"The Real Ologram", so nennt sich das italienische
Programmierer-Team, und es will mit 'OloFight', einem neuem
Kampfspiel, gegen ClickBoom's 'CapitalPunishment' antreten.
Das mit dem "Antreten" sollte man aber vielleicht doch nicht
ganz so ernst nehmen: Natürlich wird man die beiden Progs
miteinander vergleichen müssen, denn CapitalPunishment war das
letzte Spiel dieser Art und zählt noch heute zu den besten. Ob
OloFight aber dieselben Qualitäten bieten wird, das wird sich
erst noch herausstellen; das Demo jedenfalls sieht auf den
ersten Blick recht versprechend aus.

Startet man dieses Demo, so sieht man erstmal das Logo der
Gruppe - leider, wie das so oft vorkommt, geradezu gräßlich
gezeichnet!
Hier sollte sich unbedingt mal ein Grafiker melden und denen
bei solchen Sachen in Zukunft helfen. Zwar spielt ein Logo in
einem Spiel keine große Rolle, aber es sollte trotzdem gut
aussehen. Stellt Euch einen BMW mit einem häßlichen Logo vor,
so häßlich, daß es immer jedem sofort unangenehm auffallen muß;
auf die Verkaufszahlen könnte sich sowas bestimmt auch negativ
auswirken, oder?
Jetzt lassen wir aber das Logo in Ruhe und widmen uns mal ganz
den "inneren Werten" des Demos.
Die Hintergrund Grafik sieht wirklich gut aus, da kann man
überhaupt nicht meckern. Ein drei-Ebenen-Paralax-Scrolling
sorgt dann auch noch für eine entsprechende Tiefe. Diese
Hintergrundgrafik ist eigentlich so gut, daß man sich ernsthaft
fragt, wieso diese Leute denn nicht auch in der Lage sind ein
besseres Logo zu kreiren...
Über den Hintergrund kann man also nicht klagen; mehr Sorgen
machen einem da schon - die Figuren!

Diese sehen nämlich einfach zu "künstlich" aus, und das ist
noch milde ausgedrückt. Einige von euch haben sicher auf
irgendeiner CD-Rom schonmal so gewisse Bilder gesehen, wo der
Künstler allzu gerne auf die Füllmuster-Funktion seines
Malprogramms zurückgegriffen hat. Solche Bilder sehen oft
wirklich ganz schlecht aus, sie wirken geradezu "laienhaft".
Genau diesen Eindruck erwecken auch die Figuren in dem hier
besprochenen Spiel - uninteressant, langweilig und farblos.
(Alle Grafiken sind übrigens zu 100% gerendert worden).
Dieses Debakel mit den Grafiken ist eigentlich sehr, sehr
schade - denn die Entwickler hatten hier wirklich einige
wunderbare Ideen.
So haben z.B. die Kämpfer verschiedene Spezial-Moves zur
Verfügung: entweder bildet sich um die Figur herum ein Schild,
der so aussieht, als ob er aus Eiskristallen wäre, oder die
Figur wirft mit Blitzen und Ähnlichem um sich.
In dem Demo hat das eine hochinteressante Wirkung, es sieht
wirklich garnicht schlecht aus. Nur - das Ganze leidet eben
durch die erbärmlich gezeichneten Figuren. Noch kann man sowas
ja schlecht abschließend bewerten, aber anhand der Screenshots
läßt sich auch jetzt schon erkennen, daß die anderen Figuren
nicht besser gezeichnet sind; ändern wird sich das dann in der
endgültigen Version vermutlich nicht.
Auch der Sound ist schon jetzt nicht hinreißend, er könnte und
müßte wirklich besser sein!
Fazit:
OloFight wird mit Sicherheit kein schlechtes Spiel sein, nur
leider auch nicht gerade ein Top-Highlight - und an
CapitalPunishment wird es mit Sicherheit nicht herankommen
können.
Folgendes ist für die Vollversion geplant:
- 10 verschiedene Fighter mit jeweils 400 Frames
- 25 fps
- 10 Special Moves für jeden
- Verschiedene zusatz Power-Ups
- 3000 Farben auf einem Screen zur selben Zeit mit AGA
- mehrfaches Parallax
- Spielen über Internet möglich
Herauskommen soll es im Sommer; kosten wird es 39 $, es wird
direkt bei den Entwicklern zu erhalten sein. Das Spiel
erscheint nur auf Disketten.
OloGram Homepage
www.ologram.com/OloFight
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