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ZIP und Amiga - Iomega Zip-Laufwerke am AmigaBei den Zip-Laufwerken von Iomega handelt es sich um Wechseldisklaufwerke mit einer Kapazität von 100 bzw. 250 MB pro Medium. In diesem Artikel werden wir uns ausschließlich mit dem kleineren, weiter verbreiteten Zip 100 befassen. Das Zip 100 gibt es jetzt schon einige Jahre auf dem Markt und hat eine recht große Verbreitung sowohl auf der Amiga, PC als auch MAC Rechnerplattform gefunden, sodaß man es schon recht gut zum Austausch größerer Datenmengen, die nicht mehr auf einer Floppy Platz finden, verwenden kann. Wir werden sehen, daß es sich sowohl zum Datenaustauch innerhalb einer Rechnerfamilie als auch über verschiedene Rechnerfamilien hinweg eignet. Aber auch CDs sind in letzter Zeit durch das Aufkommen billiger Brenner und Rohlinge als Datentransportmedium immer beliebter. Hierbei gibt es sogar noch weniger Probleme beim Datenaustauch aufgrund des standardisierten ISO 9660 Dateiformates, das von allen Rechnerfamilien verstanden wird. Weiters fassen CDs wesentlich mehr Daten, zudem zu viel geringeren Kosten pro MB als Zip-Disks. Wozu ist also dann das Zip gut?Als temporäres Transportmedium, wenn man nur einmal schnell etwas von einem auf einen anderen Rechner transportieren will, ist man mit Zip sicher besser bedient, als mit gebrannten CDs, die man nacher nur mehr wegschmeißen kann. Außerdem ist das Schreiben auf Zip-Disks viel problemloser als das Brennen von CDs. Ein normaler Kopiervorgang genügt. Auch zur Erweiterung der Disk-Kapazität eines Rechners sind sie geeignet, oder wenn mehrere Leute auf einem Rechner arbeiten; dann kann man die Daten, die nicht unbedingt jeder sehen soll, einfach auf seiner persönlichen Zip-Diskette ablegen. Das ermöglicht dann zusätzlich das Arbeiten auf unterschiedlichen Rechnern, vorausgesetzt sie besitzen alle ein Zip-Laufwerk. Noch viele andere individuelle Einsatzmöglichkeiten sind denkbar. Man hat damit einfach ein Laufwerk ähnlich einem Diskettenlaufwerk, das aber viel schneller ist und wesentlich größere Datenmengen speichern kann. Die TechnologieDie Zip-Laufwerke arbeiten im Gegensatz zu z.B. Syquest Wechselplatten nach dem Floppy-Disk Prinzip. Das bedeutet, daß der Schreib-/Lesekopf auf dem Medium aufliegt. Das beschränkt natürlich die damit erreichbare Gechwindigkeit. Während die Lese-/Schreibgeschwindigkeit noch mit älteren Festplatten vergleichbar ist, ist die Positioniergeschwindigkeit doch um einiges geringer. Als reinen Festplattenersatz sollte man sie deshalb also nicht unbedingt verwenden. Die verschiedenen AusführungenDas Zip 100 gibt es in verschiedenen Ausführungen. Alle können die selben Medien lesen und schreiben. Sie unterscheidenen sich nur an der Schnittstelle über die sie mit dem Rechner verbunden werden, sowie durch ihre Bauform (intern oder extern). Die SCSI-Ausführung gibt es in einer internen Version, die in einen von außen zugänglichen 3,5" bzw. 5,25" Laufwerksschacht eingebaut wird, sowie in einer externen Version. An einem A3000, A3000T oder A4000T, welche alle standardmäßig über eine SCSI-Schnittstelle verfügen, können diese Laufwerke direkt verwendet werden. Man kann davon sogar den Rechner booten. Für alle anderen Amigas braucht man entweder eine Turbokarte mit SCSI-Kontroller oder eine eigene Einschubkarte mit einem SCSI-Kontroller. Dabei reicht ein einfacher Kontroller, da das Zip-Laufwerk nur SCSI-1 benötigt. Zusätzliche Treiber für das Zip-Laufwerk sind nicht erforderlich. Einfach anstecken (wie bei allen SCSI-Geräten auf die SCSI-Id und Terminierung achten) und es kann schon los gehen. Die Parallel-Ausführung gibt es natürlich nur als externe Variante und ist dazu gedacht, an den Druckerport eines PCs angeschlossen zu werden. Da die parallelen Schnittstellen des Amiga und des PC im bidirektionalen Betrieb (also wenn Daten über diese Schnittstelle auch gelesen werden sollen) nicht zueinander kompatibel sind, ist der Berieb eines solchen Laufwerks am Amiga nicht ohne weiteres möglich. Da solche Laufwerke am PC jedoch relativ weit verbreitet sind und man sie so auch einmal schnell für den Amiga ausborgen kann, werden wir uns auch mit den Möglichkeiten, diese Laufwerke am Amiga zu betreiben, beschäftigen, obwohl die Anschaffung eines solchen Laufwerks speziell für den Amiga nicht anzuraten ist. Die interne ATAPI-Ausführung kann an der IDE-Schnittstelle betrieben werden. Die Amiga Modelle A600, A1200 und A4000 sind zwar standardmäßig mit einer IDE-Schnittstelle ausgestattet, jedoch unterstützen die alten Treiber im Betriebsystem noch keine ATAPI-Laufwerke. Deshalb muß man in diesem Fall auf zusätzliche Software wie das IDEfix97 zurückgreifen. Diese kann aus dem Aminet bezogen werden, ist jedoch Shareware. Ein Nachteil dieser Variante gegenüber der SCSI-Version am Amiga ist die Tatsache, daß aufgrund des fehlenden Treibers im ROM nicht vom ZIP gebootet werden kann. Weiters handelt es sich immer um eine interne Version des Laufwerks. Das Mitnehmen des Laufwerks zu einem anderen Rechner wird somit erschwert. Wie bekommt man ein paralleles Zip-Laufwerk am Amiga zum Laufen.Für die Schnittstellenkarte IOBlix, die in allen Amigas mit Zorro-II-Bus eingesetzt werden kann, gibt es einen Treiber, der es ermöglicht, auf der parallelen Schnittstelle der Karte ein solches Laufwerk zu betreiben. Einen Test dieser Variante konnte ich für diesen Artikel aufgrund fehlener IOBlix nicht durchführen, wird jedoch später erfolgen. Die zweite Möglichkeit, die auf allen Amigas (bei CD32 nur mit SX32 oder ähnlicher Erweiterung) anwendbar ist, wurde von Bruce Abbott entwickelt und besteht aus einer kombinierten Hardware-Software-Lösung. Dazu sollte man sich das Archiv ppazip.lha vom Aminet herunterladen. Darin ist einerseits beschrieben, wie man sich einen entsprechenden Adapter baut und andererseits findet sich dort der notwendige Treiber für den Betrieb des Laufwerkes. Bei dem Adapter für den Amiga handelt es sich einfach um ein Kabel (optional mit einem Treiber-Chip), das die an der Amiga-Parallelen fehlenden Signale vom zweiten Joystick-Port abnimmt. Am Amiga wird also sowohl die parallele als auch die zweite Joystick-Schnittstelle belegt. Die Software besteht aus dem ppazip.device und den Mount-Listen. Das ppazip.device bildet ein scsi.device nach, wodurch es möglich ist, die HDToolbox zum Partitionieren der Zip-Disk zu verwenden. Grundsätzlich funktioniert zwar die Verwendung des parallelen Zip mit dieser Lösung, es gibt jedoch ein paar Nachteile. Erstens ist die Prozessorbelastung deutlich höher als bei der SCSI-Variante und außerdem sind die damit erzielbaren Geschwindigkeiten auch um einiges geringer als bei SCSI oder ATAPI. Ein weiteres Problem, das mit dem derzeit verfügbaren Treiber (v0.8) auftritt, ist die Tatsache, daß er bei manchen Prozessorkarten mit dem Prozessorcache seine Probleme hat. So funktionierte der Treiber auf einem A4000/040 mit originaler A3640 Prozessorkarte (MC68040 mit 25 MHz) nur, nachdem der CPU-Cache mittels cpu nocache ausgeschaltet wurde. Das verringert jedoch die gesamte Leistung des Systems enorm. Diese Parallel-Lösung kann also (wie auch in ppazip empfohlen) nur sinnvoll für den Datentransport verwendet werden. Ein direktes Ausführen von Programmen von der Zip-Disk ist hier nicht so sinnvoll. Einrichten von Zip-DisksZip-Disks können am Amiga wie Festplatten mittels des Programmes HDToolbox partitioniert werden. Jedoch hat das Amiga-System gewisse Probleme, wenn bei einem Wechsellaufwerk die Medien unterschiedlich partitioniert sind. Deshalb ist es empfehlenswert, die gesamte Zip-Disk als eine Partition einzurichten. Man erhält dabei eine Partition von rund 95 MB Größe. Außerdem sollten alle Disks mit den gleichen Parametern bezüglich Cylinder-, Head- und Track-Anzahl eingerichtet werden. Grundsätzlich sind hier verschiedene Kombinationen möglich. Für Amiga-Zip-Disks hat sich jedoch folgende Einstellung etabliert:
Diese Parameter bekommt man auch, wenn man in der HDToolbox die Parameter des Zip-Laufwerkes auslesen läßt. Grundsätzlich würde es reichen, wenn man dann alle seine Zip-Disks mittels der HD-Toolbox auf eine Partition mit den folgenden Parametern einrichtet:
Jedoch ist es sinnvoll, für das Zip-Laufwerk auch eine Mountlist zu erstellen und diese nach Devs/DosDrivers zu kopieren. Das hat den Vorteil, daß das Zip-Laufwerk auch dann erkannt wird, wenn beim Starten des Rechners gerade keine Disk eingelegt ist. Außerdem kann man dann neue Zip-Disks, die ja entweder für den PC oder den MAC formatiert geliefert werden, einfach wie auch eine Diskette für den Amiga formatieren. Arbeiten mit PC- und MAC-formatierten Zip-DisksÄhnlich wie bei herkömmlichen Disketten können am Amiga auch Zip-Disks, die für den IBM-PC oder MAC formatiert sind, gelesen und geschrieben werden. Für Disks mit dem FAT-Dateisystem, das von IBM-PCs verwendet wird, kommt auch hier, wie bei den Disketten, das CrossDOSFileSytem zum Einsatz, das ab der Betriebsystemversion 2.0 standardmäßig dabei ist. Jedoch können damit keine Zip-Disks formatiert werden, was aber nicht weiter tragisch ist, da diese beim Kauf ohnehin schon formatiert sind. Außerdem muß man, wenn man nur das mitgelieferte CrossDOSFileSytem verwendet und sich nicht das kommerzielle leistet, mit den kurzen Dateinamen (8.3) auskommen. Für das Arbeiten mit MAC-Formatierten ZIP-Disks wird beim Amiga standardmäßig nichts mitgeliefert. Hier kann man aber das AmiCDFS (eigentlich ein CD-ROM-Filesystem) vom Aminet verwenden. Oder man greift auf das kommerzielle CrossMacFileSystem zurück. Grundsätzlich muß jedoch, um diese Funktionalitäten nutzen zu können, eine Mount-Liste erstellt werden. Man kann das Zip auch ruhig mit dem Amiga-Format und dem IBM-PC-Format gleichzeitig mounten. Das verhält sich dann gleich wie bei den Disketten. Bei eingelegter Zip-Diskette erscheinen dann zwei Piktogramme auf der Workbench, wobei nur eines davon gültig ist, je nachdem wie die eingelegte Zip-Disk formatiert ist. Die Mount-Listen, die Sie entweder in die Devs/DOSDrivers (um sie bei jedem Start des Rechners gleich zu aktivieren) oder in die Storage/DOSDrivers Schublade kopieren sollten, finden sie am Ende des Artikels zum Herunterladen. Bei diesen müssen Sie jedoch gegebenenfalls das zu verwendende SCSI-Device bzw. die UNIT-Nummer (entspricht üblicherweise der SCSI-Id, die Sie beim Zip-Laufwerk eingestellt haben) an Ihre Gegebenheiten anpassen. Dazu müssen die Piktogrammmerkmale der Mount-Dateien mit Hilfe des Workbench-Menüpunktes "Informationen..." geändert werden. Zip-ToolsFür den IBM-PC und Macintosh wird mit dem Zip-Laufwerk eine Zip-Disk mit Hilfsprogrammen mitgeliefert. Diese ermöglichen es, eine Zip-Diskette schreibzuschützen oder mit einem Paßwort zu versehen. Diese Funktionalität wird für den Amiga von den aus dem Aminet beziebaren Zip-Tools wie z.B. ZJTools oder Z100 erreicht. Die erreichbaren GeschwindigkeitenDas parallele Zip auf einem A4000/040 mit MC68040, 25 MHz (A3640):
Das SCSI-Zip auf einem A4000/040 mit MC68060, 50 MHz (Cyberstorm MK-II):
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Thomas Öllinger ...........
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