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3. Bericht: Towerhawk 1200ex - A1200-Towergehäuse von RBM (von Ron Rickert)

»Benutzte Hardware:

A1200 Kickstart 3.0
A4000-Tastatur
880k-Floppy
IDE-Festplatte
ATAPI-CD-ROM-Laufwerk
Blizzard 1230-IV+FPU mit 16 MB RAM
PicassoII+

Am 19.02.'98 habe ich per Telefon den Tower samt "OnBoard 1200ex" geordert. 
Nach langer Wartezeit habe ich dann den Tower bekommen. Leider hat das 
Ganze schlappe 48 Tage gedauert, bis er endlich kam. Bei RBM hat man mir 
gesagt, daß es eine so große Nachfrage gibt, daß man leider nicht mit der 
Produktion hinterherkommt. Ich freue mich, wenn dies der Fall ist. Der 
kommerzielle Amiga-Markt ist also noch nicht tot! :-)

In Null Komma nichts habe ich die Verpackung entfernt und den Tower 
ausgepackt. Das Design des Towers ist wirklich ansprechend.

Enthaltene Teile:

- Das Gehäuse
- KeyON, Tastaturinterface
- Schrauben, Muttern etc.
- Anschlußkabel für das Diskettenlaufwerk
- Anschlußkabel für 2.5"-Festplatten
- Anschlußkabel für 3.5"-Festplatten, CD-ROM-Laufwerke
- Adapter für die Stromversorgung durch das ATX-Netzteil
- "OnBoard 1200ex", ZorroII-Board - erweiterbar auf ZorroIII

Nun stand dem Umzug des A1200 nichts mehr im Weg. Schnell die Anleitung, 
ein kopiertes Blattwerk, aus der Verpackung geholt und los ging's. Aber was 
ist das - die Anleitung beschreibt ja einen anderen Tower. Nach kurzem 
Stutzen war mir aber klar, daß es gar kein Problem ist, den Umbau auch mit 
dieser Anleitung zu vollenden, da sich im wesentlichen die Unterschiede in 
Grenzen hielten. Leider gab es zum Zeitpunkt, an dem ich das ZorroII-Board 
bekommen habe, noch gar keine Anleitung ("Unser Chef ist gerade dabei, die 
Anleitung zu schreiben. Es ist aber kein Problem, das Board auch so 
einzubauen!" - Zitat von RBM). Nach einem kurzen Gespräch mit einem 
Techniker von RBM war es auch kein Problem mehr.
An dieser Stelle sei gesagt, daß auch ein weniger erfahrener 
Computerbesitzer mit etwas Geduld den Einbau schaffen kann. Wer es sich 
nicht zutraut, kann ja immer noch den Amiga-Händler seiner Wahl damit 
beauftragen.

Die Seitenverkleidung des Towers abgeschraubt, und der Tower offenbarte 
seine inneren Werte. Das neue Haus meines A1200 ist wirklich groß, dachte 
ich mir und fing an, den 1200er aus seinem alten Gehäuse zu bauen.

Der A1200 wanderte flink aus seinem alten Gehäuse auf das Blech im Tower, 
an welchem das Motherboard fixiert wird. Nun folgte die Montage des 
ZorroII-Boards.

Das "OnBoard 1200ex" wird einfach auf den A1200-Expansions-Steckplatz 
gesteckt und am selben Blech wie das Motherboard befestigt. Fertig ist die 
Montage. Alles sitzt fest.
So, jetzt noch den Jumper setzen, wie es auf dem ZorroII-Board steht, die 
PicassoII+ in einen Zorro-Slot, HDs und CD-ROM-Laufwerk angeschlossen, für 
Spannung gesorgt und den Rechner eingeschaltet. Warten - die Workbench ist 
da. CaberGraphX installiert - Reset.
Voila, Auflösung ändern, und die Workbench strahlt in einer nie dagewesenen 
Farbenpracht. 

Fazit:

Ein besonderes Gimmick ist die Möglichkeit, den Tower per Tastatur ein- und 
auszuschalten. Da das Netzteil aber dann nur in den StandBy-Modus schaltet, 
wird ständig Strom verbraucht, was in der heutigen Zeit eigentlich nicht 
mehr zu vertreten ist. (Ein kurzer Appell zum Stromsparen.)

Leider ist die mit dem Tower ausgelieferte Dokumentation aus o.a. Gründen 
weniger gelungen. Die Hardware scheint mir problemlos, da ich bis jetzt 
keine Inkompatibilitäten feststellen konnte.

Mir gefällt die Möglichkeit, das "OnBoard 1200ex" später auf ZorroIII 
umrüsten zu können. Es wird ein A4000-kompatibler CPU-Steckplatz kommen, 
damit A4000-Turboboards betrieben werden können. Interessant ist auch die 
Kombination von ZorroIII-Erweiterung mittels "ONBoard 1200ex Z3" und A1200-
Turbokarten dank des "TurboON 32 Blizzard". So ist die alte Turbokarte auch 
noch mit ZorroIII-Board benutzbar. Es bleibt abzuwarten, was sich RBM noch 
so einfallen läßt, um dem A1200 neues Leben einzuhauchen.

Ron Rickert

riker@gate.teuto.de«