Computer97 - Bericht
Endlich war es soweit die Mutter aller Amiga Messen öffnete
am 14.11 Ihre Toren. Tausende Amiga Fans pilgerten nach
Köln um dem mächtigem Gott Amiga die Ehre zu erweisen.

Auch diesmal sollten viele Geheimnisse gelüftet werden auf
die man schon vorher durch Schlagzeilen in einigen Magazinen
leider auch in unserem gespannt wurde. Schließlich mußte
sich herausstellen das es fast keine Geheimnisse gab, außer
das ein neues Amiga Magazin angekündigt wurde und die Messe
nur in einer Halle stattfand gab es nichts wirklich
geheimnisvolles.
Vieles wurde angekündigt, doch das meiste davon konnte bis
zur Messe nicht mehr rechtzeitig fertiggestellt werden. Zum
Glück gab es noch genug andere Dinge die man bewundern,
testen oder auch gleich mitnehmen konnte.

Es ist ein tolles Gefühl wenn man die Halle betritt, für
manche ist das wie die Zweite Heimat. Überall Amiga Soft
und Hardware und keine billig PC's. Diesmal konnte man die
positive Atmosphäre fast schon riechen, im Gegensatz zum
letzten Jahr.
An erster Stelle war mir nichts wichtiger als den Stand von
Amiga International zu besuchen, mit der Hoffnung etwas
neues zu sehen. Das Positive war es das da überhaupt ein
Stand war nicht so wie letztes Jahr. Etwas neues konnte
Amiga International selbst leider nicht präsentieren, aber
das habe ich auch garnicht erwartet.

Interessanter waren schon die Präsentationen der
Unteraussteller. Jetzt war es mal an der Zeit den Amiga5000
genauer unter die Lupe zu nehmen. Dabei war es auch möglich
sich die ganzen Innereien genauer anzuschauen, wenn man das
Glück hatte und einmal da dran kam. Richtig in Aktion
konnte man den A5000 nicht sehen, nur die mir vertraute
Workbench lief darauf, aber mehr konnte man wahrscheinlich
von einem Rechner an dem wenig neues gibt nicht erwarten.
Von den Messebesucher mußten sich die DCE Mitarbeiter nur
kritische Worte anhören müssen, und das nicht unbegründet.
Ein neuer Amiga mit einem 030er würde wieder ein Schritt
zurück bedeuten. Noch in diesem Jahr sollen aber einige
Spiele erscheinen welche einen 040er voraussetzen! Zum
Glück hat man sich bei DCE dann doch noch für den 040er
entschieden, was wir wohl einem Konkurrenzprodukt von Index
Information verdanken können. Der Amiga5000 ist einfach ein
besserer A4000 der weniger kostet.
Ist das nicht toll das auf dem Amiga Markt dank der
glorreichen Lizenzpolitik von Amiga International langsam
sowas wie ein Konkurrenzkampf entsteht? Das ist etwas
worauf wir schon lange gewartet haben. Ein ernster
Konkurrent für DCE ist jetzt natürlich Index Information
geworden. Index präsentierte da erstmals den Access, es
handelt sich dabei um einen Amiga der nicht wirklich besser
als ein A1200 ist, mit dem kleinem Unterschied das die
Hauptplatine neu konstruiert wurde, wodurch diese viel
kompakter ausgefallen ist.
Der Access soll jetzt aber nicht speziell an Privatanwender
verkauft werden, dieser ist für andere Zwecke gedacht.
Index Information entwickelte den Access als ein
Informationssystem. Tatsächlich könnte Index damit einen
großen Erfolg haben, den der Rechner ist klein, nicht zu
teurer und bietet alles was man für eine gute Präsentation
benötig. Erweiterungen wie MPEG1 Decoder oder ein Genlock
fehlen natürlich auch nicht.
Für mehr aufsehen sorgte da aber das BoXer Mainboard das
Index natürlich gleich mit nach Köln mitgenommen hat. Das
war auch der Grund wieso DCE dem Amiga5000 einen 040er
Prozessor spendiert hat. Der BoXer verfügt nämlich schon ab
Werk über einen 040 bzw. 060er Prozessor mit Taktfrequenzen
die angeblich bis 75 Mhz gehen sollen. Der BoXer ist
natürlich 100% Amiga kompatibel. Den Speicher kann man bis
zu 2 Gbyte aufrüsten. Einiges wurde bei dem BoXer wieder
auf den neusten Stand der Technik gebracht, so wurde es
möglich die Leistung um etwa 30% zu erhöhen. Sehr
interessant ist auch die PPC Schnitstelle an die man später
eine PPC Turbokarte anschließen können wird. Wie das alles
aber funktionieren soll wissen wir selber noch nicht. Den
Vertrieb soll Blittersoft übernehmen und angeboten wird das
BoXer Mainboard in einem Amiga Black Box System. Natürlich
wird man auch das Mainboard selbst kaufen können, so soll
sich der Anwender auch seinen eigenen Amiga bauen können.
Es handelt sich hier um eine wirklich feine Sache, und der
Preis wird und soll auch nicht zu hoch werden.
Neue Amigas gibt es also genug, jetzt fehlt nur noch eine
neue Amiga OS Version und von der schnellstmöglich eine
PowerPC Portierung mit 68k Emulation.
Ebenso als Unterausteller war MicroniK am Stand von Amiga
International vertreten. Hier präsentierte man das
Infinitiv Tower A1500. Dieser verfügt über ZorroIII slots
und bringt Amiga4000 Turbokarten zum laufen, wodurch man
auch sofort die ganze PPC Power nutzen kann. Diese Lösung
bietet eigentlich alles was man sich zur Zeit wünschen kann,
Schwierigkeiten wird MicroniK aber mit der wachsenden
Konkurrenz bekommen. Einen A1200 wird früher oder später
keiner in einem Tower haben wollen, wenn doch zu dem
gleichem Preis neuentwickelte Modelle die gleich ab Werk mit
Festpllate, CD-Rom Laufwerk usw. zu ähnlichen Preisen
angeboten werden. Hier wird sich MicroniK etwas einfallen
müssen. Die einzige Lösung wären die PCI Slots für die aber
noch einige Treiber geschrieben werden müssen. Wir werden
sehen welcher Hersteller am Ende die Nase vorne haben wird.
Der Hardware Bereich war am Stand von Amiga International
sozusagen gut abgedeckt. Noch nie gab es soviel neues zu
sehen, was wirklich Hoffnung gibt. Der Bereich Software
hatte zwar nicht mehr soviele Neuheiten zu bieten, aber
dafür Programme von sehr guter Qualität. Als wirklich neu
konnte man das 3D Programm Tornado3D bezeichnen, das von
Haage&Partner präsentiert wurde. Ein 3D Programm das sich
mit seinen Funktionen und attraktivem Preis gegen die
anderen Konkurrenten womöglich ganz gut durchsetzen können
wird. Eine PPC Version ist natürlich auch geplant und diese
wird wahrscheinlich die von Haage&Partner entwickelte PPC
Lösung Namens WarpUp unterstützen. Auf die Frage wie die
PPC Version dann mit den Grafikkarten funktionieren wird
konnte man mir leider keine interessante Antwort geben
können. Es hieß nur das diese noch nicht da sind, also kann
man dazu noch garnichts sagen. Wir werden sehen ob WarpUp
wirklich so kompatibel ist.
Gleich daneben wurde WarpUp dagegen fast schon sensationell
vorgeführt, zumindest wurde mir das so gesagt, denn leider
konnte ich die Vorführung von Quake in einer PPC Version
nicht bewundern. Schade hätte ich gerne gesehen, zumal es
sich dabei immerhin um eine unerlaubte Vorführung gehandelt
hat. Inzwischen müßte aber schon jeder wissen das ClickBoom
die Lizenz für Quake von ID Software bekommen hat, wer wei
ob nicht vielleicht für Quake2?
Am Stand von Amiga International war es auch möglich sich
von Miami und MakeCD zu überzeugen. Noch Heute bin ich
Angela Schmidt für den wunderbaren Zettel mit empfohlenen CD
Brennern sehr dankbar. Schade nur das sich so wenig
weibliche Wesen für unseren Computer interessieren,
vielleicht hätten wir dann noch mehr Programme in der
Qualität wie MakeCD.
Natürlich fand sich auch ein Spieleproduzent am Stand und
zwar Aurora Works. Ich hoffe sehr das ich mich da jetzt
nicht irre, präsentiert wurde ein schon älteres Spiel das
auf den neusten Stand der Technik gebracht wurde. Leider
kann ich mich jetzt nicht mehr ganz an den Namen erinnern.
Nicht so ganz neu, aber sehr interessant war auch die
Vorführung von ScalaMM 400. Diese wird dank der Firma
Nightshift wieder auf den Markt gebracht. Natürlich wird es
nur eine CD-Rom Version geben, leider ohne irgendwelcher
Verbesserungen. Das einzig neue daran ist die Multimedial
gestaltete Anleitung. Man hofft drauf eine Lizenz von der
Firma Scala zu bekommen die auch eine Weiterentwicklung
ermöglichen würde, doch die Chancen dafür stehen nicht
gerade gut. Natürlich gab es Kritik zu hören und zwar das
Scala nicht auf Grafikkarten läuft, vor allem Anwender ohne
AGA Amigas sehen das als einen großen Nachteil. Sollte die
Firma Nightshift eine Lizenz für die weiterentwicklung
bekommen so wird als erstes an der Unterstützung von
Grafikkarten gearbeitet. Wollen wir hoffen das es dazu
kommen wird.
Wie ich schon oben erwähnte konnte Amiga International
nichts eigenes präsentieren. Verteilt wurden allerdings
Amiga Sticker, Feuerzeuge und Pins. Petro Tystschenko
konnte man gelegentlich auch am Stand treffen, und der mußte
auch kräftig Interviews allen möglichen Magazinen geben.
Als ich gerade am Stand war da kam der Chefredakteur des
polnischen Print Magazins Amiga Computer Studio vorbei.
Eine echt nette Persönlichkeit und das Magazin von denen ist
auch nicht schlecht, immerhin eine Auflage von 30 000
Exemplaren.

Nachdem ich den Amiga Stand mehr oder weniger hinter mich
hatte, war es an der Zeit mal die anderen Austeller zu
besuchen.
Es war nicht weit, also ging ich erst zu Haage&Partner.
Besonders interessiert war ich an der Java Lösung für Amiga.
Leider gab es diese noch nicht zu sehen, aber dafür Stand
der Programmierer Jeroen Vermeulen da der höflich alle
Fragen jedem interessiertem beantwortet hat. Man sah Ihm an
das er selber froh wäre das fertige Produkt präsentieren zu
können, aber wie er selber schon sagte kann man sowas nicht
so einfach in wenigen Monaten umsetzen. Es dürfte
allerdings nicht mehr lange dauern bis das Merapi Projekt
präsentiert können wird.
Weiterhin präsentierte man die neue Version des DTP
Programms PageStream3.3. Das Programm bietet alles was für
wirklich professionelle DTP Arbeiten benötigt wird, selbst
PageMaker kann da nicht ganz mithalten. Ebenso zu sehen war
die neue Version von StromC++ 3.0 und ArtEffect2.5. Wer
professionelle Software sucht, der braucht sich nur bei
Haage&Partner zu melden. Inzwischen hat man bei Haage sogar
den Vertrieb für FontMaschine und X-DVE3.0 übernommen.
Natürlich zeigte auch hier ein Video eindrucksvoll wozu
X-DVE3.0 fähig ist.
Nicht weit von dem Haage&Partner Stand entfernt fand man
auch den Stand von phase5 das durch seine Größe wohl nicht
zu übersehen war. Hier drehte sich natürlich alles nur um
die PPC Turboakrten, was nicht anders zu erwarten war. Zu
sehen war auch eine Grafikkarte, allerdings nicht für Amiga
sondern für Macintosh. Leider konnte man noch keine PPC
Turbokarten für den A1200 präsentieren, diese sind noch
Heute garnicht erhältlich. Damit sich auch jeder von der
Leistungsfähigkeit überzeugen konnte, wurde ein spezieller
Vorführbereich angelegt, wo man sich hinsetzen und
gleichzeitig bei einer Präsentation entspannen konnte.
Präsentiert wurde Wildfire und ElasticDreams beide natürlich
in einer PPC Version. Wildfire kannten die meisten noch von
früher deshalb war daran außer der Geschwindigkeit nichts
besonderes zu erkennen. Bei ElasticDreams handelte es sich
um ein ganz neues Produkt aus dem Hause Titan. Dabei
handelt es sich um ein Realtime Morphing Programm, das eine
ähnliche Bedienungsoberfläche wie das vom PC bekannte
Programm PowerGoo zur Verfügung stellt. Eine Version für
die 68k Prozessoren soll es auch geben, aber angenehmes
arbeiten soll erst ab einem 040er möglich werden. Von der
A/Box war immernoch nichts zu sehen, außer einem magerem
Informationsblatt.
Der Weg von phase5 führte mich gleich zu MicroniK, dort
konnte man einen ersten Blick auf die PCI Slots werfen und
den Amiga1500 bewundern. Zu sehen war auch der interne
Scandoubler für den Amiga1200. Alles sehr interessante
Lösungen die man sonst nirgendwo findet. Immer wenn man
Probleme mit irgendwelchen Steckern und Kabeln hat der
sollte nicht lange zögern und sich bei MicroniK melden, dort
wird man meistens eine Lösung finden können.
Bei Oberland gab es wie immer vieles im Angebot zu kaufen.
Die angekündigte PPC Version von Reflections war leider
nicht zu sehen. Diese soll allerdings bald erscheinen,
irgendwie dauert das ganze länger als erwartet. Wer nicht
länger warten kann der sollte sich schon mal die normale
Version kaufen und diese dann für angeblich etwa 15 DM auf
die PPC Version updaten. Ansonsten gab es bei Oberland
nichts wirklich neues.
Jetzt war es mal an der Zeit etwas über das neue Amiga
Spielemagazin zu erfahren. Das Magazin wird sich Amiga
Future nennen und vorerst alle zwei Monate mit einer Cover
CD-Rom erscheinen. Die erste Ausgabe kommt schon im Februar
raus und wird allerwahrscheinlichkeit 19.80DM kosten. Auf
der Cover CD-Rom soll sich die Vollversion von Trapped
befinden, was schon mal viele zum Kauf bewegen sollte. Wie
gut oder schlecht das Magazin sein wird werden wir schon
bald erfahren, ich wünsche der Redaktion und dem ICP Verlag
(Amiga Plus) zumindest alles gute.
Als nächstes begab ich mich auf die Suche nach dem Stand von
Titan und APC&TCP. Am Stand von APC&TCP konnte man das
Spiel Flyin'High mit den neuen DataDisks bewundern.
Natürlich bestand auch die Möglichkeit sich mal mit dem
Programmierer Markus Pöllmann zu unterhalten der ja
inzwischen auch an Phönix kräftig werkelt. Eine Demoversion
von Phönix existierte zu der Zeit noch nicht, so das ich nur
den Editor mit dem man die Objekte für das Spiel vorbereitet
bewundern konnte. Das ganze war schon sehr beeindruckend,
mit Texturen versehen sah das Raumschiff einfach genial aus.
Natürlich soll das Spiel auch FMV (Full Motion Video)
Sequenzen enthalten. Man darf also auf eines der besten
Spiele hoffen.
Andreas Magerl war natürlich auch anwesend und verkaufte
fleißig Spiele an begeisterte Amiga User. Geholfen haben
Ihm dabei einige Clubmitglieder sowie der Herausgeber des FD
Magazins "Das Gadget". Leider fehlte mir die Zeit für eine
längere Unterhaltung, denn meine Aufgabe bestand darin nach
interessanten Neuigkeiten zu suchen. Gleich am Stand von
Titan das sich gegenüber dem APC&TCP befand, konnte man sich
von der Qualität der Spiele wie "Sword" "Evil's Doom " oder
"Shadow Of The Third Moon" überzeugen. Daneben präsentierte
man das Realtime Morphing Programm "Elastic Dreams" und "Art
Studio 3.0". Beide Programme existierten natürlich in einer
PPC Version und zeigten ganz deutlich die
Geschwindigkeitsvorteile der PowerPC Prozessoren. Aus der
angekündigten Grafikkarte für den A1200 wurde leider nichts.
Diese soll aber schon bald erscheinen, und ist für Anwender
ohne Zorro Slots gedacht.
Bei Village Tronic war vieles zu bestaunen. Es handelte
sich dabei um Erweiterungen für die PicassoIV Grafikkarte.
Hier war das Modul PalomaIV zu sehen. Damit wird es
erstmals möglich Videobilder auf der Workbench zu bewundern.
Diese gelangen über die Einspeisung von S-VHS und VHF/UHF
Signalen in den Computer. Weiterhin besteht gleich die
Möglichkeit diese Bilder abzuspeichern. Eine interessante
Sache für jeden PicassoIV Anwender, denn so kann man die
Fähigkeiten des Amiga erweitern ohne weitere Zorro Plätze
belegen zu müssen. Nicht weniger interessanter war auch das
zweite Modul genannt ConciertoIV. Damit wird die PicassoIV
erstmals in der Lage sich auch von der musikalischen Seite
zu zeigen. Diese bietet einen 4 Kanal Audiomischer, und
kann Sound in 16 Bit aufnehmen und wiedergeben. Gesteuert
wird die Erweiterung mittels AHI. Midifähig ist die Karte
ebenfalls.
Das erste mal in Köln war auch Epic Marketing anwesend, was
zum größten Teil daran liegt das Epic inzwischen auch in
Deutschland eine Filiale hat. Hier am Stand war wohl das
einzigste multimediale Lexikon für den Amiga zu sehen (Epic
Multimedia Lexikon). Wer Glück hatte konnte auch schon das
Spiel "Sixth Sense Investigations" ein wenig unter die Lupe
nehmen.
Bei ACT war ebenfalls etwas neues zu bewundern. Unter dem
Namen E/Box präsentierte man ein Towersystem für den A1200.
Besonders bemerkenswert ist die Größe des Towers, es ist
einfach breit sieht aber durch die gut gestaltete
Frontblende garnicht schlecht aus. Die E/Box wurde in Polen
von der Firma Elbox entwickelt, diese wird schon bald eine
Lizenz für den A1200 bekommen. Dadurch wird man so ähnlich
wie MicroniK ab Werk einen Amiga1200 in einem Tower anbieten
können, dabei sollen die von MicroniK entwickelten Zorro
Slots mit der E/Box voll kompatibel sein.
Jetzt stand als nächstes RBM auf meinem Plan. Hier
versteigerte man gerade ein T-Shirt, das Angebot begann bei
5DM, und wie ich mich erinnern kann, hat auch keiner mehr
als 5DM geboten. Irgendwie war das ziemlich peinlich. Das
was man präsentiert hat war schon viel interessanter.
Einmal war es da die neue Version des Newsreaders "FFNews"
und Scan Quix 4. Irgendwie war mir aber nicht ganz klar was
das wirklich geheimnisvolle an Scan Quix 4 sein sollte was
man uns vor der Messe nicht verraten wollte. Das neue und
angeblich einzigartige an Scan Quix 4 ist die Erweiterung
Calibratix, damit kann man den Scanner an den Drucker
anpassen, so das die Ausdrücke dann genauso aussehen werden
wie das Original. Eine zusätzliche Erweiterung Namens
FaxQuix erlaubt direkt von ScanQuix Faxe zu versenden. Das
alles klingt schon ganz interessant, doch am liebsten würde
man sich ein OCR Programm wünschen. Als wir bei RBM danach
gefragt haben da wurde uns gesagt das dafür der Markt
angeblich nicht existiert, also wird wohl daraus nichts.
Das waren fast schon alle wichtigen Firmen, die man als
Amiga Anwender unbedingt besuchen mußte. Als nächstes habe
ich mich bei New Generation umgesehen. Dort wurde Trapped2
und die PC Version von Wet präsentiert. Weiterhin hatte man
auch den Oxyron Patcher im Gepäck welcher die Leistung von
Turbokarten erhöht. Einiges über das neue Spiel Fratzen
Geballer konnte man auch schon erfahren, so soll das Spiel
in wenigen Wochen erscheinen. Weiterhin konnte man von dem
Trapped Entwickler Michael Pipgras erfahren das man Wet auch
für den Amiga umsetzen möchte, und sollte alles gut
verlaufen so wird das Spiel noch vor Sommer erscheinen.
Ich weiß nicht wieso aber irgendwie kann proDAD mit dem
eigens entwickeltem Betriebsystem Namens p-OS keinen Fu
fassen. Auf der Messe wurde lediglich eine weiter
entwickelte Beta Version präsentiert. Das alles sieht
natürlich schön aus und bietet wundervolle Funktionen zur
Verfügung, aber leider gibt es dafür fast keine Software und
so wie es aussieht wird es noch lange dauern bis dafür etwas
entwickelt bzw. umgesetzt wird. Von einem Betreibsystem
ist p-OS außerdem noch weit entfernt, dieses müßte ganz auf
das Amiga OS verzichten und bisher tut es das nicht. Die
einzige Chance könnte erst eine PPC von p-OS haben mit einer
Amiga Emulation. So könnte man neue Amigas mit PPC
entwickeln und die alten Programme trotzdem benutzen.
Fast hätte ich Stefan Ossowski vergessen, was womöglich
daran lag das man von dem Spiel Myst nichts auf der Messe
sehen konnte. Neu bei Ossowski war CygnusEd in der Version
4 und TurboCalc in der Version 5. Außerdem war schon die
Amiga Emulation "Amiga Forever" zu bekommen. Mit dieser
wird es möglich auf einem PC den Amiga allerdings nicht mit
den AGA Chips zu emulieren. Das Amiga OS und verschiedene
Kickstart Versionen liegen der Emulation ganz Legal bei.
Irsee Software präsentierte neue Versionen von Programmen
wie TurboPrint6 und PictureManager5, diese unterstützen auch
schon die PPC Karten. Bei Eagle zeigte man Amiga Linux, das
sich noch in einem entwicklungsstadium befindet. Wann Amiga
Linux endlich fertig wird, konnte uns keiner genau sagen.
Das wars auch schon fast alles was so auf der Messe
vorgestellt wurde. Von vielen Programmen erschienen nur
verbesserte Versionen, an denen oft nicht viel interessantes
gemacht wurde. Bei den anderen Sachen handelte es sich
nicht unbedingt um Messeneuheiten. Bei Cornelia Figge
konnte man bestaunen wie ein Familienunternehmen
funktioniert. Selbst das jüngste Mitglied der Familie half
da kräftig mit, und es gab auch User die den jungen
Verkäufer reinlegen wollten. Ich hätte nicht gedacht das
Amiga User zu sowas fähig sind. Zum Glück war der junge
Mann den blödianen einfach überlegen.
So war also die Computer97, vieles sorgte für Begeisterung,
manchmal wurde man dann aber doch wieder enttäuscht. Man
merkte allerdings das es wieder aufwärts geht und das da
irgedwo am Ende des langen Tunnels ein Licht zu sehen ist.
Mal sehen wie die Computer98 sein wird?
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