Dieser Einführungskurs wird sich mit einfachen C-Programmen
beschäftigen. Wenn er vorbei ist, sollte es Ihnen möglich sein
einfache mathematische Problemstellungen zu lösen. Da bei solchen
Programmen im Prinzip nur Text- ein-, Textausgabe und
Rechenoperationen verwendet werden, können Sie diesen Kurs mit jedem
beliebigen Gerät folgen auf dem ein C-Compiler angeboten wird.
Unser erstes Programm soll einfach am Bildschirm hello, world
ausgeben.
sie müssen dazu:
1) Das Programm in einen Editor eintippen (=Source-Code)
2) Das Programm compilieren (sie sollten dabei ein lauffähiges Programm
erhalten)
3) Das Programm starten
Wie Sie das auf Ihrem System machen, hängt stark davon ab welchen
Compiler Sie verwenden. Bei manchen ist eine gesamte
Entwicklungsumgebung integriert. Das heißt, sie haben einen
speziellen Editor, wo Sie den Text schreiben und anschließend
brauchen Sie nur einen Menu-Punkt run,start oder ähnliches auswählen
und das Programm wird compiliert und ausgeführt.
Bei der anderen Variante müssen Sie den Text in einem Editor
schreiben, der der den Text allerdings als ASCII speichert. Das
heißt für Sie soviel wie: verwenden Sie keinen Editor in dem
Unterstreichen, Fettdruck, Kursive- Schrift, verschiedene
Schriftarten, usw. möglich ist. Wenn Sie die Datei z.B. unter
first.c abgespeichert haben müssen sie nun dem Compiler aufrufen:
z.B. BorlandC/StormC first.c . ( BorlandC/StormC ist in diesem
Beispiel der Name des Compilers). Dies sollte ihnen ein ausführbares
Programm namens first oder first.exe erzeugen. Dieses Programm
können Sie nun starten und die Ausgabe hello, world betrachten.
#include
#include
void main()
{
clrscr(); // Bildschirm löschen
printf("hello, world\n"); // Text ausgeben
getch(); // Auf Eingabe warten
}
Sie können das Programm so wie es oben steht einfach abtippen und
aus- probieren. Alles was nach // steht sieht der Compiler
allerdings als Kommentar und ignoriert es, daher kann es weggelassen
werden.
Fürs erste genügt es, wenn sie nur den Programmcode zwischen den ge-
schwungenen Klammern verstehen. Hier stehen die Befehle die der
Computer nacheinander ausführt. Jeder Befehl muß mit einem
Strichpunkt beendet werden.
Die erste Anweisung clrscr(); (clear screen) befiehlt dem Computer
den Bildschirm zu löschen. Manche Befehle brauchen noch zusätzliche
Informationen, die man in die Klammer schreibt. Clrscr braucht
keine, weshalb nichts zwischen den Klammern steht.
Die Anweisung printf befiehlt dem Computer einen Text auszugeben.
Dieser wird unter Anführungszeichen geschrieben und als String, bzw.
Zeichenkette bezeichnet. Printf macht allerdings mehr als den String
einfach auszu- drucken. Manche Zeichen im String werden als
Kommandos interpretiert. Wenn in einem String ein \ (=Backslash)
auftritt wird dieses Zeichen nicht ausgedruckt und das folgende
Zeichen als Befehl interpretiert. In unserem Beispiel bedeutet \n
gehe in eine neue Zeile. \t würde bedeuten gehe zur nächsten
Tabulatorposition. Testen Sie zur Verdeutlichung folgendes Programm.
#include
#include
main()
{
clrscr();
printf("Dieses Programm\nschreibt\t\thello, world\nauf den Bildschirm\n");
getch();
}
Der letzte Befehl (getch = get character) wartet auf eine Tastatureingabe.
Vorschau:
Im nächsten Kursteil gehts dann wirklich los. Wir werden ein
Programm schreiben, das zuerst die Eingabe von Länge,Breite und Höhe
eines Quaders ermöglicht und anschließend Oberfläche und Volumen
berechnet und am Bildschirm ausgibt. Falls Sie irgentwelche Fragen,
Wünsche, Beschwerden oder Anregungen haben, schreiben Sie mir bitte
eine e-mail unter der Adresse
grueni@sbox.tu-graz.ac.at
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