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5. Hardwaretest: 'Highscreen 4-fach-Auto-Data-Switch' (von Axel Teichmann)

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Getestetes Gerät: HIGHSCREEN 4-fach-Auto-Data-Switch 
Passende Software: amias154p.lha aus dem Aminet 
Artikel-Nr.: 8969 462136 
Art: Automatischer Datenumschalter für 4 Rechner / 1 
 Drucker oder 4 Drucker / 1 Rechner 
Gekauft bei / Preis: Vobis Superstore Hannover / 99.95 DM 
Tester: A.Teichmann@gmx.net 
Testzeit: 2 Monate 
Verwendete Hardware: Amiga4000/040, OS3.0 25Mhz, 16 MB Fast-RAM, 2 MB 
 Chip-RAM 
 Intel Pentium II 200Mhz, Canon BJC 610, HP Laserjet 
 4l, Canon BJC 7000, Star LC 10 
  
Installation:

Das Gerät wird einfach mit je einem 25-pol. Verlängerungskabel an bis zu 4 Rechner angeschlossen. Abgehend von der automatischen Weiche wird noch der Drucker angeschlosssen. Das ist alles. Das Gerät benötigt keinerlei externe Versorgungsspannung.

Umgekehrt kann die Weiche auch als Port-Vervielfacher angeschlossen werden, also 1 Rechner an 4 Drucker, wofür aber eine Extra-Software für die Umschaltung vonnöten ist.

Aufmachung:

Das Gerät macht einen sehr kompakten und professionellen Eindruck. Das Gehäuse hat gerade die Größe, um alle Schnittstellen und Schalter aufzunehmen.

Mitgeliefert wird eine PC-DOS-formatierte Diskette, die die Software für DOS und Windows enthält, um die Weiche für die Betriebsart 1 Rechner/ 4 Drucker verwenden zu können. Auf der Diskette befindet sich zusätzlich der Quellcode in C und Clipper, um es auf anderen Systemen portieren zu können.

Anleitung:

Die Bedienungsanleitung beschränkt sich auf eine DIN-A4-Seite, auf welcher sich die Garantiebelehrungen, eine Installationsanweisung und die Schalterbelegungen befinden.

Praxis-Hardwaretest:

Das Anschließen der Kabel brachte die wenigsten Probleme mit sich. Die Umschaltung mittels mehrerer Rechner (Amiga, PC, Laptop) auf einen Drucker erwies sich als funktionell und sehr gut gelöst. Es gab keinerlei Beanstandungen, das Gerät funktioniert tadellos, genau so wie seine "billigeren" Kollegen unter 30/40 DM. Auch die manuelle Betriebsart funktionierte einwandfrei.

Die andere Betriebsart "1 Rechner / 4 Drucker", die diese Weiche erst interessant macht, erfordert die Verwendung einer Software, die vor jedem Druckjob einige kleine "Steuerkommandos" an die Weiche sendet, die die Weiche veranlasst, den entsprechenden Port zu wählen. Leider gibt es für den Amiga keinerlei Software, so dass ich diese Funktion erst mal auf dem PC getestet habe. Die Software, die mitgeliefert wird, ist aber eher funktionell als schön anzusehen. Nachdem ich die Weiche dem "Printman"- Programmierer Stephan Rupprecht zugeschickt hatte, hatte er auch schon kurze Zeit später eine Ansteuersoftware dafür entwickelt, die tadellos mit dieser Weiche zusammenarbeitet.

(Praxis-Softwaretest:)

Die Software besteht z.Z. noch aus einem einzigen Programm, welches hervorragend alle Funktionen beherrscht. Die Anleitung ist zwar in Englisch gehalten, aber sie ist leicht verständlich.

Die Software ist vom CLI mittels Parameterübergabe verwendbar, um evtl. aus anderen Programmen eine Umschaltung zu bewirken, oder auch mittels einer kleinen Oberfläche von der WB verwendbar, wo man sogar den einzelnen Buttons eigene Bezeichnungen zuordnen kann.

Die Software unterstützt die IOBlix, Multiface 3, und sogar mit einer kleinen Modifikation der Hardware den internen Parallelport des Amigas. Die Software verträgt sich außerdem ausgezeichnet mit evtl. Druckerspoolern, à la "Printman".

Das Programm ist Shareware (5 Mark) und voll lauffähig. Geplant ist laut Aussage von Stephan Rupprecht eine Einbindung als Device, um es auch von Turboprint aus direkt nutzen zu können.

Die Software für die Umschaltbox kann man als sehr gelungen und enorm flexibel einstufen, da es ja keine Alternativen gibt.

Positiv:

Sehr gute Verarbeitung und funktion. Möglichkeit zur Erweiterung des parallelen Ports auf bis zu 4 Schnittstellen, ohne Umstecken.

Softwarelösung aus dem Aminet auf dem Amiga besser gelöst als auf dem PC.

Negativ:

Sehr hoher Preis. Leider keine Software für den Amiga dabei. Relativ kurz gehaltene Anleitung.

Fazit:

Seitdem es jetzt auch eine Software für diesen Schnittstellen- Vervierfacher gibt, ist das Gerät sehr zu empfehlen. Wer die Funktion der vier wählbaren Schnittstellen nicht benötigt, sondern lediglich zwischen mehreren Rechnern einen Drucker teilen will, der ist mit billigeren Geräten besser bedient, zumal auch dort, genau wie hier an PCs, der bidirektionale Datentransfer ausgeschaltet werden muss.

Axel Teichmann <A.Teichmann@gmx.net

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