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Power UP!Unbekümmert und unbeschwert werkt der Amiganer am Computer seines Vertrauens, der zwar schon einige Jährchen auf dem Buckel hat, aber trotzdem noch bestens seine Arbeit tut, und schielt dabei schmunzelnd (und wohl auch etwas mitleidig) zu seinem Kollegen, der auf Produkte Marke Wintel schwört. Dort ist das befremdende Wettrennen "Software-Trägheit versus Hardware-Upgrade" bereits zugunsten der Software entschieden. Und dieser Kollege, der auf jene Erzeugnisse aus dem Hause eines reichen Mannes in Redmond setzt, wundert sich trotz dieser neuartigen Software (mit ganz vielen bunten, neuen Features) und aktuellster Hardware (mit ganz viel MMX und RAM und 3D) ganz gewaltig. Abgesehen davon, daß Sound- und Netzwerkkarten um kuriose Dinge streiten, es sich ein neuer Virus im System gemütlich macht, das Booten eine halbe Ewigkeit dauert, der Speicher sowieso immer viel zu knapp ist, die Harddisk permanent vor sich hinrödelt, das OS manchesmal eben neu installiert werden muß, manche Einstellungen sich wie von Geisterhand verändern oder Programme sich ungefragt selbst starten und man den Computer nur dann ausschalten darf, wenn es ausdrücklich am Bildschirm steht, hat man wenigstens einen Prozessor mit vielen Megahertz darin. Und billig gewesen ist er obendrein! Umso länger wird jedoch das Gesicht eines solchen PeeCee-Jüngers, wenn er unsereins flink dahinarbeiten sieht, auf einer edlen Oberfläche, individuell erweiterbar, logisch durchdacht und einfach durchschaubar, und das alles auf einem total alten (1993 - lang, lang ist's her!) Computer mit wenig MHz (so um die 25 herum). Und wo kommt nur immer diese aktuelle Software her, denkt er sich, und fängt an zu grübeln. Hat er sich nun doch den falschen Computer gekauft? Gott sei Dank nicht, denn Quäken2 ist nicht beim Amiga dabei. 3DStudioMax auch nicht. Und seine heile Welt ist wieder einmal gerettet - zumindest bis zum nächsten Update. So, und warum dieser lange Exkurs? Nun, genau in diesem Punkt - der Prozessorleistung - war der Amiga dem IBM-Kompatiblen bisher unterlegen. Bis jetzt. Denn mit dem Einsatz des PowerPC katapultiert Phase5 den Amiga in neue ungeahnte Dimensionen. Die PowerPC-Boards sind für beinahe alle Amiga-Modelle (1200, 2000, 3000(T), 4000(T)) erhältlich. Der Einsatz von speziellen Grakikkarten am HighSpeed-Bus direkt auf der PPC-Karte und unter Verwendung neuer Chipsätze (Permedia2) wird - falls die entsprechende Software einmal erscheint - alles bisher Dagewesene alt aussehen lassen. Aber keine Hardware-Innovation, und sei sie auch noch so hervorragend, wird den harten Kampf in der Computerbranche überleben, wenn nicht die entsprechende Software vorhanden ist. Dies gilt weniger für den Amiga, da der User hier sehr "hardwareverliebt" ist, als beim IBM-PC, wo ja hauptsächlich die anklickbaren Features, das neueste 3D-Game und die Specs in den Zeitschriften zählen. Der typische Amiga-User hat es jedoch mit dem Upgraden nicht so eilig, bloß weil ein neues Stück Software daherkommt, welches sagt: "Ich bin neu und gut und brauche nochmal soviel RAM und eine neue 3D-Karte bitte!". Er wartet auf eine günstige Gelegenheit. Und jetzt ist sie da. Viele führende Software-Hersteller haben ihre Unterstützung für PowerPC angekündigt, und täglich werden es mehr: PowerPC-PlugIns für PPaint, ArtEffect, WildFire, Tornado3D. PowerPC-Versionen von SuperView, VCC, Merapi, Reflections und TurboPrint. PowerPC-Programme entwickeln mit StormC, SAS-C, VCC und GNU C. Go for PowerPC - now! ![]() Und weil einer von unseren Lesern gemeint hat, es fehlen die Bilder im Editorial - hiermit habe ich dies nachgeholt: Es ist ein Bild von mir, wo ich gerade vor meinem Amiga sitze, allerdings gnadenlos in die verkehrte Richtung fotografiert. Das war wohl eine gute Entscheidung, meint Euer |
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Bernhard Lukas ........... |
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