BootDock(Sharewaretest) |
TOOL |
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BootDock ist ein kleines Tool, welches es ermöglicht, sich eine beliebige Startup-Sequence zum hochfahren des Amigas auszusuchen. Es wird vor dem eigentlichen Hochfahren ein Bildschirm geöffnet, auf dem man mittels eines Listview-Gadgets eine Startup-Sequence auswählen kann. Bekanntlich gibt es diese Tools wie Sand am Meer, dennoch denke ich, daß es BootDock geschafft hat, sich von anderen Lösungen hervorzuheben. Der positive Eindruck beginnt mit der Installation. Der Autor der Software ist einer der wenigen, die sich Gedanken darüber gemacht haben, was zu tun ist, wenn einem die Software nicht gefällt: Das Installerskript besitzt zusätzlich zum Installieren neben einer Updatefunktion eine Funktionen zum Deinstallieren, was ich äußerst lobenswert finde. Ist das Programm installiert, lassen sich mittels eines Prefsprogramms, für das Icons im Standard- und im MagicWB-Look zur Auswahl stehen, eine für ein solches Programm Vielzahl von Konfigurationen treffen. Das Programm ist ähnlich dem MUI-Voreinsteller aufgebaut, kommt jedoch ohne MUI aus. Angegeben werden kann die Auflösung, die für den Auswahlbildschirm genutzt werden soll. Ein kleiner Geniestreich stellt die Auswahl des Bildschirmtreibers dar, da vor dem hochfahren ja noch kein Bildschirmtreiber installiert werden kann. Der notwendige Bild- schirmtreiber, zum Beispiel 'CyberVision' für die entsprechende Grafikkarte, wird somit von BootDock zuvor gestartet. Desweiteren ist der Zeichensatz frei wählbar. Hauptbestandteil ist natürlich die Wahl der Startup-Skripte, welche sich in beliebiger Anzahl und beliebiger Reihenfolge einsortieren lassen. Es besteht weiterhin, die Möglichkeit eine Datei automatisch booten zu lassen, wenn nach einer frei wählbaren Zeit keine Wahl getroffen wurde oder das Programm so konfiguriert wurde, daß der Auswahlschirm sich nur auf Wunsch öffnet. Im letzteren Fall wird die Maus abgefragt, ob eine Taste gedrückt wird, falls nicht, wird direkt mit der eingestellte Startup-Sequence das System gebootet. Eine hübsche Funktion für alle, die noch über keine Grafik- karte besitzen, ist die Funktion, die Ränder des Bildschirms rundum schwarz zuschalten, was die Optik für diverse Monitor- treiber verbessert. Eine nette Begrüssung stellt das 'Bonbon' dar. Es handelt sich um abwechselnde Witze, die auf dem Auswahlscreen von BootDock erscheinen, womit der Programmautor einen leicht makaberen Humor unter Beweis stellt. Diese Funktion ist wie der Infotext (das BootDock-Logo) abschaltbar. Sind 'Infotext' und 'Bonbon' eingeschaltet, ist das Verhältnis zwischen dem Beigaben und dem eigentlich wichtigen Listview zur Auswahl vielleicht etwas falsch verteilt, was bei hohen Auflösungen dazu führt, daß man auf einem Drittel des Bildschirms das eigentlich wichtige Listview sieht und Infotext und Bonbon in den anderen beiden Dritteln etwas verloren gehen. Hier würden sich sicher weitere Funktionen anbieten, wie zum Beispiel Gadgets, um einzelne zusätzliche Tools starten, ohne das Programm gleich zu verlassen zu müssen, oder um eine Startup- Sequence als Standard zu definieren ohne das Prefsprogramm gleich aufrufen zu müssen. Die Dokumentation zu BootDock ist komplett in Deutsch und in einem 'freundlichfreschen' Ton geschrieben. Möchte man den Autor gerne kennenlernen, braucht man laut Dokumentation lediglich die Mausabfrage einzuschalten, so daß sich BootDock nur auf Wunsch zeigt - er kommt dann persönlich vorbei und schmeißt Ihren Amiga aus dem Fenster - immerhin kann man sein Programm dann nicht bestaunen, weil es sich verhält, als wäre es nicht installiert, sofern man den Mausknopf nicht drückt. ;) BootDock ist Shareware und kostet bei regelmäßigem Gebrauch 20 Mark. Ob der Preis angebracht ist, ist, denke ich, fraglich. Im Verhältnis zu sonstiger Shareware ist es sicherlich zu hoch, dennoch ist das Tool für Amiga-User mit weniger Speicher ab- solut nützlich, für Spiele wie Biing, die gewissermaßen ein für Biing abgestimmtes System verlangen hervorragend und kann bei kleverer Konfiguration ein gewisses 'Multi-User'-OS vorgaukeln, so daß man in einer Startup-Sequence zum Beispiel Platten abmelden kann, die Kinder bei Ihren Spielen möglichst nicht formatieren sollen. Der Autor 'outet' sich als Schüler, bei regelmäßigem Gebrauch sollte man also das Geld ruhig für eine Taschengeldaufbesserung desselbigen ausgeben, zumal das Programm hier ohne Schwierigkeiten läuft und offensichtlich das Talent hat bei entsprechender Motivation weitere qualititative Software für unseren Amiga zu realisieren. Das Programm ist im AmiNet zu finden oder unter
http://www.prima.de/home/anita/bootbook
(Sascha Atrops)
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