Endlich ist es mir gelungen, den Update von 1.0 auf 1.5
zu machen!
Ein besonderer Dank geht hier gleich an Alexander
Fritsch: ohne Dich würde wahrscheinlich die
Descent-CD-Rom noch heute bei mir unbenutzt herumliegen,
aber so läuft 'Descent' jetzt endlich auch bei mir.
Jetzt wollen wir uns aber mal das Spiel näher anschauen.
In der letzten Ausgabe habe ich euch die Story ja schon
erzählt; ich wiederhole das hier nochmals für die, welche
die letzte Nr. nicht gelesen haben!
Panik im Weltall; in den zahlreichen planetarischen
Erzminen proben die Roboter den Aufstand. Du als Spieler
bekommst die Aufgabe, diesen Mißstand zu beheben.
Ausgestattet mit einem hochmodernen Jäger, gehst Du auf
die Jagd in den verzweigten Minenschächten. Dein Ziel
ist es, in jeder Runde den Reaktor zu zerstören. Daß die
Roboter dies nicht so einfach hinnehmen werden, ergibt
sich schon allein daraus, daß denen ohne Reaktor die
nötige Energie fehlt.
Ein harter Kampf in engen Schächten beginnt, den Du nur
durch schnelles und überlegtes Handeln für dich
entscheiden kannst. -
Soviel also zur Story. Für den Amiga existieren zwei
Versionen von 'Descent', 'Adescent' in der Version 0.3
und 'Descent'.
Adescent unterstützt inzwischen auch Sound - allerdings
ist dieser noch etwas verzerrt. Vor Kurzem ist auch eine
Version herausgekommen, die den Virage3D-Chip der
Cybervision-Grafikkarte unterstützt. Damit wäre das dann
wohl die zweite Anwendung (nach Tornado3D), die auch
wirklich von diesem Chip profitiert. Eine "starke"
Leistung, wenn man bedenkt wie lange die Karte schon auf
dem Markt ist!
Was braucht man um Descent spielen zu können?
Man braucht erstmal das Original-'Descent'in der Version
1.5. Im Handel bekommt man zwar das Spiel, aber leider
immer nur die Version 1.0. Darauf befindet sich nun
tatsächlich das Update auf die Version 1.5 - doch dafür
benötigt man wiederum einen PC oder einen
Amiga-PC-Emulator. Nach dem Update findet man dann
endlich die beiden nötigen Dateien -descent.pig- und
-descent.hog- vor.
Beide Dateien kopiert man jetzt einfach ins
Descent-Verzeichnis, und schon kann es losgehen.
ADescent benötigt noch AHI, wenn man unbedingt mit Sound
spielen möchte. Wichtig: bei AGA-Amigas ohne Graka
benötigt Descent den NTSC-Monitortreiber im Verzeichnis
Devs/Monitors.
Beide Ports sind ungefähr gleich schnell und schon ab
einem 040er durchaus spielbar. Hat man nur einen 030er,
empfiehlt es sich, die Deteilstufe möglichst niedrig
einzustellen und den Screen etwas zu verkleinern. Ist
die Detailstufe allerdings zu klein, macht Descent
überhaupt keinen Spaß mehr; die Grafik wird dann nämlich
"polygonartig", und die Texturen werden erst sichtbar,
wenn man mit den Augen ganz nah am Screen ist.
Auf einem 040er ohne Grafikkarte bekommt man bei LoRes
zwischen 4.3 und 8 FPS (Frames pro Sekunde) - normal sind
allerdins 4.3 FPS, mehr sind nur bei einfachen Szenen
drin.
Mit 4.3 FPS kann man das Spiel durchaus auch schon
spielen, aber richtig Spaß macht es dabei nicht . Hier
hilf nur, wieder den Screen zu verkleinern um noch mehr
FPS zu bekommen.
Ein 060er erreicht da schon locker 12.5 FPS, an manchen
Stellen sogar bis zu 16 FPS. Normal sind aber
durchgehend 8 FPS!
Eine Grafikkarte und 060er schaffen unter CyberGfx bis zu
14.5 FPS, an manchen Stellen bis zu 22 FPS und normal 10
FPS.
Ihr seht also wieder einmal, daß es sich doch lohnt, eine
Grafikkarte zu kaufen! Hat man nämlich einen schwachen
Prozessor, kann die fehlende Power durch die Grafikkarte
- manchmal - ausgeglichen werden.
Descent gehört nicht gerade zu den Spielen mit der
aufwendigsten 3D-Engine, was man auch daran sieht, daß es
schon mit einem 040er spielbar ist - während 'Quake' erst
mit einem 060er langsam auf die Beine kommt.
Das Besondere an Descent ist aber, daß man sich in alle
mögliche Richtungen bewegen kann: Man sitzt einfach in
einem Raumschiff und kann damit praktisch jede mögliche
Bewegung ausführen. An die Steuerung muß man sich
allerdings erstmal gewöhnen. Spielen sollte man am
besten mit der Tastatur, etwas anderes hat bei mir
jedenfalls nie funktioniert.
Die Grafik ist zwar nicht schlecht, wegen dem
fortgeschrittenen Alter des Progs aber auch nicht gerade
berauschend. An manchen Stellen wirkt sie etwas zu
"pixelig", und auch was die Farben angeht, hat das Spiel
nicht gerade viel zu bieten: alles ist meistens in
häßlichen Grautönen gehalten. Dafür ist das Gameplay
aber ziemlich gut, so daß es doch Spaß macht, sich in
dieses Spiel zu verbeißen.
Es ist eigentlich schade, daß solche Spiele erst jetzt
für den Amiga möglich werden, wo die Firmen langsam die
Quellcodes veröffentlichen.
Noch trauriger ist aber die Tatsache, daß es noch eine
ganze Anzahl ähnlicher Spiele gibt, bei denen eine
Umsetzung genauso schnell fertig sein könnte, wie jetzt
die von 'Descent' oder auch von 'Doom'.
Wenn sich nur mehr solche cleveren Firmen wie PXL
Software/ClickBoom finden würden, dann könnten wir jeden
Monat ein paar solcher Umsetzungen für den Amiga haben!
Die PC-Firmen müssen einfach jemandem erlauben die
Umsetzung zu machen, die Spiele selbst kann man sich dann
im Laden besorgen. Daß das nicht weiter schwierig ist
haben wir ja an diesen Beispielen gesehen. Selbst
aufwendige PC-Spiele wären - dank PPC - schließlich auf
dem Amiga schnell genug.
In letzter Zeit tauchte übrigens das Gerücht auf, daß es
mittlerweile einen TombRider Port für den Amiga geben
soll. Zwar ist dieser illegal, aber die Erfahrung hat
leider gezeigt, daß wir meistens nur dadurch zu einer
legalen Umsetzung kommen...
Aus guter Quelle weiß ich aber auch, daß es sich bei dem
TombRaider-Port angeblich um ein besonders bösartiges
Virus handelt. Seid also auf jeden Fall vorsichtig!!
In letzter Minute:
Gerade ist eine neue Descent-Version erschienen - die
V1.5. Dieser Port läuft zur Zeit am schnellsten und
unterstützt natürlich auch Sound.
Zurück zum Inhalt