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Der Lieferumfang des Scandoubler besteht aus dem Hardwareteil (drei miteinander verbundenen Aufsatzplatinen und dem VGA-Anschluss) und der Einbauanleitung.
Die Einbauanleitung beinhaltet den Einbau in einen Original-A1200 und den Einbau in einen Infinitiv Tower. Soweit ich es beurteilen kann, ich habe noch das Original-Tischgerät, ist die Anleitung ausreichend, um den Einbau auch durch einen unerfahrenen Bastler mit Erfolg ausführen zu lassen. Nach Beendigung habe ich den Amiga an einem Yakumo-Monitor erfolgreich getestet. An einem Diamond-Monitor ist es aber zu leichten grünen Streifen bei allen Auflösungen gekommen. Man sollte also vorher testen, ob der gewünschte Monitor auch mit dem Scandoubler ohne Probleme zusammenarbeitet. Leider hat die ganze Sache ein Problem. Da ich annehme, dass ein Großteil der Amiga-User nachträglich ein HD-Laufwerk (z.B. von Amtrade) oder die Hardware eingebaut hat, die den Laufwerksfehler des neuen Amiga 1200 beseitigt, ist dieser Punkt nicht zu verachten.
Beide interne Einbauten greifen nämlich auf den Baustein U7 zu. Somit muss man sich entscheiden. Laut Aussage von Micronik sollte aber der Umbau (umlöten der Drahtbrücke an der Unterseite der Hauptplatine) bei diesem Problem helfen. Leider funktionierte dies bei mir nicht.
Somit blieb mir nur eine Lösung: Umtausch des Scandoublers. Dies führte zu nachfolgendem Test.
Dieser Scandoubler besteht nur aus einer Platine, die auf den Grafikchip aufsetzt und mit einem Kabel nach außen geführt werden kann. Der Einbau erfolgt genauso wie vorgenannt beschrieben, es ist also nur noch eine Platine einzusetzen und das Kabel nach außen (Blechschere wird empfohlen) zu führen. Der freie Anschluss wird also nicht belegt. Die Qualität des Bildes entsprach der des Micronik-Scandoublers. Am Diamond-Monitor konnte ich ihn leider nicht testen, da ein anderes Problem schon am Yakumo-Monitor und dem MS 15 AX auftrat. Der Mauszeiger verschwand ca. 2 cm von der rechten Seite aus. Funktionen wurden zwar ausgeführt, aber dies ist ja nicht Sinn der Sache.
Also folgte der nächste Umtausch. Da jetzt schon das erweiterte Modell verfügbar war, wurde dies bestellt.
Über die Probleme bei dem Umtausch mit der Fa. Vesalia schweigen wir lieber [Warum? ;-) ; Anm.d.Red.] und bleiben bei den Fakten der Hardware. Vom Aufbau entspricht der Flicker-Magic dem Scandoubler. Mit ihm können nun auch die Interlaced-Auflösungen genutzt werden. Die normalen Interlaced- Auflösungen können nun genutzt werden.
Productivity-Interlaced wird weiterhin mit Flimmern dargestellt. Alle anderen Interlaced-Modi werden fast flimmerfrei dargestellt. Im Hintergrund ist immer noch ein leichtes Flimmern festzustellen. Ob es dieses Problem auch bei den teureren Ausführungen für den Amiga gibt, entzieht sich leider meiner Kenntnis.
Für die korrekte Darstellung des Productivity-Modus benötigt der Flickerfixer ca. 3-5 Minuten zum Warmlaufen. Davor ist mit starken Störungen zu rechnen.
Dass solche Schwachpunkte immer wieder in den Tests von Magazinen nicht erwähnt werden, stimmt mich allerdings sehr nachdenklich. Als Monitor war bei diesem Test (Flicker-Magic) der MS 15 AX von Vobis im Einsatz.
Robert Schwandner«