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(Shape)shift to Fusion ??Seit dem Erscheinen des PD MAC Emulators Shapeshifter wurde es kommerziellen Apple Emulatoren am Amiga nicht gerade leicht gemacht. Nach dem wenig erfolgreichen EMPLANT holt Jim Drew jetzt mit dem Fusion zum Gegenschlag aus. Wie gut seine Chancen stehen, haben wir uns angesehen. Installation: Der Fusion, wir haben schon die neue V2.0 getestet, wird in einer CD-Hülle mit veraltetem Aufdruck und ohne Handbuch ausgeliefert. Der erste negative Eindruck wird leider beim Öffnen der CD-Hülle bestärkt: In der Hülle befindet sich nur eine Diskette, dafür aber mit einer netten Auswurfmechanik. Die Installation erfolgt über den Amiga Installer und läuft problemlos ab. Am Ende der Installation wird, wie auch bei den anderen MAC Emulatoren, in der startup-sequence ein kleines Programm installiert, das einen für die Emulation benötigten Speicher im untersten Speicherbereich des Computers reserviert (rsrvwarm). Laut Readme auf der Fusion Diskette soll dieses Programm auch noch mit dem Emplant kompatibel sein. Nach einem Reset sollte dem neuen Applevergnügen nichts mehr im Wege stehen. Doch ganz so paradiesisch ist es leider doch nicht. Die erste Hürde unserer Testinstallation war ein set040 in der startup-sequence, mit dem sich der Fusion offensichtlich nicht verträgt (Guru Meditation beim Booten). Doch erst jetzt wird die Sache wirklich kompliziert, es folgt nun die ... Konfiguration: Wer schon einmal den aus dem gleichen Haus (Microcode Solutions) stammenden PCx gestartet hat tut sich mit der auf 10 Seiten aufgeteilten Konfiguration schon leichter, alle anderen sollten sich die ausführliche aber englische Dokumentation zu Gemüte führen. Konfigurationsfehler werden nämlich vom Fusion meistens nur mit einem totalen Versagen ohne jegliche Fehlermeldung quittiert. Dafür darf man auch gleich den ganzen Amiga neu starten, da sich auch auf der Workbench nichts mehr tut. :-( Nach einigen erfolglosen Startversuchen wurder der Hauptübeltäter im Bereich der Device Optionen gefunden. Wird dem Fusion keine "brauchbare" Partition zur Verfügung gestellt geht gar nichts mehr ..... Erfreulich hingegen ist die Möglichkeit, eine vorhandene Shapeshifter Partition, wenn auch nur mit einem Trick, weiter für den Fusion nützen zu können: Der Fusion kann nur vom Amiga gemountete Partitionen verwenden. Daher muß die Shapeshifter Partition zuerst in der HD Toolbox als mountable gekennzeichnet werden.(Vorheriges Sichern der MAC Daten nicht vergessen!!!) Nach einen Reboot scheint die MAC Harddisk im Fusion Device Fenster auf und kann als Fusion Harddisk konfiguriert werden. Dies gilt aber auch für alle anderen Partitionen, die man vom Fusion aus nutzen will: Ohne sie vorher unter AmigaOS zu mounten findet der Fusion sie nicht in seinem Konfigurationsfenster. Einmal als Fusionharddisk konfiguriert kann man die Partition aber wieder als nicht mountable eintragen und erspart sich das Icon auf der Workbench. Wie der Shapeshifter unterstüzt der Fusion auch die Emulation der Harddisk in einer AmigaOS Datei. Das Verwenden einer Shapeshifer Filedisk für den Fusion soll laut Informationen aus dem Netz funktionieren, in der Praxis scheiterte es aber an der Möglichkeit im Fusion eine Filedisk mit exact der gleichen Größe wie unter dem Shapeshifter einzurichten. Auch die Konfiguration der Videotreiber ist nicht ganz so einfach. Es stehen hier die unterschiedlichsten Treiber, von B/W auf der Workbench bis zu Truecolor auf Picasso96 oder CyberGraphX zur Verfügung. Weiters wird zwischen DirectXL und Refresh Treibern unterschieden. Die direkt Treiber können kein Truecolor, verbrauchen dafür aber auch kein kostbares Chipram. Weiters gibt es noch Menüs zur Konfiguration von CD-ROM, Audio (hier wird auch AHI unterstützt), SCSI, Netzwerkkarte, Floppy, dem verwendeten MAC ROM Image (256kb bis 1 MB) und den IO Ports. In der Dokumentation wird ein ROM mit 512kb oder 1 MB empfohlen. Auch bei der Speicherkonfiguration zeigt sich der Fusion sehr vielseitig: Neben der Größe des zugeteilten Speichers wird hier die Verwendung der MMU gesteuert (z.B. um Speicher in den ZorroII Bereich zu mappen oder gar die MMU zur Steuerung des Virtuellen Speichers zu nutzen). Der dem MAC zugeteilte Speicher kann hier auch gleich mittels einem integrierten Speichertest überprüft werden. In einem weiteren Menüpunkt wird auch noch der emulierte MAC, sowie die Prioritäten der Emulation im Vorder-und im Hintergrund geregelt. Mit dem Button [Start Emulator] wird der virtuelle MAC nach erfolgreicher Konfigurierarbeit zum Leben erweckt. Nach dem Start ändert sich das Konfigurationsmenü am Workbenchbildschirm um und erlaubt nun die Kontrolle der Emulation. Von hier aus kann man MAC Partitionen für den Amiga mounten, den Emulator (unsanft) beenden und die Einstellungen für CPU Cache und Grafikrefresh ändern. Auch am MAC abgemeldete Devices lassen sich hier erneut anmelden. Als Betriebssystem benötigt der Fusion MAC OS 7.1 bis 8.0. Empfohlen wird aber MAC OS ab Version 7.5.1. Von unserer auf der Shapeshifter Partition installierte Version 7.5.1 bootet der Fusion ohne Probleme, einzig die Auflösung und die Farbtiefe mußten neu eingestellt werden.Hier fällt vor allem die flexible Bildschirmverwaltung auf.Wie auch bei einem echten MAC läßt sich beim Fusion die Auflösung und die Farbtiefe direkt im Betrieb ohne Neustart umschalten. Werden mehrere Grafikkartentreiber konfiguriert können auch mehrere Bildschirme in unterschiedlichen Auflösungen und Farbtiefen, ja sogar auf verschiedenen Grafikkarten (unter Picasso96), verwendet werden. Laut Dokumentation sind maximal 6 Bildschirme möglich, in der Praxis gibt es aber ab 3 Bildschirmen Grafikfehler, vor allem wenn diese Bildschirme über das Kontrollfeld Monitor untereinander angeordnet werden. Das Umschalten zwischen den Bildschirmen erfolgt MAC-like durch Verlassen des aktuellen Bildschirms mit den Mauszeiger. Werden mehrere Screens auf derselben Grafikkarte verwendet, wird blitzschnell auf den neuen Screen umgeschaltet. So läßt sich z.B. ein 256 Farben Schirm zum Arbeiten und ein Truecolor Bildschirm zum Anzeigen der fertigen Bilder verwenden. Richtig interessant wird aber die Möglichkeit ab Fusion 2.0 MAC OS 8.0 zu verwenden. Hier muß aber eine MAC OS Vollversion verwendet werden. Die einem neuen MAC beigepackte Version läuft nicht auf dem Fusion. In unserem Testrechner ist eine CyberStorm040/40 eingebaut, die mit dem MAC OS 8.0 keinerlei Probleme hatte. Laut Dokumentation läuft am Fusion OS 8.0 auch auf 68030 und 68060 Prozessoren, auf letzteren leider nicht im SuperScalar Modus. Dies ist aber ein Problem des MAC OS und läßt sich natürlich auch durch die Emulation nur sehr schwer beheben. Im Gegensatz zum Shapeshifter gibt es am Fusion auch fast keine Probleme mit dem CyberSCSI Device. Lediglich unser internes SCSI ZIP Laufwerk bereitete kleine Probleme, die sich aber durch ein Mounten der ZIP Disk vor dem Start des Fusion beheben ließen. Auch die CD-ROM Emulation (im Testrechner wurde ein Toshiba XM5701 verwendet) klappte auf Anhieb, einzig Audio CD-ROM`s werden vom Fusion (noch) nicht erkannt. Die im Testrechner installierte ConneXtion Ethernetkarte (im A2065 Modus) ließ sich vom MAC aus nicht verwenden, ein Zugriff auf die Karte wurde mit einem Totalabsturz quittiert. Ohne Probleme hingegen funktionierte die Einbindung der Multiface III. Über ein daran angeschlossenes USR 33.6er Modem und den im OS8.0 integrierten TCP/IP Stack gelang uns auf Anhieb die Einwahl ins Internet. Auch der über die parallele Schnittstelle der Multiface angeschlossene HP Deskjet lieferte über den passenden MAC Treiber ein einwandfreies Druckergebnis. Folgende Software wurde am Fusion getestet und lief ohne Probleme: Adobe Photoshop 3.0, QuarkXpress3.2, Netscape Navigator 3.0, Photo Flash, sowie einige Spiele. Durch die nicht besonders hohe Rechenleistung der 68040 CPU ist ein Abspielen von Filmen in 32000 Farben mit gleichzeitiger Ausgabe von 16 Bit Stereosound über die Concierto nicht mehr ganz ohne Störungen im Film möglich. Auf einem 68060 sollte dies aber ruckfrei funktionieren. Fazit: Der Fusion ist ein, von der umständlichen Konfiguration einmal abgesehen, problemloser MAC Emulator. Vor allem für Besitzer einer Phase5 SCSI Hardware ist er empfehlenswert, hier treten weitaus weniger Kompatibilitätsprobleme als beim Shapeshifter auf. Auch kann mit dem Fusion einer schon vorhandenen alten MAC Emulatorhardware neues Leben eingehaucht werden. Besonders erfreulich ist die Ankündigung einer PPC Version. Damit soll es PowerUP Besitzern möglich sein, einen modernen MAC mit PowerPC CPU zu emulieren. |
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Dieter Sabathi ...........
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