Rette Kamatan!!

Fortgesetzt wird: Kösling49
mit dem Titel: Die Busentführung

Dieser Teil trägt den Titel: Rette Kamatan!!


Wir sanken und sanken immer tiefer. Schließlich kamen wir auf dem Grund an - um uns herum nichts als Wasser. Was sollten wir jetzt machen??

Mein Blick wanderte zum Busfahrer - er war während unseres Sturzes bewusstlos geworden. Doch gerade jetzt begann er wieder sich zu räkeln. So schnell das in unserer momentanen Lage möglich war lief ich zu ihm nach vorne um ihm seine Pistole abzunehmen. Doch gerade als ich ankam, machte er eine schnelle Bewegung und plötzlich spürte ich kaltes Metall auf meiner Stirn.

"Sprich Dein Gebet!", schrie er mir ins Gesicht.

Die anderen Fahrgäste waren wie gebannt, stammelten und zitterten panisch auf ihren Plätzen oder versuchten fieberhaft eine Lösung zu ihrer eigenen Rettung zu finden. Doch all das war mir jetzt egal.

Ich sah die dicken Finger des Busfahrers. Einer davon krümmte sich bedrohlich um den Abzug - ich sah es wie in Zeitlupe. Und dann...ich sah ein letztes Mal sein irres Gesicht, kleine Schweißtröpfchen bildeten sich auf seiner Stirn, seine Augen funkelten böse...

...BooM!!

Erst in diesem Moment wachte ich schweißgebadet auf. Der Knall hallte noch in meinen Ohren wieder und ich hatte immer noch das Gesicht des verrückten Busfahrers vor mir. Nur wenige 10tel-Sekunden später stellte ich fest, dass ich mich aber auch nicht in diesem seltsamen Haus befand - ich hatte sozusagen einen Traum in einem Traum gehabt.

Ich stellte das Licht an - es war 3 Uhr morgens.

Jetzt erst erinnerte ich mich - ich war alleine zu Hause gewesen - meine Eltern waren bei Freunden in Berlin. Am abend hatte ich gelangweilt ferngesehen und bin schließlich müde ins Bett gegangen.

Ich ging zu Fenster. Der beinahe grell strahlende Vollmond wurde gerade von einer finsteren Wolke verdeckt. Ich konnte mich nicht mehr schlafen legen - es ging nicht; es war fast so, als würde mich eine merkwürdige Kraft oder eine fremde Macht davor zurückhalten - ach, Quatsch!! Wahrscheinlich waren es einfach nur irgendwelche Hirngespinste.

Ich zog mich also an und verließ das Haus. Die Straßen waren ziemlich leer, was aber um diese Zeit nicht gerade ungewöhnlich ist. Ich ging immer weiter. Vereinzelte Autos fuhren an mir vorbei, ohne dass ich sie weiter beachtete. Ich verließ die Stadt, ohne es zu merken. Ich kam in den anliegenden Wald - und trotz totaler Finsternis - der Mond kam nur gelegentlich durch das Laub der Bäume hindurch - ging ich immer noch weiter.

Als ich auf eine Lichtung kam, fühlte ich mich zwar etwas unbehaglich, aber irgendwie auch so, als sei ich am Ziel - nur: Am Ziel von was??

Ich setze mich auf einen Baumstumpf und...da geschah es.

Eine Stimme - sie musste unendlich alt sein und klang furchbar weise - sprach zu mir:

"Wir brauchen Dich. Du hast den Weg hierher gefunden - nun ist es an der Zeit, Deine Aufgabe zu beginnen."

"W...w...wwelche A - Aufgabe??", stammelte ich. Obwohl ich mich irgendwie unbehaglich fühlte, lief ich nicht davon.

"Reise ins ehrwürdige Kamatan und befreie diese Welt von ihrem bösen Herrscher Falk."

Plötzlich war die Angst wie weggeblasen. Verschwommene Bilder sah ich vor meinem inneren Auge - möglicherweise Bilder von jenem eigenartigen Platz, den der alte Mann Kamatan nannte. Seine Stimme flößte mir plötzlich Mut ein, und ich spürte, wie eine große, wertvolle Kraft in mir wuchs.

"Wie gelange ich nach Kamatan, Herr?"

"Benutze den Weg, den auch Deine Vorfahren genommen haben..."

"Meine VORFAHREN??"

"Ja. Doch ich hoffe, Du bist Dir der Wichtigkeit und der Schwierigkeiten Deiner Mission bewusst. Viele aus Deiner Familie sind schon vor hunderten von Jahren an der Aufgabe gescheitert - es liegt alles an Dir. Denn Du wirst der letzte sein, der auch die hiesige Welt vor Falk retten kann.

Gehe zu der größten und ältesten Eiche an diesem Platz. Berühre sie mit beiden Händen und sprich den magischen Satz."

"Aber - welchen magischen Satz???"

"Hallo???!!"


Die Stimme war verschwunden. Was war nur für ein merkwürdiger Satz gemeint?? Ich ging mit bedächtigen Schritten zu der Eiche, die der Mann gemeint haben musste. Sie war sehr knorrig - aber im fahlen Mondenschein, der auf die Lichtung fiel, sehr schön anzusehen. Ich legte beide Hände an den großen Stamm - und plötzlich schossen mir Worte durch den Kopf.

Worte, so fremd und doch so bekannt. >P> "Moriama, hogeta, ercomana - RAMATALASE."

Kaum hatte ich diesen Satz ausgesprochen begann sich alles um mich zu drehen - es war der richtige Satz gewesen; dessen war ich mir sicher. Und so schwebte ich fort von diesem Ort - hin zu einem Reich namens Kamatan - weit, weit entfernt von dieser Welt...


ND (dieses Teils).

So, mal wieder was ganz neues, gelle??!! Vielleicht hat ja so auch der eine oder andere Neuling Lust bekommen, sich am Storygame zu beteiligen?!

Nur zwei Bitten:

1. Macht bitte (zumindest erstmal) keine SF-Story daraus.
2. Lasst das Teil nicht gleich wieder als Traum enden (seid also nicht so "faul" wie ich ;).

Das wär´s auch schon - viel Spaß beim weiterschreiben!!

Greetz,

dR.98 -fABIAN kRUSE-