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Das Gerücht in AMIGA aktuell 10/98 hat sich als wahr erwiesen: AMIGA, Inc. hat auf der Midwest AMIGA Exposition, die Anfang Oktober in den USA stattfand, eine Weiterentwicklung des AMIGA-Betriebssystems für 68k-AMIGAs angekündigt. AMIGA OS 3.5 soll bereits im ersten Halbjahr 1999 auf CD-ROM erscheinen und zur Nutzung das/die OS3.1-ROM(s) benötigen.
Laut AMIGA, Inc. handelt es sich bei dem Projekt, das unter der Leitung von Fleecy Moss steht, um eine Kooperation von rund 20 Entwicklern. Das AMIGA OS 3.5 soll bereit für das Internet sein, was auf eine Integration der wichtigsten Internet-Applikationen (TCP/IP-Stack, WWW- Browser, E-Mailer, etc.) schließen lässt.
Alle Programme, die unter dem OS 3.1 lauffähig sind, 'sollen' auch unter dem OS 3.5 funktionieren.
Die PowerUp-Karten von Phase 5 würden mittels der PowerPC-Systemlösung WarpOS von Haage & Partner unterstützt, jedoch sei dies nur für Fremdapplikationen gedacht: Alle Teile des AMIGA OS 3.5 sollen ausschließlich in 68k-Code geschrieben werden. Laut Fleecy Moss ist Phase 5 über die Entscheidung pro WarpOS nicht erfreut, akzeptiere sie aber.
Weitere Informationen, die AMIGA, Inc. mittlerweile herausgegeben hat:
Mittlerweile hat AMIGA, Inc. Support-Seiten zum AMIGA OS 3.5 eingerichtet, die unter http://boing.amiga.com/3.5/index.shtml erreichbar sind. Bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe ist die Entwicklung der neuen Betriebssystemversion demnach zu etwa 9 Prozent fertiggestellt.
Auch die folgenden Informationen sind den Support-Seiten entnommen:
»Betriebssystem Amiga OS 3.5
Anforderungen
Um Ihr Amiga-System auf OS 3.5 aufzurüsten, muss Ihr Rechner mit folgender Hardware ausgerüstet sein:
| Für bessere Leistungfähigkeit empfiehlt Amiga Inc.: |
| Wenn Sie ein neues klassisches Amiga-System brauchen, setzen Sie Sich |
| mit Ihrem nächsten Amiga-Händler in Verbindung oder prüfen Sie in |
| Amiga-Veröffentlichungen, wo A1200 noch erhältlich sind.« |
| Die Übersetzung aus dem Englischen stammt von Gernod Schomberg. |
| (Quelle des Originals: AMIGA, Inc.) |
»Eigenschaften des Amiga-OS 3.5
... Plus einer Myriarde weiterer Verbesserungen und Eigenschaften.
| Als besonderes Geschenk für die Amiga-Anwender wird | jedes OS 3.5 mit |
| einer Sammlung der Geschichte des Amiga geliefert: | Bücher über die |
| Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.« | |
Die Übersetzung aus dem Englischen stammt von Gernod Schomberg. (Quelle des Originals: AMIGA, Inc.)
In der Zwischenzeit ist auch bekannt geworden, dass die neue Audio-Software ARTAS als RTA-Lösung vorgesehen ist. Es folgen Informationen von der ARTAS- Homepage (http://artas.amiga-software.com):
»ARTAS
Amiga ReTargetable Audio-System
Antworten auf oft gestellte Fragen
Was ist ARTAS?
Obwohl sich aus dem Namen schließen ließe, das ARTAS nur mit Tönen umgehen kann, ist es tatsächlich ein Verwaltungssystem für alle Arten von Datenströmen, wie MIDI, MPEG Audio, Musik und ebenso für Video.
ARTAS bietet ein einfach anwendbares API (Amiga Programmers Interface = Amiga-Programmiererschnittstelle), um mehrfache gepufferte Datenströme zu kontrollieren. Abspielen eines Samples ist leicht: Füllen eines Puffers mit Daten; Öffnen der "artas.library"; Mitteilung an das System, wo die Daten sind, welches Format sie haben und wie schnell sie abgespielt werden sollen. Aufnehmen ist ebenso einfach.
Während Entwickler auf Nicht-Amigasystemen magische Tricks benötigen, um mehrere Komponenten miteinander zu synchronisieren, bietet ARTAS einen eingebauten Sync-Mechanismus, der von Treibern (auf Hard- oder Softwarebasis) getriggert werden kann, und damit das gleichzeitige Abspielen von MIDI und Audio zusammen mit der Videoausgabe zu einer einfachen Sache macht.
Plug-Ins können an alle Arten von Datenströmen angefügt werden. ARTAS verarbeitet notwendige Konversionen intern, ohne dass der Anwender oder Entwickler die einzelnen Datenformate individuell ansprechen muss. Codecs (= Kodierer/Dekodierer) werden aufgerufen, wenn immer sie zur Umwandlung von einem Typ in den anderen gebraucht werden, wie z.B. zur Wandlung von MPEG Audio in den internen Audio-Standard.
Mit ARTAS kontrolliert der Benutzer alle Treiber durch einfache Markierungen. Anwendungsprogrammen, die ARTAS erkennen, sind nicht länger auf das einfache Starten und Stoppen der Datenbehandlung beschränkt.
Was wird durch ARTAS unterstützt?
Wer unterstützt ARTAS?
ARTAS ist eine integrierte Komponente von OS3.5 und steht damit allen Amiga-Anwendern weltweit über die vorhandenen Vertriebswege zur Verfügung. Das bedeutet auch, das es überhaupt nichts kostet (abgesehen vom Preis für die Aufrüstung des OS selbt).
Es gibt Treiber für die meisten Soundkarten am Markt ebenso wie für die eingeführten, aber nicht mehr gefertigten Produkte. Es wird Treiber geben für Hardware-Erweiterungen wie PPC-Karten und DSP-Boards.
Entwickler wohlbekannter Audio-Anwendungen und verwandter Software haben bereits mitgeteilt, dass sie ARTAS unterstützen werden, wenn es für ihre Zwecke verfügbar sein wird.
AHI (Audio Hardware Interface) ist weder überflüssig noch ist es ein konkurrierendes Produkt. ARTAS gestattet die Verwendung von AHI-Treibern zum Zugriff auf Komponenten, die noch keine angepassten Treiber haben. Da die Kontrollmechanismen von AHI begrenzt sind, fügt ARTAS diese Eigenschaften zu AHI-Anwendungen durch asynchrone Editoren hinzu.
Natürlich ist ARTAS vollständig OS3.5-konform, was auch bedeutet, es unterstützt den Einsatz zusätzlicher CPUs wie PPC direkt von Anfang an. Der Umfang der CPU-Belegung durch ARTAS hängt allein von der Anwendung (und den aufgerufenen Treibern) ab, die es benutzt, nicht vom System selbst.
Kontakt: - ARTAS@amiga-software.com - Bitte beachten Sie, dass Sie eventuell bis zum Ende der Computer-98 in Köln warten müssen, bis Ihre eMail bearbeitet wird.
Diese Seite wird so bald wie möglich aktualisiert werden und wird Links zu Projekten, Entwicklungsinformationen und allem weiteren Interessanten über ARTAS bekommen.«
Übersetzt aus dem Englischen von Gernod Schomberg. (Quelle des Originals: http://artas.amiga-software.com)