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Aminet - Die ganze WahrheitDer Schwerpunkt dieser Ausgabe liegt eindeutig beim Aminet, jenem Archiv, bei dem 99% aller Amiga User 99% ihrer Downloads (von Amiga Software) und 99% ihrer Uploads (von Amiga Software) tätigen. Wie es dazu gekommen ist, was das Aminet überhaupt ist, und alles Wissenswerte darüber lesen Sie hier. Die GeschichteEs begann alles in der Schweiz auf einem ausgeborgten 68030@25MHz mit 50MB freiem Platz für Uploads. Keine guten Basis für einen Erfolg, möchte man meinen. Doch es kommt bekanntlich anders, als man denkt. Urban Dominik Müller übernahm damals im Jahre 1992 das Archiv, und wäre es kein Amiga Archiv gewesen, wäre die Sache sofort gestorben. Aber die Amiga User sind anders als alle anderen User der Welt, es ist eine Gemeinschaft, die diesen Computer auch heute noch hoch leben läßt, obwohl der einstige Vorsprung dahingeschmolzen ist und kaum neue kommerzielle Produkte erscheinen. Wie dem auch sei, Urban Müller bemerkte, daß immerhin 40 Zugriffe pro Tag zu verzeichnen waren. Zu dieser Zeit wurde gerade ein anderer populärer Amiga FTP Server (ab20.larc.nasa.gov) geschlossen. Schließlich spendeten Leute aus der Amiga Community (und "Walnut Creek") für eine 1,5GB Harddisk und langsam begann, eine Mirror Site nach der anderen aus dem Boden zu wachsen. Gerade als sich alles prächtigst entwickelte, kam von der Universität der Befehl, die Main Site zu schließen (Traffic). Glücklicherweise kam gerade Chris Myers daher und stellte auf dem WU-Archive (Uni Washington) den benötigten Platz bereit. Schließlich entwickelte sich Aminet zu dem, was es heute ist: Zwei Dutzend Mirror Sites, Erreichbarkeit von über 60 BBSi aus, und bis dato 26 CD-ROMs. Das Aminet-Team
Die StrukturAminet ist ein vernetztes System von FTP-Sites, die ihre Daten regelmäßig austauschen. Die Struktur der Verzeichnisse ist gut gewählt und es gibt nur 2 Verzeichnisebenen, ein kurzer Überblick über die Hauptverzeichnisse sei hiermit gegeben:
Desweiteren gibt es die Dateien "RECENT", "INDEX" und "TREE", wobei in letzterem der Verzeichnisbaum mit Kommentaren enthalten ist, "RECENT" beinhaltet die zuletzt hinaufgeladenen Dateien, und der Index existiert sowohl im Hauptverzeichnis, als auch in jedem Unterverzeichnis. Die Struktur ist auf allen Sites absolut identisch, und auch auf den CD-ROMs wird genauso verfahren. Dateien kann man sich per FTP saugen...
...oder auch mit dem ADT, per WWW, Telnet, NFS oder mit Samba. Mit finger -l aminet@us.aminet.net bekommt man außerdem die Uploads der letzten Woche. Wer keinen Internetzugriff hat, kann auch über eine Menge BBSi ins Aminet einsteigen, oder sich gleich die exzellenten Aminet-CDs kaufen. Aminet CD-ROMIm Juni 1993 kam die erste Aminet CD von "Walnut Creek" heraus, allerdings konnte man diese nicht wirklich mit den gängigen Aminet-CDs vergleichen. Seit Ende 1993 gibt es jedenfalls die Aminet CD-ROM Serie, wie wir sie alle kennen. Mittlerweile ist die 26. CD erschienen. Jedesmal sind diese prall gefüllt mit Software, 100% virusfrei, und mit einem Bonus versehen (spezielle Version kommerzieller Software). Jede CD ist mit Tools zum Betrachten der Dateien ausgestattet, man findet Charts, Übersichtliche Listen, Einteilung von Spielen und Demos in gute & schlechte, 4000er-kompatible und "Hardware-Hacks", etc, und das alles im AmigaGuide Format, wo man auf das Programm klickt, und es wird automatisch in die Ram Disk entpackt und ggf. mit den eingestellten Hilfsprogrammen (Bildbetrachter, Soundplayer, etc.) gestartet. ![]() Zusammenfassend kann man sagen: Das Aminet ist das Beste, was uns Amiganern passieren konnte. Soll der Rest der Welt ruhig unvollständige, virenverseuchte und halb legale Archive von unzähligen schwer zu merkenden FTP-Sites runterladen - wir Amiganer haben schon wieder Zeit zum Tortenbacken gewonnen! ;-) |
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Bernhard Lukas ...........
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