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»Vorwort
Für alle, die noch nicht wissen, was Amiga Forever ist: Es ist ein Emulator, mit dem man, wie der Name schon sagt, unseren Amiga-Rechner auf einem PC emulieren (nachbilden) kann.
Installation
In der mir vorliegenden Testversion bestand die Amiga Forever Online Edition aus einer etwa 6,5 MB großen Exe-Datei, die nach dem Starten alle Programmteile entpackt und den Installation-Assistenten startet, der einen durch die wirklich einfache Installation geleitet.
Während der Installation muss man eigentlich nur den Installationspfad angeben und sich entscheiden, ob auch der Amiga Explorer installiert werden soll.
Programmstart
Nachdem man nun alle notwendigen Dateien installiert hat und der Rechner neu hochgefahren ist, kann man Amiga Forever starten.
Dies geschieht auf wirklich einfache Weise, indem man ins Start-Menü von Windows geht und dort unter dem Menüeintrag - Programme - Cloanto - Amiga Forever -, der bei der Installation angelegt wurde, den LAUNCHER startet. Hat man ihn gestartet, öffnet sich eine komfortable Menübox, von wo man nun entweder direkt schon vorkonfigurierte Emulationen von Amiga OS 1.3 bis Amiga OS 3.0 starten kann oder aber in das Konfigurationsmenü von WinUAE kommt (Anm.: dieser Online Edition von Cloanto liegt nur die UAE-Version für Windows bei, andere z.B. DosUAE kann man später kostenlos downloaden) oder sich aber die Dokumentation anschauen kann.
Im ausführlichen Konfigurationsmenü kann man einfach per Mausklick alle wichtigen Einstellungen verändern, um die Emulation an das vorhandene PC- System anzupassen.
So kann man z.B. die Größe des Fast- und Chip-RAMs festlegen, das der emulierte Amiga besitzen soll, das Kickstart 1.3 oder 3.0 (sind bereits als Rom-Images dabei), den Sound emulieren oder nicht, die Darstellungsart der Emulation - im Fenster oder als Vollbild -, Ein-/Ausgabegeräte, und, und, und...man sollte wirkliche viele Konfigs ausprobieren, um die Emulation an die Ausstattung des PC anzupassen.
Als erfahrener Amiga-User sollte man eigentlich mit diesem Konfigurationsproggi keine Probleme haben. (Anm.: Man sollte unbedingt der Emulation Z3-Speicher geben, damit die rechenintensiven chunky-to-planar- Umrechnungen für die Amiga-Grafikdarstellung entfallen.)
Geschwindigkeit
Also ich habe A-Forever auf zwei Systemen getestet: 1. P90, 2MB Graka, 16MB RAM, Win 95 - dieses System ist eigentlich nur Leuten zu empfehlen, denen es Spaß macht, auf einem A500 Raytracing zu betreiben. Das soll heißen, dass man zwar den Emulator zum Laufen bekommt, aber er sehr sehr langsam ist.
2.PII 350MHz, 16MB Graka, 64MB, Win 98 - auf diesem System kam schon richtig Amiga-Feeling bei mir auf, und ich muss sagen, dass ich das Gefühl hatte, an meinem A1200/040 zu arbeiten.
Programmpaket
Der Online-Edition, die ich hier getestet habe, lagen schon einige nützliche Proggis bei, so z.B. als Schmankerl Personal Paint 7.1 (auch von Cloanto), Toolmanager, als Grafikkartentreibersystem Picasso 96, AmiToRTF, DirDiff , die kompletten Amiga OS-Files und der AExplorer.
Zum AExplorer muss ich sagen, dass er zum Datenaustausch zwischen Amiga und PC dienen soll(?!), via serielles Nullmodemkabel oder aber TCP-Stack. Leider konnte ich ihn in meinem Test nicht dazu bringen, Daten zu übertragen, obwohl PC2AM bei mir problemlos über die serielle Schnittstelle funktioniert.
Fazit
Die Amiga-Forever-Online-Edition kann ich eigentlich nur jedem empfehlen, der gezwungen ist, an einem PC zu arbeiten, aber seinen Amiga nicht vermissen möchte.
Ich hoffe, dieser Test hat allen ein wenig weitergeholfen, und man mag mir einiges nachsehen, denn es war mein erster.
CU Maik Mettner
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