aber eine wichtige Funktion dazugekommen: Werden neue
            Bretter/Areas automatisch eingetragen, so wird dem ZConnect-
            Brettnamen die NetzID vorangestellt. Lautet die NetzID für das
            Fidonet z.B "FIDONET", so wird aus der Area "AMIGA.GER" das
            Brett "FIDONET/AMIGA.GER". Somit wird automatisch eine gewisse
            Übersichtlichkeit erreicht.

Zone:       Hier gibt man an, welche Zonen zum betreffenden Netz gehören.
            Also fürs Fidonet z.B. "1-6" und fürs Amiganet "39-41".

Nodenummer: Die eigene Fido-Adresse für diese Netz. Hat man in einem Netz
            mehrere Adressen (AKAs), sind weitere, bis auf die Nodenummer
            identische Einträge anzulegen. Dabei ist die Reihenfolge wich-
            tig: Der oberste Eintrag bestimmt die Adresse, die in Mails
            und Packets als Absender eingetragen wird.

Pointnet:   Die Pointnet-Adresse. Im Normalfall immer 0:0/0.0

Brettmaske: Hier wird die Zuordnung der einzelnen Bretter zu den verschie-
            denen Fido-AKAs des eigenen Systems vorgenommen. Alle Bretter,
            auf welche diese Maske paßt, gehören zu diesem Netz mit der
            soeben angegebenen NetId und Nodenummer. Mails, die aus
            Connectline oder von Nicht-Fido-Systemen in diese Bretter
            geschrieben werden, haben als Absender die unter "Nodenummer"
            eingetragene Adresse. Wenn alle Bretter, wie unter "NetzID"
            beschrieben, automatisch angelegt werden, kann man hier in
            der Regel "<NetzId>/*" eintragen, also z.B. "FIDONET/*".
            Will man alle UUCP/ZConnect-Bretter gegatet unter dem Fido-
            Netz mit anbieten, muß die Maske auf alle Bretter außer auf
            Bretter von anderen Fido-kompatiblen Netzen passen. Also z.B.
            "~((AMIGANET|CHESSNET)/#?)".

Domain:     Die hier angegebene Domain erhalten alle Mails aus diesem Netz,
            die nicht von einem direkt angeschlossenen Fido-System (oder
            dessen Points) stammen. Damit können anhand der Domain auch
            Mails verschiedener Fido-kompatibler Netze, die von ein und
            demselben Uplink stammen, unterschieden werden.

Origin:     Dieses Origin wird unter alle Echomails aus diesem Netz ge-
            schrieben, die noch kein Origin enthalten, also unter direkt
            in Connectline geschriebene Mails oder unter gegatete Mails.

Mit dem untersten Gadget kann unterschieden werden, wie Binärmails versen-
det werden: Als File-Attach oder UU-codiert. Für die meisten Fido-kompatib-
len Netze werden File-Attaches verwendet. Diese dürfen jedoch meist nicht
geroutet werden, funktioniert also nur für direkt angeschlossene Systeme.
Alternative wäre dann die UU-Codierung, das ist in Fido aber teilweise
nicht gern gesehen. Z.Z. wird von CLFido aber weder File-Attach noch UU-
Codierung unterstützt.

@endnode
@node FILEREQUEST "Filerequest"

@{b}@{u}Fido-Filerequests@{uu}@{ub}

Connectline unterstützt sogenannte WaZOO-Filerequests nach FTS0006. Update-
Requests sind auch möglich (Nodelisten-Flag XX). Wie das funktioniert,
steht unter @{"Benutzung" link USEFREQ}.

Dabei sind auch sogenannte "Magics" möglich, diese werden auf der Seite
"Filerequest" konfiguriert. Durch Betätigen von "Neu" wird ein neuer
Eintrag angelegt. Dabei werden folgende Punkte abgefragt:

Name:      Der Name des Magics, wie der vom anfordernden System im Request-
           File aufgeführt werden muß.

Typ:       Zwei Typen sind derzeit möglich: "Sende File" schickt die unten
           unter "File" angegebene Datei. "Kommando" führt die unter "File"
           angegebene Datei aus. Deren Standardausgabe wird in eine Datei
           umgeleitet, welche dann gesendet wird.

Priorität: Das anfordernde System muß mindestens diese Priorität besitzen.

Paßwort:   Nur bei Angabe dieses Paßwortes wird das Magic gesendet.

File:      Die entsprechende Datei (s. "Typ"). Beim Typ "Sende File" ist
           auch die Angabe eines Standard-AmigaDOS-Patterns möglich. In
           diesem Fall wird die neueste aller auf das Pattern passenden
           Dateien gesendet.

@endnode
@node SONSTIGES "Fido-Konfiguration: Sonstiges"

@{b}@{u}Sonstiges@{uu}@{ub}

Bei allen Netzen, für die auf der vorangegangenen Seite (Nodenummern) kein
Origin eingetragen wurde, wird das hier eingetragene verwendet.

@endnode
@node SYSTEME "Systeme"

@{b}@{u}Systeme@{uu}@{ub}

Die Konfiguration von Fido-Systemen in den System-Prefs unterscheidet sich
nicht wesentlich von der für andere Netze. Deswegen wird hier nur auf die
Unterschiede eingegangen.

Wie bei anderen Netzen solle auch jedes Fido-System nur einmal eingetragen
werden, auch wenn es verschiedenen Fido-Netzen angehört.

Auf der 1. Seite (Allgemein) wird ganz normal ein Name und die Domain einge-
tragen. Die verwendete Domain ist prinzipiell bei reinen Fido-Systemen egal,
gatet das System jedoch in andere Netze, ist dies (natürlich) die Absender-
Domain. Genauere Erläuterungen dazu gibts unter @{"Routing" link Routing}. Handelt es sich um
einen Fido-Point, wird dieser Punkt angehakt und der zugehörige User einge-
tragen. Im Unterschied zu allen anderen Fido-Systemen muß also jeder Fido-
Point auch als Online-User eingetragen sein. Das hat für ihn den Vorteil,
daß er seine (Net-)Mails notfalls auch online lesen kann.

Auf der Routing-Seite wird Patalias-/Domainrouting nicht angehakt, bei
"Routing an:" wird üblicherweise das gerade zu konfigurierende System selbst
eingetragen. "Routemails" und "Eilmails" sollte angehakt werden, alle Kosten
bleiben bei 0.

Unter "Batch/Packen" wird der verwendete Packer eingetragen.
Achtung: Der Entpacker für eingehende Daten wird also nicht (wie bei anderen
Fido-Programmen) automatisch erkannt! Prearc wird im Fido immer genutzt, als
Batchgröße kann 0 eingetragen werden.

Die Seite "Datenaustausch": Das Protokoll ist egal, da der Mailer je nach
Gegenstelle automatisch das beste Protokoll wählt. Genutzt werden nur die
internen Protokolle Hydra und ZModem (8k und 1k). Bei "Paßwort" können 2
Paßwörter eingetragen werden (durch 1 Leerzeichen getrennt). Das erste ist
das Session-Paßwort für den Mailer, das 2. das Packet-Paßwort. Fehlt
letzteres, wird einfach keins verwendet. Unter "Telefon" wird die Fido-
Adresse des Systems eingetragen, daraus wird mittels Nodelist die Telefon-
Nummer ermittelt. Vorraussetzung ist die traplist.library aus den TrapDoor-
Paket mit installierter Nodelist. Ansonsten kann man hier auch normal die
Telefonnummer eintragen. In beiden Fällen sind mehrere, durch "|" getrennte
Einträge möglich. Der Backup-Schalter wird (noch) nicht ausgewertet, alles
andere wird wie üblich eingestellt.

Auf den Seiten "Zugriffsrechte" und "Bretter" gibt es keinerlei Fido-
spezifische Eintragungen.

Auf der letzten Seite (Netzspezifische Parameter) genügt es vorerst,
lediglich die Fido-Adressen (AKAs) des Systems (getrennt durch Leerzeichen)
einzutragen, andere Parameter haben keine Bedeutung. Die Haupt-AKA sollte
auch als erste aufgeführt sein, da diese als Empfängeradresse für Mails
an dieses System aus nichtfido-Netzen genutzt wird (s. @{"Routing" link Routing}).

@endnode
@node ROUTING "Routing"

@{b}@{u}Routing@{uu}@{ub}

Wohl am kompliziertesten ist die Konfiguration des korrekten Routings.
Deswegen soll dies hier ausführlich am Beispiel beschrieben werden.

Die Konfiguration wird mit dem normalen Routeeditor von Connectline
vorgenommen. Das erleichtert die Sache für eingefleischte ZC-Freaks
und ist für angestammte Fidoianer (wie mich) gewöhnungsbefürftig. Am
wichtigsten ist es, zu verstehen, wie die @{"Umwandlung" link ADRESSWANDLUNG} zwischen Fido-
Adressen und rfc-Adressen erfolgt. Denn die gesamte Routin-Konfigu-
ration bezieht sich auf ZConnect-Adressen.

Allgemein gibt man bei der Routing-Konfiguration an, wohin private Mails
(Netmails) an nicht direkt angeschlossene Systeme geschickt werden. Die
Verteilung öffentlicher Mails (Echomail) wird davon nicht beeinflußt.

Der Route-Editor von CL ist in 2 Hälften geteilt. Auf der linken Seite
werden die Absender-Domains konfiguriert, für jede mögliche Absender-
Adresse muß es dort einen Eintrag geben. Dadurch kann man abhängig von
der Absenderadresse verschiedene empfängerabhängige Routings konfigu-
rieren, was dann auf der rechten Seite geschieht. In den meisten Fällen
wird ein Eintrag mit der Domain "*" genügen, damit geschieht das Routing
unabhängig von der Absenderadresse.

Zuerst sollten mit dem Gadget "Domainnamen editieren" auf der linken
Seite sinnvolle Namen für die verschiedenen Absender-Domains eingegeben
werden. Diese sind frei wählbar, sie dienen nur zur einfachen Unter-
scheidung. Wird nur eine Absender-Domain verwendet, muß auch nur bei
"Domain 1" etwas eingetragen werden (z.B. "alles"). Anschließend muß der
Route-Editor beendet und neu aufgerufen werden.

Als nächstes wird auf der rechten Seite die zu konfigurierende Absender-
Domain ausgewählt. Als erstes wird der Smarthost eingetragen, das ist das
System, an welches alle Mails mit nicht näher spezifizierten Empfänger-
adressen geroutet werden. Als Beispiel gehen wir davon aus, das nur ein
Uplink für "Internet"-email (also alle "richtigen" rfc/Zconnect-Adressen)
existiert. Dieser ist dann der Smarthost und bekommt somit vorherst alle
Mails an Nicht-Downlinks.

Als Beispiel soll weiterhin angenommen werden, daß noch je ein Uplink für
Fido-Netz und Amiganet (auch ein Fido-basierendes Netz) existiert. Die
Adressen dafür sehen nach Wandlung so aus:

             p<@{FG shine}Point@{FG text}>.f<@{FG shine}Node@{FG text}>.n<@{FG shine}Net@{FG text}>.z<@{FG shine}Zone@{FG text}>.@{FG shine}do@{FG text}.@{FG shine}main@{FG text}

do.main ist dabei immer gleich der Domain des Mailabsenders (also des Down-
links). Können Downlinks mit verschiedenen Domains in diese Netze schreiben,
treten diese verschiedenen Domains auch als Empfänger-Domains auf. Die Zone
kann im Fidonet Werte von 1-6 besitzen, im Amiganet gibt es die Zonen 39, 40
und 41. Net, Node und Point können beliebige Zahlen sein. Für jede Kombina-
tion aus Absender-Domain und Zone muß nun mit dem Gadget "Neu" ein Eintrag
erzeugt werden.

Im Beispiel sollen Downlinks mit der Domain "gera.thur.de" in beide Netze
schreiben können, Downlinks mit "fido.net" nur ins Fidonet und Downlinks mit
"amiga.net" ins Amiganet. Fido-Uplink ist das System "ha", für das Amiganet
"amistep". Dann müssen im Listview auf der rechten Seite folgende Einträge
stehen:

                     z1.fido.net      -> ha
                     z1.gera.thur.de  -> ha
                     z2.fido.net      -> ha
                     z2.gera.thur.de  -> ha
                     z3.fido.net      -> ha
                     z3.gera.thur.de  -> ha
                     z39.amiga.net    -> amistep
                     z39.gera.thur.de -> amistep
                     z4.fido.net      -> ha
                     z4.gera.thur.de  -> ha
                     z40.amiga.net    -> amistep
                     z40.gera.thur.de -> amistep
                     z41.amiga.net    -> amistep
                     z41.gera.thur.de -> amistep
                     z5.fido.net      -> ha
                     z5.gera.thur.de  -> ha
                     z6.fido.net      -> ha
                     z6.gera.thur.de  -> ha

Wesentlich einfacher ist es natürlich, wenn nur Downlinks mit einer bestimm-
ten Domain in jeweils ein fidokompatibles Netz schreiben können. Dann genü-
gen hier 2 Einträge.

Es kann aber auch noch wesentlich komplizierter werden. Im obigen Beispiel
mit nur einem Eintrag für alle Absender-Domains kann jeder Mails in jedes
Netz schreiben. Um das zu verhindern, müssen mehrere Absender-Domains einge-
tragen werden und für jede (meist ohne Smarthost) zulässigen die Empfänger-
Domains angegeben werden.

Weiterhin können Mails vom Uplink (oder sogar mehrerer Uplinks) verschiedene
Domains haben haben. Von Uplink selbst stammende Mails haben immer dessen
Domain (wie in den System-Prefs eingetragen). Mails anderer Systeme (die der
Uplink nur durchroutet) haben die in den Fido-Prefs unter @{"Nodenummern" link NODENUMMERN} einge-
stellte Domain. Der Einfachheit wegen sollten Uplinks, von denen nur eine
Domain bezogen wird, nir gleiche Domain erhalten wie die in den Fido-Prefs
für das netz eingestellte.

Wie oben schon erwähnt, ist dies eine sehr komplexe Angelegenheit. Es sollte
in jedem Fall ausgiebig Gebrauch vom Routetest gemacht werden.

@endnode
@node ADRESSWANDLUNG "Adreßwandlung"

@{b}@{u}Adreßwandlung@{uu}@{ub}

Da Connectline alle Mails im ZConnect-Format verarbeitet und speichert,
muß die gesamte Fido-Mail nach ZConnect konvertiert werden. Auch Mails,
die über Connectline von einem Fido-System an ein anderes geschickt
werden, durchlaufen die Wandlung Fido -> ZConnect -> Fido.

          @{"Fido     -> ZConnect" link FIDO2ZCONNECT} - ankommende Fido-Mail
          @{"ZConnect -> Fido    " link ZCONNECT2FIDO} - abgehende Fido-Mail

@endnode
@node FIDO2ZCONNECT "Adreßwandlung Fido -> ZConnect"

@{b}@{u}Fido -> ZConnect@{uu}@{ub}

Die @{b}Adressen@{ub} ankommender Fido-Mails werden wie folgt nach ZConnect
gewandelt (gilt gleichermaßen für Absender- und Empfängeradressen):

1. Handelt es sich um die Adresse eines direkt angeschlossenen Systems,
   wird dessen ZConnect-Adresse verwendet, wie im System-Editor konfigu-
   riert.

2. Ist es die Adresse eines Points von einer eingetragenen Fido-Box,
   ergibt sich folg. ZC-Adresse: p<Point-Nr.>.boxname.do.main
   D.h., aus der Fido-Adresse 2:248/4002.15 wird p15.beg.fido.net, wenn
   die Fido-Box 2:248/4002 als "beg" mit der Domain "fido.net" im System-
   Editor hinterlegt ist.

3. Handelt es sich um die Adresse eines nicht direkt angeschlossenen
   Systems, erfolgt die Adreß-Bildung nach folg. Schema:
   p<Point>.f<Node>.n<Net>.z<Zone>.do.main
   Dabei wird als "do.main" für Absenderadressen die die in den Fido-Prefs
   unter @{"Nodenummern" link NODENUMMERN} für das entsprechende Netz eingestellte Domain ver-
   wendet. Empfängeradressen erhalten die Domain des Systems, von welchem
   die Mail geliefert wurde. In späteren Versionen soll dies noch einfacher
   werden.
   Trifft also beispielsweise vom System ha.fido.net (2:248/2004) eine Mail
   von 2:2476/1001.12 ein, die an 2:248/4002.2 gerichtet ist, wird aus der
   Absenderadresse "p12.f1001.n2476.z2.fido.org". Die Empfänger-Adresse
   lautet "p2.beg.fido.net". ha und beg haben die Domain fido.net, in den
   Fido-Prefs wurde Für das Fidonet die Domain fido.org eingetragen (sinn-
   vollerweise sollte man dort aber auch z.B. fido.net verwenden).
   Schwieriger: Point2 (ein Fido-Point) des eigenen Systems schreibt eine
   Mail an 2:2476/1001.12. Da der Point auch eMail aus dem Internet be-
   kommt, ist er unter der offiziellen Internet-Domain des eigenen Systems
   (bitquell.gera.thur.de) eingetragen, also z.B. Point2.gera.thur.de. Die
   rfc-Adresse des Empfängers heißt demnach
   "p12.f1001.n2476.z2.gera.thur.de"

Die Umwandlung der @{b}Namen@{ub} ankommender Fido-Mails funktioniert nach folgen-
dem Schema:

1. Kommt die Mail von einem Point des eigenen Systems, wird dessen Fido-
   Name (Vorname Nachname) durch seinen Usernamen (Alias) ersetzt.

2. Bei Mails nach ZConnect/rfc wird der Fido-Empfängername zur Adressie-
   rung benutzt. Wie das genau geschieht, steht unter @{"Gateway" link GATEWAY}.

3. In allen anderen Fällen wird der Fido-Name (in der Regel also der
   Realname) verwendet, dabei werden alle Leerzeichen durch ein @{FG shine}_@{FG text} ersetzt.

@endnode
@node ZCONNECT2Fido "Adreßwandlung ZConnect -> Fido"

@{b}@{u}ZConnect -> Fido@{uu}@{ub}

Die @{b}Adressen@{ub} abgehender Fido-Mails werden wie folgt nach gewandelt
(gilt gleichermaßen für Absender- und Empfängeradressen):

1. Mails an direkt angeschlossene Fido-Systeme erhalten die in den System-
   Prefs (Netzspezifische Parameter) eingestellte Fido-Adresse. Eine Mail
   an beg.fido.net bekommt also die Empfängeradresse 2:248/4002, wenn die
   beg als Box in den System-Prefs mit dieser Fido-Adresse hinterlegt ist.
   Das gilt auch für Points, diese erhalten ihre Mail im PM und an ihren
   Point mit der entsprechenden Fido-Adresse.

2. Mails an Points direkt angeschlossener Fido-Boxen haben auf ZConnect-
   Ebene die Form p<Point-Nr.>.boxname.do.main ( s. @{"Fido -> ZConnect" link FIDO2ZCONNECT}).
   Als Fido-Adresse wird die der eingetragenen Box "boxname.do.main" ge-
   nommen, aber natürlich nit der <Point-Nr.>. Entsprechend dem Beispiel
   aus 1. wird also aus p15.beg.fido.net 2:248/4002.15.

3. Entsprechend Punkt 3 bei @{"Fido -> ZConnect" link FIDO2ZCONNECT}  gewandelte Fido-Adressen wer-
   den analog zurückgewandelt. Aus einer ZConnect-Adresse
   p12.f1001.n2476.z2.fido.net wird also die Fido-Adresse 2:2476/1001.12.
   Die Domain wird ignoriert.

4. Alle Mails mit ZConnect-Adressen, welche nicht nach den Punkten 1 bis 3
   umzuwandeln sind, erhalten eine Fido-Adresse des eigenen Systems, da
   dieses dann als @{"Gateway" link GATEWAY} fungiert. Mails in Brettern/Echos erhalten die
   passende Adresse entsprechend der Brettmaske in den @{"Fido-Prefs" link FIDOKONFIG} unter
   @{"Nodenummern" link NODENUMMERN}.

Die Umwandlung der @{b}Namen@{ub} abgehender Fido-Mails funktioniert nach folgen-
dem Schema:

1. Enthält die Adresse den Realnamen, wird dieser, wie im Fidonet üblich,
   verwendet (maximale Länge auf 35 Zeichen beschnitten).

2. Ansonsten wird der Alias (also der Adreß-Teil vor dem @) als Fido-Name
   verwendet. Achtung: Solche Mails (also ohne Realname) werden in Brettern,
   die Realnamen-Pflicht haben (sollte bei Fido-Areas so sein) nicht weiter-
   geleitet!
   Erhält also beispielsweise ein Fido-Point eine Mail aus dem Internet
   ohne Angabe seines Realnamens, steht im Fido-Empfängername nur sein
   Alias, nicht der Realname. Damit kann der Fidopoint einfach zwischen
   Mails aus den Internet und Fido-NM unterscheiden.

3. Mails, bei denen die Adresse nach Punkt 4 gewandelt wurde, erhalten als
   Fido-Namen die ZConnect-Adresse. Dabei wird das @ durch ein % ersetzt.
   Ist die ZConnect-Adresse länger als 35 Zeichen, wird statt der Original-
   Domain eine kurze Dummy-Domain eingesetzt. Diese merkt sich Connectline,
   so daß bei Antworten an diese Dummy-Domain wieder die originale einge-
   setzt wird. Das Ganze dient dem einfachen Antworten auf ZConnect/rfc-
   Mails mit jedem Fido-Pointprogramm (s. @{"Gateway" link GATEWAY}).


@endnode
@node BENUTZUNG "Benutzung"

@{b}@{u}Benutzung@{uu}@{ub}

Die folgenden Punkte beschreiben, wie die User mit den einzelnen Programm-
teilen umgehen müssen.

          @{"Gateway    " link GATEWAY} - Netzübergreifende Mails
          @{"Areafix    " link AREAFIX} - "Fido-MAPS"
          @{"Filerequest" link USEFREQ} - Files anfordern

@endnode
@node GATEWAY "Gateway"

@{b}@{u}Gateway@{uu}@{ub}

Das Gateway von und nach Fido wurde so aufgebaut, daß die User im Prinzip
nichts beachten müssen. Die Bedienung des entsprechenden Mailprogrammes ist
also immer die gleiche, egal aus welchem Typ von Netz eine Mail stammt. Zum
besseren Verständnis soll hier aber trotzdem die Funktionsweise erläutert
werden:

          @{"ZC, rfc" link ZCUSER} - ZConnect- und UUCP-Points sowie Online-User
          @{"Fido   " link FIDOUSER} - Fido-Points

@endnode
@node ZCUSER "ZConnect- und UUCP-Point sowie Online-User"

@{u}@{b}ZConnect- und UUCP-Points sowie Online-User@{uu}@{ub}

In Netzen mit Fido-Standard haben diese die entsprechende Adresse des CL-
Systems. Ist also in den Fido-Prefs z.B. das Fidonet mit der Adresse
2:248/4001 und das Amiganet mit 39:174/401 eingetragen, so haben alle
Online-User, ZConnect- und UUCP-Points diese Adressen. Wird eine Mail ins
Fidonet geschrieben, wird also automatisch als Absender die 2:248/4001 ein-
getragen, bei Mails ins Amiganet die 39:174/401. ZConnect/UUCP-Points be-
kommen also keine Pointnummer!

Das Antworten auf Mails aus fidokompatiblen Netzen geschieht genauso wie
bei allen anderen Mails. Das entsprechende Pointprogramm bzw. Online-
Kommando setzt als Empfänger der neuen Mail wie gewohnt den Absender der
Ursprungsmail ein. Das ist die entsprechend konvertierte Fido-Adresse,
die bei der Antwort von Connectline wieder zurückgewandelt wird.

Soll eine neue Mail (also keine Antwort) an einen Fido-User geschrieben
werden, muß man natürlich wissen, wie man die (bekannte) Fido-Adresse in
eine ZC/rfc-Adresse umsetzt. User direkt angeschlossener Fido-Systeme
werden über ihre (stets vorhandene) ZC/rfc-Adresse angesprochen. Bei Points
direkt angeschlossener Fido-Boxen wird die Adresse wie folgt gebildet:

             <Alias>@p<Pointnr.>.box.do.main (Vorname Nachname)

Soll also z.B. an einen Point der Box "beg" mit der Fido-Adresse
2:248/4002.15 geschrieben werden, adressiert man an

             erwin@p15.beg.fido.net (Erwin Testuser)

Point 15 der beg hat also den Realnamen Erwin Testuser (der Alias ist be-
liebig wählbar, er wird im Fido nicht übertragen), die beg hat die Domain
fido.net.

User anderer Fido-Systeme habe eine Adresse in folgender Form:

    <Alias>@p<Point>.f<Node>.n<Netz>.z<Zone>.do.main (Vorname Nachname)

do.main ist die Domain der Fido-Box, an welche alle Fido-Mails für nicht
direkt angeschlossene Fido-Systeme geroutet werden, also der entsprechende
Uplink. Dieser sollte also eine eine sinnvolle Domain bekommen, für das
Fidonet z.B. fido.net.
Hans Mustermann mit der Fido-Adresse 2:2476/1001.12 hat demnach die Adresse

    <hans>@p12.f1001.n2476.z2.fido.net (Hans Mustermann)

Wird nicht an einen Point, sondern an einen Node geschrieben, entfällt das
p<Point>.

@endnode
@node FIDOUSER "Fido-Points"

@{u}@{b}Fido-Points@{uu}@{ub}

Fido-Points müssen immer auch als User in Connectline eingetragen werden
und haben auf ZConnect/rfc-Seite dann die entsprechende Adresse wie jeder
andere Online-User oder Point. Heißt also das Connectline-System "bitquell"
und gehört zur Domain "gera.thur.de", so hat der Pointuser "otto" mit dem
Realnamen "Otto Punkt" die ZC/rfc-Adresse

         otto@bitquell.gera.thur.de (Otto Punkt)

Auch Fido-Points müssen beim Antworten auf Mails aus Internet oder Z-Netz
nichts beachten, die Adreß-Umsetzung übernimmt Connectline völlig transpa-
rent.

Bei neuen Mails (also keinen Antworten) muß man natürlich die Regeln zur
Adreß-Umwandlung wieder kennen. Alle Mails, die in ein Nicht-Fido-Netz ge-
schrieben werden, müssen als Fido-Adresse die des Connectline-Systems be-
kommen. Statt des Fido-Namens wird die ZC/rfc-Adresse eingetragen, wobei
das @{FG shine}@@{FG text} durch ein @{FG shine}%@{FG text} ersetzt wird.

Als Beispiel hat das CL-System die Fido-Adresse 2:248/4001 und es soll
eine Email an "dau@t-online.de" geschrieben werden. Diese Netmail muß dann
also an "dau%t-online.de" bei 2:248/4001 adressiert werden.

Leider sind Fido-Namen auf eine Länge von 35 Zeichen beschränkt, womit Fido-
Points keine Email an eine längere Adresse schicken könnten. Weswegen
wandelt CL solche langen Adressen in kürzere (mit eine Pseudo-Domain) um.
Man kann also an diese Pseudo-Domain schreiben, Connectline setzt dann dafür
die richtige Adresse ein.

Da man bei der 1. Mail an einen ZC/rfc-User mit einer langen Adresse diese
Pseudo-Domain noch nicht kennt (CL muß sie ja erst erzeugen), gibt es noch
eine weitere Form der Adressierung: Als Fido-Adresse wird wieder die des CL-
Systems eingesetzt, als Name aber "UUCP" oder "Gateway". Die eigentliche
Email-Adresse kommt dann in die @{u}erste@{uu} Zeile des Message-Textes mit voran-
gestelltem "An: " oder "To: ". Wichtig ist das Leerzeichen! Die erste Zeile
der Mail sieht also so aus:

An: Alias@do.main

oder auch so:

To: Alias@do.main (Vorname Nachname)

@endnode
@node AREAFIX "Areafix"

@{b}@{u}Areafix@{uu}@{ub}

Areafix ist die Standard-Methode zum Bestellen und Abbestellen von Areas im
Fidonetz. Auch CLFido besitzt für die Downlinks ein Areafix, was z.Z. aber
nur die allerwichtigsten Funktionen zur Verfügung stellt. Diese sind:

@{b}[+]Areaname@{ub} Das angegebene Area wird bestellt, d.h. ab sofort werden Mails
            aus diesem Echo zum anfordernden System geschickt. Das @{FG shine}+@{FG text} vor
            dem Areanamen kann auch weggelassen werden.
            Bestellt werden können alle Areas, die im CL-System vorhanden
            sind und auf welche Zugriff besteht. Zusätzlich können Areas
            bestellt werden, die bei einem Uplink vorhanden sind (siehe dazu
            die @{"Areafix-Konfiguration" link AFIXCONFIG}). Diese werden automatisch in CL ein-
            getragen, das bestellende System gelinkt und das Area beim Up-
            link bestellt.

@{b}-Areaname@{ub}   Das angegebene Area wird abbestellt.

@{b}%HELP@{ub}       Ein Hilfetext wird per Netmail geschickt. Das passiert auch beim
            Verwenden unbekannter Kommandos.

@{b}%LIST@{ub}       Eine Liste aller im CL-System vorhandenen, bestellbaren Areas
            wird per Netmail zugeschickt. Nicht gelistet werden Areas, die
            bei einem Uplink vorhanden sind und automatisch dort bestellt
            werden können. Die Area-Listen der Uplinks sollte man deswegen
            seinen Downlinks zur Verfügung stellen (z.B. per FileRequest).

@{b}%Query@{ub}      Es wird eine Liste der bereits bestellten Areas geschickt.

Obige Kommandos schreibt man als Fido-Downlink in den Text einer Mail (ein
Kommando pro Zeile), welche an "Areafix" mit der Fido-Adresse des CL-Systems
versendet wird. Als Subjekt wird das Areafix-Paßwort eingetragen, welches
aber in dieser Version noch nicht ausgewertet wird.

Auch ZConnect- und UUCP-Downlinks können Areafix nutzen, da Areafix als nor-
males MAPS-Kommando implementiert ist. Dazu wird die Mail an "MAPS" ge-
schrieben, Subjekt ist in diesem Fall "Areafix".

Mit Areafix können, wie üblich, nur Mailechos bestellt werden. Ein Raid zum
Bestellen von Fileechos existiert noch nicht.

@endnode
@node USEFREQ "Durchführen von Filerequests"

@{b}@{u}Files requesten@{uu}@{ub}

Filerequests können nach FTS0006 (WaZOO) ausgeführt werden. Dazu muß das an-
fordernde System ein Requestfile schicken (????????.REQ), welches pro Zeile
den Namen eines gewünschten Files enthält. Dabei gibt es auch einige erwei-
terte Möglichkeiten, so daß eine Zeile allgemein folgenden Aufbau hat:

          <filename>[<space>!<password>][<space><+/-><time>]<cr>

Filename: Der Name des gewünschten Files. Dieser kann auch die Wildcards
          * und ? enthalten. Die Wildcards haben die bekannte MSDOS-Bedeutung.
          Bei der Angabe von Wildcards werden alle Files gesendet, die auf
          das Muster passen (max. jedoch 20). Ohne Wildcard wird nur ein File
          geschickt. Gibt es mehrere Files mit gleichem Namen, wird nur das
          neueste gesendet (außer bei Update-Filerequests).
          Statt einem Filenamen kann auch der Name eines Magics angegeben
          werden. Magics stehen stellvertretend für ein zu sendendes File
          oder ein auszuführendes Kommando. Als Standard-Magic wird z.B.
          meist "FILES" zum Senden der Fileliste angeboten. Die Magics werden
          in den @{"Fido-Prefs" link FILEREQUEST} konfiguriert.

Passwort: Bei Connectlines können nur Magics per Paßwort geschützt werden.
          Dieses muß dann mit vorangestelltem "!" dem Namen des Magics fol-
          gen.

Time:     Bei Update-Filerequests wird hier eine Zeit im UNIX-Format
          (long decimal ASCII) eingetragen. Mit dem Vorzeichen "+" werden
          alle neueren Files gesendet, beim Vorzeichen "-" alle älteren oder
          gleich alten.

Ein besonderes Feature sind Test-Filereqests: Wird in die erste Zeile des
Requestfiles "%TEST" geschrieben, werden keine Files gesendet, sondern nur
eine Logdatei geschickt. Diese enthält Angaben, welche Files gefunden wurden
und wie groß diese sind. Damit kann man sich vor allem bei Filerequests mit
Wildcards vorher informieren, wie viele Dateien geschickt werden.

ACHTUNG: Filerequests funktionieren nur nach dem Aufruf von @{"FreqIndex" link FREQINDEX}.

@endnode
@node AFIXCONFIG "Areafix-Konfiguration"

@{b}@{u}Areafix-Konfiguration@{uu}@{ub}

Der Areafix in der vorliegenden Version ist nur ein schneller Hack, um die
Grundfunktion sicherzustellen. Deswegen wird auch die Konfiguration mit
einer ASCII-Datei vorgenommen und nicht mittels grafischer Oberfläche.

Diese ASCII-Datei hat den Namen "Areafix.cfg" und @{u}muß@{uu} sich im Verzeichnis
"Connectline:Prefs" befinden (ohne diese Datei funktioniert Areafix nicht!).

Die Konfiguration dient ausschließlich dem Areafix-Forward, also dem
automatischen Bestellen nicht vorhandener Bretter/Areas beim Uplink,
wenn diese von einem Downlink angefordert werden. Ebenso funktioniert
das automatische Abbestellen, wenn ein bestimmtes Brett/Area von keinem
Downlink mehr benötigt wird.

Die Konfigurationsdatei ist zeilenweise aufgebaut. Am Zeilenanfang steht
ein Schlüsselwort, danach der entsprechende Parameter. Schlüsselwort und
Parameter werden durch eine beliebige Anzahl Leerzeichen oder TABs getrennt.
Da jedes Schlüsselwort nur einen Parameter haben kann, darf der Parameter
auch Leerzeichen enthalten. Alles, was sich hinter einem @{FG shine};@{FG text} befindet, ist
ein Kommentar, wird also ignoriert. Ebenfalls ignoriert werden Leerzeilen
und Zeilen mit unbekanntem Schlüsselwort.

Folgende Schlüsselwörter gibt es:

@{b}System@{ub}   Der Uplink, also das System, von welchem Bretter/Areas bezogen
         werden. Nur der Systemname ohne Domain ist hier als Parameter
         einzutragen. Dieses Schlüsselwort dient gleichzeitig als Trennung
         der Konfigurationseinträge bei mehreren Uplinks, ist also stets
         als erstes einzutragen. Die Reihenfolge der weiteren Schlüssel-
         wörter ist dann egal.

@{b}Typ@{ub}      Das beim Uplink zum Bestellen/Abbestellen verwendete Programm.
         Momentan sind hier die Parameter @{FG shine}Areafix@{FG text} (Fido) und @{FG shine}changesys@{FG text}
         (oft bei UUCP-Systemen anzutreffen) möglich.
         Formate für weitere Programme kann ich implementieren, wenn mir
         das genaue Format der erforderlichen Mails bekannt ist.

@{b}Netz@{ub}     Entspricht der NetzId, der die Bretter/Areas von diesem Uplink
         angehören sollen(s. @{"Fido-Konfiguration: Nodenummern" link NODENUMMERN}).

@{b}Announce@{ub} An den als Parameter eingetragenen Empfänger wird eine Announce-
         Mail geschrieben, in der über die neu ein-/ausgetragenen Bretter/
         Areas informiert wird. Dieser Empfänger wird meist ein Brettname
         sein.

@{b}AnnAbs@{ub}   Der Absender dieser Announce. Wenn die Announce in ein Brett mit
         Realnamen-Pflicht geht, diesen nicht vergessen, die Adresse also
         so angeben: Alias@do.main (Vorname Nachname).

@{b}Adresse@{ub}  Empfänger der Bestell-Mail beim Uplink (ZConnect-Adresse).

@{b}Absender@{ub} Absender der Bestell-Mail, also meist die eigene Adresse. Bei
         Fido-Uplinks sollte auch der Realname mit angegeben werden.

@{b}File@{ub}     Eine Datei, welche die beim Uplink verfügbaren Areas/Bretter ent-
         hält. Diese datei sollte ein Format analog zum oben beschriebenen
         Format der Areafix-Konfiguration haben. Das Schlüsselwort ist
         dabei der Area-/Brett-Name , der Parameter dessen Beschreibung.
         Fürs Fido-Netz ist z.B. die FIDIGER.NA gut geeignet, welche im
         Fileecho "RECLISTE" im Archiv "R24AREAS.LZH" regelmäßig gehatcht
         wird. Die in diesem File enthaltenen Areas werden bei der Anwort
         an einen Donlink auf das Areafix-Komando %LIST nicht mit ausge-
         geben (wird sonst zuviel). Dort stehen nur die im eigenen System
         bereits vorhandenen Areas/Bretter.

@{b}PW@{ub}       Das Paßwort für die Bestellmail beim Uplink. Beim Typ @{FG shine}Areafix@{FG text} wird
         dieses als Subjekt für die Bestellmail verwendet, bei @{FG shine}changesys@{FG text}
         wird es nicht ausgewertet.

Ein Beispiel einer Areafix-Konfigurationsdatei findet man @{"hier" link AFIX-EXAMPLE}.

Abschließend noch ein Tip: Zum Test kann Areafix auch in einer Shell auf-
gerufen werden. Mit

          SET SYSTEM <Systemname>

muß vorher noch das System eingestellt werden, für welches der Areafix-
Aufruf gelten soll.

@endnode
@node AFIX-EXAMPLE "Beispiel Areafix-Konfiguration"

; Areafix-Konfigurationsfile von Connectline

System   ha                                           ; Fido-Uplink
Typ      Areafix                                      ; Form der Bestell-Mail
Netz     FIDONET                                      ; s. Fido-Konfig(Nodenummern->NetzId)
Announce /LOKAL/DOWNLINKS                             ; Empfänger der Annonce neuer/entfernter Bretter
AnnAbs   joergd@bitquell.gera.thur.de (Joerg Deckert) ; Absender der Announce (wenn ins Fido: Realname!)
Adresse  AREAFIX@ha                                   ; Empfänger der Bestellmail
Absender joergd@bitquell.gera.thur.de (Joerg Deckert) ; Absender der Bestellmail (wenn ins Fido: Realname!)
File     Connectline:Listen/FIDOGER.NA                ; File mit verfügbaren Areas + Beschreibung
PW       *****                                        ; Paßwort

System   jengate                                      ; UUCP-Uplink
Typ      changesys
Netz     FIDONET                                      ; gegatete Echos auch per Fido
Announce /LOKAL/DOWNLINKS
AnnAbs   joergd@bitquell.gera.thur.de (Joerg Deckert)
Adresse  changesys@jengate.thur.de
Absender joerg.deckert@bitquell.gera.thur.de
File     Mailbox:UUCP/News.txt
PW       *****                                        ; bei changesys egal

System   alien-hq                                     ; Chessnet-Uplink
Typ      Areafix
Netz     CHESSNET
Announce /LOKAL/DOWNLINKS
AnnAbs   joergd@bitquell.gera.thur.de (Joerg Deckert)
Adresse  AreaFix@alien-hq
Absender joergd@bitquell.gera.thur.de (Joerg Deckert)
File     FileBank:Files/ChessNet/ChessNet.Areas/CHESSNET.ARE
PW       *****


@endnode
@node TODO "ToDo"

@{b}@{u}ToDo@{uu}@{ub}

Bisher wurde lediglich die grundlegende Fido-Funktionalität sichergestellt.
Es gibt also noch viel zu tun, hier die wichtigsten Punkte (die mit der
höchsten Priorität zuerst):

- Beseitigung aller Bugs (die es ganz sicher noch gibt)

- Packets und Flowfiles für alle AKAs eines pollenden/angepollten Systems
  versenden. Momentan werden nur für die AKAs Files versendet, die in den
  System-Prefs der entsprechenden Box eingetragen sind.

- weitergehende Unterstützung/Auswertung der Fido-Nodelist

- bei Filerequest-Magics Zuordnung zu Gruppen ermöglichen

- das Programm FreqIndex in andere CL-Teile integrieren, so daß dieses
  nicht mehr benötigt wird.

- internen Tickfile-Prozessor erweitern

- Raid (Areafix zum Bestellen von Fileechos)

- Areafix-Erweiterungen (Rescan, Hold, GUI-Konfig, konfigurierbare Hilfe...)

- Bounce von Fileattaches an nicht direkt angeschlossene Fido-Systeme

- evtl. Schreiben in nicht bestellt Areas verhindern

- Automatische Erkennung des Packers von eingegangenen Fido-Bundles

- Unterscheidung zwischen verschiedenen Flowfile-Typen (Crash, Hold...)

- Backup eingegangener Bundles/Packets, wenn der entsprechende Punkt in der
  System-Konfiguration angehakt ist

- korrekte Erzeugung der Gateway-Headerzeile (s. auch @{"hier" link SORTIN}).

@endnode
@node HISTORY "History"

@{b}@{u}History@{uu}@{ub}

17.01.1998: Erhalt der Sourcen von Oliver Wagner (Danke!)

05.03.1999: 1. öffentliche Beta
            Es erfolgten Änderungen an nahezu allen Programmteilen, die ich
            hier nicht alle aufführe. CL sollte damit nun (bis auf sicher
            vorhandene Bugs) auch ein vollwertiges Fido-BBS-System sein.

16.03.1999: 2. öffentliche Beta

            Neues Feld "Domain" in den Fido-Prefs (Register Nodenummern).
            Damit kann jedem Netz eine spezielle Domain zugeordnet werden,
            welche alle Mails von nicht direkt angeschlossenen Systemen
            erhalten. Somit ist eine Unterscheidung verschiedenener fido-
            kompatibler Netze auf ZConnect-Ebene auch dann möglich, wenn
            sie von demselben Uplink stammen. Nur Mails vom Uplink selbst
            haben natürlich dessen Domain (aus den System-Prefs).

            Neues Feld "Zone" in den Fido-Prefs (Register Nodenummern). Hier
            kann man angeben, welche Zonen zum betreffenden Netz gehören
            (Fidonet z.B. 1-6). Damit wird stets ein korrektes Mailrouting
            sichergestellt.

            FileAttaches werden jetzt unterstützt

            Filerequest benötigen kein externes Programm mehr

            Jahr2000-Probleme beseitigt

            Areafix listet jetzt auch Bretter, die keiner Gruppe angehören
            bzw. ermöglich deren Bestellung/Abbestellung

            Die Tickfile-Verarbeitung ist wieder aktiviert, aber noch
            ungetestet!!!

14.11.1999: CLFido ist nun wieder Bestandteil von Connectline, da ich
            inzwischen (fast) alle Sources gekommen habe.

            Nodelist-Support (traplist.library):
               - In den System-Prefs kann statt der Telefonnummer auch die
                 Fido-Adresse angegeben werden (auch mehrere)

            leere Unterverzeichnisse im Ountbound-Verzeichnis werden nicht
            mehr gelöscht

            uralten Bug beim Löschen von Bundles aus Flowfiles endlich be-
            seitigt: manchmal wurden Bundles nie gelöscht, also immer wieder
            gesendet.


@endnode
@node INSTALLATION "Installation"

@{b}@{u}Installation@{uu}@{ub}

CLFido ist nun wieder Bestandteil des CL-Komplettpaketes und wird damit
gleich installiert. Im einzelnen besteht es aus folg. Teilen:

    Modules/CLToss            - der Fido-Tosser
    Libs/cl_mail_fido.library - Library für den Tosser und der Mailer
    PrefExe/Fido              - der Fido-Einsteller (Setup)
    MAPSCommands/Areafix      - Areafix ("Fido-MAPS")
    c/AutoBatch               - aus Fido-Packets Bundles erstellen
    c/@{"FreqIndex" link FREQINDEX}               - erstellt im Speicher einen Index aller
                                Files zum schnellen Filerequest
    CLFido.guide              - diese Anleitung

Da verschiedene Punkte der Konfiguration eine neue Bedeutung erhalten
haben, müssen diese nun unbedingt geändert werden, falls bisher mit
den alten Fido-Programmteilen gearbeitet wurde.

@endnode
@node FREQINDEX "FreqIndex"

@{b}@{u}FreqIndex@{uu}@{ub}

Dieses Programm ruft eine Funktion der cl_mail_fido.library auf, welche
im Speicher einen Index aller Files erstellt, die zum FileRequest angeboten
werden. Auf Systemen mit sehr vielen Files kann dieser Index mehrere MB RAM
benötigen. Aber gerade bei vielen Files können diese dadurch ohne lange
Suchzeiten requestet werden.

FreqIndex wird ohne Parameter aufgerufen. Das sollte einmal gleich nach dem
Start von Connectline erfolgen und anschließend immer dann, wenn neue Files
zum Filerequest vorhanden sind (also z.B. nach Uploads).

Ohne den Aufruf von FreqIndex können nur Magics requestet werden (s.
@{"Fido-Prefs" link FILEREQUEST}).

@endnode
@node AUTHOR "Author"

@{b}@{u}Author@{uu}@{ub}

Für nette Danksagungen und andere freundliche Mails sowie für Bugreports
und Verbesserungsvorschläge bin ich unter folgenden Adressen zu erreichen:

     Fido:  Joerg Deckert, 2:248/4001
     email: joergd@bitquell.gera.thur.de

@endnode
@node EINFUEHRUNG "Einführung"

@{b}@{u}Einführung@{uu}@{ub}

Nachdem ich schon viele Mailbox- bzw. Fidosysteme eingesetzt habe
(Excelsior, Fastcall, Mailmanager, KMS, UMS und Prometheus), suchte ich ein
System, welches mir in einem Paket die gesamte benötigte Funktionalität zur
Verfügung stellt (Fido, UUCP, Gateway). Connectline sollte das können,
allerdings stellte sich schnell heraus, daß der Fido-Teil kaum verwendbar
war. Da ich aber seit Jahren einen Fido-Hub betreibe, war gerade die zuver-
lässige Funktion des Fido-Teils äußerst wichtig für mich. Leider war seitens
der Programmierer auch keine größere Weiterentwicklung mehr zu erwarten.

Da Connectline ansonsten aber einen sehr guten Eindruck machte (und ich
schon eine Menge Geld dafür bezahlt hatte...), entschloß ich mich, selbst
die nötigen Verbesserungen einzuarbeiten. Von Oliver Wagner bekam ich auch
ohne Probleme die Sourcen (Danke!). Dieses Projekt war jedoch wesentlich
umfangreicher, als ich geplant hatte. Nahezu jeder Programmteil wurde um-
geschrieben.

Herausgekommen ist dabei nun das neue CLFido, welches zwar noch keinerlei
neue Funktionen bietet, dafür nun aber @{u}bei mir@{uu} wie gewünscht funktioniert.

Die vorliegende Anleitung beschreibt die Konfiguration von CL-Fido und aller
anderen Konfigurations-Programme von Connectline, die damit im Zusammenhang
stehen. Fido-Grundlagen werden hier nicht vermittelt, eine gewisse Kenntnis
der Fido-Technologie wird also vorausgesetzt.

@endnode
@node INDEX "Index"

@{b}@{u}Index@{uu}@{ub}

@endnode
