Gilbert Goodmate and The Mushroom of Phungoria

Das Spiel könnte Monkey Island ersetzen

Lange ist es her, daß ein braver Held das Land, welches von einem Zauberer zerstört werden sollte, dank einem gigantischem Pilz gerettet hatte. All die Jahre befand sich der Pilz in einem Museum und wurde von den Bürgern der Stadt Phungoria gepflegt. Jedes Jahr feierten die Menschen ein großes Pilz-Festival und freuten sich immer wieder über den Sieg vor Jahren. Während des Festes wurde immer wieder ein Bürger gewählt, welcher die Aufgabe hatte, den Pilz in einen Safe zu schließen, und diesen bis zum nächsten Jahr zu pflegen, und in gleicher Form zu behalten.

Tolle Grafik

Fast jedes Jahr wurde für diese Aufgabe Gilbert's Vater gewählt, welcher sich mit größter Sorgfalt um den Pilz kümmerte. Doch eine Woche vor dem nächsten Fest wurde der Pilz von irgendjemand geklaut. Die Menschen sprachen davon, daß der Großvater dieser Aufgabe nicht mehr gewachsen sei und er alleine dafür verantwortlich wäre. Der König schloß den Großvater daraufhin in einem Gefängnis ein, und beschloß den "Schuldigen" während der Feier zu exekutieren. Als Gilbert davon erfuhr, konnte er nichts anderes machen, als sich auf die Suche zu begeben. Eine Woche ist nicht viel, aber die Chance wollte er nutzen. Damit er es auch schafft, nimmt er sich gleich einen Experten zur Hilfe, nämlich Dich. Jetzt ist wiedermal der arme Spieler gefragt, welcher die ganze Verantwortung trägt. Bis es aber soweit ist, wird es noch eine Weile dauern, bis die Gruppe Prelusion aus Schweden mit dem Spiel fertig ist.

Wunderschön gezeichnet

Das sehr frühe Demo zeigt leider noch nicht viel von dem eigentlichen Spiel, aber schon jetzt bekommt man Lust auf mehr. Dies liegt wohl daran, daß die Grafik sehr stark an die beiden ersten Teile von Monkey Island erinnert, teilweise ist sie sogar besser. Die Figur selbst ähnelt sogar dem wohl allen bekannten Guybrush Threepwood sehr. Als Nachteil kann man das nicht bezeichnen, sondern sogar als Vorteil, denn nur so kommt wieder die alte Zeit in Erinnerung, als Monkey Island das erste Mal für den Amiga erschienen ist. Wirklich schade, daß sich keiner die Mühe gemacht hat, Monkey Island3 für den Amiga umzusetzen. Sogar der Sound selbst ist qualitativ wirklich erste Sahne und paßt sich der Situation wie schon bei Monkey Island entsprechend an. Die Samples selbst klingen sehr sauber und ähneln sehr dem erwähnten Spiel. Wird das Spiel so gut wie das Demo sein, so wird wohl keiner den Kauf bereuen. Wieso sollten wir immer auf die andere Seite schauen, die anderen haben Monkey Island und wir Gilbert... Bevor wir uns aber zu sehr emotional in das Spiel steigern, warten wir es lieber ab, bis es endlich da ist, denn ein Nachteil hat das Spiel schon jetzt, und diesen sollte man nicht verschweigen. Als Programmiersprache haben die Entwickler Amos gewählt, zumindest läßt das Demo diesen Schluß zu. Amos gehört leider nicht zu den besten Sprachen, auch wenn man damit recht brauchbare Ergebnisse hinbekommen kann. Das Spiel wird mit Sicherheit nicht darunter leiden, denn das Demo sieht schon jetzt sehr gut aus und läuft auch völlig stabil. Einziger großer Nachteil wird wohl die Grafikkarten-Unterstützung sein. Dies läßt sich wohl mit Amos nicht so einfach bewerkstelligen und in den Presseinformationen geht man gar nicht darauf ein, sodaß es wohl keine Grafikkarten-Unterstützung geben wird. Zum Glück soll das Spiel auch auf Amigas ohne AGA laufen, sodaß wohl alle in das Vergnügen kommen können, das Spiel mal zu spielen. Das Demo läuft jetzt schon wunderbar, und ein Otto-Normal-User wird nicht mal merken, daß es in Amos geschrieben wurde, denn nur weil das Spiel in Amos ist, muß es nicht gleich schlecht sein. Besser ein gutes Spiel in Amos, als ein schlechtes in Assembler oder auch C++. Wenn das Spiel mal fertig wird, und das soll noch dieses Jahr der Fall sein, wird es folgendes zu bieten haben: Jeder Monkey-Island-Fan sollte sich den Namen Gilbert schonmal merken, und das nötige Geld zurücklegen. Bleibt zu hoffen, daß es auch eine deutsche Version mit Sprachausgabe geben wird, ansonsten kann man jedem nur empfehlen englisch zu lernen. Eine gute Möglichkeit dies auch zu tun, wäre z.B. sich die englische Version statt der deutschen zu kaufen.

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