AmiFig 3.0interessantes Produkt |
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Noch bevor DrawStudio erschienen ist war AmiFig wohl das einzigste Programm welches man noch legal erwerben konnte, von den anderen Vektororintierten Programmen die mal erhältlich waren findet man kaum noch was im Handel. Jetzt bleibt natürlich wieder die Frage was ist ein Vektorzeichenprogramm und wozu es gut ist? Die bekanntesten Vertreter dieser Gattung weltweit heißen Freehand und CorelDraw. Für den Amiga ist leider kein von beiden erhältlich. Vektorzeichenprogramme unterscheiden sich von den Bitmap Programmen dadurch das die erstellten Bilder nicht aus Pixel bestehen. Jede Linie und Kurve wird mittels einer mathematischen Formel beschrieben. Haben wir nur ein Punkt so merkt sich das Programm dessen x und y Position. Bei Kurven wird das alles noch umständlicher, aber darum müssen wir uns als Anwender zum Glück nicht weiter kümmern. Die Vorteile von solchen Bildern liegen auf der Hand.
AmiFig läuft natürlich auch auf Grafikkarten ein angenehmes arbeiten ist schon ab einem 030er möglich. Mit AmiFig kommt man auch zu ähnlich guten Ergebnissen wie mit Freehand oder aber DrawStudio, allerdings muß man sich dann das Programm sehr gut kennen. Besonders Anfänger werden damit Schwierigkeiten haben. Einfache Grundformen wie Kreis und Rechteck sind vorhanden. Dazu kommen noch die Splines, Polygon und Erweiterungen der genannten Funktionen. Was hier noch fehlt ist so eine ähnliche Freihandzeichenfunktion wie man das von DrawStudio kennt. Mit den Splines hat man zwar ein ähnliches Werkzeug aber die runden Formen erscheinen erst nachdem schon alles gezeichnet wurde. Während man zeichnet ist alles noch eckig also ob man ein Polygon zeichnen wurde, drückt man am Schluß die rechte Maustaste so verwandelt sich alles in ein rundes Gebilde. Genaues arbeiten ist damit deshalb etwas schwierig.
Das Arbeiten mit Text ist sehr schwierig. Solche Freiheiten wie in anderen Programmen hat man hier nicht. Das Füllen mit Verläufen ist auch noch nicht möglich. Hier stehen nur einige Muster zur Verfügung. So eine Fläche wird dann z.B. mit Linien oder Kreisen gefüllt. Interessant ist auch die Funktion mit der sich Bitmap-Bilder einfügen lassen. Das Programm unterstützt dabei die Datatypes. Leider wurden oft viele Bilder falsch eingelesen, Grafikmüll gab es nicht selten zu sehen. Am besten eignet sich das Programm ab und zu eine einfache Grafik zu erstellen. Ein Diagramm oder etwas ähnliches. Komplexe Bilder kann man damit natürlich auch erstellen aber nicht so einfach wie z.B. mit DrawStudio. Anfänger sollten als erstes die Anleitung gut studieren. Diese ist sehr ausführlich und gut geschrieben. Einfach loszulegen ist nicht drin, dafür ist das Programm noch etwas zu schwierig. Fazit: Das Programm kostet nur 30DM. Die Demoversion erlaubt es außerdem Grafiken mit 30 Objekten zu speichern. Wer selten ein Vektorzeichenprogramm benötigt und auch noch für einfache Sachen der kann mit AmiFig zufrieden werden. Natürlich muß man hier die längere Einarbeitungszeit in Kauf nehmen. AmiFig könnte im Ganzem viel flexibler werden, auch die Anlehnung an bekannte Vertreter würde hier nicht schaden.
E-Mail:huluvu@cs.tu-berlin.de
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