SchrifttechnologieTeil 1 |
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Das Amiga-Betriebsystem bietet leider eine sehr schwache Fonts-Unterstützung. Bis zur Version 2.xx unterstützte das Amiga-Betriebsystem nur die Bitmap-Zeichensätze, erst ab der Version 2.xx kamen die Umriß-Fonts dazu. Hier nahm man das Agfa-Compugraphic-Intellifont verfahren. Verwaltet werden diese über das Programm "Intellifont". Der Vorteil der Umriß-Zeichensätze liegt bei der Druckausgabe. Diese können nämlich immer in der höchsten Auflösung gedruckt werden. Jeder Buchstabe besteht aus Geraden und Kurven. In der richtigen Reihnfolge gebracht lassen sich die Formen als Buchstabe erkennen. Bei der Druckerausgabe werden die Umriß-Schriften durch mathematische Berechnungen auf die gewünschte Größe gebracht. Danach wird der Buchstabe auf ein imaginäres Raster gelegt, hier werden auch schon einzelne Punkte im Raster mit der Schriftfarbe gefüllt. Nach der Prozedur wird dann der Buchstabe auf dem Drucker ausgegeben. Diesen Forgang nennt man auch Skalierung. Deshalb spricht man bei Umriß-Fonts sehr oft von frei skalierbaren Schriften.
Früher war der Amiga für diese Art von Schriften oft viel zu langsam. Dann kam noch das Problem mit dem Speicherplatz hinzu. Hatte man keine Festplatte so war die Arbeit mit solchen Schriften nur eine Qual. Zum Glück hat sich das in den letzten Jahren sehr stark verbessert. Heute besitzt fast jeder eine Festplatte und in den meisten Rechnern steckt auch schon mindestens eine 020er wenn nicht sogar eine 030er CPU. Bei aufwendigen Arbeiten sind diese Prozessoren trotzdem noch immer zu langsam! Genau deswegen waren die Btmap-Fonts so lange eine zwar nicht immer gute aber trotzdem ausreichende Lösung. Die Bitmap-Fonts bestehen wie schon der Name sagt aus einer Bitmap. Eine Bitmap ist nichts anderes als ein Muster von Pixeln. Ein Pixel ist auch mit einem Punkt vergleichbar. Es ist eigentlich einem kariertem Blatt sehr ähnlich. Hier würde man die kästchen so ausfüllen das am Ende ein Buchstabe zu erkennen wäre. Hier als Beispiel der alte Amiga Bitmap Font-Editor
Leider hat das System einen großen Nachteil. Stellt Euch vor das karierte Blatt wäre aus Gummi. Wenn wir es auseinanderziehen würden dann würde das zur vergrößerung der Punkte führen. Das passiert leider auch im Rechner. Die einzelnen Punkte werden einfach vergrößert was die Qualität stark beeinträchtigt. Man kann natürlich auch Bitmap-Fonts in einer sehr guten Qualität bekommen, doch dann muß für jede Größe die wir haben wollen auch die entsprechende Bitmap-Datei existieren. Damit unterstützte der Amiga eine Zeitlang nur 2 Systeme. Die Bitmap und Umriß Fonts. Natürlich existieren noch weitere Systeme. Wir haben noch die PostScript-Fonts und die TrueType-Schriften. Die TrueType Schriften kommen wie so vieles von Microsoft. Entsprechend groß ist die Anzahl der erhältlichen Fonts. Seit mehreren Wochen besteht aber auch die Möglichkeit diese Fonts mit dem Amiga zu nutzen. Das geht dank der ttf.library. Diese Library funktioniert ganz ähnlich wie schon die bullet.library für die Umriß-Fonts. Die Installation ist sehr einfach. Die Library wird in den Libs Ordner kopiert und ein Install-Programm für die Fonts in ein Ordner wie Tools oder Prefs. Damit lassen sich die TrueType-Fonts ganz einfach installieren und danach benutzen. Noch weisen die Entwickler darauf das es sich hier um eine sehr frühe Version handelt die noch viele Fehler enthalten kann, aber wirkliche Probleme hatte ich damit noch nicht. In der nächsten Ausgabe geht es dann weiter mit interessanten Infos über Schriften.
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