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Abschließend

Es ist schon paradox - 24 Monate nach der fast zeitgleichen Einstellung zweier deutscher AMIGA-Magazine hat sich unser Zeitschriftenmarkt - wer hätte das vor einem Jahr zu hoffen gewagt - wieder erholt: Im Moment sind sechs redaktionell unabhängige Titel unterschiedlichster Couleur in monatlicher oder zweimonatlicher Erscheinungsweise erhältlich: Von der neuen amigaOS, die sich beinahe ausschließlich an Software-Anwender richtet und in der Regel ohne Datenträger ausgeliefert wird, bis hin zur AMIGA Future, dem Magazin für Spiele-Fans mit CD-ROM.

Ihren Lesern von allem etwas bieten wollen dagegen die AMIGA Plus, die AMIGA Special und - ebenfalls neu - die AMIGA Fever.

Und trotz seiner jämmerlichen Existenz als Abo-Beilage einer PC-Zeitschrift sollte das einst glanzvolle AMIGA Magazin nicht vergessen werden. Laut Redakteur Thomas Fischer werde man auf jeden Fall das gesamte Jahr 1999 weitermachen - na dann prost Mahlzeit. Hat er vielleicht vergessen, dass der WeKa-Verlag in diesem Punkt auch noch ein Wörtchen mitzureden hat? Mir zumindest ist schleierhaft, wie man, womöglich über Jahre hinweg, die Existenz einer kommerziellen Zeitschrift aufrecht erhalten kann, die nach meiner Schätzung kaum die Leserzahl eines guten Online-Magazins erreicht. Das Schicksal des AMIGA Magazins sollte aber deutlich machen, dass der scheinbar wieder gefestigte deutsche Zeitschriftenmarkt keineswegs so stabil ist, wie es momentan vielleicht den Anschein hat. Ganz im Gegenteil: Auch in Zukunft sind Rückschläge zu befürchten - alles andere käme auf Grund der sehr begrenzten Zahl von AMIGA-Anwendern einem Wunder gleich. Längerfristig kann dem nur ein einziges Mittel entgegenwirken, und dieses würde gleichzeitig den gesamten AMIGA-Markt weltweit stützen: Ein neuer - konkurrenzfähiger - AMIGA - mit welchem Prozessor auch immer.

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch wünscht

euer

Carsten Schröder

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