Frau Gisela`s Problemecke

Dies ist eine Rubrik, in der diverse Fragen gestellt oder Probleme geschildert werden können. Da Frau Gisela in dieser Ausgabe (wie immer) gerade bei einer bekannten deutschen Frauenzeitschrift unabkömmlich ist, werden gezwungenermaßen wir versuchen zu helfen bzw. den Sachverhalt hier veröffentlichen, um jemanden zu finden, der dies kann.


Drei wichtige Anmerkungen:
Zuerst eine Frage von Wolfgang Bonk (wolfbonk@cityweb.de)zu AmiTCP:

WB> Ich hätte da mal eine Frage bzgl. AmiTCP. Gibt es eine
WB> deutschsprachige Anleitung für AmiTCP, zwecks Gebrauch und
WB> Installation und wenn ja, wo kann man sie bekommen?

Wenn jemand Antwort weiß, dann bitte Antwort direkt an Wolfgang oder an uns. Wir leiten sie dann weiter.


Thomas Heinrich gibt nun Praxistips zum Umgang mit ZIP-Laufwerken am Amiga:

Tips zum ZIP-Laufwerk

SCSI-ZIP-Laufwerke sind auch unter Amiga-Usern recht beliebt, doch früher oder später stellt sich ein Partitions-Chaos ein. Dummerweise sind die Medien nur Mac- oder PC-formatiert, so daß man sie auf dem Amiga mittels HDToolBox neu einrichten muß.

Wer nun statt dessen SCSIConfig von Phase5 benutzt, wird feststellen müssen, daß es ganz andere Werte einträgt, als HDToolBox und somit jedes ZIP-Medium als neues Laufwerk gemounted wird. Schlimmer noch, die neueste Version von SCSIConfig versucht, die ZIP-Medien möglicht effektiv zu beschreiben (nur 3 Blöcke ungenutzt) und unterscheidet sich dadurch von den vorherigen Versionen.

Die Werte, die dabei herauskommen, sind etwas eigensinnig; so wird z.B. ein Zylinder mit 257 Blöcken angelegt, was 128,5 KByte entspricht. Da der erste Zylinder für den (einen!) RigidDiskBlock reserviert wird, hat man einen Verlust von 128 KByte auf dem Medium. Wenn man ein anderes Filesystem als das FastFileSystem benutzt, kann der Platz dazu genutzt werden, eben dieses Filesystem in den RDB zu schreiben, z.B. wenn man SmartFileSystem verwenden will. Trotzdem sind dann noch knapp 80 KByte ungenutzt.

Was kann man tun? Zuerst sollte man eine vernünftige Geometrie austüfteln. Ich benutze die Werte "Cylinder: 3171", "Heads: 2" und "Blocks per Track: 31". Damit läßt man zwar 5 Blöcke (2,5 KByte) des Mediums ungenutzt, liegt aber immer noch besser als HDToolBox, das nochmals 14 Blöcke mehr ungenutzt läßt. HDToolBox besteht außerdem darauf, ZWEI Zylinder am Anfang des Mediums zu reservieren, verschenkt also noch mehr Platz.

Die Variante mit 2 Köpfen liegt außerdem näher an der physikalischen Wahrheit, da ein ZIP-Laufwerk die Medien beidseitig beschreibt.

Hat man also die Geometrie eingestellt, steht man vor dem Problem, alle ZIP-Medien identisch einzurichten. Das heißt jedoch, man muß die Daten von bereits benutzten Medien irgendwo sichern, denn sie gehen beim Ändern der Geometrie, bzw. beim danach nötigen Formatieren verloren.

Benutzt man SCSIConfig, kann man nach der Sicherung ein Medium wie gewünscht einstellen, am besten gleich mit einer Partition über das gesamte Medium, und mittels "Save Changes" speichern. Dann entfernt man einfach die ZIP-Disk und legt eine neue ein, ohne SCSIConfig zu verlassen. Jetzt kann man wieder "Save Changes" anwählen und damit ganz einfach und komfortabel einen ganzen Satz Medien auf den gleichen Nenner bringen.

Ganz wichtig: Vergewissern Sie sich ganz genau und am besten mehrmals, daß Sie auch das ZIP-Laufwerk angewählt haben, sonst zerpflücken Sie womöglich Ihre Festplatte!

Nach einem Neustart kann man die Medien dann formatieren und benutzen, ohne daß jede ZIP-Disk eine eigene Laufwerksbezeichnung erhält.

Sie können sich die Geometrie- und Partitionseinstellungen notieren und alle ZIP-Medien vor der ersten Benutzung so einrichten. Damit ersparen Sie sich viel Ärger und behalten die Übersicht.


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