Tips und Tricks



Tip 015

DraCO im 5. Gang !



Die "Mathe"-Bibliotheken von AmigaOS 3.1 sind bekanntlich sehr alt und langsam. Das OS verwendet zudem Befehle, die beim MC68040 emuliert werden müssen, der MC68060 wird überhaupt nicht unterstützt.
Seit kurzem gibt es nun die komplett in Assembler geschrieben neuen HSMathLibs von Matthias Henze aus Leipzig, die eine wesentliche Beschleunigung der Rechenvorgänge bewirken. Ingo Sedding hat umfangreiche Beta-Tests dieser Libraries auf seinem 60-er DraCo durchgeführt. Hier ist das Ergebnis :

Rechenoperationen des DraCo werden erheblich beschleunigt !

Einige Benchmarktests mit 1 Million Durchläufen:

Test-Artbisherige Libsneue Libs
mathffp34.30 s22.66 s
mathieeedoubbas22.34 s20.96 s
mathieeedoubtrans527.10 s106.06 s
mathieeesingbas17.78 s16.42 s
mathieeesingtrans431.40 s98.06 s
mathtrans570.08 s104.12 s


Es wird deutlich, daß insbesondere Cosinus, Tangens usw. extrem schneller gerechnet werden. Das wirkt sich natürlich auch auf die Rechenzeiten in Movieshop aus. Solche Operatoren, die mit Fließkommazahlen arbeiten (das sind z.B. alle aus dem Hause MLCO, aber auch andere), werden in sichtlich kürzerer Zeit berechnet.
Braucht ein ca. 2-Sekunden "WindowShadow"-Fade z.B.
mit den bisherigen Libraries 58 Sekunden Berechnungszeit, so verkürzt sich diese
mit den HS-Libraries auf 46 Sekunden. Das sind ca. 20% eingesparte Rechenzeit !!

Wir haben mit Matthias Henze vereinbart, daß er im Ergebnis unserer Zusammenarbeit eine gesonderte DraCo-Variante anbietet, die eine völlig neue Mathffp-Library enthält ( sie ersetzt die im ROM), sowie ein extra für den Draco geschriebenes Installerscript. Die Installation der neuen Libraries geschieht damit automatisch und betrifft den C-Ordner, den Libs-Ordner und die Startup-Sequence. Dabei werden vier Libraries im Libs-Ordner ausgetauscht und eine hinzugefügt. Die bisherigen Libraries bleiben als .bak-Dateien erhalten. Zwei Patches wandern in den C-Ordner. Automatisch schreibt der Installer ihre Aktivierung in die Startup-Sequence. Achtung, die Patsches müssen unbedingt nach den DraCo-Patches und dem Setpatch- Befehl eingetragen sein ! So sollte alles zur Zufriedenheit laufen. (Eine Garantie oder gar Haftung dafür übernehmen natürlich weder die Programmierer noch der DRACONER.) Zu erhalten sind die neuen Libraries als Demo im Aminet (util/libs), Registrierung und Update erfolgen auf dem Site CyberdyneSystems

Tip 014

Schreiben auf Amiga-Disketten



Wenn man mit Amiga-Disketten arbeiten muß, dann ist es oft sehr ärgerlich, daß sie sich vom DraCo wohl lesen, aber nicht beschreiben lassen. Ivo erklärt uns, wie es doch geht:
Zuerst fertigen wir uns auf einer leeren HD-Diskette eine Kopie der DraCo-Boot-Diskette an. Dann löschen wir auf dieser Diskette alle Einträge ( z.B. mit "schnell formatieren"). Die "zickige" Amiga-Diskette kopieren wir nun ins RAM und von da auf die "gereinigte" Kopie der Boot-Disk. Zuletzt geben wir dieser mit "Rename" den Namen der Amiga-Diskette. Nun kann sie als deren "Clon" gelesen u n d beschrieben werden, was z.B. zur Registrierung bei gekauften Programmen oft unumgänglich ist.

Tip 013

Hardware-Sorgen ?



Angeregt von Detlef Baranski hier eine kleine "Checklist", die vielleicht hilfreich ist, wenn der Draco unerklärliche Ausflüge nach Indien macht:

1. Gibt es Wärmestau ? Ganz allgemein könnte ein zusätzlicher Pabst-Lüfter Abhilfe bringen. Ob ein Chip zu heiß wird und dadurch den Fehler auslöst, kann man prüfen, indem man ihn mit Kältespray abkühlt.
2. Die Kartenkontakte können oxidieren. Ein Aus- und Wiedereinbau bereinigt das. Beachte, daß dabei keine statischen Aufladungen entstehen.
3. Prüfe, ob die SCSI-Kette richtig terminiert ist. Nach Möglichkeit einen aktiven Abschluß verwenden. Es dürfen durchaus mehrere Festplatten terminiert sein. Manchmal hilft auch eine Veränderung der Reihenfolge.
4. SCSI-Kabel sind oft eine tückische Störquelle. Beim Austausch den eigenen Gegebenheiten anpassen, d.h.Abstand von Anschluß zu Anschluß größer als 10 cm, keine leeren Anschlüsse dazwischen (wirken wie Antennen !).
5. Treten im Netz Spannungs-Schwankungen auf ? Ein großer Verbraucher in der Hausverteilung kann Auswirkungen auf den Rechner haben. Eventuell einen Trenntrafo einsetzen. Auch ein überlastetes Rechner-Netzteil war oft eine Störungsursache.
6. Um auszuschließen, daß der Fehler software-bedingt ist, boote einmal völlig "clean" von der Standard-MS-Diskette. Durch schrittweises Zuschalten der bisher verwendeten Hilfsprogramme kann so der Übeltäter ermittelt werden. Manche Programme stören sich auch gegenseitig. So läuft z.B. Diavolo nicht, wenn Movieshop aktiv ist. Eine gute Hilfe bietet das Programm "SnoopDos" (Aminet), weil man damit prüfen kann, was das betreffende Programm abruft und wo es auf einen Fehler stößt.
7. Es soll Leute geben, die auf dem Draco ohne Directory Opus auskommen, aber das ist sicher ein Märchen.


Tip 012

MonumentDesigner richtig gebrauchen



Uns erreichen immer wieder Anfragen zum Gebrauch von MD, auf die das Handbuch keine Antwort bereithält. Hier einige zusammengefaßte Hinweise von Ingo Sedding, die vielleicht allen nützlich sind:

1. Monumentdesigner sollte besser nicht in ein Unterverzeichnis gelegt werden, sondern in Movieshop/Operators direkt liegen.
2. Die von MD kreierten kryptischen Nummern durch einen sinnvollen Namen ersetzen, und zwar bevor das Link-Gadget zu Movieshop betätigt wird.
3. Stets einen neuen MD-Operator benutzen, d.h. also nie einen bestehenden zu einem neuen "umschreiben".
4. MD-Operatoren lassen sich nicht überlappen ! (Wie sollte auch MS dem MD mitteilen, um welchen es sich gerade handelt.) Auch beim Nebeneinanderlegen mindestens 1 Frame Zwischenraum lassen !
5. Es führt zu kleinen Fehlern, wenn Teile bereits berechnet wurden. MD-Operatoren in der Timeline also möglichst nicht partiell rendern. Die Datenrate muß dabei über 600k/s liegen, wenn es keine Artefakte geben soll.
Weitere Hinweise in Tip 003 und 004 auf dieser Seite.


Tip 011

Zoom-Effekte



Unser Leser Helmut Tusch ist sozusagen ein Spezialist für Effektstapel. Er ist auch darum bemüht, daß allmählich eine ganze "Datenbank" davon zusammengetragen und allen Draconern zur Verfügung gestellt werden kann. Also: jeder der meint, daß ihm ein Effektstapel besonders gelungen ist, sollte damit hier einen Beitrag leisten. Auf der "Bonbon-Seite" finden Sie eine Stapelanwendung des Zoom-Effekts von Helmut Tusch. Sie erklärt sich wohl selbst und gibt viele Anregungen, weiter damit zu experimentieren.

Tip 010

Virtual-Compose-Effekt



Der VirtualCompose-Operator von Michael Lindner erfreut sich immer größerer Beliebtheit, weil er durch seine auf einer gesonderten Oberfläche visuell einstellbaren Parameter ganz exakte Flugbahnen von Objekten in einer Szene erlaubt. Ivo Vandermarliere hat einige Experimente damit gemacht, die wir auf der "Bonbon-Seite" zum Download zur Verfügung stellen.

Tip 009

Cube-Effekt



Unser Leser Ivo Vandermarliere hat den "Cube"- Effect in 12 verschiedenen Varianten ausprobiert. Bekanntlich werden drei verschiedene bewegte Szenen auf drei Außenflächen eines Würfels abgebildet. Um die Bewegungen des Würfels selbst zu bestimmen, bedarf es verschiedenster Parameter-Einstellungen. Ivo stellt uns 12 Beispiele vor und hat deren Wirkung aufgelistet (in 2 Sprachen). Download von der "Bonbon-Seite". Danke, Ivo !

Tip 008

-entfernt-





Tip 007

Effektstapel



Für viele ein bekannter Begriff: Es handelt sich um gelungene Kombinationen von Szenen mit Effekten, die man gern später wiederverwenden würde. In einfacheren Fällen bietet sich zunächst das in Tip 002 dargestellte Verfahren an. Bei umfangreicheren Stapeln kann es sich z.T. um so viele Einträge in der Timeline handeln, daß sie per Screenshot nicht mehr zu übersehen sind. Solche Konstellationen kann man gesondert als Schnittliste abspeichern, um sie später als "fremde Liste" wiederzuverwenden. Dabei geht man wie folgt vor:
Zunächst wird die fremde Schnittliste im Fenster 'Schnittlisten/Übersicht' geladen. Wenn sich MS mit "Operator xyz.ext nicht gefunden" meldet, 'Nachladen'anklicken und den entsprechenden Operator aus dem eigenen Ordner holen. Das kann bei 60 Operatoren mühselig sein, geht aber schneller als eine Neukonstruktion. Die fremde Schnittliste wird nun aktiviert und erscheint in einem eigenen Timeline- Fenster. Um sie in eine bestehende Schnittliste zu übernehmen, 'Alles aktivieren' anklicken und das gesamte Paket mit gedrückter Shifttaste an die betreffende Stelle in der Schnittliste ziehen (Drag and Drop). Dabei sollte unbedingt das "R"-Gadget (Replace) in der Werkzeugleiste aktiviert sein ! Nun können die schwarz erscheinenden Szenen mit eigenen Szenen "gefüllt" werden. Sie passen sich der freigehaltenen Größe automatisch an. Auf der "Bonbon-Seite" bietet der Draconer seinen Lesern fortlaufend Arbeiten an, die andere Leser uns allen zur Verfügung stellen.

Tip 006

Synchronisation



Achten Sie auf die Einstellung "Freilauf" ! Bei der Aufnahme den 'Aufnahmefreilauf' abschalten !! Dadurch synchronisiert sich der Draco auf das angelegte Videosignal. Video und Ton bleiben synchron. Der eingeschaltete Aufnahmefreilauf ist für schlechtes Videomaterial gedacht, in welchem die Synchronimpulse evt. gestört sind. Beim Abspielen ist zu beachten: Falls mit angelegtem Videosignal am Draco-Videoeingang von der Draco-Festplatte abgespielt wird, ist der Abspielfreilauf relevant. Mit eingeschaltetem Abspielfreilauf werden die Synchronimpulse der angelegten Videoquelle ignoriert.

Tip 005

Import Alpha



Der ImportAlpha-Operator wird oft zu wenig beachtet, bietet er doch ein weites Feld für kreative Blendengestaltung.
Hier einige Tips zu seiner korrekten Anwendung:
Gestalten Sie Ihre Schnittliste wie folgt:
Einzublendende Szene
ImportAlpha-Operator **)
Hauptszene
Zusammenfügen

**)= Parameter ImportAlpha-Operator:
1) Pick (1.) Image... a) Alpha-Maske, b) Alpha-Masken-Sequenz Bild.0001...Bild.nnnn
2) Import Type Frame = Eine Alpha-Maske wird auf je 2 Halbbilder des Vollbildes angewendet
............................Field = Eine Alpha-Maske wird auf jedes Halbbild angewendet (Bei Alpha-Masken-Sequenzen wichtig).
3) Cache Image Wenn für die Alpha-Maske ein einziges Bild verwendet wird ( Pkt 1.a ), wird bei abgehaktem Gadget die Alpha-Maske nur einmal geladen (Berechnung schneller.)
4) Images Anzahl der Alpha-Masken Bilder.
Für die korrekte Erstellung der Alpha-Maske(n) kann z.B. das Programm Photogenics, oder jedes andere Programm, das eine Abspeicherung in 8 BIT (256 Farben) erlaubt, angewendet werden. Wichtig ist auch, daß das Zeichenprogramm Farbverläufe beherrscht. Der Farbverlauf sollte von Weiß zu Schwarz festgelegt werden. Nach Anwendung des ImportAlpha-Operators ist die weißeste Stelle durchsichtig, die schwärzeste ist undurchsichtig. Dazwischen werden Vorder- und Hintergrundbild gemischt.
Beispiel:
Um z.B. einen Kommentator in eine Videosequenz einzublenden, könnte die Alpha-Maske z.B. einen Kreis enthalten (Mitte des Kreises Weiß, zum Rand Farbverlauf in Schwarz).
Damit wir den Kommentator noch an die Stelle des Kreises bringen können, verwenden wir diesmal folgende Schnittliste:

Eingeblendete Szene (Kommentator)
MonumentDesigner
Hintergrund (schwarz)
Zusammenfügen (an den Kreis der Alpha-Maske schieben)
ImportAlpha-Operator
Hauptszene (wie oben)
Zusammenfügen (Center,50%,50%)


Der Kommentator wird nun nach berechneter Schnittliste weich in die Hintergrundszene eingeblendet sein.
Neu erhältlich ist übrigens jetzt eine CD mit spektakulären Alpha-Masken-Szenenüberblendungen, von für den Fernsehfunk tätigen professionellen Videoanwendern zusammengestellt. (Eine Szene blendet z.B. fontänenartig in die vorhergehende Szene ein... ca. 30 Super Effekte). (MLCO).

Tip 004

Monument plus Ado-Operatoren



Wenn man Schriften, die man mit dem "Monument-Designer" entworfen hat, mit den "Adorage"-Operatoren manipuliert, erreicht man aufsehenerregende Effekte ! Allerdings bereitet das insofern Schwierigkeiten, als diese Operatoren zwei Szenen verlangen, Monument jedoch selbst als "Operator" auftritt und somit nicht als Szene gezählt wird. Es ist aber trotzdem möglich, die Operatoren zu kombinieren. Man muß zusätzlich Background-, Mask- und Compose-Operator hinzufügen und die eigentliche Szene ein zweites Mal unterlegen. Die fertige Anordnung sieht dann etwa so aus:
Szene
Hintergrund
MonumentDesigner
Ado-Operator
Maske
Szene (wie oben)
Zusammenfügen


Tip 003

Bequemer Start von Monument



Ein Arexx-Macro bietet eine sinnvolle Hilfe, um den "Monument-Designer" direkt von der Movieshop-Oberfläche aus zu starten. Es benutzt ein Hilfsscript, um dabei den nötigen Stack bereitzustellen. Auch diese Lösung kann komplett abgefordert werden.

Tip 002

Gelungenes bewahren



Die meisten Movieshop-Operatoren verfügen über diverse Einstellmöglichkeiten. Bevor das Ergebnis zusagt, sind meist einige Experimente nötig. Hat man dann endlich die beste Variante gefunden, möchte man sich diese Konstellation gern merken, um sie später nicht erneut durch Probieren ermitteln zu müssen. Movieshop bietet eine Möglichkeit an. Noch komfortabler ist die eines unserer User: Zunächst drapiert er die Einstellungsrequester gut sichtbar um den betreffenden Schnittlistenbereich. Dann ruft er aus dem Menue ein kleines Arexx-Macro auf, das die Auswahl eines treffenden Namens ermöglicht, unter dem es einen Screen-Schnappschuß anfertigt und abspeichert. Ein weiteres Makro im Movieshop-Menue erlaubt später die Auswahl und das Abbilden des betreffenden Scenariums in einem Fenster. Und das alles, ohne die Movieshop-Oberfläche dabei einmal verlassen zu müssen ! Wir stellen die betreffenden Macros gern zur Verfügung.

Tip 001

Älteres Material wiederbeleben



Wie auch vielfach erwähnt, klappt in der Version 4.2 von Movieshop das Einladen einer Anfangsscene (wie z.B. eines auf der Festplatte gespeicherten Vorspanns) nicht mehr. Falls Sie jedoch noch über eine frühere Version des Programms verfügen, können Sie diese zum Einladen benutzen und die Scene dann in Movieshop 4.2 importieren.(Vgl. a. Leserpost !)