Der Amiga5000


   Ein  neuer  Amiga  noch  vor  Ende  des  Jahres!   So lautet die
   Schlagzeile  der  Zeitschrift Amiga Plus.  Irgendwie stimmte das
   auch  ein neuer Amiga ist zwar da, allerdings noch als Prototyp.
   Es  kann  sein  das mit dem Erscheinen des Artikels erste Geräte
   schon  zum  Kauf  entweder  angeboten  oder  aber  kurz  vor der
   Auslieferung stehen werden.

Amiga5000

Der Amiga5000 sollte ursprünglich nur mit einem 030er Prozessor erscheinen und ohne der Möglichkeit diesen mit PPC Karten zu erweitern. Mag sein das der 030er jetzt sozusagen noch Standard ist, aber schon 1998 werden nicht nur wenige Spiele erscheinen welche unbedingt den 040er voraussetzen! Schon als bekannt gegeben wurde das der A5000 lediglich eine 030er CPU hat, war nichts anderes zu hören als Kritik. Das AGA möchte ich an dieser Stelle garnicht mal erwähnen, da man das DCE nicht übel nehmen kann. Einen neuen Computer mit völlig neuen Chips kann man nicht so einfach in so kurzer Zeit entwickeln, oder hat schon einer die A/Box laufen sehen? Der Amiga5000 wird eine Zukunft haben, ob diese allerdings gro sein wird steht noch in den Sternen. Was DCE dazu bewegt hat jetzt doch den 040er zu verwenden wissen wir noch Heute nicht, gleich nachdem wir erfahren haben das der A5000 kommen wird haben wir DCE unteranderem folgende Frage gestellt: Fun Time: Wieso wurde bei dem Amiga5000 nicht ein 68040 eingebaut? Als Antwort bekamen wir folgendes zu hören: DCE: 68040 sind nicht mehr lieferbar. Der Preisunterschied zum 68060 ist auch viel zu gering. Unserer Meinung nach haben folgende Faktoren DCE zu einem 040er gezwungen. Ein Faktor waren die kritischen Stimmen seitens der User, besonders auf der Computer97. Doch viel schlimmer für DCE war die Ankündigung des BOxER Boards von Index Information. Dieser wird nämlich ab Werk in einer Version mit einem 040er und in einer mit einem 060er Prozessor mit bis zu 66 und mehr Mhz geliefert! Außerdem hat Index auch an eine PPC Schnitstelle für PPC Karten gedacht, und diese befinden sich bei Index schon in der Entwicklung. Dies waren die wichtigen Faktoren, wobei die Angst wegen dem Konkurrenten wahrscheinlich viel höher war als die Wünsche der User. Endlich sind wir an einem Punkt wo auch auf dem Amiga Markt ein harter Konkurrenzkampf entstehen wird, für die User kann das nur gutes bedeuten. Sinkende Preise, bessere Hardware für weniger Geld, mögliche Softwarepakete usw. Das alles braucht noch seine Zeit aber schon jetzt sehen wir wozu das führen wird. Jetzt muß nur noch die Software Industrie mitspielen, und Software entwickeln welche die Hardware voll ausreizt. In der Vergangenheit waren das die Fehler, es gab kaum Software welche bis an die Grenzen der Prozessoren stößte. Dadurch war die Nachfrage nach immer schnelleren Amigas sehr gering, was zum Stillstand der Hardware Entwicklung führte. Das wir Heute dennoch sowas wie PPC Karten für unseren Computer zur Verfügung haben können wir den Firmen verdanken welche alles aufs Spiel gesetzt haben um wenigstens etwas die Amiga Entwicklung anzukurbeln. Heute sehen wir was daraus geworden ist. Auf der einer Seite haben wir wirklich hoch moderne Erweiterungen für unseren Computersystem, aber auf der anderen Seite warten alle auf einen echten neuen Amiga der mit nichts einem PC nachstehen muß. Der Amiga5000 ist bestimmt nicht der Amiga der viele neue Kunden anziehen wird, aber es ist ein Rechner den man zu einem echt konkurrenzfähigem Computer aufrüsten kann. Das klingt jetzt etwas negativ, aber fragt mal einen PC User wie oft er eine neue Grafikkarte in einem Jahr kaufen müßte um immer auf dem neustem Stand der Technik zu sein! Den Amiga5000 kann man ganz schnell um eine Grafikkarte ohne Probleme erweitern, und wenn alles gut laufen wird dann werden schon 1998 Treiber für verschiedene PC Karten existieren welche dank der PCI Slots auch am Amiga Ihren Dienst leisten werden. Mit einer PPC Karte wird man den A5000 um einen PowerPC Prozessor erweitern können und schon hat man einen Rechner von dem man eigentlich nur träumen könnte. Was vielleicht noch fehlen würde ist eine gute Soundkarte, aber der Amiga Sound reicht auch schon für wirklich gute Spiele aus, denn Musik kann man auch so wie bei PlayStation und einigen wenigen Amiga Spielen direkt von der CD-Rom abspielen, und das die Effekte nur 8 bzw. 14 Bit haben, würde man garnicht merken. Wer noch immer der Meinung ist das der A5000 schlecht ist der ist selbst schuld. Natürlich wäre es besser wenn das alles was oben erwähnt wurde auch gleich mit dem A5000 zu einem ähnlichem Preis geliefert würde, aber noch ist es nicht der Fall. DCE muß aber genau das den Leuten vermitteln. Ihr müßt Euch den A5000 als einen nackten besseren PC vorstellen wo eine Grafikkarte fehlt. Der Preis für den A5000 mit einem 040er/25 Mhz soll bei etwa 1600 DM liegen mit einem 040er/40 Mhz bei 1720 DM. Sicher werden jetzt einige sagen, dafür krieg ich aber bei ALDI einen tollen PC! Das ist auch bestimmt richtig, nur möchte ich den armen User nicht erleben wenn der tolle PC einfach mal so richtig als ein Überraschungseffekt abstürzt. Doch wollen wir uns einmal die ganze Liste anschauen was der Amiga5000 so alles zu bieten haben wird. Natürlich werden wir auch gleich was zu den einzelnen Punkten sagen, denn vieles erscheint uns zu unverständlich. * Vollkompatibel zu allen AGA-Systemen ist ok. Wäre ja ziemlich schlecht fürs erste wenn dieser nicht kompatibel wäre. Man hätte kaum Software dafür. * VGA-Monitore anschließbar die einzige sinnvolle Lösung, denn Amiga Monitore sind fast schon garnicht mehr zu bekommen, und angeblich werden auch keine mehr produziert. * große Auswahl an professionellen Anwendungen stimmt teilweise, allerdings wird DCE sowas kein PC User abkaufen der etwas Ahnung von dem was es für den Amiga gibt hat. Wir haben zwar recht gute Programme aber diese sind oft noch weit von PC Programmen entfernt, einziger Vorteil ist es das diese oft weniger kosten. Was wir dringend brauchen sind standarts. * ideal für Videobearbeitung und 3D-Animationen damit habe ich große Probleme, wenn es hier zumindest ein 060er wäre dann hätte ich gesagt. Gut für den Anfang reicht das auch was 3D Animtionen angeht, aber bei einem 040er kann ich dem nicht zustimmen. Mit denn PPC Karten kann sich das ändern. * MPEG Level1 (optional) 300 DM soll diese Erweiterung angeblich kosten. Kann man gebrauchen, schade das es nur Optional ist. Solche Sachen könnten den Amiga dahin bringen wo er mal war wenn das nur schon gleich ab Werk mitliefern würde. * unterstützt Zorro-II oder Zorro-III Grafikkarten ZorroIII sollte es Minimum sein, und so schnell wie möglich entweder ein neuer Standard oder einfach auf PCI umsteigen. * offene Systemarchitektur für zukünftige Erweiterungen wahrscheinlich sind hier die PPC bzw. PCI Slots gemeint. Ist eine gute Idee, bleibt zu hoffen das man auf diese Erweiterungen nicht Wochenlang warten müssen wird. * Anschlußmöglichkeit für eine A4000-Tastatur oder eine PS/2-PC-Tastatur was kann man dazu sagen. Man sollte sich endlich für eine Lösung entscheiden. * Video-Composite-Signal zum Anschluß an Videorecorder o.ä. * Anschlußmöglichkeit an ein Standard-TV-Gerät über optionalen Modulator das der Modulator hier optional erhältlich sein soll ist schon ein Hammer und eigentlich etwas schade. Spezifikationen * CPU MC68040 mit 25 bzw. 40 MHz man sollte sofort nur die 40 Mhz Lösung anbieten, es sind doch nur wirklich paar Mark. * SCSI-II-Hostadapter optional sollte eigentlich langsam Standard sein. * Kickstart 3.1-ROMs * AGA-Chipsatz ging ja nicht anders. In der kurzen Zeit ließen sich sowieso keine neuen Chips entwickeln, und außerdem müßten auch diese dann irgendwie zu den alten Amiga Chips kompatibel bleiben. Was fehlt ist eine richtig gute Grafikkarte zu einem vernünftigem Preis so das sich gleich jeder User diese kaufen könnte. * 2 MB ChipRAM onboard es wäre an der Zeit über eine andere Lösung nachzudenken, weg mit dem Chip Speicher, einer für alles muß es sein. * bis zu 128 MB FastRAM, 2 Speichersockel für PS/2-Module * Standard-880KB-Diskettenlaufwerk oder optionales 1.76 MB HD Diskettenlaufwerk HD Laufwerke sollten Standard werden, immerhin gibt es kaum noch DD Disketten und irgendwie kann ich es nicht glauben das DD Laufwerke billiger sind als HD Laufwerke wo die Nachfrage nach diesen weit höher sein müßte. * vier Zorro-II Slots oder Zorro-III, zukünftig PCI-Slots zukünftig. Die PCI slots braucht man so schnell es geht und entsprechende Treiber. * Future-BUS-Connector für PPC-Erweiterungen nur her mit den Karten. Der Preis sollte sich allerdings in einem vernünftigem Bereich befinden. Eigentlich müßte man den A5000 so entwickeln können das man auf den zusätzlichen companion Prozessor verzichten könnte. Es sind gerade die 68er Prozessoren welche die PPC Karten so teuer machen, und 700 DM ist für sehr viele oft wirklich sehr viel Geld. Die Situation in Deutschland ist nicht gerade rosig, so das man hier auch auf die User Rücksicht nehmen sollte. * zwei IDE-Schnittstellen für jeweils 2 IDE-Einheiten * 1.7GB/IDE-Festplatte * von 10x bis zu 24x fach CD-ROM Laufwerk * Scandoubler onboard bis dahin fast alles ok. Schade nur das SCSI optional ist * optionaler Videomodulator * batteriegepufferte Echtzeituhr sowas sollte man eigentlich nicht erwähnen. Dies ist nichts besonderes eigentlich lächerlich! * Flash-EPROM für zukünftigen Gebrauch * ATX-Comfort Towergehäuse * 230W Netzteil, 110/230V Auto-Switch Externe Schnittstellen * serielle Schnittstelle, 9pin * parallele Schnittstelle, 25pin * VGA Schnittstelle, 15pin * 2 x Mouse/Joystick Schnittstelle, 9pin * AMIGA-Tastatur Schnittstelle, 5pin * 6-pin mini-DIN for PS/2 keyboards * PS/2 Tastatur Schnittstelle, 6pin Mini-DIN * 2 x Audio out * VideoComposite-Output Alles normal und nichts besonderes. Die Frage ist jetzt ob für die Tastaturen wirklich zwei Anschlüsse existieren werden? Wenn ja dann ist dies eine ziemlich schlechte Lösung. Das wäre also die Ausstattung des Amiga5000, sieht schon nicht schlecht aus. Wenn man bedenkt das damals ein Amiga4000 ohne Festplatte und CPU Karte fast das doppelte gekostet hat, dann ist dies schon eine Entwicklung in eine richtige Richtung. Die Weltweite Distribution hat Power Computing aus England übernommen. Bisher wurden allerdings nur zwei Distributoren gefunden, ziemlich wenig wenn man bedenkt das schon einige Wochen vergangen sind. In Italien werden die neuen Amigas durch Db-Line vertrieben. Homepage: www.dbline.it/mhtm/a5000.htm In Deutschland wird das Vesalia übernehmen. Homepage: www.vesalia.de Immernoch ist nicht geklärt ob die Modelle auch den Weg in die Kaufhäuser finden werden. Dies wäre bitter nötig, genauso wie Werbung zumindest in einigen PC bzw. Unterhaltungs Magazinen. Weitere Adressen: DCE Computer Service GmbH Kellenbergerstr 19 A D 46145 - Obergausen E-Mail: dce@ruhr-net.de WWW: www.DCEcom.de Power Computing Ltd. Unit 82A, Singer way Woburn Road Ind. Estate Kempston, Bedford MK42 7PU England Tel.: +44 1234 85 15 00 Fax.: +44 1234 85 54 00 E-Mail: sales@powerc.co.uk WWW: www.powerc.com Vesalia Computer Industriestrasse 25 D-46499 Hamminkeln E-Mail: vcomputer@cvv.de WWW: www.vesalia.de Db-Line Db-Line srl Via Alioli e Sassi, 19 21026 Gavirate (VA) Italy E-Mail.: info@dbline.it WWW: www.dbline.it

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