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4. Softwaretest: Worse Format v2.1 (von Sven Dröge)

»Software  :  Worse Format 
Version  :  2.1 
Typ  :  Formatierer für (fehlerhafte) Datenträger 
Autor  :  Szymon Pura (Polen) 
Tester  :  Sven 'Pearl' Dröge (Sven.Droege@UniBW-Hamburg.de
Konfiguration  :  A4000/040-25Mhz 2CHIP-16FAST 
   PicassoIV-4MB 
   2 x 500MB HD 
    
Voraussetzungen:

WorseFormat benötigt zum laufen mindestens Kickstart V37 (WB2.04+) sowie die ReqTools.library ab V38 (ist dabei). Am besten läuft das Programm aber unter WB3.x.

Installation:

WorseFormat ist denkbar einfach zu installieren. Entweder mit dem Installer-Skript oder durch manuelles Kopieren der Schublade.

Nutzen:

WorseFormat formatiert beliebige Datenträger und prüft auf physikalische Fehler.

Zerstörte Blöcke werden markiert und in eine Liste eingetragen. Somit können auch kaputte Datenträger nutzbar gemacht werden.

Präsentation:

WorseFormat ist zum Laufen auf der WB konzipiert. Nach dem Start des Tools öffnet sich ein Fenster und ein Requester, der auf den Status des Programms hinweist (EmailWare).

Das Fenster ist recht übersichtlich gestaltet und einhält in der oberen Zeile die obligatorischen Gadgets (About,Hide,Start,Quit). Das Fenster enthält auf der linken Seite eine Tabelle, in der alle verfügbaren Laufwerke angezeigt werden. Rechts davon stehen Standardinformationen des aktuellen Laufwerks (Treiber, Unit, Anzahl Zylinder, etc.).

Im unteren Bereich kann man den Wirkungsbereich von WorseFormat einstellten, also welcher Zylinderbereich formatiert oder überprüft werden soll.

Ist der Schalter "Quick" aktiviert, dann wird nur überprüft und nicht formatiert (Diese Funktion macht natürlich nur bei bereits formatierten Datenträgern Sinn).

WorseFormat verfügt über eine kontextbezogene Hilfefunktion. Eine Druck auf die "HELP"-Taste ruft die entsprechende Stelle im AmigaGuide auf. Die Hilfe ist recht ausführlich und beantwortet alle Fragen. Sie ist, wie das gesamte Programm in Englisch.

Praxistest:

Nach der Auswahl eines Laufwerks und dem Klick auf den "Start"-Schalter beginnt WorseFormat seine Arbeit nach einer Warnmeldung. Ein Fenster mit einem Prozeß-Balken und der verstrichenden Zeit zeigt den Fortschritt an. Nach dem Prüfen/Formatieren des Datenträgers zeigt das Programm in einem separaten Fenster die Anzahl fehlerhafter Blocks an, die nicht formatiert werden konnten/können. Hier kann man noch einen Namen eintragen und das gewünschte Dateisystem(OFS,FFS,FFS-DC) auswählen. Optional kann ein Standard-Bootblock oder ein Virencheck-Bootblock installiert werden. Falls die Überprüfung ohne Fehler abgeschlossen wurde, kann der Schalter "FileSystem format" aktiviert werden. Dann übernimmt der Device-Treiber des Laufwerks die Initalisation. Somit ist auch die Zuweisung von PFS,AFS oder PC-DOS möglich.

Positiv: Negativ:

Negative Punkte sind eigentlich nicht zu entdecken. Allerdings muß die Frage erlaubt sein, ob man ein solches Programm noch braucht. Bei den heutigen Disketten-Preisen ist es mir eigentlich egal, ob die eine oder andere Disk kaputt ist. Prinzipiell kann man WorseFormat natürlich auch auf Festplatten anwenden, insofern ist das Argument relativ zu betrachten. Für AmigaDOS-Fans wäre eine Kommandozeilenversion interessant gewesen.

Fazit:

Wer defekte Datenträger sein eigen nennt und auf den verbleibenden Speicherplatz nicht verzichten will, der ist mit WorseFormat gut beraten. Es ist klein und versieht seine Aufgabe optimal.«

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