Pinball Brain Damage
Was fasziniert die Menschen so an Pinball, an einer Kugel die
auf ihrerer Reise mehrere Gegenstände stößt und dabei Punkte
sammelt? Es ist die Sucht danach immer besser und perfekter
zu werden, dabei kann die Sucht so weit gehen das man mehrere
Tage nur das gleiche Spiel spielen kann.
Als es noch sowas wie Computer nicht gab, so verloren nicht
wenige süchtige Spieler mehrere hundert Mark an einem
Flipper-Automaten. Doch Heute ist sowas längst Vergangenheit,
zwar ist ein echter Flipper immer noch besser aber der kostet
auch mehr, außer man hat soviel Geld und Platz das man sich
gleich so einen in die Wohnung stellt.
Der erste Flipper für den Amiga an den ich mich erinnern kann
hieß Pinball Wizard und kam von der Firma Kingsoft das war
glaube ich 1987. Im vergleich mit heutigen Pinball Spielen
hätte dieser keine Chance, es gab nur einen Tisch und der ging
nicht mal über mehrere Bildschirme wie Heute, aber die
Ballphysik stimmte und eine Suchtgefahr gab es auch.
Danach war Jahrelang ruhe bis ein Neuer Flipper unter dem
Namen Pinball Dreams erschien. Dieser hatte fast all das zu
bieten was auch ein echter Flipper hatte. Tolle Grafik,
tollen Sound und tolle Effekte. Es war einfach die Sensation,
etwas vergleichbares gab es damals wahrscheinlich noch nicht
mal für den PC. Als man bemerkt hat das sich sowas
offensichtlich ganz gut verkauft, wurden weitere Flipper
Versionen produziert, diese waren zwar nicht mehr ganz so gut,
aber durchaus interessant. Eine Neuentwicklung war zumindest
nicht feststellbar.
Doch dann kam SlamTilt und da dieser Flipper bis Heute noch zu
den besten für den Amiga gilt so muß sich auch alles was
danach Pinballartiges gekommen ist mit diesem Spiel messen.
Der APC&TCP brachte gerade ein neues Pinball Spiel auf den
Markt und zwar den Pinball Brain Damage. Angekündigt wurde
das Spiel schon 1996, aber zu der Zeit stand nicht mal genau
fest wer den Vertrieb für das Spiel der ungarischen Gruppe
Mind's Eye Entertainment übernehmen wird. Zwischenzeitlich
kam auch Vulcan Software ins Gespräch, Heute wissen wir das es
der APC&TCP ist.
Geliefert wird das Spiel in einem Schubkarton, mit einer
ausführlichen Anleitung. Sehr schade fand ich das die CD-Rom
einfach lose in der Verpackung liegt, wodurch fast jeder
Anwender sich gleich eine CD-Box für diese kaufen müssen wird,
ohne das er jedesmal diese aus dem Schubkarton herausnimmt und
womöglich Kratzer verursacht. Zwar hat APC&TCP dem ganzem
vorgebeugt in dem gleich mehrere Backups auf die CD-Rom
gebrannt wurden, doch eine richtige CD-Box wird das nie
ersetzen können.
Natürlich existiert auch eine DiskVersion des Spiels, diese
unterscheidet sich darin das man dort den ersten Pinball
Editor für den Amiga nicht mitbekommen wird. Das macht
hierbei besonders die CD-Rom Version so attraktiv, denn für
den gleichen Preis bekommt man zusätzlich ein Programm mit dem
man seine eigene Tische erstellen können wird.
Eigentlich könnte man danken das es schon alles gegeben hat
was Pinball Spiele angeht oder besser gesagt womit der Amiga
noch problemlos fertig wird, aber wie das Pinball Brain Damage
zeigt, sieht die Sache ein wenig anders aus.
Ganz neu bei dem Flipper aus dem Hause APC&TCP ist vor allem
die Pseudo3D Darstellung. Es handelt sich nicht um etwa eine
3D Engine welche mit Texturen oder ähnlichen versehen ist,
nein hier wird nur ein dreidimensionalles aussehen
vorgetäuscht. Bei den früheren Pinball Spielen sah man den
Tisch von Oben an, bei Pinball Brain Damage ist das zwar nicht
anders aber mit dem kleinem Unterschied das der Tisch etwas
geneigt ist. Den großen Unterschied merkt man aber erst im
direktem Vergleich.
Wirklich schade ist es das dieser Pinball nur zwei
verschiedene Flipper Tische anbietet, und nicht wie bei
SlamTilt oder den anderen Spielen gleich vier. Doch schauen
wir uns einmal was die Tische zu bieten haben.
Hypervolution - dieser Tisch soll laut der Bedienungsanleitung
der einfachste von beiden sein. Bei einem Flipperspiel ist
das nicht gerade so einfach zu sagen welches jetzt einfacher
ist, vielleicht kommt es dadurch das man hier weniger
Spielelemente findet als in dem zweiten. Bisher dachte ich
immer das es bei einem Pinball Spiel nur darum geht soviele
Punkte wie nur möglich zu sammeln, doch jetzt habe ich was
anderes gelernt.

Bei Hypervolution geht es darum den Führerschein zu machen,
und auch das ist leider genauso wie im richtigem Leben nicht
so einfach. Nur durch Ihr fahrerisches können werden Sie erst
in der Lage sein diesen zu bestehen. Ist aber dieser erstmal
in der Tasche so können sie weiter Ihren neu erworbenen Wagen
tunen, und später an Rennen teilnehmen. Lassen Sie sich also
auch nicht in dem Multiball Modus unterkriegen.
Magnetic Whirpoll - hier handelt es sich um den Tisch für
echte Pinball Fanatiker, mit mehreren Rampen, Biegungen und
was auch immer einen Flipper Tisch ausmacht. Ihre Aufgabe ist
es dem Molecule Mixmaster zu entkommen. Das alles ist
natürlich nicht so leicht und es kann schon mehrere Stunden
dauern bis man hier in der Lage ist wirklich Punkte zu machen.
Doch genau das ist es was den Spieler so an einem Spiel
fesselt. Man will immer besser werden.

Das wären eigentlich schon die beiden Tische. Sind zwar nicht
viele, aber für einen langen Spielspaß reichen die völlig.
Besitzer der CD-Version sind in der Lage Ihre eigene Tische zu
erstellen.
Der Editor ist wirklich einfach zu bedienen. Erst wählt man
die nötige Rampe, positioniert diese auf dem Tisch und schon
steht die da. Es fehlt jetzt nur noch der Sound und die
Punkteanzahl. Schade nur das man nicht selber eigene
gezeichnete Objekte oder kreirte Sounds verwenden kann, aber
von diesen sind ja zum Glück genug da.
Der Sound ist abwechslungsreich und den Tischen natürlich
angepaßt, so das dieser auch nach mehreren Stunden nicht
nervig wird. Pinball Brain Damage gehört zwar zu den wirklich
guten Flippern, kann aber SlamTilt nicht wirklich schlagen.
Hier fehlt einfach noch die richtige Atmosphäre die bei
SlamTilt geboten wurde.
Empfehlen kann ich das Spiel allerdings jedem, es wird wohl
keinen geben dem dieser Pinball nicht gefallen wird. Der Spa
ist garantiert so das man hier das Geld nicht umsonst
investiert.
Besonderheiten:
* Hi-Res Tischgrafiken (640x256)
Super-Hi-Res (1280x512) im Multiballmodus
* Pseudo3D Tischdarstellung
Hinweis ! Pinball Brain Damage ist nicht für einen 060er Prozessor
geeignet.
| Die Box |
| Spass: 95% | Disks: 1xCD-Rom |
| Grafik: 95% | Prozessor: 020er (AGA) |
| Sound: 85% | Ram: 2 Mbyte |
| Gesamt: 90% | HD: sinnvoll |
| Hersteller/Vertrieb: Mind's Eye / APC&TCP |
| Preis: 69.95 DM (Disk oder CD) |
Erhältlich bei:
APC&TCP
Dorfstraße 17
D-83236 Übersee
E-Mail: Andreas@Highvolt.gun.de
Zurück zum Inhalt