DigiBooster2.18Die Tracker Entwicklung geht weiter |
TEST |
|
DigiBooster setzt die Tradition der alten Tracker fort, aber mit einem großem Unterschied. Die Programmierer achten ganz besonderes darauf Neuentwicklungen sofort zu unterstützen und Systemkonform zu Entwickeln. Das erklärt auch Besonderheiten wie Grafik- und Soundkarten Unterstützung oder seit neustem MPEG Layer 1-3 Import. Die Oberfläche erinnert stark an die Vorgänger und ist trotz der sehr vielen Funktionen sehr übersichtlich. Um mit DigiBooster zu arbeiten sollte man schon eine Grafikkarte besitzen, doch auch ohne dieser hat man noch eine andere Möglichkeit um DigiBooster auch mit AGA richtig und angenehm nutzen zu können. Die Software erlaubt auf AGA-Amigas nur vier verschiedene Bildschirmmodi:
Der beste Modus ist natürlich HighRes Interlace hat aber einen großen Nachteil und zwar das Flimmern. Das Flimmern läßt sich aber unterbinden, vielleicht nicht ganz aber fast. Dafür benötigt man die Software MagicTV2 von BlackArts. Man startet das einfache Programm vor DigiBooster und schon wird man von allen Qualen erlöst. Natürlich hat die Software auch einen Nachteil. Die Schrift ist danach nicht mehr so klar und wirkt ein wenig verschwommen. Das stört aber kaum.
Dank AHI unterstützt Digibooster beinahe alle Soundkarten. Ein kleiner Nachteil des Systems sind die relativ hochen Hardware Anforderungen. Bei komplexen Modulen mit mehreren Tracks spürt man ganz schnell wie schwer so ein Prozessor arbeiten muß. Erst dann wenn man nur auf die arme Paula angewiesen ist. Ganz anders als viele anderen Tracker arbeitet DigiBooster nicht mit Samples sondern Instrumenten. Wir brauchen also nur ein Sample von dem wir mehrere Instrumente mit unterschiedlicher Lautstärke und Effekten erstellen können. Über einen Hüll-Kurven Editor können wir sogar das Panning eines Instruments definieren. DigiBooster versteht fast alle Befehle der früheren Tracker und stellt auch natürlich viele neue zur Verfügung. Ihr könnt Euch vorstellen wie ein gutes Modul mit 16 Tracks und bei Ausnutzung aller Möglichkeiten klingt. Da wird auch jeder Tracker-Kritiker die Meinung schnell ändern. Aller DJ's Traum Das der Amiga schon mehrfach bei Live-Auftritten eingesetzt wurde sollten die meisten schon längst wissen. In letzter Zeit hat sich aber nicht gerade viel neues bei den Trackern getan und der Amiga wurde auch für die DJ's immer uninteressanter. Mit DigiBooster könnte sich mal wieder einiges ändern. Als einziger Tracker bietet DigiBooster eine fast schon geniale Funktion zum verändern der BPM Rate. Diese Funktion ist zwar auch in OctaMed zu finden, aber funktioniert nicht so besonders und ist nur über ein Untermenü zu erreichen. Ihr habt schon bestimmt einen DJ beim Auflegen gesehen. Damit beide Platten das gleiche Tempo erreichen wird bei einem Plattenspieler die Geschwindigkeit verändert oder besser gesagt die BPM Rate (Bits Per Second). So können DJ beim Auflegen dank dem Amiga und dem DigiBooster viele zahlreiche Effekte in die Sets einbinden und damit das tobende Publikum noch mehr begeistern. Seit der Version 2.18 ist es möglich Samples auch aus MPEG Dateien einzulesen. Dafür wird lediglich die mpeg.library beötigt. Das einlesen der Samples gestaltet sich relativ einfach, allerdings fehlt eine Hörprobe. Zum einlesen der MPEG Daten wird einfach die Startposition und Ende in Sekuden eingegeben. Leider kann man sich die MPEG Datei vorher nicht anhören, hier muß man sich wieder einen MPEG Player besorgen. Trotzdem eine sehr gute Idee. Genial bei DigiBooster ist dagegen die Mixer Funktion. Gedacht ist diese erstmal dafür aus Patterns einzelne Samples zu machen, aber das wäre daran nicht das Geniale. Mit der Mixer Funktion wird einem endlich eine Funktion zur Verfügung gestellt mit der man auf eine einfache Weise Module in ein AIFF Sample umwandelt und dieses dann problemlos auf eine CD brennt. Die Qualität hängt dann natürlich nur noch von den im Modul verwendeten Samples und auch der Anzahl der Tracks. Module mit 4 Tracks hatten zwar auch später auf einer CD eine erstaunliche Qualität, aber erst mit mehr als 8 Tracks und sehr guten Samples bekam man fast schon professionelle Ergebnisse. Bei vier Tracks und nicht Stereo-Samples hat man da das Problem das die Samples des Moduls sozusagen zusammen gemischt werden. Es entsteht dadurch kein echtes Stereo weil man auf jeder Seite alle Samples in gleicher Lautstärke zu hören bekommt. Durch diese Funktion verdient die Software aber einen besonderen Pluspunkt. Seit der Version 2.18 ist die Software auch viel einfacher zu bekommen. Der APC&TCP übernahm den Vertrieb nachdem die Verhandlungen mit anderen Amiga-Firmen scheiterten. Das ist eigentlich ein Grund zur Freude, trotzdem bin ich da etwas enttäuscht. Das Programm kommt in einer CD-Rom Verpackung und beinhaltet leider nur eine einfache Diskette. Auf dieser findet man die Software und das AHI-System. Die Anleitung findet man nur auf der Diskette und zwar im AmigaGuide Format. Diese ist aber relativ knapp zumindest was die Befehle angeht. Bei einem Preis von fast 100DM würde man sich schon über eine gedruckte Anleitung freuen. Noch schlimmer fand ich allerdings das fehlen eines Beispiel-Moduls, was ja auch kein Platz mehr auf der Diskette finden würde. Hier hätte eine CD-Rom Version mit Sicherheit viel mehr Sinn gehabt, zumal man auf dieser noch jede Menge Samples und Beispiele unterbringen könnte. Eingefleischten Musikern macht das vielleicht nicht viel aus, aber für einen Anfänger der gerade mit dem Musizieren anfängt wäre so eine Version eine große Hilfe! Hier sollten die Amiga-Firmen so langsam beginnen ab und zu zukunftsorientiert zu denken. Teilweise wird soviel Schrott auf eine CD-Rom gebrannt und bei Programmen die nach fast schrein wird einfach der Rotstrich gezogen. Fazit: DigiBooster ist zur Zeit der beste Tracker für Amig und Konkurenz gibt es einfach nicht. Die anderen Tracker außer Symphonie werden kaum noch entwickelt. Symphonie hat zwar auch seine Stärken ist aber teilweise nicht so einfach zu bedienen. Es scheint auch so als wir schon bald eine neue Version von OctaMed zu sehen bekommen würden. Solch eine wird von einem anderem Programmierer weiterentwickelt und soll unter dem Namen OctaMed Soundstudio2 erscheinen. Ob die Software dann besser als DigiBooster sein wird glaube ich kaum, zumal an DigiBooster ständig gearbeitet wird. Für die Zukunft wurde sogar ein realtime Resonance Filter angekündigt. Hierbei handelt es sich um eine Funktion mit der sich ähnliche Samples und Loops erstellen lassen wie mit einer Roland TB303 Maschine.
Informationen zu den erwähnten Tools/Systemen (MagicTV) - DigiBooster arbeitet mit 16 Farben. Wenn man jetzt nur AGA hat dann empfiehlt es sich für DigiBooster den HighRes Interlace Modus zu nehmen. Wer den Modus kennt der weiß ganz genau das man mit dem starken Flimmern nur in Not arbeiten kann. Dabei kommt das Programm MagicTV wie gerufen. Das Flimmern wird damit fast vollständig unterdrückt und die Arbeit macht gleich viel mehr Spaß. Das funktioniert zur Zeit natürlich nur bei Screens mit nur 16 Farben und DigiBooster braucht auch nicht mehr. Es ist also eine wunderbare Anwendung die genau hier seine Stärken zeigt. Quelle: Aminet -
(AHI = Audio Hardware Interface) - AHI hat einen ähnlichen
Ziel wie Cybergraphics. Dabei handelt es sich um eine
Software-Schnittstelle zwischen der Soundhardware. Früher
war der Programmierer gezwungen für jede erhältliche
Soundkarte selber die nötigen Treiber zu schreiben. Dadurch
konnte ein Programm nie alle auf dem Markt erhältliche
Soundkarten unterstützen. Mit AHI gehört das fast schon der
Vergangenheit. Der Programmierer schafft nur eine Verbindung
zu AHI. Das System spricht dann die nötige Hardware an. So
können alle Soundkarten unterstützt werden sofern die Firmen
auch die nötigen Treiber für AHI schreiben.
|
|
|