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Jetzt geht's los!
Dieser Ausruf war schon des öfteren zu vernehmen, etwa als Escom 1995 die Amiga-Reste übernahm oder zwei Jahre später Gateway (2000) dasselbe tat. Doch noch nie habe ich so enthusiastische Amiga-Anwender erlebt, wie im Moment. Ich habe mehrere Berichte von Usern gelesen, die auf der Amiga 99 die Gelegenheit hatten, mit Amiga-Präsident Jim Collas zusammenzutreffen. Sie waren durchweg von seinen Plänen überzeugt und, noch entscheidender, auch davon, dass sie tatsächlich realisiert werden. Einen solchen Vertrauensvorschuss für den neuen Mann an der Spitze habe zumindest ich in den letzten Jahren nicht beobachten können. Auch die 'standing ovations' der Messebesucher nach Jim Collas' Rede sprechen eine deutliche Sprache.
Am Rande der Messe fand ein Treffen zwischen Vertretern von amerikanischen Usergroups und den AMIGA-Mitarbeitern Jim Collas, Jim VonHolle, Jeff Schindler, Bill McEwen und Darreck Lisle statt. Dabei wurden wesentliche Verbesserungen, die Kommunikation zwischen AMIGA und den Anwendern, speziell den Usergroups, vereinbart. Ganz konkret geht es darum, dass die Amiga-Gemeinde von nun an über alle für sie wichtigen Dinge informiert wird.
Im Moment ist AMIGA mit dem Umzug nach San Diego beschäftigt, danach wird sich jedoch zeigen, ob das Unternehmen seine gemachten Zusagen einhält. Ein Teilnehmer an dem Treffen erklärte jedenfalls, dass er zum ersten Mal wirklich das Gefühl gehabt hätte, von AMIGA ernst genommen zu werden und mit den Vorschlägen nicht auf taube Ohren zu stoßen.
Nach Meinung nicht Weniger ist dies die letzte Chance, um das Überleben des Amiga zu gewährleisten, und so wie es im Moment aussieht, scheinen Gateway und AMIGA alles daran zu setzen, um sie zu nutzen.
Wer weiß, vielleicht geht ja der Februar 1999 als der Monat in die Geschichte unseres Computersystems ein, in dem mit Jim Collas der Amiga- Erretter erschien... Wir können es nur hoffen.
Ein frohes Osterfest wünscht
euer
Carsten Schröder