Computer97 - Bericht


     Endlich  war es soweit die Mutter aller Amiga Messen öffnete
     am  14.11  Ihre  Toren.   Tausende Amiga Fans pilgerten nach
     Köln um dem mächtigem Gott Amiga die Ehre zu erweisen.

Die Messehalle von Oben

Auch diesmal sollten viele Geheimnisse gelüftet werden auf die man schon vorher durch Schlagzeilen in einigen Magazinen leider auch in unserem gespannt wurde. Schließlich mußte sich herausstellen das es fast keine Geheimnisse gab, außer das ein neues Amiga Magazin angekündigt wurde und die Messe nur in einer Halle stattfand gab es nichts wirklich geheimnisvolles. Vieles wurde angekündigt, doch das meiste davon konnte bis zur Messe nicht mehr rechtzeitig fertiggestellt werden. Zum Glück gab es noch genug andere Dinge die man bewundern, testen oder auch gleich mitnehmen konnte.

Nicole G. beim verteilen von Amiga Stickern

Es ist ein tolles Gefühl wenn man die Halle betritt, für manche ist das wie die Zweite Heimat. Überall Amiga Soft und Hardware und keine billig PC's. Diesmal konnte man die positive Atmosphäre fast schon riechen, im Gegensatz zum letzten Jahr. An erster Stelle war mir nichts wichtiger als den Stand von Amiga International zu besuchen, mit der Hoffnung etwas neues zu sehen. Das Positive war es das da überhaupt ein Stand war nicht so wie letztes Jahr. Etwas neues konnte Amiga International selbst leider nicht präsentieren, aber das habe ich auch garnicht erwartet.

Der Stand von Amiga International

Interessanter waren schon die Präsentationen der Unteraussteller. Jetzt war es mal an der Zeit den Amiga5000 genauer unter die Lupe zu nehmen. Dabei war es auch möglich sich die ganzen Innereien genauer anzuschauen, wenn man das Glück hatte und einmal da dran kam. Richtig in Aktion konnte man den A5000 nicht sehen, nur die mir vertraute Workbench lief darauf, aber mehr konnte man wahrscheinlich von einem Rechner an dem wenig neues gibt nicht erwarten. Von den Messebesucher mußten sich die DCE Mitarbeiter nur kritische Worte anhören müssen, und das nicht unbegründet. Ein neuer Amiga mit einem 030er würde wieder ein Schritt zurück bedeuten. Noch in diesem Jahr sollen aber einige Spiele erscheinen welche einen 040er voraussetzen! Zum Glück hat man sich bei DCE dann doch noch für den 040er entschieden, was wir wohl einem Konkurrenzprodukt von Index Information verdanken können. Der Amiga5000 ist einfach ein besserer A4000 der weniger kostet. Ist das nicht toll das auf dem Amiga Markt dank der glorreichen Lizenzpolitik von Amiga International langsam sowas wie ein Konkurrenzkampf entsteht? Das ist etwas worauf wir schon lange gewartet haben. Ein ernster Konkurrent für DCE ist jetzt natürlich Index Information geworden. Index präsentierte da erstmals den Access, es handelt sich dabei um einen Amiga der nicht wirklich besser als ein A1200 ist, mit dem kleinem Unterschied das die Hauptplatine neu konstruiert wurde, wodurch diese viel kompakter ausgefallen ist. Der Access soll jetzt aber nicht speziell an Privatanwender verkauft werden, dieser ist für andere Zwecke gedacht. Index Information entwickelte den Access als ein Informationssystem. Tatsächlich könnte Index damit einen großen Erfolg haben, den der Rechner ist klein, nicht zu teurer und bietet alles was man für eine gute Präsentation benötig. Erweiterungen wie MPEG1 Decoder oder ein Genlock fehlen natürlich auch nicht. Für mehr aufsehen sorgte da aber das BoXer Mainboard das Index natürlich gleich mit nach Köln mitgenommen hat. Das war auch der Grund wieso DCE dem Amiga5000 einen 040er Prozessor spendiert hat. Der BoXer verfügt nämlich schon ab Werk über einen 040 bzw. 060er Prozessor mit Taktfrequenzen die angeblich bis 75 Mhz gehen sollen. Der BoXer ist natürlich 100% Amiga kompatibel. Den Speicher kann man bis zu 2 Gbyte aufrüsten. Einiges wurde bei dem BoXer wieder auf den neusten Stand der Technik gebracht, so wurde es möglich die Leistung um etwa 30% zu erhöhen. Sehr interessant ist auch die PPC Schnitstelle an die man später eine PPC Turbokarte anschließen können wird. Wie das alles aber funktionieren soll wissen wir selber noch nicht. Den Vertrieb soll Blittersoft übernehmen und angeboten wird das BoXer Mainboard in einem Amiga Black Box System. Natürlich wird man auch das Mainboard selbst kaufen können, so soll sich der Anwender auch seinen eigenen Amiga bauen können. Es handelt sich hier um eine wirklich feine Sache, und der Preis wird und soll auch nicht zu hoch werden. Neue Amigas gibt es also genug, jetzt fehlt nur noch eine neue Amiga OS Version und von der schnellstmöglich eine PowerPC Portierung mit 68k Emulation. Ebenso als Unterausteller war MicroniK am Stand von Amiga International vertreten. Hier präsentierte man das Infinitiv Tower A1500. Dieser verfügt über ZorroIII slots und bringt Amiga4000 Turbokarten zum laufen, wodurch man auch sofort die ganze PPC Power nutzen kann. Diese Lösung bietet eigentlich alles was man sich zur Zeit wünschen kann, Schwierigkeiten wird MicroniK aber mit der wachsenden Konkurrenz bekommen. Einen A1200 wird früher oder später keiner in einem Tower haben wollen, wenn doch zu dem gleichem Preis neuentwickelte Modelle die gleich ab Werk mit Festpllate, CD-Rom Laufwerk usw. zu ähnlichen Preisen angeboten werden. Hier wird sich MicroniK etwas einfallen müssen. Die einzige Lösung wären die PCI Slots für die aber noch einige Treiber geschrieben werden müssen. Wir werden sehen welcher Hersteller am Ende die Nase vorne haben wird. Der Hardware Bereich war am Stand von Amiga International sozusagen gut abgedeckt. Noch nie gab es soviel neues zu sehen, was wirklich Hoffnung gibt. Der Bereich Software hatte zwar nicht mehr soviele Neuheiten zu bieten, aber dafür Programme von sehr guter Qualität. Als wirklich neu konnte man das 3D Programm Tornado3D bezeichnen, das von Haage&Partner präsentiert wurde. Ein 3D Programm das sich mit seinen Funktionen und attraktivem Preis gegen die anderen Konkurrenten womöglich ganz gut durchsetzen können wird. Eine PPC Version ist natürlich auch geplant und diese wird wahrscheinlich die von Haage&Partner entwickelte PPC Lösung Namens WarpUp unterstützen. Auf die Frage wie die PPC Version dann mit den Grafikkarten funktionieren wird konnte man mir leider keine interessante Antwort geben können. Es hieß nur das diese noch nicht da sind, also kann man dazu noch garnichts sagen. Wir werden sehen ob WarpUp wirklich so kompatibel ist. Gleich daneben wurde WarpUp dagegen fast schon sensationell vorgeführt, zumindest wurde mir das so gesagt, denn leider konnte ich die Vorführung von Quake in einer PPC Version nicht bewundern. Schade hätte ich gerne gesehen, zumal es sich dabei immerhin um eine unerlaubte Vorführung gehandelt hat. Inzwischen müßte aber schon jeder wissen das ClickBoom die Lizenz für Quake von ID Software bekommen hat, wer wei ob nicht vielleicht für Quake2? Am Stand von Amiga International war es auch möglich sich von Miami und MakeCD zu überzeugen. Noch Heute bin ich Angela Schmidt für den wunderbaren Zettel mit empfohlenen CD Brennern sehr dankbar. Schade nur das sich so wenig weibliche Wesen für unseren Computer interessieren, vielleicht hätten wir dann noch mehr Programme in der Qualität wie MakeCD. Natürlich fand sich auch ein Spieleproduzent am Stand und zwar Aurora Works. Ich hoffe sehr das ich mich da jetzt nicht irre, präsentiert wurde ein schon älteres Spiel das auf den neusten Stand der Technik gebracht wurde. Leider kann ich mich jetzt nicht mehr ganz an den Namen erinnern. Nicht so ganz neu, aber sehr interessant war auch die Vorführung von ScalaMM 400. Diese wird dank der Firma Nightshift wieder auf den Markt gebracht. Natürlich wird es nur eine CD-Rom Version geben, leider ohne irgendwelcher Verbesserungen. Das einzig neue daran ist die Multimedial gestaltete Anleitung. Man hofft drauf eine Lizenz von der Firma Scala zu bekommen die auch eine Weiterentwicklung ermöglichen würde, doch die Chancen dafür stehen nicht gerade gut. Natürlich gab es Kritik zu hören und zwar das Scala nicht auf Grafikkarten läuft, vor allem Anwender ohne AGA Amigas sehen das als einen großen Nachteil. Sollte die Firma Nightshift eine Lizenz für die weiterentwicklung bekommen so wird als erstes an der Unterstützung von Grafikkarten gearbeitet. Wollen wir hoffen das es dazu kommen wird. Wie ich schon oben erwähnte konnte Amiga International nichts eigenes präsentieren. Verteilt wurden allerdings Amiga Sticker, Feuerzeuge und Pins. Petro Tystschenko konnte man gelegentlich auch am Stand treffen, und der mußte auch kräftig Interviews allen möglichen Magazinen geben. Als ich gerade am Stand war da kam der Chefredakteur des polnischen Print Magazins Amiga Computer Studio vorbei. Eine echt nette Persönlichkeit und das Magazin von denen ist auch nicht schlecht, immerhin eine Auflage von 30 000 Exemplaren.

Petro Tyschtschenko

Nachdem ich den Amiga Stand mehr oder weniger hinter mich hatte, war es an der Zeit mal die anderen Austeller zu besuchen. Es war nicht weit, also ging ich erst zu Haage&Partner. Besonders interessiert war ich an der Java Lösung für Amiga. Leider gab es diese noch nicht zu sehen, aber dafür Stand der Programmierer Jeroen Vermeulen da der höflich alle Fragen jedem interessiertem beantwortet hat. Man sah Ihm an das er selber froh wäre das fertige Produkt präsentieren zu können, aber wie er selber schon sagte kann man sowas nicht so einfach in wenigen Monaten umsetzen. Es dürfte allerdings nicht mehr lange dauern bis das Merapi Projekt präsentiert können wird. Weiterhin präsentierte man die neue Version des DTP Programms PageStream3.3. Das Programm bietet alles was für wirklich professionelle DTP Arbeiten benötigt wird, selbst PageMaker kann da nicht ganz mithalten. Ebenso zu sehen war die neue Version von StromC++ 3.0 und ArtEffect2.5. Wer professionelle Software sucht, der braucht sich nur bei Haage&Partner zu melden. Inzwischen hat man bei Haage sogar den Vertrieb für FontMaschine und X-DVE3.0 übernommen. Natürlich zeigte auch hier ein Video eindrucksvoll wozu X-DVE3.0 fähig ist. Nicht weit von dem Haage&Partner Stand entfernt fand man auch den Stand von phase5 das durch seine Größe wohl nicht zu übersehen war. Hier drehte sich natürlich alles nur um die PPC Turboakrten, was nicht anders zu erwarten war. Zu sehen war auch eine Grafikkarte, allerdings nicht für Amiga sondern für Macintosh. Leider konnte man noch keine PPC Turbokarten für den A1200 präsentieren, diese sind noch Heute garnicht erhältlich. Damit sich auch jeder von der Leistungsfähigkeit überzeugen konnte, wurde ein spezieller Vorführbereich angelegt, wo man sich hinsetzen und gleichzeitig bei einer Präsentation entspannen konnte. Präsentiert wurde Wildfire und ElasticDreams beide natürlich in einer PPC Version. Wildfire kannten die meisten noch von früher deshalb war daran außer der Geschwindigkeit nichts besonderes zu erkennen. Bei ElasticDreams handelte es sich um ein ganz neues Produkt aus dem Hause Titan. Dabei handelt es sich um ein Realtime Morphing Programm, das eine ähnliche Bedienungsoberfläche wie das vom PC bekannte Programm PowerGoo zur Verfügung stellt. Eine Version für die 68k Prozessoren soll es auch geben, aber angenehmes arbeiten soll erst ab einem 040er möglich werden. Von der A/Box war immernoch nichts zu sehen, außer einem magerem Informationsblatt. Der Weg von phase5 führte mich gleich zu MicroniK, dort konnte man einen ersten Blick auf die PCI Slots werfen und den Amiga1500 bewundern. Zu sehen war auch der interne Scandoubler für den Amiga1200. Alles sehr interessante Lösungen die man sonst nirgendwo findet. Immer wenn man Probleme mit irgendwelchen Steckern und Kabeln hat der sollte nicht lange zögern und sich bei MicroniK melden, dort wird man meistens eine Lösung finden können. Bei Oberland gab es wie immer vieles im Angebot zu kaufen. Die angekündigte PPC Version von Reflections war leider nicht zu sehen. Diese soll allerdings bald erscheinen, irgendwie dauert das ganze länger als erwartet. Wer nicht länger warten kann der sollte sich schon mal die normale Version kaufen und diese dann für angeblich etwa 15 DM auf die PPC Version updaten. Ansonsten gab es bei Oberland nichts wirklich neues. Jetzt war es mal an der Zeit etwas über das neue Amiga Spielemagazin zu erfahren. Das Magazin wird sich Amiga Future nennen und vorerst alle zwei Monate mit einer Cover CD-Rom erscheinen. Die erste Ausgabe kommt schon im Februar raus und wird allerwahrscheinlichkeit 19.80DM kosten. Auf der Cover CD-Rom soll sich die Vollversion von Trapped befinden, was schon mal viele zum Kauf bewegen sollte. Wie gut oder schlecht das Magazin sein wird werden wir schon bald erfahren, ich wünsche der Redaktion und dem ICP Verlag (Amiga Plus) zumindest alles gute. Als nächstes begab ich mich auf die Suche nach dem Stand von Titan und APC&TCP. Am Stand von APC&TCP konnte man das Spiel Flyin'High mit den neuen DataDisks bewundern. Natürlich bestand auch die Möglichkeit sich mal mit dem Programmierer Markus Pöllmann zu unterhalten der ja inzwischen auch an Phönix kräftig werkelt. Eine Demoversion von Phönix existierte zu der Zeit noch nicht, so das ich nur den Editor mit dem man die Objekte für das Spiel vorbereitet bewundern konnte. Das ganze war schon sehr beeindruckend, mit Texturen versehen sah das Raumschiff einfach genial aus. Natürlich soll das Spiel auch FMV (Full Motion Video) Sequenzen enthalten. Man darf also auf eines der besten Spiele hoffen. Andreas Magerl war natürlich auch anwesend und verkaufte fleißig Spiele an begeisterte Amiga User. Geholfen haben Ihm dabei einige Clubmitglieder sowie der Herausgeber des FD Magazins "Das Gadget". Leider fehlte mir die Zeit für eine längere Unterhaltung, denn meine Aufgabe bestand darin nach interessanten Neuigkeiten zu suchen. Gleich am Stand von Titan das sich gegenüber dem APC&TCP befand, konnte man sich von der Qualität der Spiele wie "Sword" "Evil's Doom " oder "Shadow Of The Third Moon" überzeugen. Daneben präsentierte man das Realtime Morphing Programm "Elastic Dreams" und "Art Studio 3.0". Beide Programme existierten natürlich in einer PPC Version und zeigten ganz deutlich die Geschwindigkeitsvorteile der PowerPC Prozessoren. Aus der angekündigten Grafikkarte für den A1200 wurde leider nichts. Diese soll aber schon bald erscheinen, und ist für Anwender ohne Zorro Slots gedacht. Bei Village Tronic war vieles zu bestaunen. Es handelte sich dabei um Erweiterungen für die PicassoIV Grafikkarte. Hier war das Modul PalomaIV zu sehen. Damit wird es erstmals möglich Videobilder auf der Workbench zu bewundern. Diese gelangen über die Einspeisung von S-VHS und VHF/UHF Signalen in den Computer. Weiterhin besteht gleich die Möglichkeit diese Bilder abzuspeichern. Eine interessante Sache für jeden PicassoIV Anwender, denn so kann man die Fähigkeiten des Amiga erweitern ohne weitere Zorro Plätze belegen zu müssen. Nicht weniger interessanter war auch das zweite Modul genannt ConciertoIV. Damit wird die PicassoIV erstmals in der Lage sich auch von der musikalischen Seite zu zeigen. Diese bietet einen 4 Kanal Audiomischer, und kann Sound in 16 Bit aufnehmen und wiedergeben. Gesteuert wird die Erweiterung mittels AHI. Midifähig ist die Karte ebenfalls. Das erste mal in Köln war auch Epic Marketing anwesend, was zum größten Teil daran liegt das Epic inzwischen auch in Deutschland eine Filiale hat. Hier am Stand war wohl das einzigste multimediale Lexikon für den Amiga zu sehen (Epic Multimedia Lexikon). Wer Glück hatte konnte auch schon das Spiel "Sixth Sense Investigations" ein wenig unter die Lupe nehmen. Bei ACT war ebenfalls etwas neues zu bewundern. Unter dem Namen E/Box präsentierte man ein Towersystem für den A1200. Besonders bemerkenswert ist die Größe des Towers, es ist einfach breit sieht aber durch die gut gestaltete Frontblende garnicht schlecht aus. Die E/Box wurde in Polen von der Firma Elbox entwickelt, diese wird schon bald eine Lizenz für den A1200 bekommen. Dadurch wird man so ähnlich wie MicroniK ab Werk einen Amiga1200 in einem Tower anbieten können, dabei sollen die von MicroniK entwickelten Zorro Slots mit der E/Box voll kompatibel sein. Jetzt stand als nächstes RBM auf meinem Plan. Hier versteigerte man gerade ein T-Shirt, das Angebot begann bei 5DM, und wie ich mich erinnern kann, hat auch keiner mehr als 5DM geboten. Irgendwie war das ziemlich peinlich. Das was man präsentiert hat war schon viel interessanter. Einmal war es da die neue Version des Newsreaders "FFNews" und Scan Quix 4. Irgendwie war mir aber nicht ganz klar was das wirklich geheimnisvolle an Scan Quix 4 sein sollte was man uns vor der Messe nicht verraten wollte. Das neue und angeblich einzigartige an Scan Quix 4 ist die Erweiterung Calibratix, damit kann man den Scanner an den Drucker anpassen, so das die Ausdrücke dann genauso aussehen werden wie das Original. Eine zusätzliche Erweiterung Namens FaxQuix erlaubt direkt von ScanQuix Faxe zu versenden. Das alles klingt schon ganz interessant, doch am liebsten würde man sich ein OCR Programm wünschen. Als wir bei RBM danach gefragt haben da wurde uns gesagt das dafür der Markt angeblich nicht existiert, also wird wohl daraus nichts. Das waren fast schon alle wichtigen Firmen, die man als Amiga Anwender unbedingt besuchen mußte. Als nächstes habe ich mich bei New Generation umgesehen. Dort wurde Trapped2 und die PC Version von Wet präsentiert. Weiterhin hatte man auch den Oxyron Patcher im Gepäck welcher die Leistung von Turbokarten erhöht. Einiges über das neue Spiel Fratzen Geballer konnte man auch schon erfahren, so soll das Spiel in wenigen Wochen erscheinen. Weiterhin konnte man von dem Trapped Entwickler Michael Pipgras erfahren das man Wet auch für den Amiga umsetzen möchte, und sollte alles gut verlaufen so wird das Spiel noch vor Sommer erscheinen. Ich weiß nicht wieso aber irgendwie kann proDAD mit dem eigens entwickeltem Betriebsystem Namens p-OS keinen Fu fassen. Auf der Messe wurde lediglich eine weiter entwickelte Beta Version präsentiert. Das alles sieht natürlich schön aus und bietet wundervolle Funktionen zur Verfügung, aber leider gibt es dafür fast keine Software und so wie es aussieht wird es noch lange dauern bis dafür etwas entwickelt bzw. umgesetzt wird. Von einem Betreibsystem ist p-OS außerdem noch weit entfernt, dieses müßte ganz auf das Amiga OS verzichten und bisher tut es das nicht. Die einzige Chance könnte erst eine PPC von p-OS haben mit einer Amiga Emulation. So könnte man neue Amigas mit PPC entwickeln und die alten Programme trotzdem benutzen. Fast hätte ich Stefan Ossowski vergessen, was womöglich daran lag das man von dem Spiel Myst nichts auf der Messe sehen konnte. Neu bei Ossowski war CygnusEd in der Version 4 und TurboCalc in der Version 5. Außerdem war schon die Amiga Emulation "Amiga Forever" zu bekommen. Mit dieser wird es möglich auf einem PC den Amiga allerdings nicht mit den AGA Chips zu emulieren. Das Amiga OS und verschiedene Kickstart Versionen liegen der Emulation ganz Legal bei. Irsee Software präsentierte neue Versionen von Programmen wie TurboPrint6 und PictureManager5, diese unterstützen auch schon die PPC Karten. Bei Eagle zeigte man Amiga Linux, das sich noch in einem entwicklungsstadium befindet. Wann Amiga Linux endlich fertig wird, konnte uns keiner genau sagen. Das wars auch schon fast alles was so auf der Messe vorgestellt wurde. Von vielen Programmen erschienen nur verbesserte Versionen, an denen oft nicht viel interessantes gemacht wurde. Bei den anderen Sachen handelte es sich nicht unbedingt um Messeneuheiten. Bei Cornelia Figge konnte man bestaunen wie ein Familienunternehmen funktioniert. Selbst das jüngste Mitglied der Familie half da kräftig mit, und es gab auch User die den jungen Verkäufer reinlegen wollten. Ich hätte nicht gedacht das Amiga User zu sowas fähig sind. Zum Glück war der junge Mann den blödianen einfach überlegen. So war also die Computer97, vieles sorgte für Begeisterung, manchmal wurde man dann aber doch wieder enttäuscht. Man merkte allerdings das es wieder aufwärts geht und das da irgedwo am Ende des langen Tunnels ein Licht zu sehen ist. Mal sehen wie die Computer98 sein wird?

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