QNX - Demo-Disk

Das zukunftige AmigaOS

INFO


Seit der Computer98 weiß man endlich das AmigaOS 5 auf dem Neutrino Kernel der Firma QNX basieren wird. Natürlich dauert es noch eine Zeitlang bis das OS5 erscheint, trotzdem kann man schon Heute einen ersten Blick darauf riskieren was schon bald in ähnlicher Form auf dem NG-Amiga laufen wird. Das ist dank einer Demodisk möglich die man von der Homepage der Firma QNX downloaden kann (Adresse siehe unten). Die Demo ist für verschiedene Systeme wie Windows, Linux, OS2 und Unix verfügbar. Natürlich handelt es sich hierbei nur um eine Demo des Betriebsystems NeutrionoOS und nicht AmigaOS. Das Amiga Betriebsystem wird in der endgültigen Fassung eine andere Gui und viele anderen Erweiterungen haben.

Für diesen Bericht wurde die Windows Demodisk verwendet und zwar die Modem-Version. Die Installation ist denkbar einfach. Das Zip-Archiv wird einfach von der Homepage downgeloadet und am PC entpackt. Jetzt nimmt man eine 1.44M Diskette und startet das Programm Install. Damit erstellt man die Demodisk auf welcher sich dann das ganze System befinden wird. Nach der Prozedur schalten wir den Rechner ab und legen die Demodisk rein. Jetzt wird der Rechner wieder eingeschaltet und die Demodisk fängt an zu laden. Ab dem Zeitpunkt hat alles was kommt nichts mehr mit Windows zu tun.

Damit die Demo auch läuft wird ein PC mit mindestens einem 386er, 8 Mbyte, VGA oder VESA2.0 benötigt. Für die Internet Nutzung sollte sinnvollerweise auch ein Modem vorhanden sein. Für den Test wurde ein PC mit einem 133 Pentium Prozessor und 32 Mbyte verwendet.

Der Inhalt der Diskette wird ins Ram geladen und vorher entpackt. Dadurch konnte man sehr viel mehr auf diese Diskette speichern als es normal möglich ist. Danach kann man die Disk wieder aus dem Laufwerk entfernen. Bei der Installation gab es keine Probleme und auch das Modem wurde probelmlos erkannt und initalisiert. Gleich nach dem Start bietet das System ein Auswahlrequester für die gewünschte Auflösung an. In der Demo hat man die Wahl von 640x400 (4 und 8 Bit / 16 und 256 Farben) bis 1600x1200 Pixeln.

Dem Anwender präsentiert sich jetzt der Web-Browser Voyager und eine Windows ähnliche Taskleiste. Die Oberfläche selbst hat natürlich auch sehr viele Ähnlichkeiten mit Systemen wie Windows und einigen Unix Versionen. Auf der Diskette befindet sich außerdem ein File-Browser, Vektor-Animation, Editor, TCP/IP Stack, Fernbedienug-Simulation und ein Spiel in Java Script. Der Internet-Stack läßt sich sehr einfach konfigurieren. Man benötigt nur die DNS Adresse, Paßwort und den User-Namen. Danach läßt sich das Internet sofort erkunden. Der Browser funktioniert bestens und kann sogar animierte Gifs darstellen. Mit Java-Script gab es nur ab und zu Probleme, aber das ist auch bei den anderen Browsern nicht anders. Die aktuelle Version unterstützt den HTML 3.2 Standard. Bei dem Spiel in Java-Script handelt es sich um Towers of Hanoi.

Das Betriebsystem wurde so entwickelt das man es sehr einfach in Set-Top-Boxen installieren kann. Um das zu demonstrieren haben die Programmierer hier eine Software Fernbedienung programmiert mit der man den Browser ganz einfach steuern kann. Der File-Browser ist sehr einfach. Damit kann man dann den innereien des Betriebsystems rumstöbern. Klickt man ein Textdokument an, dann öffnet sich gleichzeitig der entsprechende Editor. Der Editor hat einen ähnlichen Funktionsumfang wie der Amiga Editor. Zusätzlich ist eine Suchfunktion, Font und Farb-Auswahl eingebaut. Nicht gerade beeindruckend aber schön anzusehen ist die Vektor-Animation. Diese Zeigt den Schriftzug QnX is Cool.

Fazit: Die Demodisk zeigt deutlich das es sich hierbei um ein System handelt welches sparsam und schnell ist. Der Platz von nur einer Diskette reichte schon aus um mit dem System ins Internet zu kommen und dort bequem durch die ganze Welt zu surfen. Amiga Inc. hat also einen guten Partner mit einer guten Basis gewählt die man jetzt richtig ausbauen muß. Nicht vergessen sollte man aber auch, dass AmigaOS1.3 ebenfalls auf fast nur einer 880 Kbyte Diskette Platz fand. Die Daten aus dem Rom hätten ebenfalls genug Platz auf der Diskette gefunden, den anders als die QNX Demo konnte der Amiga damals nur DD Disketten und nicht HD Disks nutzen. Die Daten auf der QNX Demo befinden sich in gepackter Form. Diese werden beim laden entpackt und ins Ram kopiert. Es fehlen auch viele sehr wichtige Sachen wie FileSystem und ähnliches. Mit dem Amiga Betriebsystem ließe sich ohne weiteres eine ähnliche Disk erstellen!


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