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4. Vorstellung: PicassoIV / Concierto / Paloma (von Thomas Peter Klug)

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Systembeschreibung :

PicassoIV:

Für den Einbau in mein Zorro-II-System war es erforderlich, ein Stück der Platine herauszulösen (kleine Säge, Zange und viel Geduld...). Danach wurde die Grafikkarte eingesteckt, ein Monitor angeschlossen und der Rechner gestartet.

Nach Installation der Picasso96-Software rebooten, einen Picasso-Screenmode ausgewählt und... es klappt!!! Dies war einer _der_ Momente im Leben... Seit diesem Tag so gut wie nie mehr flimmernde Bildschirme und Farbtiefen bis 24bit; allerdings merkte man dann, dass nur ZorroII dahintersteckt.

Concierto:

Die Concierto ist ein kleines Modul, das einfach auf die vorbereiteten Steckplätze der PicassoIV gesetzt wird, ein kleines Flachbandkabel stellt die Verbindung zum Slotblech her, das die verschiedenen Ein- und Ausgänge zur Verfügung stellt.

Mit AHI ist es nun möglich, Audiodaten in Stereo und 16bit wiederzugeben. Die MIDI-Fähigkeiten habe ich mangels Know-how nicht testen können. Mit der Software ConciertoMixer lassen sich verschiedene Audioquellen mischen, d.h. man kann extern von einer Quelle einspielen, lässt PAULA ein MOD-File wiedergeben und veranlasst gleichzeitig, dass über AHI/Concierto MPEG-Audio-LayerIII-Daten kristallklar wiedergegeben werden; das alles lässt sich mit unterschiedlichen Lautstärken mischen und wieder über eine Stereoanlage ausgeben.

Meiner Erfahrung nach ist allerdings ein 68060 Voraussetzung! Auch hier stellt ZorroII einen Flaschenhals dar!

Paloma :

Ebenfalls ein Steckmodul, klein aber fein. Ein kleiner Verlängerungsstecker bildet eine Art Adapter, der es ermöglicht, durch das Slotblech der PicassoIV hindurch ein normales Antennenkabel mit der Paloma zu verbinden.

Meines Erachtens die absolute Krönung: Mit der Software PalomaTV kann man auf der Workbench in einem Fenster oder auf Wunsch auf einem eigenen Screen fernsehen! Zwischen verschiedenen Fenstergrößen und dem eigenen Screen kann per Tastenkombination hin- und hergeschaltet werden, außerdem kann die Größe des Fensters mit der Maus beliebig verändert werden. Eine Art Sendersuchlauf stellt anfangs die empfangbaren Sender fest, und diese Daten werden in einer Textdatei gespeichert.

Über eine Fernsteuerung (GUI) können dann den einzelnen Sendern entsprechende Namen gegeben werden, die als Option auch ins Bild eingeblendet werden können. Die Paloma dient als zusätzliche und natürlich auch mischbare Audioquelle im System.

Bei der Paloma ist es egal, in was für einem System sie eingesetzt wird, da die Videodaten direkt in den Grafikspeicher der PicassoIV geschrieben werden, der Zorro-Bus wird nicht belastet.

Fazit:

Die PicassoIV/Picasso96 hat ja große Konkurrenten, nämlich die CyberGFX- Karten von Phase 5 und das CyberGraphics-System, welche von allem und jedem unterstützt werden.

Software, die das Picasso-System unterstützt, ist aber stark im Kommen, zumal Village Tronic mit den AddOns (Pablo, Concierto, Paloma) zur PicassoIV die Nase eindeutig vorn hat. Von vornherein haben sie auf die Ausbaubarkeit ihres Systems geachtet, und nach und nach sind die AddOns erschienen, welche durch die Bank weg ihr Geld wert sind und die angepriesenen Features und Leistungsdaten auch einhalten... Für ca. 1200,- DM erhält man eine leistungsfähige PicassoIV mit Concierto und Paloma, und hat dann einen Amiga, der dem Begriff Multimedia einen neuen Klang verleiht.

Zur Zeit kämpfe ich mit mir, ob ich mir nicht einen A3000 besorgen soll, denn auf AGA kann ich verzichten, aber ZorroIII hätte ich gerne, um das Maximum herauszuholen. Das würde aber bedeuten, dass ich eine neue Turbokarte bräuchte...

Man verzeihe mir, einem Amiga-Fan der ersten Stunde, einem getreuen Anhänger des PicassoIV-Systems, der ein wenig stolz auf seinen Rechner ist...

Thomas Peter Klug alias <RaYDOgG> E-Mail: thomas-peter.klug@db.com «

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