Dieser Kurs widmet sich der Erleichterung der Arbeit mit der Workbench, der Verbesserung ihrer Funktionen und auch ihrer Verschönerung. Natürlich gibt es unzählige Programme, Patches usw. die dazu beitragen (wollen). Ich werde nicht auf alle eingehen können, hoffe aber, daß hier ein paar Anregungen und Tips bei sein werden, die noch nicht allen bekannt sind.
Bei vielen Programmen gibt es spezielle Formen des Nutzungsrechtes. Es kann sich z.B. um Shareware, Cardware o.ä. handeln. Ich gehe darauf nicht in jedem Fall explizit ein. Eine Demoversion ist so gut wie immer frei erhältlich. Als Quelle fungiert das AMINET.
Verschiedene Funktionen sind auch in Multifunktions-Commodities integriert, im Teil 6 werde ich auf ein Beispiel hierfür eingehen.
| Der Kurs setzt sich aus folgenden Artikeln zusammen: | |
| #1 #2 #3 #4 #5 #6 |
Dieses Mal sind wir beim letzten Teil des WBTuning-Kurses angelangt.
Ich werde nicht wie ursprünglich vorgesehen lediglich einige besondere Merkmale von MultiCX vorstellen, sondern zusätzlich das ebenfalls sehr weit verbreitete MCP.
Diese beiden Commodities stehen stellvertretend für einige weitere Vertreter, die diesen Bereich abdecken, wie z.B. MagicCX, das über die SASG vertrieben wird.
Nachfolgend handelt es sich um keine Tests, sondern es geht wie immer um die Verbesserung der WB und der Erleichterung der Arbeit mit ihr.
Kurz allgemein zu den beiden Programmen:
MultiCX ist mit unter 25 KByte besonders klein und für die saubere systemkonforme Einbindung in das Betriebssystem bekannt, wodurch nur in den seltensten Fällen Unverträglichkeiten durch MultiCX verschuldet sein dürften. Die neueren Versionen sind leicht eingeschränkt. Die Bedienung bzw. die Veränderung der Einstellungen von MultiCX erfolgt im allgemeinen durch die Tooltypes im dazugehörigen Icon-File. Es gibt aber von anderer Seite auch eine MUI-Oberfläche, die das Ganze komfortabler gestaltet.
MCP, das Master Control Programm (wer den Film Tron kennt, bei dem klingelts :), ist mit über 90 KByte wesentlich umfangreicher. Der mitgelieferte MUI-Prefseinsteller, der natürlich nicht permanent läuft, benötigt über 200 KByte.
MCP ist in Sachen Systemkonformität nicht uneingeschränkt zu empfehlen, da in ihm auch eine große Anzahl diverser Hacks und Patches integriert sind, die das originale OS überbrücken. Es empfiehlt sich daher, nach einer Installation und erfolgter Einrichtung auf die persönlichen Bedürfnisse, zuerst eine Testphase einzuschieben, in der man das System beobachtet. Wenn sich diverse Abstürze häufen, die vor MCP nicht auftraten, sollte man an einigen kritischen Einstellungen herumprobieren bzw. sie deaktivieren bis sich das gibt. Das hört sich ziemlich gefährlich an - ist es aber nur, wenn man diesen Rat nicht beherzigt. Auf der Haben-Seite von MCP stehen eine fast unschlagbare Feature-Liste und der Umstand, daß es Freeware ist.
Dieser Umstand verbietet auch alle Merkmale aufzuzählen und zu erklären. Wer sich genau informieren will, sei auf die auch jeweils in Deutsch vorliegenden Dokumentationen der Programme verwiesen.
Viele Hilfmittel, die in den vergangen Kursteilen besprochen wurden, sind in einem oder auch beiden Commodities integriert. Ich werde ein paar von diesen erwähnen, gehe aber vornehmlich auf die Spezielleren ein.
In MCP sind einige Dinge eingebunden, die weit über den ursprünglich angepeilten Einsatzbereich eines MultiCommodities hinausgehen. Da wäre zum Beispiel der komplexe Bildschirm-Manager, mit dem man u.a. Screenmodes umlenken kann, der aber in der Einfachheit der Bedienung nicht mit einigen der etablierten Spezialprogramme mithalten kann.
Dann gibt es neben einer guten Hotkey-Verwaltung, in der man die einsetzbaren Funktionen mit speziellen Tastenkombinationen belegen kann, auch einige weitere Listen.
Eine davon beinhaltet die sehr sinnvolle Funktion PackerPatch. Hier kann man Programme angeben, die zukünftig Packerformate wie z.B. XPK, Powerpacker oder Imploder lesen können sollen, obwohl sie von Hause aus eigentlich dazu nicht fähig sind.
Bei ToolAlias ist die recht bekannte Funktion gemeint, die beim Doppelklick auf ein Daten-Icon nicht das unter Standard-Werkzeug vorgegebene Programm startet, sondern das hier eingestellte (z.B. bei einem Text statt des vorgegeben `More` das bessere `Muchmore`.)
Bei AssignPrefs kann man seine Assigns verwalten und somit die Startup- und User-Startup-Sequence stark verkürzen. Aber Vorsicht: wenn man dieses Angebot nutzt, ist man von nun an auf das Starten von MCP angewiesen!
Speicher-Patch ist für Grafikkartenbesitzer interessant, da sie im Normalbetrieb ihres Rechners (außer für Soundprogramme) nur FastRAM benötigen. Hiermit können sie die Nutzung dessen forcieren und von erhöhter Performance profitieren.
Bei Auswahlfenster Auszeit ist es möglich, spezielle regelmäßig auftretende Requester oder Fenster automatisch beantworten zu lassen (Stichwort: Nervrequester ;). Das macht sich auch gut für längere Aufgaben, die der Rechner ohne ständige Beobachtung ausführen soll (z.B. Raytracing) und man sicher sein will, daß nicht plötzlich bestimmte Meldungen auftreten, die Stunden ungenutzter Zeit ihrer Beantwortung harren, während alle anderen Tätigkeiten unterbrochen sind.
MCX (Kurzform von MultiCX) und MCP gleich (jedenfalls im wesentlichen von der Funktion her) sind z.B. ein Bildschirmblanker. Bei MCP kann man Swazblanker-Module verwenden (ansonsten wird der Schirm nur Schwarz); bei MCX ist ein Moire-Effekt integriert.
Außerdem haben natürlich beide jeweils Mausbeschleuniger, Opaque- Effekt (Fenster werden mit Inhalt verschoben), spezielle Schirm- und Fensterwechselmechanismen, Nutzung der dritten Maustaste (falls vorhanden), TrackDisk zur Floppyprefs-Veränderung, Flagveränderungen (Soundfilter, BlackBorder, Wildstar [als zusätzliche Jokerfunktion]), sowie Hilfsfunktionen für den Apple-Emulator Shapeshifter, um nur einiges herauszugreifen.
Als wichtig empfinde ich auch die MapUmlauts-Funktion, durch die die deutschen Umlaute automatisch in ihre datenfernübertragungstechnisch unbedenklichen Pendants (z.B. `ä` in `ae`) umgewandelt werden.
MCP bietet noch einiges mehr, z.B. auch CycleToMenu, eine SysIHack/ UrouHack-Nachbildung, CacheFont (Fontliste ohne langes Laden sofort), RamPatch (Ram-Fensterrand zeigt wirklich vorhandenen Speicher an) und und und...
Das Suchen nach vielen einzelnen Patchs und Hilfsprogrammen kann man sich mit MCP sparen. Dieses Ziel haben die Programmierer bereits ereicht.
Ob man alles braucht, einem MCP zu "pat(s)chig" ist oder man mehr die Kontrolle über die einzelnen Programme bevorzugt und mit dem "maßvolleren" MCX zufrieden ist, muß jeder für sich selbst entscheiden.
Zur WB-Verbesserung tragen mit Sicherheit beide Programme bei.
Ich hoffe der Kurs hat auf einiges aufmerksam machen können, was vielleicht noch nicht allgemein bekannt war. Wenn er Anregungen vermitteln konnte und wirklich half, ein paar Workbenches zu `tunen`, dann hat er seinen Zweck erfüllt. Schreibt mir!
Gregor Franz.
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