9. Kurzmeldungen
- In der März-Ausgabe der Zeitschrift Com-Digit hat der Software-Hersteller
Corel offenbar angekündigt, das Programmpaket Corel Office in einer
Version für den Amiga der nächsten Generation auf den Markt zu bringen.
- Im Moment ist nicht ganz klar, ob AMIGA das geplante Entwicklersystem
weiterhin mit einem "Amiga auf einer Karte" für den PCI-Steckplatz
ausliefern wird. AMIGA-Präsident Jim Collas hat angedeutet, dass Amiga-
PCI nicht definitiv gestrichen worden sei. Zuvor verlautete aus Kreisen
des in das Projekt involvierten Siamese Systems Limited, dass AMIGA das
PCI-Projekt aufgegeben habe.
- AMIGAs Internet-Homepages http://www.amiga.de und http://www.amiga.com
sind neuerdings inhaltlich identisch. Gestaltet wird das Angebot von
Matthias Grohmann, einem Mitarbeiter der deutschen AMIGA-Niederlassung.
- Die AMIGA-Offiziellen sind unterschiedlicher Auffassung darüber, wer die
Schuld am bisherigen Stillstand trägt. Während Petro Tyschtschenko, der
Leiter der deutschen AMIGA-Niederlassung, in einem Interview indirekt die
ehemalige Führung der amerikanischen Entwicklungsabteilung mit dafür
verantwortlich machte, die etwa gegen die Entwicklung des Amiga OS 3.5
gewesen sei, sieht AMIGA-Präsident Jim Collas im Mutterkonzern Gateway
den Schuldigen, der den Amiga nicht genug unterstützt hätte. Jeff
Schindler, ehemals Chef von AMIGA, Inc., träfe keine Schuld.
- In demselben Interview hat Petro Tyschtschenko bekannt gegeben, dass
Jim Collas noch in diesem Monat nach Deutschland kommen wird.
- Es ist die Rede davon, dass eine inoffizielle Alpha-Version des Amiga OS
3.5 bereits in diesem Monat erscheinen soll, für Mai sei eine erste Beta-
Version geplant. Die Auslieferung des Amiga OS 3.5 an Endkunden soll im
August starten.
- Laut der 'Frequently asked questions' (FAQ) von AMIGA zum Amiga OS 3.5
ist für das Betriebssystemupgrade ein Verkaufspreis von 49,95 US-Dollar
bzw. 98 Mark vorgesehen. Wer jetzt einmal umrechnet, wird bemerken, dass
in diesem Fall die amerikanischen Käufer das Amiga OS 3.5 deutlich
günstiger erwerben könnten als die deutschen bzw. europäischen Anwender,
die ca. zehn bis fünfzehn Mark mehr zahlen müssten. Sollten die Pläne
tatsächlich so umgesetzt werden, stellte dies eine sehr fragwürdige
Preispolitik dar, da kaum damit zu rechnen ist, dass sich bis August ein
Wechselkurs von 2 Mark pro US-Dollar ergibt.
- Auf http://ugn.amiga.org/events/audio/amiga99/ lässt sich nun die von
Jim Collas auf der Amiga 99 gehaltene Rede in den Formaten MP3 und ADPCM3
herunterladen.