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ein Test vom Indy |
Vorwort
Leider ist es in der heutigen Zeit so, daß der Amiga im Berufsleben keinerlei Rolle mehr spielt und statt dessen der PC allgegenwärtig ist. Wer nun auch noch wie ich in dem Bereich der Informationstechnik eine Ausbildung beginnen möchte, hat überhaupt keine Alternative mehr zum PC. So geschah es nun, daß auch ich mir einen PC zulegen mußte. Da mir aber von vornherein klar war, daß ich den Amiga weiterbenutzen werde und relativ wenig Platz in meinem Zimmer habe, mußten beide Systeme natürlich miteinander vernetzt werden. Dazu benutze ich die Softwarelösung "Network PC" von Weird Science. Desweiteren kommt noch ein Monitor- und Tastaturumschalter zum Einsatz, um Monitor sowie Tastatur des PCs auch mit dem Amiga nutzen zukönnen.
Aber nun zum Test...
Für die Vernetzung von PC und Amiga bieten sich im großen und ganzen 3 verschiedene Möglichkeiten an:
Ich habe mich für letztere Lösung entschieden. Sie hat nicht nur den Vorteil, ziemlich billig zu sein, sondern sie ist auch relativ schnell - allerdings bei weitem nicht so schnell wie eine Verbindung beider System via Netzwerkkarten.
Lange Rede kurzer Sinn: Ich habe mich für die Software "Network PC" von Weird Science entschieden. Diese kostet bei Oberland 59,- DM (plus 10DM für Versand und 3DM Nachnahme). Die Lieferzeit hielt sich mit 2 Wochen diesmal in Grenzen (für Amiga Software...). Auf meine CV64/3D zum Beispiel, mußte ich über 4 Wochen warten.
Nachdem nun das Päkchen angkommen war, offenbarte sich mir folgender Inhalt:
Die Installation
Nachdem man beide Rechner über das mitgelieferte Parallelkabel miteinander vernetzt hat, muß die nötige Software installiert werden, was auf beiden Rechnern relativ problemlos möglich war. Da das Parallelkabel die Pallelports beider Rechner belegt, sollte man zumidest einen "Mehrfachverteiler" für Parallelports sein eigen nennen, um nicht bei jedem noch so kleinem Ausdruck die Kabel umstöbseln zumüssen. Ich benutze dazu die Arxxon Switchbox.
Der Betrieb der Software
Nachdem man nun, die ansonsten recht simple, Installation auf beiden Systemen hinter sich gebracht hat, kann man sogleich die Software benutzen. Dabei sollte man jedoch beachten, das der Datentransfer nur in eine Richtung erfolgen kann. U.z. vom Amiga zum PC, d.h. man kann mit dem Amiga ganz normal auf die Laufwerke des PC's zugreifen, nicht aber umgekehrt mit dem PC auf die Amigalaufwerke. Positiv dagegen fiel die Unterstützung langer Dateinamen unter Windows95/98 auf.
Die Geschwindigkeit bei dieser Methode der Vernetzung beider Computer ist erwartungsgemäß eher gering, aber für kleinere Transfers unterhalb der 2MB Grenze noch erträglich. Der eben genannte Transfer dauert ca. 2 Minuten. Bei 5 Durchläufen des mitgelieferten Speed-Testers ergaben sich folgende Ergebnisse:
(bei Zugriff auf eine beliebige Festplattenpartition des PCs)
| Writing Maximale Geschwindigkeit |
Reading Maximale Geschwindigkeit |
| 21 kB/s | 11 kB/s |
| 25 kB/s | 13 kB/s |
| 25 kB/s | 13 kB/s |
| 38 kB/s | 19 kB/s |
| 21 kB/s | 11 kB/s |
Eine (kleine) Kuriosität fiel mir auf der PC Seite auf: Jedesmal nach Start des NetworkPC Programms war der Prozessor des PC zu 100% ausgelastet - egal ob Daten übertragen wurden oder nicht. Ob dies an der Software selbst liegt oder aber am Betriebssystem des PCs, weiß ich allerdings nicht.
Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, daß Network PC, wenn es einmal gestartet ist, unsichtbar im Hintergrund seine Arbeit verichtet. Da es ein Commidtiy ist, kann es jederzeit mit Exchange Aktiviert/ Deaktiviert werden.
Hier ein kleines Bild der Oberfläche von NetworkPC
Die Zusatztools
Auf der Installations Diskette für den Amiga befindet sich der Dateimanager SID in der Version 2, allerdings
ließ er sich nicht zu einem Start überreden. Auch der oben benutzte Speedtester ist auf der Disk enthalten.
Auf der mit 631MB gefüllten CD befinden sich Tools für Amiga und PC (das übliche halt: Tools wie Datenbanken,
Dateimanager, verschiedene Grafik und Musik Tools usw.). Besonders aufgefallen ist
mir bei den PC Programmen der Amiga Emulator UAE. Leider liegt ein einer total veralteten Version vor und weist
deshalb auch noch sehr viele Fehler auf. Desweiteren sind noch die Spiele PD Serie "Assasins" und einige alte
ECS Grafikdemos im UAE tauglichen ADF-Format enthalten.
Fazit: Auf der CD ist im Prinzip nichts großartiges drauf, eine nette Zugabe ist sie aber allemal.
Gesammt Fazit:
Ich benutze Network PC nun schon seit gut 5 Wochen und konnte noch nie einen Absturz, der auf das Programm zurück zuführen wäre, provozieren. Die Übertragungsraten sind wie gesagt nicht weltbewegend aber meines Erachtens nach für die meisten User (wie auch für mich) wohl ausreichend.
Wertung (nach Schulnotensystem)
| Anleitung: | 1 | |
| Benutzerfreundlichkeit: | 3 | (für Leute die kein Englisch können (gibt's überhaupt welche?) liegen keine deutschen Lokalisierungsdateien vor) |
| Installation: | 2 | |
| Gesammt: | 2 | (insgesammt ergibt sich ein recht guter Eindruck - die Software hält was sie verspricht) |
Anhang:
Benutzte Computer:
| Amiga | PC | |
|---|---|---|
| Prozessor: | 68030 50Mhz | Intel Celeron 333Mhz |
| RAM Speicher: | 16 (Fast) + 2 (Chip) | 64MB |
| Betriebssystem: | AmigaOS3.1 | Windows89 |