
clickBOOM gibt nicht auf, obwohl in der letzten Zeit einige Softwarentwicklungen eingestellt wurden, macht clickBOOM weiter, getreu dem Motto "die beste Software zu machen, die es gibt". Mit den letzten drei Produkten haben sie es ja geschafft und mit "Napalm - The Crimson Crisis" zeichnet sich einer neuer Stern am Softwarehimmel ab. Das 6.5 MB große Demo, welches schon mit einem Update versorgt wurde, kann man sich derzeit aus dem Aminet oder direkt von der clickBOOM Homepage (www.clickboom.com) downloaden.
"Napalm - The Crimson Crisis" ist ein Strategiespiel wie man es seit "Dune 2 - The Battle of Arakis" nicht mehr gesehen hat. In einer isometrischen Ansicht oder bessergesagt aus der Vogelpers- pektive steuert man seine Einheiten, die von Fußtruppen, über Raketenpanzer, Jeeps und Hubschraubern alles bietet. Dies ist aber nur ein geringer Auszug aus der Palette der ganzen Truppen die einem zur die Missionen bereit stehen.
Das Ziel
Ziel des Demos ist es, den Feind zu zerstören. Um dies zu erreichen,
hat man einige Einheiten und Gebäude zur Verfügung. Nachdem
die Hauptzentrale gebaut ist, hat man die Möglichkeit auch andere
Gebäude zu plazieren. Wie auch in "Dune 2", muß man in "Napalm"
für Geld sorgen, denn das Anfangskapital von 8000 Credits reicht
nicht lange. Um Geld zu bekommen muß man Raffinerien bauen und
Öl fördern, welches dann von Tankern weggeschafft wird. Es gibt
aber nicht überall Öl, sondern nur an einigen bestimmten Flecken
auf der Landkarte.
Spielgeschehen
Nachdem man sich auf der Workbenchoberfläche für den richtigen
Screenmode entschieden hat, startet das Spiel. Wenn das Titelbild
erscheint, ertönt aus dem Hintergrund eine englische Frauenstimme
die einem kurz etwas über "Napalm - The Crimson Crisis" berichtet.
Danach kommt man sofort in den Missions-Screen, auch dort wird einem
via Sprachausgabe die Aufgabe Deiner Mission erklärt.
Tja, und dann geht es auch gleich los. Dein Stützpunkt besteht aus
einer Hauptzentrale und zwei Türmen, die für den nötigen Strom sorgen
dürften. Man hat ca. 20 Einheiten anfangs, das reicht aber in keinster
Weise, so sollte man sich gleich eine Fabrik zur Produktion von
zusätzlichen Einheiten bauen, ist dies geschehen, kann man anfangen
Panzer und Jeeps herzustellen. Die Einheiten greifen selbstständig Feinde
an, jedoch muß man ihnen schon helfen. Hier lernt man die gute Bedienung von
"Napalm" zu schätzen, denn was bei PC Spielen längst Standard
ist, hat man bei diesem Game nun endlich auch eingeführt, es ist die Möglichkeit einen Rahmen über alle Einheiten zu ziehen und somit alle
Truppen gemeinsam gegen den Feind kämpfen zu lassen. Bei "Dune 2" musste
man noch jede Einheit einzeln anklicken und zum Angriff bereit machen,
was bei 40 Fahrzeugen sehr mühsam war. Insgesamt hat man 9 Minuten Zeit,
um den Gegner zu besiegen.
Gameplay
Gesteuert wird "Napalm" über die Maus. Klickt man eine Einheit an, wird
ein symbolischer Rahm gezogen und in einem kleinen Balken die Power angezeigt. Ist eine Einheit aktiv (angeklickt) kann man entweder diese
bewegen, d.h. das ein grüner Kreis als Mauspointer erscheint oder eine
feindliche Einheit angreifen, dazu muß man mit der Maus auf einen Gegner
gehen und wenn der Mauspfeil rot wird, klicken. Bei Gebäuden ist es fast
gleich, klickt man sie an erscheint ein Rahmen mit Poweranzeige. Ist das
Gebäude angegriffen worden, sollte man zuerst mit der linken Maustaste
darauf klicken und dann via rechte Maustaste die Reparatur vornehmen.
Dies wird durch einen rotierenden Schraubenschlüssel signalisiert.
Auf der rechten Seite des Screens kann man sich aussuchen, welches Gebäude man bauen möchte, hat man eine Fabrik fertiggestellt, sollte man
diese aktivieren und dann auf der linken Seite wählen, was hergestellt
werden soll. Oben ist ein Planet zusehen der als Landkarte dient. Hat
man ein Radar, wird anstatt des Planeten die korrekte Karte der Mission
gezeigt, mit allen Einheiten (farblich deutlich getrennt).
Grafik, Animation & Sound
Grafisch wurde "Napalm" sehr gut in Szene gesetzt, zwar sollte man
fairerweise sagen, daß es nur in einer hohen Auflösung (640x512) dem Niveau
eines PC Games gleicht. Aber auch in einer kleineren Auflösung kann
es sich sehen lassen. Ab und zu kommt ein Flugzeug vorbei, welches
Fußtruppen abwirft, die dann nett animiert mit einem Fallschirm auf der
Erde landen. Aus den Gebäuden kommt Rauch und die Fahrzeuge wie auch die
Bodentruppen hat man grafisch gut gestaltet. Toll sind die Explosionen
geworden, wenn zum Beispiel eine Einheit oder ein "Haus" zerstört
wird, stechen Flammen hervor und es qualmt bis nur noch eine Ruine vorhanden ist.
Der Sound beschränkt sich bis auf die gesprochenen Erklärungen
am Anfang, auf Geräusche die man aber überarbeiten sollte. Nervend
fand ich die Sirene, die kurz vor der Niederlage erscheint.
Fazit:
Also "Napalm - The Crimson Crisis" sieht jetzt schon ziemlich gut
aus. Wenn man den Sound noch etwas überarbeitet, und einige kleine
Bugs behebt, dürfte dem Erfolg nichts mehr im Wege stehen. Man hat
sich zwar etwas an PC Spielen wie zum Beispiel "Command & Conquer"
orientiert, aber warum denn nicht. Für jeden Strategiefan dürfte
"Napalm" ein Muß sein, da seid Monaten (ach, fast schon Jahren)
kein vergleichbares Spiel für den Amiga, und wer "Dune 2" schon
toll fand, wird von "Napalm" begeistert sein.
Übrigens, wer sich jetzt schon für "Napalm" entscheidet und es vor bestellt, bekommt kostenlos ein Keyfile für das Demo, mit dem man
20 Minuten zocken kann, 16000 Credits hat und auf mehr Einheiten
zurückgreifen kann.
-mn-