Candy FactoryPPC

sowas braucht der Amiga

            Wenn Milan Pollé weiter so intensiv an 'Candy Factory' arbeiten
            wird,   dann   werden   wir   wohl   bald   wieder   ein  neues
            Bildbearbeitungsprogramm  haben.   Das  ist  bis jetzt zwar nur
            reines  Wunschdenken  von  mir,  aber wer 'Candy Factory' schon
            einmal   in   Aktion  gesehen  hat,  der  wird  mir  sicherlich
            zustimmen, daß Milan hier tolle Arbeit geleistet hat!
     
            Die Idee für 'Candy...' wurde geboren, als der Autor ein PlugIn
            von Photoshop in Aktion gesehen hatte.  Fälschlicherweise nennt
            er  den  Plug-In  'Alien Skin'; das ist aber genau genommen der
            Name  der  Firma, aus der diese Effekt-Serie kommt.  Der PlugIn
            selbst nennt sich 'Eye Candy'.  Jetzt wißt Ihr also auch, woher
            dieser Name stammt.

Candy Factory 54477

Tatsächlich ist es dem Autor gelungen, die Effekte, die man mit dem PlugIn erstellen kann, auch am Amiga zu realisieren. Dabei bietet der PlugIn natürlich noch weit mehr an Effekten als nur Wasserflecken, Feuer oder Jiggler. Auch sind diese Effekte dort auf alle Bilder anwendbar, in der Amiga-Version jedoch nur auf Schwarz-Weiß-Masken (man kann zwar auch normale Bilder laden, diese werden aber entsprechend umgewandelt, so daß es eigentlich keinen Sinn macht). Von Candy Factory ist noch nicht mal die Version 1.0 erschienen, und schon jetzt kann man mit dem Programm geniale Sachen anstellen! Stellt Euch einmal vor, Ihr wollt ein Logo für eine Homepage erstellen, welches über eine Metalloberfläche verfügen soll. Bisher hatte man dafür nur folgende Möglichkeit: Man war ein "genialer Künstler" und hat sich sowas so echt wie möglich selbst gezeichnet, nahm also einen Raytracer zur Hilfe oder ein Malprogramm, eine entsprechende Textur und komponierte das dann zusammen. Mit 'Candy Factory' kann man diese Mühsal glatt vergessen. Hier wird erstmal nur das Logo mit einem Malprogramm gezeichnet. Natürlich darf dabei alles nur 2 Farben enthalten; Hintergrund-Schwarz und Vordergrund-Weiß ist dabei am einfachsten und sinnvollsten. Jetzt wird das alles einfach in Candy Factory geladen. Die Auflösung ist egal; früher war nur eine feste A. erlaubt, inzwischen sind alle zugelassen, und ein Requester für die Screen- Auswahl ist auch vorhanden. Ist das Bild geladen, kann man sich die ganze Sache noch einfacher machen und ein gespeichertes Project einfach aufrufen. So wird das Logo automatisch in ein wirklich profesionelles Meisterwerk umgewandelt. Hat man noch einen PPC, so dauert die ganze Prozedur auch bei Bildern mit hocher Auflösung gerade mal 10 Sekunden. Natürlich würde es mit der Zeit langweilig, immer nur auf fertige Projekte zurückzugreifen; deshalb kann man diese Bestandteile alle auch manuell selber erstellen. Dafür stellt das Programm 6 Funktionen zur Verfügung: Material Lightsource Inner Bevel DropShadow Glow NoiseBump Mit der Funktion 'Material' können wir den beiden Objekten (anders ausgedrückt: den 'Farben') - ein bestimmtes Material zuordnen. Wird etwa eine 2-farbige Grafik geladen, so wird diese sozusagen als Objekt behandelt. Wir können nun unabhängig vom Vordergrund den Hintergrund verändern. Dabei können wir die Schattierungen -metallisch-, -normal- oder -keine- einstellen. Außerdem steht uns frei, welche Farbe wir für das Objekt, die Umgebung oder das Glanzlicht wählen wollen. Zusätzlich kann man dann auch noch die Schärfe des Glanzlichtes verändern.

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'LightSource' hat eine einfache Funktion: hiermit kann man nämlich Entfernung und Position der Lichtquelle einstellen. Die Position läßt sich aber auch ganz einfach durch einen Mausklick im Bild verändern. Alles das geschieht in Echtzeit, so daß man hiermit geradezu perfekt arbeiten kann. (In Echtzeit allerdings nur, wenn der PPC eingeschaltet ist! Mit einem 680XX Prozessor arbeitet CandyFactory zwar immer noch schnell genug, aber manchmal mu man hier schon etwas warten). Das ist z.B. bei der 'Inner-Bevel-Funktion' so. Hier öffnet sich sogar eine Fortschrittanzeige, und die Berechnung dauert unheimlich lange (68k Version 3:59 Minuten bei einem 640x512 Bild mit einem Logo in der Mitte, mit PPC 5:37 Sekunden). Ein gewaltiger Unterschied, oder? Diese 'Inner-Bevel-Funktion' verpaßt nun unserem Logo hübsch abgeschrägte Kanten und läßt es so richtig dreidimensional aussehen. Mit verschiedenen Parametern lassen sich nun noch Werte für Höhe, Schräge und Rundung einstellen. Damit lassen sich nun wirklich phantastische Logos entwerfen! Will man diese dann noch interessanter gestalten, so läßt sich mit der Funktion 'DropShadow' ein Schattenwurf erstellen. Anders als bei vielen anderen Programmen ist dieser hier nicht hart, sondern extrem weich. Das eigentlich Besondere ist aber, daß man diesen Schatten, sobald er berechnet ist, ganz nach Lust und Laune verschieben kann - und das in Echtzeit! Natürlich läßt sich dabei auch die Farbe des Schattens beliebig ändern. Doch damit sind wir mit 'CandyFactory' noch nicht am Ende. Es gibt noch zwei weitere Funktionen, die auch zu den Stärken dieses hervorragenden Programms zu zählen sind... Mit der Funktion 'Glow' beginnt das Logo zu glühen. Natürlich hat man auch hier wieder einige Parameter zur Verfügung, mit denen man den Effekt beeinflußen kann. Der letzte Effekt (und wohl einer der wichtigsten!) heißt 'Noise Bump'. Er funktioniert ähnlich, wie man das von den Raytracern her kennt: das Objekt bekommt einfach eine unebene Oberfläche. Damit läßt sich z.B. eine Wasser-ähnliche Oberflächenstruktur erstellen, oder auch rauhes Metall. Dazu stehen nun vier verschiedene Typen zur Verfügung: Normal, Fraktal, Turbulenz und FTurbulenz. Das sind nun alle Effekte die uns das Programm zur Verfügung stellt. Natürlich sind es nicht gerade viele, aber diese sind wirklich beeindruckend. Weiterhin zeigt das Programm auch deutlich, daß man mit den PPC-Karten eben doch mehr anstellen kann, als viele das bis jetzt vermutet haben. Die PPC-Unterstützung läßt sich im Programm selbst abschalten; so kann man die beiden Prozessoren miteinander vergleichen. Zur Zeit bietet das Programm zwar keine 24-Bit Unterstützung, für das Designen von Homepages ist das aber auch nicht zwingend notwendig, und die Qualität der erstellten Logos leidet darunter kaum. In zukünftigen Updates wird sich das natürlich ändern. So sollen künftig zahlreiche neue Effekte hinzugefügt werden. Das Programm wird dadurch "profesioneller" und hat entschieden mehr zu bieten. Interessant wäre übrigens, wenn sich Haage&Partner einmal mit dem Programmierer von 'çandy Factory' unterhalten würden! Es wäre doch nicht übel, wenn in Zukunft so etwas auch als PlugIn für Amiga Programme erscheinen könnte. Dann müßte man sich nämlich nicht für jeden einzelnen Effekt, den man für irgendetwas unbedingt benötigt, gleich ein ganzes Programm besorgen! Doch das ist alles noch Zukunftsmusik. Fazit: Jeder sollte sich dieses Programm einmal näher ansehen; PPC-Karten-Besitzer sowieso, denn man hat ja leider noch keine große Auswahl zwischen den PPC-Programmen. Auf 68k-Prozessoren läuft das Programm zwar auch recht schnell, aber PowerPC-Power ist halt schon etwas anderes... Es wird als Minimum ein 030er mit FPU empfohlen. AGA oder Grake und natürlich nicht wenig Ram muß man eigentlich auch schon haben. Recht sinnvoll läßt sich 'Candy Factory' schon mit einem 040er nutzen, auch wenn bei manchen Effekten längere Wartezeiten nicht auszuschließen sind - dafür wird man meistens mit einem starkem Effekt belohnt.
Die Box
Preis: 99%Disks: ----
Bedienung: 90%Prozessor: 030+FPU Empf. PPC
Funktion: 80%Ram: mindestens 4Mbyte
Dokumentation: 70%HD: erforderlich
Hersteller: Milan Pollé
Preis: Freeware
Milan Pollé
Ebbemonde 12
3434KG Nieuwegein
Netherlands

E-Mail:milan@davilex.nl
E-Mail:milan@geocities.com

WWWwww.geocities.com/SiliconValley/Way/1038/index.html CandyFactory-Galerieseite auf:members.xoom.com/seed/CF/

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