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Testberichte

1. Hardwaretest: A1200-Soundkarte 'Melody1200pro' (von Andreas Wendorf)

»...und da war sie - und nur einen Tag gewartet.

Als ich die Karte ausgepackt habe wir ich erstaunt wie klein die Karte ist. Sie besteht aus 2 Teilen- den Digital- und den Analogteil (20Bit 48kHz). Sie sind beide nicht mal so groß wie meine Handfläche. Um so gespannter war ich was sie leisten wird. Also hab ich erstmal mein Tower aufgeschraubt und habe mir die ganze Sache mal angeguckt. Das Digitalteil wird direkt an den Uhrenport befestigt, der sich unter den ChipRAM befindet. Das Analogteil wird normalerweise im normalen A1200 unter dem DiskettenLW plaziert. Beim Tower hat man die Möglichkeit mit einem Slotblech (muss man bei Bestellung gleich mit angeben) die Karte an entsprechender Stelle zu befestigen. Beim Einbau sollte es keine Probleme geben, nur sollte man aufpassen wenn man das Digitalteil an den Uhrenport stöpselt.

Man kann leicht die Karte versetzt einsetzen (ist mir beim ersten Mal auch passiert), aber die Karte geht dadurch nicht gleich kaputt (bei mir kamen beim Einschalten rote Streifen auf dem Bildschirm). Wenn die Karte dann richtig plaziert ist, sollte beim booten eine LED leuchten die auf dem Analogteil angebracht ist. Möglich ist auch eine zusätzliche Karte auf die Melody aufzusetzen. Die Twister- eine Serielle Highspeedschnittstelle. Es ist sogar Möglich eine zweite Soundkarte anzuschließen. Die Installation der Software erfolgt über die mitgelieferte CD- 30 Sekunden später kann man dann loslegen. Mit dem Kontrollprogramm wird erstmal geguckt ob die Karte auch wirklich geht. Die LED sollte dann ausgehen sobald man auf die Karte zugreift.

Das erste was ich gestartet habe war der "Amplifier", ein Player der MP2,3 AIFF und so weiter abspielen kann. MPEGs werden in diesem Fall direkt über einen DSP abgespielt der sich auf der Karte befindet. Also hab ich mal ein MP3 angewält - und kaum habe ich raufgedrückt gings schon los.

Ich hätte nie gedacht das daß so gut funktioniert. Volle Qualität - und das mit 3% CPU Belastung auf meinem 030er. AIFFs werden wie erwartet auch perfekt abgespielt. Also, ich hab meinen CD Player schon weggeschmissen. Mitgeliefert wird auch ein AHI Treiber. Ich habe diesen mit jeden Programm getestet das ich finden konnte. Hatt alles funktioniert - in super Qualität.

Die Karte hat 3 Eingänge, einer davon intern fürs CDROM. Einen Eingang benutze ich um das interne AmigaAudio Signal durchzuschleifen, den anderen variabel. Mit den Recorder Programm, war es mir kein Problem AIFFs aufzunehmen. Das was grad abgespielt wird kann auch gleichzeitig aufgenommen werden.

Ist die Eingangsquelle zu laut leuchtet die LED auf. Leider ist kein Programm beigelegt das die Pegel grafisch darstellt, aber ich denke dies wird in naher Zukunft passieren.

Folgende Programme liefen bei mir fehlerlos über die Soundkarte:

Amplifier (mein Lieblingsprogramm) 
GeneticSpecies (mein Lieblingsspiel) 
Play16 (ist bei mir nicht mehr wegzudenken) 
Songplayer 
HippoPlayer 
HDRecord 
DigiboosterPro (mein Lieblingstracker, gäbe es nicht den Protracker) 
OctamedSoundstudio2 
um nur einige wichtige zu nennen 
 

Eigentlich kann ich nur positives über die Karte berichten.

Nur eine Sache ist mir noch aufgefallen- als ich die Karte benutzt habe (also Musik über die Karte lief) war es mir nicht möglich vernünftig über die serielle Schnittstelle des Amigas zu arbeiten. Also Internet und Musik hören war erstmal nicht drin. Ich kann aber noch nicht sagen ob das immer so ist, oder ob daß an meiner Konfiguration liegt. Trotzdem eine rundum lohnende Investition.

Wer also von den PC Usern nicht mehr ausgelacht werden möchte, sondern selber auslachen will, der sollte sich diese Karte zulegen.

Überhaupt verstehe ich nicht warum so wenig AmigaUser eine Soundkarte haben?

Wer noch fragen hat oder sonst irgentwas los werden will schreibt an: ramboy@usa.net«

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