Warp3D

Neue Entwicklung

INFO


Haage&Partner schafft es immer wieder und bringt mit Warp3D wieder etwas was dem Amiga gefehlt hat. Leider sind die Informationen zu Warp3D noch recht dürftig so das wir uns erstmal ähnliche PC Lösungen anschauen und die Idee die dahinter steckt verdeutlichen.

Der Krieg tobt nicht nur unter den Browsern sondern auch den verschiedenen API's (API=Application Programers Interface). Hierbei handelt es sich um eine Art Software-Schnittstelle mit der Grafikkarten/Soundkarten und ähnliche Geräte angesteuert werden. Sowas könnte man auch mit einem universellem Dolmetscher vergleichen der nur eine bestimmte Sprache in viele andere übersetzen kann. Die vielen Sprachen stehen in dem Fall für die Menge der verschiedenen Grafikkarten.

Wenn es die Software nicht gäbe dann müßte jeder Programmierer erstmal die Daten möglichst aller Grafikkarten und 3D Chips kennen, damit die Spiele auf möglichst vielen PC's laufen. Zu sowas wären dann nur noch echte Computer-Fanatiker fähig und selbst deren Spiele würden nie alle Grafikkarten und 3D Chips unterstützen können. Aus dem Grund kam man auf die geniale Idee eine Software-Schnittstelle zu entwickeln, die den Programmierern das Leben erheblich erleichtert. Die Software stellt dem Programmierer bestimmte Befehle zur verfügung mit denen er viel einfacher komplexe 3D Spiele entwickeln kann ohne sich mit der Hardware (Grafikkarten) auseinander setzen zu müssen. Der Programmierer muß sich in dem Fall nicht mehr um die Ansteuerung der Karten kümmern, dies wird von der Software erledigt. Die Software verfügt über eine art genormte Schnittstelle für die von den Grafikkarten Herstellern die erforderlichen Treiber kommen.

Sowas ähnliches haben wir beim Amiga mit Picasso96, CyberGraphX oder AHI. Was uns aber fehlt ist die Unterstützung von speziellen 3D Grafik Chips wie Voodoo oder Permedia2. So ein Chip finden wir z.B. auf der Cybervision3D Grafikkarte. Alle Chips haben genauso wie Prozessoren unterschiedlieche Befehle. Das stört den Programmierer aber nicht, weil er für eine bestimmte API wie Direct3D oder OpenGL schreibt. Dies sind spezielle 3D Bibliotheken die so ähnlich wie die Amiga Librarys bestimmte Funktionen enthalten die der Programmierer nicht mehr selber programmieren muß. Mit MesaGL hat auch die Amiga-Welt eine fast vollständige OpenGL Implementation erhalten. Mit OpenGL konnte man aber bisher nichts anfangen weil die Befehle für einfache Prozessoren zu aufwendig sind. Das liegt auch teilweise daran das OpenGL anfangs für teuere Grafik-Workstations entwickelt wurde. Aus dem Grund macht OpenGL nur dann Sinn wenn auch spezielle 3D Chips vorhanden sind die spezielle für solche Lösungen entwickelt wurden. Für den Amiga existieren zur Zeit nur 2 Grafikkarten die auch über die entsprechenden Chips verfügen. Leider fehlte bisher der Teil der Software welches die Verbindung zwischen den 3D Chips und der OpenGL Umsetzung herstellt. Mit Warp3D wird das hoffentlich endlich ein Ende nehmen. Probleme liegen aber darin das hier einfach die Unterstützung mancher Firmen fehlt. So hat zwar Haage&Partner die Software aber an die Daten von Grafikkarten wie der Cybervision3D kommt man nur schwer ran. Die Software nützt aber wiederum keinem was ohne der entsprechenden Treiber. Wir werten die Entwicklung weiterhin beobachten und Euch auf dem Laufenden halten.

Hier folgt jetzt die offizielle Information zu Warp3D von Haage&Partner:

Aufgrund der grassierenden Geruechte rund um Warp3D, die sich immer staerker verbreiten und oft nicht den Tatsachen entsprechen, haben die Autoren von Warp3D entschieden, das Projekt kurz vorzustellen. Die Arbeit an diesem Projekt ist noch in vollem Gange, detaillierte Informationen werden spaeter zur Verfuegung gestellt, Fragen werden wir auch zu einem spaeteren Zeitpunkt beantworten.

Projekt "Warp3D"

Das Projekt 'Warp3D' (kurz W3D) ist eine Software, welche Applikationen den Zugang zu 3D-Hardware erlauben. Die Software beinhaltet ein Treiber-System (ganz aehnlich wie bei der Grafiksoftware Picasso96), welche dafuer sorgt, dass jede zur Verfuegung stehende 3D-Hardware angesprochen werden kann. Warp3D stellt eine wohl definierte Schnittstelle zwischen Applikation und Treiber zur Verfuegung, in Form einer Shared-Library. Damit laeuft eine Applikation, welche das Warp3D-API benuetzt, mit absolut jeder 3D-Hardware, wenn ein entsprechender Treiber vorhanden ist, inklusive 3D-Hardware, welche erst in Zukunft erscheinen wird.

Es ist unsere Absicht, jede 3D-Hardware fuer den AMIGA zu unterstuetzen, es werden also Treiber entwickelt, sobald die Hardware-Informationen zur Verfuegung stehen.

Warp3D wird sowohl mit CyberGFX als auch mit Picasso96 funktionieren und wird sowohl fuer 68K- wie auch fuer PPC-Applikationen zur Verfuegung stehen. Die PPC-Implementation wird ebenfalls als Shared Library vorliegen und kann von WarpUp-Applikationen verwendet werden.

Wir moechten betonen, dass es sich bei W3D nicht um eine OpenGL-Implementation handelt, wie verschiedene Geruechte verlauten liessen. Hingegen wird W3D es erlauben, eine OpenGL-Implementation auf optimale Art und Weise auf 3D-Hardware abzubilden.

Zur Zeit wird die OpenGL-kompatible 3D-Grafik-Library 'StormMESA' an Warp3D angepasst und wird somit endlich hardware-beschleunigtes OpenGL fuer den AMIGA bringen. Die Storm-MESA-Implementationen (GL, GLU und GLUT) werden als Shared-Libraries zur Verfuegung gestellt.

Die Kombination aus PPC, 3D-Hardware, OpenGL und 3D-Treibersystem wird es dem AMIGA ermoeglichen, eine noch nie dagewesene Performance in der dreidimensionalen Grafikdarstellung zu ermoeglichen, wie sie bislang nur vom PC und von den Spielekonsolen bekannt war. Geplanter Veröffentlichungstermin: November 1998.

Anmerkung: Warp3D wird frei verfuegbar sein. Warp3D darf aber auf keinen Fall für die Erstellung von illegaler Software, wie z.B. nicht authorisierter Quake-Versionen, verwendet werden. Die Erstellung und Verbreitung illegaler Software bewirkt eine extreme Gefährdung des ohnehin kleinen Amiga-Softwaremarktes. "Piracy is theft"


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