Unser heutiges Schwerpunkt der FunTime ist diesmal das
Thema Raytracing. Eigentlich ist dies das este mal das wir
ein Schwerpunkt haben. Das ist ja nicht so wichtig,
hauptsache wir haben ein Thema und Heute ist es Raytracing.
Wir werden als erstes uns das Verfahren näher anschauen um
zu verstehen wie überhaupt die ganzen Raytracer
funktionieren. Dann schauen wir uns mal an was der ganze
Amiga Markt an Raytracern zu bieten hat.
Das Verfahren
Alleine der Name des Verfahrens erklärt uns schon fast das
ganze Geheimnis das sich dahinter versteckt. Ray bedeutet
nichts anderes als Strahl und trace oder auch besser gesagt
to trace verfolgen. Das Programm macht also nichts anderes
als einen virtuellen Lichtstrahl zu verfolgen, dabei wird
darauf geachtet was auf dem Weg von dem Strahl getroffen
wird. Von jeder Lichtquelle die wir also in einem
Raytracing Programm setzen gehen viele verschiedene
Straheln in jede Richtung aus. Trifft ein Strahl auf eine
Oberfläche so wird es möglicherweise entweder gespiegelt
oder auch gebrochen.
Natürlich wäre es unsinnig Strahlen zu verfolgen die nach
niergendwo geschickt werden und wir davon nie was zu sehen
bekommen. Deshalb werden eigentlich nur Strahlen verfolgt
die zu ihrem Ausgangspunkt zurückkehren. Schon bei Bildern
mit niedriger Auflösung kommt man da locker auf über 500
000 Strahlen. Jeder Strahl trifft auf seinem Weg
irgendwelche Objekte und von jedem Objekt werden dann
Informationen gesammelt wie die Art der Oberfläche, Farbe
und noch viele verschiedene Parameter. Die meiste Zeit
wird dann auch noch für das Suchen der Objekte benötigt,
hätten die Programmierer nicht noch ein paar geniale Ideen
gehabt so würde man normalerweise für das Berechnen von
solchen Szenen um die 50 Stunden benötigen, auch auf
schnellen Rechnern.
Das heutige Raytracing wird inzwischen durch verchiedene
weitere Verfahren unterstützt, so kommt es dann oft dazu
das einige Raytracer schneller rechnen als andere. Das
liegt nicht nur an dem gut optimiertem Code sondern an
einem hervorragend ausgereiftem Verfahren welches weiterhin
durch andere unterstützt wird. In Zukunft wird das
Raytracing langsam aber sich von anderen Verfahren
abgelöst. In letzter Zeit ist auch nicht ganz unwichtig
das Radiosity Verfahren geworden. Leider wird das
Verfahren noch von keinem Amiga Raytracer beherscht.
Eingeführt wurde es 1984, damit ist es erstmals möglich
geworden die indirekte diffuse Beleuchtung effizient zu
berechnen. Wie das ganze genau funktioniert lassen wir
erstmal weg, da wir davon sowieso nichts haben werden,
zumindest noch. Es bleibt aber zu hoffen das in naher
Zukunft auch einer der Amiga Raytracer um diese weitere
Funktion erweitert wird. Es gibt also Bereiche wo der
Amiga noch mächtig aufholen muß und hier wollen wir mal
hoffen das sich in nächster Zeit mal was ändert.
Man sollte aber nicht denken das die Amiga Raytracer jetzt
schlechter sind als die auf anderen Platformen. Noch Heute
arbeiten mit dem Amiga viele Firmen darunter auch teilweise
die Spielindistrie. Das verdanken wir natürlich alles
NewTek und Lightwave3D. Es wäre natürlich traumhaft wenn
NewTek endlich mal die Gerüchte war werden ließe und
Lightwave auf PPC umsetzen würde. Dann könnte der Amiga
auch wieder in 3D Bereich ganz oben an der Spitze
mitmischen. Besonders interessant wäre die Lösung in
Verbindung mit der Multiprozessor Karte an der inzwischen
phase5 angeblich werkelt. Besonders Scharf auf das Teil
ist unteranderem auch NewTek. Natürlich kann man hier
nicht nur auf NewTek zählen, denn eine Firma alleine wird
noch keinen dazu bewegen sich so eine Karte zu kaufen.
Doch das ist ein anderes Thema.
Kommen wir jetzt endlich zu den Amiga Raytracern. Es ist
noch eins der Gebiete wo man wirklich eine große Wahl hat.
Wie haben hier Programme wie LightWave3D, Reflections4.2,
Imagine5, MaxonCinema4D, Alladin4D und seit neustem auch
Tornado3D. Wenn man es noch genauer machen möchte dann
könnte man noch Calligari24 dazu nehmen.
LightWave 5
Fangen wir doch aber gleich mit LightWave an, eins der
besten 3D Programme für den Amiga. Das damit eine vielzahl
von Filmen gemacht wirde muß hier wohl nicht mehr
erwähntwerden. Es schade aber nicht zu erwähnen das die
Effekte in seaQuest dank LightWave entstanden sind, oder
das der erste Dinosaurier für JurassicPark dank Amiga
auferstanden ist. Zwar wurde der in dem Film nicht
verwendet, aber nur so ließ sich der Regisseur Steven
Spielberg für Computeranimation überzeugen.
Als erstes wollen wir uns mal die Oberfläche anschaunen.
Diese läßt sich leider nicht wie man das von anderen
Programmen kennt beliebig konfigurieren. Viele sehen das
zwar als Nachhteil, aber wenn man sich erstmal eine
Zeitlang mit LightWave beschäftigt hat so wird man die
nicht mehr missen wollen.

Hier muß man auch einiges noch zusätzlich dazu sagen.
Früher wurden Programme gemacht die für einen nicht
Computerfachman fast unmöglich zu bedienen waren. Dies hat
sich im Laufe der Zeit geändert und vorallem bei Programmen
wie Raytracern. Diese werden nämlich für Leute gemacht
denen es egal ist was für ein Betriebsystem dahinter
steckt. Was zählt sind die Möglichkeiten und einfache
Bedienung. Natürlich spielt auch der Rechner eine nicht
unwichtige Rolle, aber steht nicht an erster Stelle.
Der Editor bietet eine 4 Seiten Ansicht der auch einfach zu
bedienen ist. Für das erstellen von Animationen ist ein
eigener Editor vorhanden und bietet eine Ansicht.
Natürlich kann man hier zwischen den anderen Ansichten
weiterhin umschalten. Hier ist sogar die Sicht aus der
Lichtquelle möglich.

LightWave wurde von Anfang an für eine bestimmte Zielgruppe
entwickeln. Das hier die Ziellgruppe vorallem im
Videobereich/Studios sitzt ist klar. Zu den wichtigsten
Funktionen die das Programm von Anfang an besaß zählt
natürlich Tiefenunschärfe, Halbbildberechnung und
Bewegungsunschärfe. Bächrenkungen für die Vergabe von
Texturen gibt es keine. Das Objekt kann beliebig viele
Texturen haben unteranderem auch prozedurale. Weiterhin
bietet Lightwave Bones, Metaballs, Metanurbs und Metamesh
(entsprechende Erklärung folgt unten im Text). Durch seine
Plug-In schnittstelle kan mann das Programm weiterhin um
zahlreiche Module erweitern, mit denen man Haare, Pelze
oder besondere Lichteffekte erstellen kann. Eine vielzahl
der Module ist natürlich auch für den Amiga erhältlich und
das tolle daran auch noch umsonst.
Das besondere aber an LightWave selbst ist die Qualität der
gerenderten Animationen. Diese sehen einfach echter aus
als die der anderen Raytracer. Echter einfach dadurch weil
diese nicht so sauber aussehen wie die anderen für uns hat
das eine enorme Wirkung. Wir Menschen sind nämlich an
sozusagen unsaubere Sachen gewöhnt. Die berechneten Szenen
mit LightWave wirken einfach nicht als ob alle Gegenstände
neu wären. Das ist eigentlich sehr schwer zu erklären und
die einzigen Amiga Raytracer die an diese Qualität der
Bilder rankommen sind Imagine und Real3D. Da wären wir
schon mit LightWave hier am langsam am Ende. Das ganze
Programm ist einfach zu komplex um es hier zu besprechen,
eigentlich könnte man das Programm auch jedem empfehlen
wenn da nicht der etwas hoche Preis wäre. Leider weiß man
noch nicht ob NewTek irgendwann eine neue Version für den
Amiga veröffentlichen wird. Die Chancen stehen da relativ
gut, aber wenn sich Amiga Int. weiter so langsam
entwickeln wird wie Rudols Scharping spricht dann wird es
wohl keine Amiga Version geben. Wo keine sichere Zukunft
gibt wird auch nicht investiert.
Preis: ca.2000 DM
Hersteller: NewTek
WWW: http://www.newtek.com
Distributor:
VideoComp
An den drei Hasen 34-36
6144 Oberursel
E-Mail: info@videocomp.de
WWW: http://www.videocomp.de
Cienam4D V4
Am Anfang folgt erst ein Zitat aus einem Cinema4D Artikel
das in einer Werbebroschüre mit dem Namen MaxonMAIL97
erschienen ist.
"Wir wurden in der Vergangenheit immer wieder gefragt, ob
Cienema4D auf dem Amiga eingestellt wird, nachdem dieses
leistungsfähige Programm nun auch für andere Plattformen
erhältlich ist. Mit der neuen Version 4 für den Amiga
zeigen wir, daß die Entwicklung auf allen Betriebsystemen
unaufhalltsam weitergeht."
Was soll man dazu noch sagen. Heute ein Jahr später ist
von einer neuen Version noch nichts zu sehen. Maxon will
zwar nicht zugeben das der Amiga inzwischen keine große
Rolle mehr spielt, aber die Entwicklung von Cinema4D geht
auf anderen Platformen unaufhaltsam weiter, wohingegen der
Amiga dabei unberührt bleibt. Maxon erklärt das zwar damit
das es für den Amiga noch keinen vernünftigen Compiler gibt
der einen PPC Code erzeugen könnte, doch das ist nur eine
mehr oder weniger einfache ausrede. Zwar können die das
damit argumentieren das Cinema4D zum größten Teil in Modula
geschrieben wurde, aber nichts spricht dagegen die Aktuelle
Macintosh Version für den Amiga umzusetzen. Das anpassen
an einen der nicht wenigen C Compiler ist für einen
erfahren Programmierer nicht weiter schwierig und das ist
Maxon den Amiga User schuldig. Schließlich verdankt man
denen den Erfolg und die vielen Preise. Nun ja, egal ob
Maxon wieder zum Amiga zurückkehrt oder nicht, Cinema4D
bleibt vorerst einer der besten Raytracer.

Das Cinema4D zu den beliebtesten Raytracer auf dem Amiga
und inzwischen auch auf anderen Platformen gehört, hängt
nicht etwa damit Zusammen das es mehr zu bieten hat sondern
mit der wohl besten Oberfläche die ein Raytracer überhaupt
haben kann. Diese ist erstens Systemkonform und zweitens
sehr übersichtlich was das Arbeiten bei Komplexen Szenen
stark vereinfachen kann.
In der hoffentlich nicht letzten Version wurde außerdem
sehr das Arbeiten mit Texturen verbessert. So erlaubt das
Programm ab sofort beliebig viele Texturen auf ein Objekt
zu positionieren. Natürlich kann Cienema4D auch weiche
Schatten darstellen sowie sichtbares Licht, auch wenn
dieses noch nicht so funktioniert wie es eigentlich sollte.
Besonders interessant ist eine Funktion wo man eine
Lichtquelle mit Textur versehen kann. Stellen Sie sich
hier am besten einen Diaprojektor.
Welche Objekt Cinema4D jetzt zur Verfügung stellt lohnt es
sich hier jetzt nicht zu erwähnen. Heutzutage ist es
praktsich so das fast alle Raytracer über einen ähnlichen
Funktionsumfang verfügen. Was alle allerdings voneinander
unterscheidet ist die Qualität der Funktionen.
Zusätzlich kann man für Cienam4D zwei weitere Programme
erwerben mit denen einem das erstellen von Pflanzen und
Landschaften stark vereinfacht wird. Cinema4D kann man
wirklich fast jedem noch Empfehlen, allerdings hat das
Programm seit kurzem einen neuen Konkurrenten bekommen und
dieser wird schon mit der Version 2.0 Cinema4D schlagen.
Doch dazu kommen wir später.
Hier noch einpar Cinema4D Einzelheiten
- wurde für den 060er Handoptimiert
- spezieller Metall-Shader sorgt für realistisch berechnete Metalle
- weicher Schatten
- Cinema4D bietet verschiedene fertige Körper unteranderem auch eine
Menschliche Figur
- Spezialeffekte wie Explosion, Wind, Schmelzen, Morphing uvm.
Das sind so die interessantesten Funktionen und zu aller
letzt noch ein Rechenzeitvergleich, entnommen aus der
MaxonMail97 werbebroschüre.
Als Beispiel wurden die bekannten Glasbuchstaben genommen.
Folgende Parameter wurden genommen
- Raytracing
- Bildgröße 320x240 Pixel
- Antialiasing "Kante+Farbe" Stufe 3x3
- Transparenzen mit Brechung
- Spiegelungen "Alles"
- Schatten "Weich+Hart"
Hier die Ergebnisse:
A3000,25Mhz,CinemaV3 - 51:00
A3000,25Mhz,CinemaV4 - 45:29
A4000/060,50Mhz,CinemaV3 - 14:08
A4000/060,50Mhz,CinemaV4 - 7:26
hier die Werte auf anderen Platformen
PentiumPC,90Mhz - 1:49
PowerMac 7500/100 - 1:44
PowerMac,4x200 Mhz - 0:17
Hätten wir eine PPC Version zumindest von dem Raytracer,
dann sollte der Wert dann höchsten bei 1 Minute mit einem
200Mhz liegen. Doch auch so sieht man daran wie stark der
060er noch ist!
!! In letzter Minute !! - wir haben bei Maxon nochmals
nachgefragt wie es den weiter mit Cinema4D Amiga gehen wird
und was noch aus Programmen wie MaxonC wird. Wir haben
leider keine interessante Antwort bekommen, außer das bald
ein Statement auf deren Homepage veröffentlich wird.
Wenigstens estwas.
Preis: ca.400 DM
Maxon Computer
Industriestr.26
65760 Eschborn
Tel.: 06196 48 18 11
WWW: http://www.maxon-computer.de
WWW: http://www.cinema4D.com
Reflections4.1 - 4.2
Reflections ein Programm das wohl die ganze Amiga
Geschichte miterlebt hat. In der ganzen Zeit hat sich das
Programm mehrfach geändert. Die Programmierer von
Reflections konnten sich noch nicht auf eine einfache
Oberfläche einigen. War diese noch bei den Versionen vor
3.0 relativ Systemkonform, so hat sich das ab der Version
3.0 drastisch geändert. Leider nicht gerade zum gutem. Ab
der Version 3.0 wurde nämlich parallel auch eine Windows
Version entwickelt, dies hatte zur Folge das man auch beim
Amiga die gleiche Oberfläche beigelassen hat. Das sowas
natürlich nicht gut gehen konnte, haben die Entwickler auch
bemerkt und deswegen ab Version 4.0 wieder alles
umgestellt. Doch auch diese Oberfläche wird schon
wahrscheinlich bald durch eine andere ersetzt.
Soviel zur Geschichte der Programmoberfläche. Reflections
wäre echt um klassen besser wenn man es schaffen würde eine
ähnlich gute und einfach zu bedienende Gui wie bei Cinema4D
zu programmieren. Hoffentlich komm diese bald mit der
neuen Version, wahrscheinlich 4.5. Die aktuelle Gui sieht
zwar nicht schlecht, aber dadurch das die nicht gerade
Amiga typisch ist, bedient sich diese auch deutlich
schwerer, einfach durch den oft langsamen Aufbau.
Besonders interessant ist der Navigator. Dieser läßt sich
mit den wichtigsten Funktionen bestücken und überall
plazieren so das man die auch immer bei gebrauch in der
Nähe hat. Auch die Online-Hilfe ist recht hilfreich. Wei
man nicht mehr was ein Symbol bedeutet so läßt man den
Mauszeiger auf dieser ein paar Sekunden verweilen und schon
bekommt man die nötigen Informationen.

Ab der Version 4.0 bietet Ref. auch die Undo Funktion an,
so kann man endlich ohne sich Sorgen machen zu müssen
verschiedene Sachen auprobieren. Freunde von Animationen
werden sich über die Skelett Funktion freuen. So lassen
sich jetzt noch einfacher Bewegungsabläufe realisieren. Zu
den Effekten von Reflections zählt Tiefenschärfe, Glühen,
Nebel, Bewegungsunschärfe, Linsenreflexionen,
Partikelsystem u.v.m. Auch CyberGL wird ab sofort
unterstützt. Mathematische Texturen welche zusätzlich auch
noch animerbar sind fehlen hier natürlich nicht.
Hier noch einpar Reflections Einzelheiten:
- OpenGL Unterstützung für schnelle Anzeige
- Mathematische Texturen
- Magnetfunktion für schnelles verformen von Objekten
- Partikelsystem für Rauch, Explosionen
- Weiche Schatten
- Boollesche-Operationen, Stereobilder
Neu ab Version 4.2
- PPC Unterstützung auf einem 150Mhz ca.4.5 mal schneller als auf einem
060/50 (Laut Oberland Computer)
- neue Grundkörper inkl. Fractalem Landschaftsgenerator
- Lademodule für Lightwave, Imagine, AutoCAD, Cinema4D und DEM
Landschaftsdateien.
- Splinehaut, neue Animations und Partikeleffekte wie z.B. Schweif,
Schnee mit Schmelzfunktion, Abprallen von Partikeln bei
Kontaktmit Objekten, Morphing u.v.m.
- Automatische Gnerierung von Gebäuden
Fazit:
Reflections kann man wirklich jedem empfehlen und das aus
folgenden Gründen.
- wird weiterentwickelt und ständig um zahlreiche neue Funktionen
erweitert
- ausführliches Handbuch
- PowerPC Version verfügbar
- sehr preiswert, der Umfang der Funktionen ist überweltigend
Das einzige was anfangs schwierigkeiten machen könnte ist
die Gui, aber wenn man sich erstmal an diese gewöhnt dann
kann man auch damit sehr schnell und leicht arbeiten.
Recht gute farbige Vorschau ist auch vorhanden, sowie
Materialvorschau.
Erhältlich bei:
Oberland Computer
61476 Kronberg
Tel. 06173-608-0
Fax 06173-63385,
WWW: http://www.oberland.com
Preis: 399 DM für die V.4.2
- die Version 3.0 befindet sich inzwischen auf zahlreichen
CD-Roms und ist sehr günstig zu bekommen, vielleicht noch
bei Oberland selbst mit einem gutem Buch zum Preis von
99DM.
Real3D 3.5
Real3D hat einen Funktionsumfang ähnlich dem von Lightwave.
Natürlich ist auch der Preis von ca.800 DM nicht gerade ein
Schnäpchen. Bilder die mit Real3D berechnet werden wirken
unnheimlich realistisch, an diese Qualität kommen nur die
wenigsten Raytracer ran. Natürlich dauert es seine Zeit
bis man es wirklich schafft profesionelle Szenen zu
erstellen. Die Bedienung von Real3D ist alles andere als
leicht, empfehlenswert ist das Programm vor allem für
professionelles arbeiten. Hier sind natürlich Werbestudios
und ähnliches gemeint, wo man wirklich photorealistische
Ergebnisse abliefern muß.
Zu den weiteren Stärken von Real3D zählt z.B. die inverse
Kinematik. Eine Funktion für die Bewegungsfreiheit an
Gelenken darf da natürlich nicht fehlen. Die Szenen lassen
sich mathematisch genau konstruieren. Bei transparenten
Objekten wie Gläser ist das Programm unschlagbar. Das
Partikelsystem wird leider nicht mitgelifert, läßt sich
allerdings nachträglich dazu kaufen und heißt Phenomena.

Wie die Oberfläche aussehen soll, kann der Anwender selbst
entscheiden. Diese läßt sich sehr einfach konfigurieren
und entsprechend den eigenen Bedürfnissen anpassen.
Weiterhin hat das Programm eine eingebaute
Programmiersprache. Mit dieser lassen sich zusätzliche
Tool ohne weitere Probleme programmieren.
Natürlich kann man Real3D auch für Windows Rechner
bekommen, ob die Amiga Version weiterhin entwickelt wird
ist fraglich. Eine PPC Version ist angeblich geplant. Die
Hoffnung sollte man also noch nicht verlieren.
Preis: ca.800 DM
Hersteller: Realsoft
WWW: http://www.realsoft.fi
Distributor:
DID GmbH
Adlerhorst 15
22459 Hamburg
Tel.: (040) 5 55 20 65
WWW: http://www.didgmbh.com
Tornado3D V1.5
Der Raytracer kam wahrhaft wie ein Tornado auf den Amiga
Markt. Gerade wo es dem Amiga am schlechtestens ging wurde
ein neuer Raytracer angekündigt. Geniale Funktionen sollte
dieser enthalten und auch noch unheimlich schnell sein.
Dem kann man dann auch wirklich zustimmen. Denn Tornado3D
ist wirklich schnell und ersetzt sozusagen Cinema4D
vollständig. Sogar einige PC Firmen sind schon auf das
Programm aufmerksam geworfen und einige sehen darin sogar
einen Konkurrenten zu Lightwave.
Die Oberfläche von Tornado3D ist zwar besser als z.B. die
von Reflections, aber mit der von Cinema4D kann diese nicht
mithalten. Bei der Demoversion erscheinen dann auch noch
oft auf AGA Rechnern starke grafische Fehler. Dies kann
man nur mit entsprechenden Auflösungen verhindern.
Tornado3D bietet jede Menge neuer Echtzeit ansichten an.
Mit Echtzeit meint man hier auch wirklich Echtzeit und
nicht wie man das von den anderen Raytracern her kennt wo
es eine Zeitlang dauert bis die Szene aufgebaut ist.
Besonders die experimentelle PPC Unterstützung macht sich
bei der Echtzeit Vorschau bemerkeber. Selbst komplexe
Szenen werden im Gouraud Verfahren sehr schnell
dargestellt. Bemerkenswert ist die Photorelistische
Vorschau. Hier dauert es zwar eine Zeitlang bis die Szene
berechnet wird aber dann sieht man wirklich alles perfekt.

Ein Partikel Editor ist natürlich auch enthalten. Damit
lassen sich in Sekundenschnelle sehr komplexe Effekte
erstellen.
Tornado3D ist inzwischen so profesionell geworden das es
einem sehr schwer fällt noch alle Funktionen einzeln zu
besprechen. Hier also nur eine kurze Übersicht der
Effekte:
Kraftfelder, Morphing, Inverse Kinematik (fast indentisch
mit der von entweder Softimage oder 3D Studio Max für
Workstation). Metaballs, Nurbs, SuperQuadrics, Metamseh,
Volumetrisches Licht.
Vor kurzen ist erst die Version 1.5 erschienen. Diese
bietet Virage3D Support der Cabervision3D, glühende
Lichter, Alpha Channel und jede Menge anderer sehr guter
Funktionen. Schon bald wird die Version 2.0 erscheinen.
Diese wird dann allerdings auch das Doppelte kosten.
Trotzdem bekommt man niergends zu diesem Preis ca.800 DM so
einen Raytracer. Diese wird dann auch endlich den PowerPC
unterstützten. Zu den weiteren Highlight gehört 3D
Meshpainting, Bones, Muscles, Haare, Fell und eine eigene
Script-Sprache ähnlich Java und C. Für die Zukunft sind
noch phantastische Zusätze geplant. Alos mit Tornado3D
machen Sie einen wirklich guten Fang.
Preis: ca.400-500 DM
Hersteller: Eyelight
WWW: http://www.tornado3D.com
Distributor:
Haage&Partner GmbH
Mainzer Straße 10A
61191 Rosbach v.d.H
Tel.: (060 07) 93 00 50
Fax.: (060 07) 75 43
E-Mail: info@haage&partner.com
WWW: http://www.haage-partner.com
Alladin 4D
Es ist wohl der einzige Raytracer der sich nicht so gut in
Deutschland etabilieren kann. Eigentlich schade, denn so
schlecht ist er wirklich nicht. Leider ist hier die
Oberfläche kaum konfigurierbar und bei Ansichten hat man
auch gespart. Nur eine Ansicht steht für die Konstruktion
zur Verfügung. Dafür bietet Alladin einen guten
Partikelsystem an. Schatten kann man z.B. für jedes
Objekt einzeln einstellen. Die Version 5.0 ist gerade vor
kurzem erschienen. Geplant ist auch eine PPC Version.
Wann das allerdings alles kommen wird ist noch nicht klar.
Es ist schwer Alladin jemanden zu empfehlen, da die
Einarbeitungszeit doch etwas länger als bei den anderen
Programmen ist. Der Preis ist allerdings akzeptabel.
Preis: ca.300 DM
Hersteller: NovaDesign
Distributor:
Oberland Computer
In der Schneithohl 5
61476 Kronberg/Taunus
Tel.: 06173 - 608 - 0
WWW.: http://www.oberland.com
Imagine 5
Imagine gehört noch Heute zu der Profi-Liga. Zwar hat sich
mit der version 5 relativ wenig geändert, aber man arbeitet
angeblich bereits an einer PPC Version.
Die Oberfläche von Imagine ist zwar nicht Systemkonform und
auch ein wenig eigenartig, aber man kann damit genauso wie
bei Lightwave sehr gut und einfach arbeiten.
Der Funktionsumfang von Imagine ist genauso wie bei den
anderen Raytracern recht groß. Zur Zeit läßt sich nur
schwer sagen, was der Raytracer allerdings kostet. Früher
mußte man dafür nämlich fast 900 DM hinblättern. Doch vor
kurzem konnte man diesen für nur ca.100DM erwerben. Die
Version 4.0 findet Ihr auch auf zahlreichen CD-Roms wie
z.B. Aminet und diese ist wirklich kaum schlechter als
5.0. Entsprechende Bücher müßte Oberland Computer noch
parat haben. Diese wurden zwar für die Version 2.0
geschrieben, aber genauso gut kann man die auch noch mit
der Version 4.0 gebruachen und sind wirklich billig zu
bekommen.
Problem hatte das Programme schon immer mit Grafikkarten.
Dafür mußte man schon immer andere Programme bemühen. Für
die Konstruktion hat man bei Imagine mehrere Editoren zur
Verfügung: Cycle, Forms, Detail, Stage, Action und Spline.
Besonders der Forms Editor ist hier sehr interessant.
Damit lassen sich auf eine einfache Weise, organische
Objekte erstellen.

Die Inverse Kinematik funktioniert in Imagine sehr gut und
bietet auch beschränkungen in der Bewegung der Skelette.
Der Partikel-Editor war in Imagine fast schon von Anfang an
enthalten und das war auch einer der Vorteile von Imagine.
Auch das Meterialpreview war in Imagine früher da als bei
den anderen. Dieser ist allerdings auch Heute noch sehr
langsam. Hier muß man schon mindestens einen 040er
benutzen um damit Spaß zu haben. Imagine ist wirklich
empfehlenswert auch der Raytracing Algorithmus ist viel
besser als bei einigen anderen Raytracern und die
berechneten Szenen haben dadurch eine bessere Qualität.
Ein Update ist aber schon längst fällig und es bleibt zu
hoffen das dieser so schnell wie möglich kommt.
Preis: ab 100 bis ca.800 DM - ist nicht ganz klar.
Version 4.0 auf manchen CD-Roms für ca.20 DM
Hersteller: Impulse
WWW: http://www.coolfun.com
Distributor:
CAD-Art
Rheinstr 59
41836 Hückelhoven
Tel.: 0 24 33 - 97 58-0
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