Es war schon viel Wein geflossen, das sah Darnok schon auf den ersten Blick. Es handelte sich eindeutig um eine Hochzeit, mit einem ungewöhnlichen Brautpaar, das aus einem Menschen und einer wunderschönen Elfe bestand. Er hatte kräftiges, schwarzes Haar, während sie Knöchellanges, silbernes hatte. Er erkannte auf diese Entfernung ihre Augenfarben: der Bräutigam hatte stahlgraue Augen, während die Braut bernsteinfarbende hatte, was für ihr Volk was ganz besonderes war. Menschen und Elfen tanzten ausgelassen um ein großes Feuer, wozu eine kleine Kapelle aus angehörigen der beiden Völker aufspielte. Es durchflutete seine Adern wie eine Welle des Hasses. Die Flüssigkeit des Hasses entfachte das schwarze Feuer der Wut in seinen Körper und er schoß aus seinen Versteck hervor. Mit seinen ersten Hieb tötete er den Bräutigam und noch in der selben Bewegung tötete er die Braut und riß sein Schwert hinaus. Er spürte einen Schlag in seinen Rücken und ehe er sich versah, zeigte aus seinen Bauch die Spitze einer Spitzhacke raus. Er schrie kurz auf als die Spitze der Hacke durch seine Innereien fuhr.
Dann drehte er sich um und sah einen Jüngling, der ihn mit offenen Mund anstarrte. Darnok lachte kurz trocken auf und stieß das Schwert in den Torso des Angreifers raus. Mit einen Ruck zog er die Hacke aus seinen Körper und wunderte sich nicht weiter darüber, daß die Wunde von einer Sekunde auf die andere zuwuchs. Als er wenig Später sein Werk beendet hatte, verspürte er ein perverses Gefühl der Befriedigung. Er suchte den Dorfplatz nach der Krähe ab, und fand sie, wie sie gerade sich an einen der Opfer, doch das Beachtete Darnok nicht weiter, es war unwichtig. Sein Gebieter beendete das schaurige Mahl und stieg dann hoch und flog gen Norden, zu den Alten Bergen. Doch in seinen Gedanken enstand ein neuer Name für die einst so idillische Landschaft, die sie für alle Zeit prägen sollten: "Die Schwarzen Berge"
Als es Tag wurde, hatte Darnok ein ungutes Gefühl, die Sonne war ihm im Herzen unangenehm. Ihm wurde durch den Schein der Sonne irgendwie übel. Er erbrach sich am Wegesrand und wußte nicht mehr wo oben und unten war. Er mußte sich zwingen weiterzugehen. Bevor es zur Mittagsstund schlug, war er zusammengebrochen. Er wußte nicht wieviel Uhr es war als sich Szumkarim`al Tors, der Göttin des Schlafens und des Vergessens, Schleier lichtete. Er spürte wie eine kühle, Wohlschmeckende Flüssigkeit durch seine Kehle floß. Er öffnete die Augen, und war kurzzeitig von dem hellen Schein von Sulphurs Auge geblendet. Der Sonnengott schien umbarmherzig auf die Erde und zeigte sich von Targans Spirenzchen nicht im geringsten beeindruckt. Er schien aber in einer Kraft zu scheinen, die er noch nie erlebt hatte. Ob er er und Targan wohl einen gemeinsamen Komplott gegen Karon geschmiedet hatten? Wer weiß... Er blickte sich um, und blickte in das Gesicht eines Jungen Mannes, der etwas weichlich aussah. Sein Verwirrter Blick traf auf einen besorgten, Saphirgrüne Augen sahen in Blaue. Und Darnok wußte sofort wer sein nächstes Opfer sein würde. "Wo bin ich?" fragte Darnok mit schwacher Stimme "Und wer bist du?" Darnoks Gegenüber Antwortete: " Ihr seid auf der Straße nach Shayolghul und ich bin Leonardo, Sohn des Capriodi. Und was ist euer Name, und wieso lauft ihr mit einen Schwert herum, das Schwarz wie die Nacht ist? " Er lächelte. " Ich bin Darnok, Sohn des Matrim und das Schwert gehöhrte meinen Vater. Habt Dank das ihr mir geholfen habt. " Er musterte kurz den Jungen. Er hatte ein Milchgesicht und ein weißes Leinenhemd an. Darüber Trug er einen grünen Mantel und er hatte eine Hose aus Schwarzen, weichen Leder an und dazu ein paar roter, leichter Stulpenstiefel. Seine Eltern mußten Reich oder sogar Adlig sein, wenn er sich so Kleiden konnte. An seiner Seit hingen ein leichtes, reichverziertes Schwert und ein schwerer, ebenso reich verzierter Dolch. Doch er sah so aus, als könne er sie nur zum Sportlichen Fechten Gebrauchen als für ein ernstes Gefecht. Er versuchte sich aufzurichten, was nach einigen Versuchen und tatkräftiger Mithilfe von Leonardo dann auch glückte. Als er endlich stand, mußte der Tag schon den Ende entgegen gehen, was er an der aufkommenden kühle merkte. " Sagt, werter Freund, was gibt`s in Shayolghul? " fragte Darnok mit Honigsüßer Stimme. " Shayolghul? Das ist die Großartigste Stadt, die Artex( Die Welt) jemals gesehen hat! In ihr residiert der König und..." "Wer?" unterbrach ihn Darnok "Na der König Jeszariael, sagt bloß, ihr wißt nicht was ein König ist?" Ohne eine Antwort sprach er weiter. " Also, ein König ist Gleichzeitig der Hohepriester des Targan und beherrscht das Leben aller Menschen, die sich in seinem Gebiet befinden. Er vollzieht die Opferungen und vergibt die Frauen. Mein Vater ist ein Vasall des Königs und es steht gut, das ich mindestens Vier Frauen kriege. Ich werde dann eine dem Neuen Vater der Götter, Targan, Opfern... Dann werde ich im Paradies Targans nach meinen Tode Leben, den Schloß der Träume und..." Darnok achtete nicht mehr auf das Gerede des Jungen, denn er hatte die Krähe, seinen Meister gesehen, und es durchfuhr seine Gedanken eine Botschaft: " Töte ihn, töte ihn, töte ihn, töte ihn..." Er hielt seinen Kopf und fiel auf die Knie. Wie Hammerschläge dröhnten die Worte in Darnoks Schädel. Sie hallten wieder und wieder zurück, bis sich alles zu einer schrecklichen Kakophonie steigerte. " Geht es Euch nicht gut? So sagt doch was! " höhrte er Leonardo sagen, doch es schien, daß seine Worte von großer Ferne kamen und sich erst durch einen Schleier kämpfen mußten um zu seinen Hirn zu gelangen. Aufeinmal spürte er wieder dieses Gefühl, das er auch beim Festplatz hatte. " Soll ich einen Medicus holen?" höhrte er Leonardos besorgte Stimme in seinem Ohr. "Nein geht schon... " sagte er mit einen irren Grinsen auf den Lippen und zog sein Schwert. Er wußte Genau, daß diese Tat ihm wahrscheinlich die Seele kosten würde. Er sprang auf ihn zu und erstach ihn. Befor zuviel Blut auslaufen konnte, packte er den Toten beiden Beinen und stellte in auf den Kopf. Aus Leonardos Augen rollten Blutrote Tränen und die Augen blickten ihn Vorwurfsvoll an, bis der letzte Lebensfunke erlosch. Er hängte ihn zum ausbluten Kopfüber an einen Baum auf und wartete bis die Sonne entgültig untergegangen war. Leonardos Kleidung passte wie Angegossen. Als er den letzten der beiden Stulpenstiefel angezogen hatte, durchfuhr seinen Körper ein pulsierender Schmerz, so stark, das es seinen Körper zu Boden warf. Darnok schrie durch die qualvolle Welle der Pein die seinen Körper durchfuhr kreischend auf. Als nach einigen Minuten die Schmerzen so aprubt stoppten wie sie beg- annen, richtete er sich auf und probierte zu einer kleinen Quelle zu torkeln die er vor kurzer Zeit Gefunden hatte. Er blickte kurz hoch, als er von einen krächzen aufgeschreckt wurde, und sah die Krähe, die ihn ungerührt anstarrte. Er schleppte sich zum Wasser um ein paar Schlucke seine dürstende Kehle hinunter spülen zu lassen und um vor allem, diesen widerlichen Geschmack, den man sich als Mischung zwisch- en Galle und Fäkalien Vorstellen kann aus seinen Mund zu Vertreiben! Als er in das Wasser sah schreckte er kurz auf: er blickte in Leonardos Gesicht. Er taumelte keuchend ein paar Schritte zurück und befühlte sein Gesicht. Es bestand kein Zweifel mehr, er war jetzt Leonardo. Nichts erinnerte mehr an Darnok, weder Darnoks typische Harkennase, noch sein langes, steifes und schwarzes Haar. Aufeinmal höhrte er im Geiste eine Stimme, die ihm zuflüsterte, was er nun zu tun hatte: " Töte Lord Capriodi in Shayolghul! "
Ende Kapitel 5
Signum: Arthag, Sohn des Artogosh©
(Alexander Stein)
PS: Das war mein Bruder! Ich übernehme keine Verantwortung für diesen Artikel! KEINE!!!
Daniel "Nagash" Stein