
Wie groß ist Ihre Badewanne ?

- Nach einer Mail an die Mitglieder der Mailliste "AVIE" am 16.9.98 von Frank Beer -
Hallo Freunde,
ich möchte hier einmal für alle, die keine absoluten
Computer-Durchblicker sind, das Pufferproblem beim Draco anhand eines
Beispiels zu erklären versuchen :
Stellt Euch eine Badewanne mit geöffnetem Stöpsel vor. Das heißt, das
Wasser kann ungehindert abfließen, und es soll möglichst in einem
gleichmäßigen Strom fließen.
Der Wasserhahn für den Zulauf ist geöffnet, liefert aber das Wasser nur
unregelmäßig und in unterschiedlicher Stärke.
Beim Draco kommt nun der Datenstrom von der Festplatte (Wasserhahn).
Er ist unregelmäßig, je nach dem wie das Videosignal beschaffen ist. Bei
schnellen unterschiedlichen Bildfolgen und bei schlechtem und
verrauschtem Signal kommt er auch mal ins Stocken. Zum einwandfreien
Abspielen wird aber ein gleichmäßiger Datenstrom benötigt. Diesem Zweck
dient der Puffer (Badewanne). Zuerst wird das Reservoir gefüllt, um einen
Puffer für mögliche Stockungen im Datenstrom zu bilden. Jetzt Können
die Daten (Wasser) gleichmäßig am Abfluß ausfließen.

Ist die Badewanne zu klein (1), läuft sie möglicherweise über, weil mehr
Wasser zugeleitet wird, als abfließen kann. (Absturz des DraCo !).
Ist sie zu groß (2), kommt es zu dem von Euch geschilderten Effekt, daß der
Bildschirm beim Abspielen zunächst kurz grau bleibt.
Bei der Aufnahme sind die Vorgänge genau umgekehrt..
Vorteilhaft ist natürlich ein möglichst großer Puffer,
aber die Festplatte muß auch schnell genug sein, ihn rechtzeitig zu füllen.
Ihr seht also, daß die Einstellung der Puffer eine diffizile
Angelegenheit ist, die ganz individuell bei jedem einzelnen Draco
vorgenommen werden muß. Sonst könnte man sich die ganze
Einstellmöglichkeit ja schließlich sparen.
Ist jetzt alles klar ???
